Wie zuverlässig ist ein Saab 9-3?

4 Antworten

Allerdings macht es mir sorgen, dass sich Kaum Werkstätten damit auskennen, weil es ein echter Exot ist.

Ja, das sagen Leute, die keine Ahnung haben, sehr gerne und tun das auch von anderen im Grunde sehr bodenständigen und verbreiteten Marken. Als mein Cousin sich 2016 einen gebrauchten Nissan Almera gekauft hatte, standen die golffahrenden Stammtischbrüder auch alle auf mit diesem Argument. Gemerkt haben wir nix davon.

Saab bzw. der 9-3 ist faktisch nicht schlechter als ein gängiges Mittelklasseauto eines beliebigen Herstellers - besser auch nicht, aber qualitativ meiner Ansicht nach allemale mit dem Opel-Vectra oder den Technikzwillingen Peugeot 406/Citroen Xantia vergleichbar, die alle durchaus zuverlässig sind.

Wer ein etwas anderes Fahrzeug für überschaubares Geld sucht, ist hier gut beraten. Benziner oder Diesel ... ist egal, der 2,2 TiD wurde bei Opel in Kaiserslautern montiert und ist genauso "okay" wie der Benziner. Die Turboschiene ist bei Saab arriviert und kein Grund zur Sorge bzw. ausgereifter als bei Mitbewerbern, man muss die Wagen nur entsprechend pfleglich behandeln und nicht nur heizen ohne Gnade. Der Softturbo hat ein sehr angenehmes Fahrgefühl zu bieten, das so nur ein Saab bietet!

Insgesamt ist der 9-3 attraktiv, weil er meist aus sehr seriösen Besitzverhältnissen abgegeben wird. Das sind Autos für schrullige Leute; der typische Saabfahrer entspricht ziemlich genau Ove aus "Ein Mann namens Ove" (gutes Buch/netter Film) oder der nerdigen Paraderolle des grandiosen Bastian Pastewka (der Saab 900 fuhr) - und meistens sind die Saabs extrem gepflegt von der Fachwerkstatt mit ergänztem (da vollem) Scheckheft. Ist nix fürs Image, aber meist ein guter Kauf - Kenner schrecken auch hohe Laufleistungen nicht ab; auch die GM-Saabs waren immer besser als ihr Ruf. Ihr Problem war und ist faktisch mehr emotional als auf die Qualität zu sehen: Sie waren qualitativ bis auf die ersten 900er von 1993/94 okay, wurden aber von hartgesottenen "Saabisten" nie akzeptiert, weil sie nicht mehr so hemmungslos schrullig und eigenwillig waren wie frühere Modelle von Saab wie der erste 900 (1978 bis 1993). Schon der bis heute umstrittene Saab 9000 ab 1984 hatte mit diesem Dogma gekämpft, weil er der Fiat-Croma-/Alfa-164-/Lancia-Thema-"Kollaboration" entsprungen war. Saabfahrer sind eine Gemeinde für sich ähnlich wie Subarufahrer, da muss man nicht alles verstehen.

Eigentlich muss man sagen ... wieso nicht. Ersatzteile gibt's bei Skandix und anderen Anbietern, zur Not kann im Ernstfall Opel helfen. Die Saabhändler von damals gibt's zum Großteil noch und viele Altbetriebe sind hier sehr rührig. Klar muss einem nur sein: Saab's waren immer Autos der Premiumklasse und die schräge schwedische Alternative zu Mercedes oder BMW. Das ist was Besonderes und wer betont preisgünstig Auto fahren will, sollte sich besser einen Ford oder Opel holen. Obwohl ein Saab nicht anfällig ist, merkt man, Oberklasse zu fahren. Die Unterhaltungskosten liegen etwa im Bereich Mercedes C-Klasse oder 3er-BMW.

Woher ich das weiß:Hobby – Bin in absoluter "KFZ-Familie" großgeworden.

Hallo

so zuverlässig wie ein Opel, Ford, FIAT, Daimler, BMW der Ära,,,nach 1990 wurden Autos nur noch für 5 Jahre/160000km Mindestlebensadauer entwickelt/gebaut, halten dann meist in Europa 10 Jahre/300000km

Wenn SAAB dann einen 900 oder 9000 vor der Opel Ära. Da gabs auch nur eine Handvoll Motoren OHC8V oder DOHC16V mit oder ohne Turbo. Die Sauger mit APC oder DI Zündung gelten bei korrekter Pflege als "unzerstörbar" der 2,0 16V ist auch recht sparsam bewegbar ebenso die Softurbos.

Der 9-3 bzw 90NG basieren auf GM/Opel Vectra und teilen sich viele Bauteile mit FIAT/Alfa bzw der GM Sigma Plattform. Einziges Problem ist das SAAB eine andere Diagnose Software als GM/Opel oder FIAT hat-

Es gibt noch genug Saabiner wenn auch die GM Übernahme dann viele kleine Altbetriebe "rausgekickt" hat.

Also vorne weg ich habe meine Ausbildung auf Saab gemacht und bei Saab als Mechaniker gearbeitet.

Der 9-3 (neuere Version) ist sozusagen ein Opel mit schwedischem Design, im Grunde sind es keine schlechten Autos, jedoch nicht für ewigs gemacht, also so ab 200'000km aufwärts lohnt es sich nur noch bedingt.

Die Benziner 1.8t sind sehr anfällig auf gebrochene Kettenführungen und die Elektronik (vor allem das Zündschloss auch CEM genannt) macht immer mal wieder nicht mit.

Beim Diesel ist ein Fiat Motor drin, dieser ist auch nicht das gelbe vom Ei, da dieser schnell verdreckt und das Gestänge von dem Lufteinlasskanal immer kaputt geht.

Zu guter letzt noch der V6 Motor, macht zwar Spass zum fahren geht aber am Laufmeter was kaputt.

Ersatzteile gibt es jedoch noch genug, da dies alles Fahrzeuge von GM sind welche einen Gewährleistungsvertrag unterschrieben haben für Ersatzteile.

Alles in allem rate ich dir aber von einem Kauf ab.

Hol dir lieber einen Volvo, die sind robust und halten was sie versprechen.

Alles klar, danke dir für die sehr ausführliche Beratung!
Zu welchen Volvo würdest du mir raten? Was meinst du zum 850?
sind halt meistens ziemlich teuer mit sehr viel km..

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@maxibucher

Der 850 wäre mir dann scho zu alt, würde da eher auf einen V40 oder einen V40 gehen Baujahr 2000-2005 etwa die sind sehr robust und auch mit hohen km noch in gutem Zustand.

Mein V40 hat nun schon 280'000km runter und sieht noch aus wie neu im Motorraum (kein Tropfen Öl, nichts undicht), alle Gummilager noch ganz (nicht spröde) etc. etc.

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Hallo!

Bitte google in Fach-Foren.

Ab einem gewissen Baujahr ist in Saabs Opel-Technik verbaut worden und die Zuverlässigkeit ging rapide zurück. Mein Bruder hat so einen Saapel Bj. um 2002 und er kein wirklich gutes Auto. Die Fans feiern das Auto mit Baujahren der 70er bis 90er Jahre.

Woher ich das weiß:Hobby – Derzeit nur 3 alte Benze, schraube gerne und langsam :-)

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