Wieso machen sich viele gern über Opel lustig?

12 Antworten

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Das frage ich mich auch immer wieder. Opel ist an sich wirklich in Ordnung. Sie haben zwar Fehler gemacht, das haben andere Hersteller jedoch auch. 

Besitzer von VW, Audi, Seat und Skoda sollten sich nicht so großmäulig benehmen. Opel hat im Gegensatz zur VW AG keine Betrugssoftware verbaut oder ständig Probleme mit Steuerketten, Kolbenringen oder dem DGS Schaltgetriebe gehabt. 
Es gibt zwar derzeit erhäuft defekte Steuerketten beim Opel Agila und Corsa C, das liegt jedoch mehr an überzogener Wartung, Kurzstrecke oder dem Alter des Fahrzeugs.

Meine Schwester hat sich vor einem halben Jahr einen Opel Adam gekauft. Ich gebe zu ich war etwas skeptisch und habe mir den Wagen von oben bis unten angesehen. Jedoch konnte ich nicht wirklich etwas feststellen, das mich gestört hat. 

Als Citroen Fahrer muss man sich auch als rechtfertigen warum man 18.000€ für einen C3 ausgibt anstatt sich für das Geld einen VW Golf oder Audi A1 zu kaufen, aber das sagen sie nur solange bis sie den C3 gesehen haben und mal mitgefahren sind, dann sagen sie meistens: "Das ist eigentlich schon ein sehr schönes, gutes und bequemes Auto".

Opel gehört ja nun auch zur Familie, aber ich finde die alten Opel viel zu langweilig und konventionell um für mich interessant zu sein, vielleicht wird es ja jetzt besser mit dem Einfluss von Peugeot, DS und Citroen denn alle 3 bauen schöne solide Autos die sehr Komfortabel sind. 

Für mich ist das Aussehen bei einem Auto wichtig, weil ein Auto ist ein Luxusartikel und der Komfort ist wichtig weil man viel Zeit darin verbringt. 

Ich habe hier 2 Posts gelesen:

aber ich finde die alten Opel viel zu langweilig und konventionell

und

Opel ist meiner Meinung nach langweilig.

Ich finde dieses häufiger vorkommende Urteil interessant aber auch persönlich schwer nachvollziehbar. Gut, nun ist die Optik immer subjektiv und dagegen argumentiere ich nicht.

Aber selbst objektiv betrachtet gibt es Automarken wie Volkswagen, Audi BMW, bei denen sich die unterschiedlichen Fahrzeuge alle verdammt ähnlich sehen und auch bei Modellwechseln nur minimale Änderungen vorgenommen werden,

Der Passat ist ein klassisches Beispiel: jeder sieht gleich aus. Die Unterschiede zum Vorgänger sind nur minimal. Viele Komponenten (Lenkrad, Schalter, Armatur) werden bei Modellwechseln 1:1.  übernommen. Es gibt ein wenig Änderungen an den Scheinwerfern und Rückleuchten, neue Lüftungsschlitze im Innenraum, fertig ist der nagelneue Passat. 

Und Audi? Von A1 bis A8 sowie alle Q Modell oder TT, alle haben exakt den gleichen Kühlergrill. Klar der von dem A1 ist kleiner als der vom Q7, und das LED Tagfahrlicht geht mal links herum und mal rechts herum, aber die Proportionen der Frontpartie sind nahezu identisch. Der neue A4 unterscheidet sich außen so minimal von seinem Vorgänger, dass andere Automarken wie auch Opel hier noch nicht mal von einem "Facelift" sprechen würden.

Gegen diese Marken ist Opel keineswegs langweilig. Volkswagen, BMW, Audi, Skoda ... erwecken bei mir nur ein müdes Gähnen, wenn sie ein neues Fahrzeug vorstellen. Versteht mich nicht falsch, der neue 5er BMW ist ein Spitzenprodukt und der VW Passat ist ein gelungenes Fahrzeug. Optisch erkennt man aber kaum Unterschiede zum Vorgänger. Hinzu kommt, dass das biedere Image eines 2017er Passats dem des 2004er Vectras gleicht. (großer Kasten, kaum Design). Wenn ich den neuen Golf Variant von hinten sehe, erkenne ich nicht sofort, ob es ein Passat oder Golf ist.

Vergleicht man optisch den neuen Insignia mit seinem Vorgänger, dann erkennt man nicht nur massive Änderungen in der Optik, vielmehr fällt auf, dass das Design frisch, modern und zeitgemäß ist und viele Neuerungen bietet. Also hier kann ich nur schwer von "langweilig" sprechen. 

Dann  haben wir noch den Vergleich zu Marken wie Citroen (so wie hier erwähnt), Peugeot, Renault, Toyota, Kia etc. Bei diesen Herstellern kommen mitunter aber auch wirklich seltsame Fahrzeuge auf den Markt, die aussehen wie ein UFO, das Papamobil oder ein Playmobilauto: Tachos oberhalb des Lenkrades, Schiebetür bei Zweisitzern, Tacho und Drehzahlmesser mittig im Fahrzeug...

Wenn man dieses extravagante Design mag, bitteschön, Vielfalt auf den Straßen ist ja nichts Schlimmes. Aber deswegen Opel als "langweilig" zu bezeichnen wäre wie wenn man sagen würde: "Die Alpen sind langweilig, da im Hymalaya immerhin 8000er Berge stehen." Also passt "langweilig" auch in diesem Vergleich nicht.

Bleibt also nur noch die Produktpalette, bei der das Wort langweilig anzuwenden wäre. Nun, es stimmt, Opel hat kein wirklich nettes Oberklasse-Fahrzeug und keinen großes SUV. Aber sonst ist vom kleinen Lifestyle Fun Auto, über 7-Sitzer Raumwunder bis hin zu stylischen Crossovers ja für jeden was dabei der ein Fahrzeug im Klein- bis Mittelpreissegment sucht.

