Wieso werden soziale Berufe so schlecht bezahlt?

5 Antworten

Weil sie eben nicht Teil der freien Wirtschaft sind - wenn ich jemanden beauftrage mir ein neues Badezimmer zu bauen, dann bezahle ich vielleicht auch mehr, um einen besonders guten Dienstleister zu bekommen.

Wenn ich im Krankenhaus bin, zahlt das die Krankenkasse und es wird nicht zwischen den unterschiedlichen Kräften unterschieden.

Und es interessiert am Ende eben niemanden, wie es den Senioren im Altenheim geht - zumindest nicht so sehr, dass man mehr Geld investieren würde.

Im Bereich Altenhilfe wird schon jetzt unglaublich viel investiert und es interessiert sehr wohl, wie es den Menschen dort geht.

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Das war nicht immer so. Der Beruf der Krankenschwester/Erzieher usw. garantierte noch Anfang der 90er Jahre eine wirtschaftliche Existenz in der Mitte der Gesellschaft. Das ist heute nicht mehr so und das hat auch damit zu tun, dass man einfach mehr von allem braucht. Wenn man diese Berufsgruppen finanziell besser stellen will, muss man noch tiefer in die Tasche greifen und dafür ist unsere Gesellschaft im Moment noch nicht bereit.

Was hier ein user in seiner Antwort gepostet hat, nämlich dass diese Berufe jeder Vollpfosten machen kann - ja, es machen viele die es eigentlich nicht können. Das liegt einfach daran, dass man in der Not auch Menschen ausbildet (und irgendwie "über die Hürden trägt"), die man vor 20 Jahren nicht mal zum Bewerbungsgespräch eingeladen hätte. (Auch wenn es nicht jeder glaubt aber der Krankenschwesternkurs einer Freundin bestand im Jahr 1985 zu 70% aus Abiturientinnen)

  1. Arbeiten in diesem Sektor viele Frauen.
  2. Erwirtschaftet diese Berufsgruppe keinen direkten "Gewinn" in Form von Geld.
  3. Die Ausbildung ist nicht so herausfordernd, wie in anderen Bereichen.
Woher ich das weiß:Beruf – Ausbilder

Der dritte Punkt stimmt natürlich - ein Kind zu erziehen bedeutet bei weitem keine so verantwortungsvolle Aufgabe, wie ein Auto zu reparieren oder Termine in einer Anwaltskanzlei zu vergeben.

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@DieKatzeMitHut

Du verwechselst Ausbildung mit Beruf. Gehabe dich mit Vorsicht beim stumpfen verteidigen dieses Berufsfeldes

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Weil gerade in diesen genannten Berufen der Frauenanteil der Beschäftigten sehr hoch ist. Dort ist die Bezahlung leider immer ungerechtfertigt niedrig, was sich ja ändern soll...

Was hat das denn mit dem Frauenanteil zu tun?

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Weil das Berufe sind, die "leicht" auszuüben sind. Sowas kann fast jeder machen.

Und was genau ist an diesen Berufen so viel leichter als an anderen? Als Erzieher benötigt man eine 5-jährige Ausbildung.

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@DieKatzeMitHut

4 soweit ich weiß. 2 zum sozialpädagogischen Assistenten und dann noch 2 dranhängen zum Erzieher

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@DieKatzeMitHut

Kommt drauf an was du mit "anderen" Berufen meinst. Die Länger der Ausbildung ist nicht entscheidend, sondern die Qualität. Und die ist nun mal sehr bescheiden.

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@Hankerchief

Was meinst du denn mit "anderen Berufen"?

Inwiefern ist die Qualität der Ausbildung bei sozialen Berufen bescheiden?

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@DieKatzeMitHut

Jobs bei denen du auch Grips brauchst. Kindern/Senioren den Hintern abwischen kann ein jeder.

Mit bescheidener Qualität meine ich, dass die Durchfallquote gegen Null geht. Selbst die größten Leuchten werden da durchgeboxt.

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@Hankerchief

Das Problem liegt viel eher an der gesellschaftlichen Betrachtung dieser Berufe - dafür bist du ja das beste Beispiel.

Dir wäre es eben nicht mehr wert, dass man dir den Hintern abwischt. Und wenn es dich doch interessiert, bist du zu alt, als dass irgendjemand sich für deine Meinung interessiert.
Und ein wenig mehr gehört im besten Fall schon dazu, "ein paar Kinder zu hüten".

Aber mal konkret - von welchen Jobs sprichst du hier? Beispielsweise ist Fließbandarbeit weitaus besser bezahlt. Sehr anspruchsvoll, mh?

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