Wie wurdet ihr erzogen? Gab es bei euch Schläge

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Das Ergebnis basiert auf 28 Abstimmungen

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel 50%
ich wurde nur wenige Male geschlagen 32%
ich wurde antiautoritär erzogen 14%
ich hatte sehr stenge Eltern, Schläge gab es jedoch nie 3%
meine Eltern schlugen mich ohne wirklichen Grund 0%

24 Antworten

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Und genau das werde ich meinem Kind NIEMALS antun! Und diese Erziehung ist überhaupt nicht die bessere, ganz im Gegenteil. Ich zucke heute noch zusammen, wenn sich jemand neben mir unvermittelt bewegt, wenn mein man und ich mal streiten und er wird etwas lauter oder macht einen Schritt auf mich zu, sehe ich sehr schnell rot, weil ich zuhause "gelernt" habe, dass auf Brüllen direkt Schläge folgen - und das habe ich immer noch drinnen.SChlagen ist nichts anderes als Dressur - und ich will mein Kind nicht dressieren, ich will mein Kind zu einer eigenständigen Person erziehen, die in der Lage ist, richtige Entscheidungen zu treffen OHNE, dass ich sie schlagen muss... Das Problem heute ist nicht, dass nicht mehr geschlagen wird, sondern das fehlende Interesse. Manche driften auch ins absolute Gegenteil und zeigen dem Kind gar keine Grenzen auf - zur "freien Entfaltung". Jedenfalls hat das mit Schlagen nichts zu tun. Ich bin aufgrund der ständigen Prügel wahnsinnig abgestürzt. Mit einer liebevollen Erziehung wäre das nicht passiert ...

ich wurde nur wenige Male geschlagen

Bei uns in der Familie war es eigentlich nicht üblich, das
wir Kinder einen Povoll bekamen. Ich denke aus heutiger Sicht das dies
der liberale Überzeugung meines Vaters zuzuschreiben war, meine Mutter,
da bin ich mir heute ziemlich sicher, hätte uns sicher öfter mal übers
Knie gelegt, wenn sie gedurft hätte. Dafür verteilte meine Mutter aber
immer mal wieder ein paar Ohrfeigen, dass lies sie sich wohl nicht
nehmen. Ansonsten wurden wir mit Fernsehverbot, Hausarrest,
Taschengeldentzug und Strafarbeiten bestraft.

Nun ja, trotz alle dem hat es sowohl meinen Bruder als auch mich jeweils
einmal erwischt! Von meinem Bruder hatte ich es erst sehr viel später
erfahren das er von unserer Mutter einmal übers Knie gelegt worden ist,
mitbekommen hatte ich es damals nicht. Und mich hat es tatsächlich
einmal richtig erwischt. Ich hatte ziemlichen Mist in der Schule gebaut,
es gab Anrufe aus der Schule und einen blauen Brief vom Rektor. Als ich
nach hause kam, war meine Mutter schon ziemlich am kochen und ich gab
ihr auf ihre wütenden Fragen noch flapsige Antworten. Das war wohl
zuviel und sie vergaß für diesen Moment das ich eigentlich keinen Povoll
bekam. Laut schimpfend ging’s ab in mein Zimmer. Es klatschte ein paar
mal auf meine Wangen, dann hieß es ausziehen. Eh ich mich versah lag ich
schon über Mutters Schoß und sie verhaute mir mit einem Kleiderbügel
den
nackten Popo.  Meine Mutter konnte sich kaum beruhigen, ich muss wohl
einen Punkt bei ihr erreicht haben, der sich schon länger aufgestaut
hatte.
Zumindest gab’s danach noch einige recht heftige Hiebe mit meinem
Gürtel! Ich war echt fertig.

Das Fazit ist, eigentlich wollten meine Eltern uns ohne Schläge
großziehen, meiner Mutter ist das nicht immer gelungen, und das eine mal
hat sie mich richtig verhauen. Komischerweise ging es mir danach aber
so das ich, wenn ich mal wieder Hausarrest bekam, dass ich an diesen Tag
dachte und mir wünschet, Mutter hätte mich besser noch mal verhauen
können, anstatt mir Hausarrest zu geben.

Gruß Ralf

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Gott sei Dank ist das heutzutage nicht mehr so selbstverständlich, dass Schläge als normales Erziehungsmittel benutzt werden. Bei mir hat es dazu geführt, dass ich jegliches Vertrauen zu meinen Eltern verloren habe. Allerdings, die Gleichgültigkeit, die heute oft bei Erziehenden herrscht sowie die Tatsache, dass sie Kindern alles durchgehen lassen und/oder total inkonsequent sind, ist meiner Meinung nach genau so schlimm. Kinder brauchen Grenzen, aber nicht durch Schläge, sondern durch Konsequenz.

