Wieso sprechen viele ältere Menschen dialekt?

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Gibt genug schulen, die wieder Dialekt unterrichten. Siehe z.B. Saterfriesisch.

Ich selber spreche keinen Dialekt. Habe aber doch ein Faible für Friesisch, weil ich früher alle Ferien an der Küste verbrachte.

Wo ich herkomme, wird Platt gesprochen.. sehr praktisch im Umgang mit nederlaändern. Ich sprechs wie gesagt nicht,a ber da mein Onkel es sprach, verstehe ich recht viel (Platt und Holländisch sind sich recht ähnlich)

Lebe heute in Franken und stelle fest, junge wie alte Leute sprechen es.

ne Sache von "alten Damen" ist das nicht, es sprechen wie gesagt junge wie alte, Männer wie Frauen ihren Dialekt, so sie ihn (noch) können.

Es kann damit zu tun haben, das früher in der Schule die Dialektsprecher noch mehr unter sich waren. Besonders auf den Dörfern und in Kleinstädten

Meine Mutter ist Jahrgang 1925.

In der Schule beim Lehrer wurde zwar auch hochdeutsch gesprochen, jedoch die Kinder unter sich sprachen pfälzisch.

Damals gab es im Dorf auch fast nur Pfälzer(Rheinland-Pfalz)Keine "Zugereisten"

Auch woanders war es damals meist so:

Warst Du in Bayern so hast Du auch überwiegend Bayrisch gehört

In Köln Kölsch.

In Hamburg oftmals Plattdeutsch.

Heute habe ich den Eindruck das ein Pfälzer Dialektsprecher fast im eigenen Bundesland zu einer Minderheit gehört-auch viele pfälzische Ausdrücke und Redewendungen kennen die Jüngeren nicht mehr

Hi.

Dialekt ist ein Teil der individuellen Persönlichkeit und regionalen Kultur.

Das haben mittlerweile auch viele Schulen wiederentdeckt und pflegen und fördern diese Umstände massiv.

In einer Zeit glattgebügelter, verarmter und schrecklich eingeenglischter Sprache (das hat überhaupt nichts mit rechtem Gedankengut zu tun) ist es eine Wohltat, daß den regionalen Eigenheiten der Landschaften wieder Geltung verschafft wird.

Quasi kultureller Umweltschutz.

Servus

Meiner Meinung nach ist Dialektsprechen nicht Altersabhängig.

Der "Jugend" wird nur nahe gelegt hochdeutsch zu sprechen, weil man da im späteren Berufsleben u.U. besser voran kommt...

Ob das wirklich so ist, na ich weiss nicht...

Ich (58), als waschechte Sächsin, habe überhaupt kein Problem damit immer und überall so zu reden wie mir der Schnabel gewachsen ist. Mein Dialekt gehört ganz einfach zu mir.

Als ich von 1991 - 1997 in NRW gelebt habe, bekam meine Sprache logisch einen Essener Slang  ;))    aber wirklich ablegen konnte und wollte ich meine Muttersprache nicht.

Ein Sachse, der versucht ECHT hochdeutsch zu sprechen klingt für mich einfach gestelzt und lächerlich... Das sächsische lässt sich sowieso nicht verheimlichen.

Natürlich ärgere ich mich manchmal auch, wenn wir Sachsen im Fernsehen untertitelt werden, die Bayern aber zum Beispiel nicht.

Warum regt sich eigentlich kein Mensch über das bayrische, hessische oder Plattdeutsch auf?

Überall wird anders gesprochen. Je nachdem wo man also aufgewachsen ist, hat man einen anderen Dialekt. Dazu kommt dann das ganze Leben und wenn man viel rum gezogen ist oder den ständigen Wohnsitz verlegt hat, kommt der neue Dialektbereich dazu. Außerdem ändert sich Sprache. Sie entwickelt sich ständig weiter. Die Jugendlichen von heute sprechen ganz anders, als die Jugendlichen von vor 50 Jahren. Und schon hast du die Erklärung dafür, warum das so schräg für dich klingt. Kommen im Alter dann noch die womöglich fehlenden Zähne dazu... 😉

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