Wie viele Kompromisse sollte man eingehen in einer Beziehung?

6 Antworten

Gut, dass du diese Erfahrung schon so früh im Leben gemacht hast.

Nein, deine Kompromissbereitschaft war nicht zu klein, ganz im Gegenteil. Im Grunde habt ihr beide immer das genacht, was sie wollte. Wo ist da der Kompromiss?

Das Ding mit ihren Eltern: Da hätte sie sich für dich einsetzen müssen nach dem Motto: Entweder ihr akzeptiert mich mit meinem Freund, oder ihr akzeptiert auch mich nicht.

Zum Rauchen: Auch hier mein Verdacht bestätigt: Kontrollfreak. Viele Frauen versuchen, ihre Partner zu erziehen. Das geht gar nicht. Schließlich bist du erwachsen.

Es ist aber gut, dass du die Erfahrung schon so früh gemacht hast. Ich kenne das, in abgemildeter Form, auch.

Für die Zukunft: Stelle gleich von Anfang an klar, wie es bei dir läuft, aber nicht nur verbal. Du musst deine Grenzen und No Gos schützen, und bei Überschreitungen sofort Konsequenzen ziehen. 

Denn eines ist natürlich klar: Du bist der Mann. Und wenn sie jemanden braucht, den sie herumkommandieren kann, soll sie sich einen Hund zulegen! 

Ich rauche seit dem Beziehungsende wieder und es fühlt sich an als hätte ich wieder mein "ich" zurück gewonnen.

Wie passt das denn zusammen mit: "ich dachte mir nur "mir macht es nichts aus nicht zu rauchen und ihr würde es viel bedeuten also höre ich auf"... Du hast offenbar viele Dinge gemacht die du dir selbst schön geredet hast, hinter denen zu nicht stehst um im Endeffekt etwas zu machen was deine Freundin gerne hätte. Daran ist aber nicht deine Freundin schuld sondern du selbst. Du beschreibst hier viele Situationen. Was das shoppen angeht oder sich mal ne andere Stadt anschauen, weiß ich nicht was daran so schlimm sein soll. Man kann auch mal was anderes machen mit positivem Elan und dann macht ihr halt mal was was dir gefällt. Bei dir scheint es aber nur das eine oder andere Extrem zu geben ohne einen gesunden Mittelweg, wenn du schreibst "ich will nie wieder in meinem leben kompromisse eingehen, entweder es geht so wie ich es will oder ich gehe meinen weg alleine". Mit der Einstellung wirst du definitiv alleine bleiben denn so läuft keine Beziehung. Ich würde dir anraten an dir selbst zu arbeiten und dir eine Partnerin zu suchen die zu deinen Interessen passt.

Ich denke nicht dass das funktionieren wird, der weg alleine zu gehen macht mich persönlich, denke ich, glücklicher als eine Partnerschaft.

Mir macht es nichts aus nicht zu rauchen, das ist noch heute so und wenn ich jemanden gerne haben würde, dann würde ich aufhören zu rauchen wenn ihm das etwas bedeuten würde. Ich könnte auch jetzt aufhören zu rauchen, ohne probleme, aber wozu? Ich mache es gerne, wenn es sich mit anderen hobbys wie zB. sport überschneidet würde ich es wieder sein lassen.

Seitdem ich keine Freundin mehr habe geht vieles in meinem Leben einfach bergauf, beruflich bin ich erfolgreicher den je und privat habe ich viele hobbys denen ich mich leidenschaftlich witme.

Ich versuche vergleiche zwischen damals und heute zu ziehen und komme auf den rückschluss immer dann wenn ich auf mich nach ihr gerichtet habe hat das meine persönliche entwicklung nach hinten verschoben.