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel


Ab meinem 15. Geburtstag war der "Schamschutz" vor meinen fünf
Stiefschwestern aufgehoben, zumal die jüngste dann auch schon 10 Jahre
alt war. Hatte ich etwas ausgefressen oder in der Schule verbockt,
musste ich mich abends vor dem Abendessen in meinem Zimmer komplett
ausziehen und dann runter ins Wohnzimmer mich über den Sessel beugen und
den Hintern rausstrecken oder auf der Couch knien und mich über die
Lehne beugen.


Wenn es 19.00 Uhr war, haben meine Mutter, mein Stiefvater und meine
Stiefschwestern erst zu Abend gegessen, während sie alle auf meinen
nackten Hintern schauten und ich mich für mein Vergehen oder die
schlechte Note rechtfertigen musste. Die fünf Mädels amüsirten sich
natürlich prächtig, dass der große Bruder blank zur Show stand und
drückten mir Sprüche. Fehlte was am Tisch, musste ich es dann holen und
bringen. Natürlich fiel den Mädels ständig was ein, was fehlte.


War mein Stiefvater dann mit dem Essen fertig, holten die Mädels
liebend gerne den Teppichklopfer oder den Brotschieber, um dann zu
sehen, wie meine Pobacken glühten. Wenn ich nur annähernd Tränen in den
Augen hatte, gab es zu der Strafe von 40 - 50 Hiebe pro Pobacke noch mal
5 dazu.


Anschließend noch mal 10 Minuten in der Ecke stehen und erklären, was
ich in Zukunft besser machen will, dann durfte ich was essen,
Abendbrottisch abräumen, Küche aufräumen und Spülmaschine einräumen.
Dann ist der Nackedei rauf in sein Zimmer und meistens dann ins Bett.


Einmal hatte ich an einem Freitagabend wohl nicht laut und deutlich
genug "Gute Nacht" gesagt, lag schon im Bett als meine Stiefschwestern
in mein Zimmer kamen und sagten, dass ich noch mal runter zu ihrem Vater
müsste. Als ich mit meinem Schlafanzug und barfuß mein Zimmer verlassen
wollte, sagten sie: "Adri, barfuß ist schon gut, aber Papi will dich
ganzzzz barfuß bis zum Haaransatz sehen, weil du keine Umgangsformen und
ihm nicht "Gute Nacht" gesagt hast. Jede Pobacke kassiert damit noch
mal 5!" Eher ich mich versah, zogen sie mir vergnügt die Schlafanzughose
runter und ich ergab mich der Situation und holte mir die nächsten
Hiebe ab.


Meinem Stiefvater war auch die Volljährigkeit egal. Solange ich da
wohnte, wurde nach seinen Spielregeln gespielt. Meine letzten roten
Backen kassierte ich mit fast 21.


Wenn die Schläge so kurz hintereinander kamen, waren sie wie Nadelstiche und es brannte fürchterlich.



Hallo!
Ich bin selber noch Minderjährig (13w) und kann deshalb nur sagen, wie es bei mir zu Hause abläuft.
Also als erstes: meine Eltern erziehen mich und meine jüngere Schwester (11) sehr streng und mit klaren Grenzen. Wenn diese überschritten werden ( passiert mir als pubertierendem Mädchen beim austesten der Grenzen leider des Öfteren ) gibt es auch klare Strafen. So ist z.B eine vier in einer Arbeit ein Grund für ein paar Ohrfeigen oder wenn wir ohne einen Grund (Busverspätung, Lehrer hat überzogen, ect.) zu spät kommen (wir haben fünf Minuten "Puffer") wird jede Minute, die wir zu spät sind, in einen Schlag mit dem Stock auf den Hintern (die Unterhose können wir an lassen) umgewandelt.  Den Grund für unsere Verspätung müssen wir ihnen aber frühzeitig mitteilen, sonst gilt dieser als Ausrede und gilt nicht.
Unsere Eltern sind aber in keinem Fall nachtragend und nach der Bestrafung ist das Thema erledigt und wird nicht wieder angesprochenen. Ansonsten unterstützen Sie uns aber eigentlich fast überall. Sie bezahlen mir und meiner Schwester Nachhilfe, den Beitrag für den Turnverein und ermöglichen uns auch viele Reisen.
Ich möchte nicht undankbar klingen, da sie uns so viel ermöglichen, aber ich würde das ganze Geld, das sie für uns ausgeben gerne für etwas lockerere Eltern eintauschen.
Nicht, dass ich meine Eltern nicht lieben und respektieren würde, aber ich empfinde ihre Strafen des Öfteren doch als sehr übertrieben.  
Vielleicht könnte mir ja jemand einen Tipp geben, wie ich es ihnen sagen könnte ohne respektlos oder undankbar zu klingen.
Vielen Dank im Voraus und ich hoffe helfen zu können.
Lg

WalterE 28.09.2016, 19:24

Hast Du Deine Eltern schonmal mit der Tatsache konfrontiert, dass Kinder ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung haben und das Schlagen auch des eigenen Kindes eine Straftat darstellt? 

