Wieso stirbt der Mensch?

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Also zunächst einmal stellt sich die Frage, ob ewiges Leben überhaupt wünschenswert ist. Da tendiere ich stark zu einem "nein". Denn erstens wäre das der Stopp der Evolution und zweitens würde es keinen "Nachschub" an Individueen, die vielleicht neue Ideen in die Welt bringen würden, geben. Zudem sorgt unsere begrenzte Lebenszeit denke ich für den Lebenswillen, den die meisten Menschen in sich tragen. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser noch da wäre, würde die Möglichkeit des Todes wegfallen.

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Dass wir altern liegt natürlich an der Vergänglichkeit unseres Körpers. Vor allem die Haut macht die Alterung deutlich sichtbar. Sie verliert ihre Elastizität und wird faltig. Auch die Knochen werden im Alter nicht besser, ebenso wie Augen, Ohren und so weiter.

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Dass wir nicht unendlich lang leben können, liegt an unserem Erbgut. Die Telomere an den Enden der Chromosomen haben bei jedem Menschen eine andere Länge. Diese verkürzen sich bei jeder Zellteilung. Irgendwann ist der Punkt gekommen, an dem sich die Zellen nicht mehr teilen können. Da kann man sich denken, dass ein Körper ohne Erneuerung der Zellen nicht mehr lange überlebt.

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Abgesehen von dieser biologischen Uhr kann man aber einiges dafür machen, um seinen Stoffwechsel jung zu halten. Vor allem das Verhältins von Muskel- zu Fettmasse wird im Alter immer mehr in Richtung des Fettes verschoben. Dadurch steigen Blutzucker und Blutdruck, da Fettzellen nicht so effizient arbeiten wie Muskelzellen. Mit regelmäßigem Sport und gesunder Ernährung kann man dem entgegenwirken. Ernährt man sich kalorienärmer, teilen sich die Zellen nicht so häufig und es befinden sich nicht so viele Abfallstoffe im Körper.

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Tatsächlich gibt es aber Tiere, die poteniell unsterblich sind. Aber der Nacktmull gehört nicht dazu, der wird vielleicht so 20 oder 30. Säugetiere sind von Unsterblichkeit weit entfernt. Aber Süßwasserpolypen zum Beispiel können wahrscheinlich ewig leben.

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Das liegt daran, dass bestimmte Körperzellen nicht unendlich häufig und schnell nachgebildet werden können, darum werden Knochen brüchig, Haut altert, sie verliert ihre Elastizität. Der Körper junger Menschen bildet Zellen relativ schnell neu nach, bei älteren Menschen dauert es eben länger. Wunden verheilen langsamer. Bestimmte Zellen werden sogar, wenn sie erst einmal zerstört sind, niemehr nachgebildet, wie die feinen Härchen in den Ohren, die das Hören ermöglichen, so werden wir schwerhörig. Irgendwann hat eben der Körper ausgedient, es gibt auch hier soetwas wie "Verschleiß", die Organe versagen usw. Das hat nicht das Geringste mit der Fortpflanzung zu tun, da dies den Alterungsprozess nicht beeinflusst. Nacktmulle werden übrigens auch älter, aber es gibt tatsächlich eine Spezies, die ihre Zellen so oft erneuern kann, wie sie es will, es handelt sich hier um eine bestimmte Art Mikroorganismus, das im Nordatlantik (meine ich) vorkommt. Wenn es nicht gefressen wird, kann es theoretisch "unendlich" lange leben, da es sich nach 5 Tagen wieder erneuert hat. Dies klappt allerdings nur, wenn der Lebensraum unverändert bleibt und es, wie gesagt, nicht gefressen wird. Außerdem hat es wesentlich einfachere Zellstrukturen, im Gegensatz zu Säugetieren und anderen Lebewesen mit komplexer Bauweise. Das ist der einzige Grund, weshalb das theoretisch funktionieren kann. Der Mensch ist viel zu komplex, als dass eine grenzenlose Zellerneuerung stattfinden kann.

Könnte sein, dass es sich um Plankton(-Tierchen) handelt (bin mir aber nicht sicher), ich kann den Artikel nicht mehr finden.

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Noch ein Nachsatz zum Nachdenken. Die Natur kann alles! Es gibt Tiere die nie altern, solche die sich selbst fortpflanzen,- ohne Partner, solche die ihr Geschlecht ändern, solche die sterben, indem sie knallhart einfrieren und nach dem auftauen weiterleben etc. etc. Die Vielfalt der Tiere und deren Fähigkeiten und Eigenschaften ist scheinbar grenzenlos. Das alles sind nach heutigem Sprachgebrauch HighTech-Lösungen. In der Natur gibt es perfekte Präzision und absolut keine Tolleranzen und Ungenauigkeiten. Du solltest also als erstes verstehen daß die Natur hochintelligent ist! Sterben ist kein physischer Mangel. Das Altern ist ein präzise geplanter Vorgang. Nach genauem, von der Psyche abhängigem Plan werden Funktionen in Abhängigkeit von allen anderen Biosystemen gedrosselt und teilweise sogar eingestellt. Der umgekehrte Vorgang wie es bei Geburt und Aufwachsen geschehen ist. Der Körper hat ein perfektes Selbstreparatursystem. (Heilung etc.) Verschlissene Körperzellen werden durch neu gebaute ersetzt. Dieser Vorgang könnte so immer weitergehen und der Mensch unendlich alt werden mit einem immerjungen Körper. Aber es wurde uns eine biologische Uhr eingesetzt und ein Programm zum allmählichen Abbau, der schließlich zum Ende der Lebensperiode führt. Wie gesagt,- ein hochintelligentes System. Und wenn man bedenkt daß die Natur keinen Systemabsturz, kein Versagen und keine Ungenauigkeiten kennt, sollte dir das doch schon einiges sagen! Liebe Grüße, Chato

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