Das zu machen was ich gerne mache? Nun sie war an meinen Hobbys nicht sonderlich interessiert, wollte auch nie meine freunde kennen lernen, wir waren 4 jahre zusammen und in den 4 jahren hat sie nichtmal meine besten freunde und kollegen kennen gelernt, für sport ließ sie sich auch nicht begeistern, auch nicht für Musik, gerade bei der Musik bewunderte sie mich früher aber je länger wir zusammen blieben desto mehr ging ihr es auf die nerven dass ich zeit mit meinen hobbys verbrachte und nicht mit ihr, sie sagte immer sowas wie: "Das kannst du doch auch wann anders machen" und so geschah es dann auch oder wenn ich mir etwas neues für mein Studio kaufen wollte hieß es "Du hast doch erst letztens was gekauft, lass es doch dabei gut sein und beschäftige dich erstmal mit dem was du neu gekauft hast" ein durchaus vernünftiger ratschlag aber das resultat war dass ich viel weniger zeit für mein hobby aufbrachte als ich eigentlich gerne getan hätte.

Ich war natürlich auch gerne mit ihr zusammen aber wenn sie zB. nicht da war hatte ich natürlich auch nicht immer lust mich mit meinen hobbys zu beschäftigen sondern wollte auch ganz gerne nur mal auf der couch liegen. Wenn man die ganze zeit arbeitet und nach der arbeit mit der freundin unterwegs ist und nahezu jedes wochenende irgendwohin einen ausflug macht ist man ganz froh wenn man sich einfach nur mal hinlegen kann.

Warum habe ich dass alles getan? Weil ich sie geliebt habe, ich habe es selbst nicht gemerkt wie ich mich verbogen hatte, die einzige konsequenz wäre gewesen dass ich ihr ein ultimatum stelle oder die beziehung beende, das wollte ich aber nicht weil ich sie liebte. Was tut man in so einer situation?

Deswegen denke ich alleine bleiben ist für mich defintiv die variante die mich glücklicher aber vorallem auch erfolgreicher machen würde, denn wie gesagt seitdem sie weg ist geht vieles in meinem Leben einfach bergauf.

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@IbanezP

Wenn man sich in einer Beziehung verbiegt und zurück entwickelt dann ist davon auszugehen, dass der Partner nicht passt. Dann wäre es gut das zu reflektieren und schon früher einzuschreiten. Single sein hat seine Vor- und Nachteile genauso wie eine Partnerschaft.

Ich bin schon einige Jahre verheiratet und habe meinen Mann so genommen wie er ist und auch umgekehrt. In keiner Beziehung ist es gut sich den Partner nach den eigenen Vorlieben zurecht zu basteln und das wird auch deine Freundin (oder Exfreundin) lernen müssen genauso wie du mehr auf deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse achten solltest und dich abgrenzen wenn dir etwas zuviel wird. Demnach schließt man Kompromisse soweit man sich nicht verbiegt und immer noch authentisch bleiben kann. Dann muss man nicht später nach Luft ringen weil man das Gefühl hatte in einer Zwangsjacke zu leben.

Ich denke es wäre für dich gut eine Partnerin zu finden die besser zu dir passt, dich so sein lässt wie du bist, deine Hobbies respektiert, die auch unabhängiger ist und mal ohne dich etwas unternehmen kann. Eine Frau die deine Freunde kennenlernen möchte (was ich auch wichtig finde) und in deren Familie zu akzeptiert wirst. Nachdem was du beschreibst was da alles schief gelaufen ist muss man sich ja wundern wie das überhaupt 4 Jahre halten konnte.

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Kompromisse in einer Beziehung sind sehr wichtig, aber was du machtest, war schon mehr. Du hast dich verbogen, obwohl es dir nicht gefiel. Das hat sie schamlos ausgenutzt.

Kopf hoch...du findest bestimmt eine Partnerin, die dich so akzeptiert wie du bist. Sie würde auch nicht von dir verlangen, dass du dich verbiegst. 

ZB mit dem Shoppen:

Wenn du absolut keine Lust dazu hast, könnte / hätte deine Partnerin auch alleine dahin fahren können. Dazu braucht man keine Kompromisse oder den Partner zu was zwingen. 

Echt Kompromisse sollte man bei ganz anderen Dingen machen, die der Beziehung / zusammenleben dienen. ZB Aufgabenteilung im Haushalt oder eben sagen, du machst den haushalt und ich mache dafür andere wichtige Dinge.

Oder im Sexleben macht man auch Kompromisse...

Wie geschrieben, bei sowas sollte ein Paar Kompromisse machen, die eine Beziehung nützen und die Partner nicht unnötig einengen.

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