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Ich habe als Kind 2 x richtig eine bekommen von meinen Opa allerdings mit den Gürtel auf den blanken Hintern. Ich sag mal so verdient was eine Strafe war trotz ermahnungen sehr ungehorsam. Allerding finde ich hätte es ausgereicht wenn es die Flache hand gewesen wäre dann lieber mehr auf den Hintern bekommen.


Wenn ich Kinder hätte würde ich andere Strafen benutzen und würde garnichts helfen oder sie extrem große Mist bauen würde ich sie aber auch über knie legen und ihnen 2/3 deutliche Klapps geben auf den blanken Hintern oder wenn wir Unterweg sind auch ein deutlichen Klapps mit hose. Auch würde ich den klapps auf die Finger ok finden. Die Ohrfeige auch nur wenn sie es wirklich übertreiben. Allerdings würde mein Kind niemal mit Gegenständen, wegen schlechten Noten oder wegen kleinigkeiten den Hintern versolt bekommen. Die tracht .......lehne ich sb.

ich wurde nur wenige Male geschlagen

Aber Schläge gab es und für mich war es deshalb gut weil sie eben auch erklärt wurden. Ich hab sie wirklich hier und da verdient. Fand ich schon damals so. Und wenn nicht konnte ich immer noch nachfragen. Vor allen Dingen mein Vater legte großen Wert darauf dass wir verstanden. So habe ich sehr früh verstanden dass Schläge nur den Schmerz der Eltern ausdrücken, den das eigene Verhalten hervorgerufen hat. Und ich habe gleichzeitig verstanden dass ich dafür nicht verantwortlich sein kann wenn ich es aus Unwissenheit gemacht habe. Aber gleich erfahren was ich gemacht habe schloss oft genug eine Wiederholung meinerseits aus.

Naja. Sooo oft gab es keine Schläge. Aber mit 7 durch die Pampa 7 Kilometer zu Fuß laufen war auch keine gute Idee, nicht?

Ein andermal bekam ich 12 Negerpuppen zusammen mit einem neuen Puppenwagen geschenkt. Die passten nun mal aber nicht alle in dieses neue Ding rein da aus Metall und Plastik. Also habe ich sie gleich mal im Nebenzimmer auseinander genommen, die einzelnen Teile so gestapelt dass - fast - alles reinpasste und bin dann strahlend zu den Erwachsenen zurück. Da war mein Vater stolz auf mich, musste mich aber wegen der "lieben Verwandtschaft" körperlich bestrafen. Was er mir während der Verprügelei erklärte.

Wegen Noten habe ich mir jede Strafe ehrlich verdient. Aber auch so mancher Lehrer hat sich seine Strafe von meinen Eltern unehrlich verdient.

Für mich ist bis heute beachtlich wie viel Mühe sich meine Eltern gaben herauszufinden wie ein Mensch in welchem Alter wahrnimmt und empfindet, versteht. Es ist sicher der Grund dass die körperlichen Strafen für mich nicht schlimm waren. Drumrum wurde auf mich altersgerecht eingegangen.

Ein Schlag verletzt die Haut, ein Wort die Seele.

Wir sollten das nicht ausblenden.

Es greift zu kurz nur nach der Erziehung zu fragen. Schon das Grundgesetz als Grundlage aller weiteren Gesetze und anderen juristischen Regeln stellt fest dass Eltern die Unterstützung der ganzen Gesellschaft beanspruchen können. Aber unsere Gesellschaft lässt die Eltern im Stich. Angefangen mit der Wahl irgendwelcher Hirnloser die dann mal wieder das Rad des Unterrichts neu erfinden wollen. Bis hin auf EU-Ebene welche mitverantwortlich ist dass so viele Kinder unberechtigt als chronisch krank abgestempelt werden, an Kinder und Jugendliche Medikamte verschrieben werden dürfen welche nachweislich binnen kürzester Zeit süchtig machen, viele Nebenwirkungen haben welche lebenslang den Arztbesuch benütigen.....