Also, "Langweilig" kann ich mit Opel nicht in Verbindung bringen.

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Früher...

Opel ist meiner Meinung nach langweilig. Des Weiteren sind die Fahrzeuge für das, was sie bieten, definitiv zu teuer. Für einen neuen Insignia über 60.000€ zahlen? Für einen Opel?

Nein, danke. Für das Geld kann ich mir ebenfalls einen Audi, BMW oder MB kaufen, bei dem mir wesentlich mehr geboten wird. Ebenfalls durfte ich die Erfahrung machen, dass bei Opel des Öfteren Reparaturen anfallen, welche eben nicht günstiger als bei Premium-Herstellern sind.

Wieso sollte ich also ein "Standard-Fahrzeug" kaufen, wenn ich für das Geld auch ein Premium-Fahrzeug kaufen kann?

Hier sind wieder einmal klassische Falschaussagen und falsche Urteile zu finden:

Ein vollausgestatteter Insignia kostet deutlich weniger als 60.000€!

Ein vergleichbares Auto von BMW wäre ein 3er BMW (noch nicht mal vollausgestattet) der viel weniger Platz bietet.

Mercedes? Viel Spaß mit der A Klasse oder B Klasse, die einzigen beiden Fahrzeuge die in der Basisversion günstiger als ein Insignia mit Vollausstattung sind.

Vom Platz und der Größe müsste man einen CLS Shootingbrake mit dem Insignia vergleichen. Dieser liegt bei über 80.000€.

Genau solche Leute erzeugen das schlechte Image, die nicht mal die Preise von Opel kennen aber denken sie wüssten Bescheid. 

Und warum? Keine Ahnung. 

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@AlexausBue

Ich habe mir mal einen Insignia zusammengestellt, so wie ich ihn in Auftrag gegeben hätte. Dabei kam eben diese Summe heraus.

Bei BMW darfst du bei dem 5er BMW anfangen, da ein guter Vertragshändler durchaus einiges an Rabatt geben darf.

Ein Opel Insignia würde rein vom Komfort her ebenfalls gegen einen 3er BMW verlieren. In der Firma haben wir genug Opel-Fahrzeuge in der Flotte stehen, dort konnte ich bisher keine positiven Eindrücke entnehmen.

Wenn du mit einem Opel fahren möchtest, kannst du dies tun.

Vergleiche das Fahrgefühl sowie Komfort bitte nicht mit Premium-Marken. Und wenn du dies tust, nicht mit 15 Jahre alten Fahrzeugen, sondern mit neueren Modellen.

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@Cirel

Ob nur BMW Rabatte gibt, darüber will ich nicht streiten. Um aber nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen sollte man die Listenpreise ohne Rabatte nehmen.

5er BMW kommt von der Größe her an den Insignia heran. Ok. Besser ist er keine Frage - ich hatte selber einen. Bei vergleichbarer Ausstattung ist er auch deutlich teurer. Das liegt an der Aufpreispolitik: Basisausstattung bei den Premiummarken beinhaltet fast gar nichts und Zubehör ist extrem teuer. Ein Insignia hat je nach Modell vieles schon serienmäßig und im Vergleich zu BMW, MB und Co gibt es Zubehör für unter 500€. Bei den Premienmarken kosten Navis 2000€ - 3000€ und da bekommt man dann nur den kleinen Monitor. Bei Insignia ist je nach Modell das Top Navi Serie.

Die Premiummarken sind unter vergleichbaren Bedingungen (gleiche oder keine Rabatte, gleich großes Auto mit gleicher Ausstattung) teurer. Das ist ja kein Geheimnis und gibt ja auch jeder zu. Für mehr Geld bekommt man eben auch mehr Qualität.

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so gut und konkurrenzfähig die Fahrzeuge heute sein mögen, der Markenname ist ein Problem .. das Image ... da denkt man an billige Autos und an Fahrer mit Hut. 

Grund ist aber nicht die ungerechte Welt .. sondern Fehler der Firma, bzw. von GM. In den 50ger 60ger Jahren gab es deutsche Strassenkreuzer wie den Opel Admiral, Opel Kapitän, später hat man dem Opel GT einen Klassiker im Sportwagenbreich gebaut und mit dem Manta auch das junge Publikum angesprochen. 

Dann ging es GM schlecht, und man hat die Fehlentscheidung getroffen, wenn, dann in Asien zu investieren. In Rüsselsheim würden in den 90ger Jahren einfach schlechte Autos gebaut, nichts neues entwickelt. Unverkäufliche Schrottkisten wie den Omega gebaut den Firmenwagennutzer nicht geschenkt fahren wollten. 

Jetzt ist es zu spät ... ich denke PSA wird die Marke über kurz oder lang sterben lassen, auch wenn Rüsselsheim dann auf Halbmast flaggt. Ich würde eine neue Marke schaffen, so wie Toyota Lexus ... Z.B. wenn Rüsselsheim das Elektromobiltätswerk der Franzosen wird, dann würde ich keinen OPEL Ampera bauen, sondern die Marke Ampera nennen. Daraus könnte man ein neues Image aufbauen, auch wenn jeder die Geschichte kennt .. 

Habe mir 1993 einen Vectra A Limosine gekauft.145000Km gefahren,alle Inspektionen gemacht. Einzige Macke einmal Birne für Heizungsregelung defekt.Klasse Auto. 1997 Opel Vectra Kombi gekauft;in 3Jahren 19 Defekte gehabt.Das war entweder ein Montagsauto oder das Ergebnis eines zu großen Kostendrucks auf die Zulieferer. Aber die Qualität dürfte heute besser sein.

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