Dass wir uns ohne großen Protest gefallen lassen was in den Öffentlich-Rechtlichen bezüglich Kinder stattfindet darf ebenso hinterfragt werden. Abgesehen von dem was wir unseren Kinder zu essen und trinken zumuten, der Mehrwertsteuerregelung, dem Chaos mit Kindergeld und anderen Unterstützungen für Eltern ..... .

Nö. So einfach möchte ich mir das nicht machen.

ich wurde antiautoritär erzogen

Also ich persönlich wurde noch nie geschlagen aber ich habe sieben Brüder und die kleinen Kriegen manchmal den Hintern versohlt und die älteren ne backpfeife aber die haben alle keine ernsthaften Schäden davon und ich finde auch nicht dass wir zur unteren Gesellschaftsschicht gehören wir sind ein neunpersonenhaushalt und haben noch genug Geld um immer weg zu fahren und markensachen zu tragen und gehen/gingen(/werden hoffentlich gehen) alle aufs Gymnasium, mir als Mädchen würde Papa nie eine knallen aber bei den Jungs meint er zieht nur 'der alte Stil'

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Hallo, Ich bin auch der Meinung, das die Erziehung früher besser war. Ich habe für schlechtes Benehmen oder schlechte Noten auch noch ordentlich Dresche von meinem Vater bekommen. Wenn ich eine schlechte Note hatte oder ein ziemlich schlechtes Zeugnis hatte, dann habe ich von meinem Vater den nackten Hintern versohlt bekommen das hat bei mir immer besser gewirkt als tausend verbote, denn ich habe mich dann immer angestrrengt und habe mich dann meist wieder um eine Note verbessert. Das war bei uns immer sehr wirkungsvoll, denn meine Eltern waren sehr streng, und wenn wir über die Strenge geschlagen haben, gab es eben ordentlich Dresche von meinem Vater, das hat immer gewirkt. Fernsehverbot oder Hausarrest, hätte sicher nichts genützt. Aber die Aussicht wieder den nackten Hintern versohlt zu bekommen weil man eine schlechte Note heim bringt, die hat einen immer zu Höchstleistungen auflaufen lassen. Denn wenn ich eine schlechte Note hatte hat mein Vater meist den Rohrstock auf meinem nackten Hintern tanzen lassen und das hat dann immer gewirkt.

ich wurde antiautoritär erzogen

ich bin zwar erst 14, aber ich gehöre zu den guterzogenen (und zu den bescheidenen nebenbei xD). worauf ich hinaus will ist, dass es heut zutagen unter 30 jugendlichen irgendwie nur einen halbwegs anständigen gibt. bei jetzigen jungendlichen liegt es glaub ich nur an dem einfluss von der außenwelt und ähnlichen. aber die familien heute ( mit kleinen kindern) haben immer weniger geld, immer mehr kinder, die wenig aufmerksamkeit bekommen. ich galube dass ich der hauptgrund.zu mir selbst: ich wurde mit viel freiheit erzogen, ich wurde nie zur guten noten gezwungen oder dass ich mein zimmer aufräumen soll. so habe ich gelernt selbst meine zeit einzuteilen, und entscheidungen zutreffen, ganz nebenbei, ohne darauf zu achten. Mir wurde nicht jeder wunsch erfüllt, aber ich musste nicht von den problemen meiner eltern hören oder ähnliches. ob es heuzutage wirklich mehr geschlagen wird, weiß ich nicht. ich weiß nur, dass uns in der schule erzählt wurde, dass kinder mit einem gürtel geschlagen wurde, wenn sie schlechte noten hatten. (naja, manche machen es ja immer noch)

WalterE 15.04.2014, 18:17

Respekt lernt man nicht durch Prügel, sondern durch ordentlichen Umgang miteinander. Mit Prügeln züchtet man nur Borderliner, Angststörungen, Depressionen, Narzissten und ähnliche psychische Probleme. Kinder und Jugendliche brauchen m.E. durchaus Führung, aber Führung ist anstrengend, darum haben Eltern früher wie heute oftmals lieber ihre Kinder dressiert. Denn wenn man führt muss man sich ja überlegen was man mit ihnen macht, was man ihnen beibringt etc. Vater und Sohn auf Wandertour - Ohweh, da könnte man ja Muskelkater bekommen als Vater! Da ist Prügeln oder auch - heute - vor dem Fernseher parken viel einfacher.

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ich glaube nicht, dass das heutige Entgleisen unserer Zukunftträger an der Erziehung ohne Schläge liegt, sondern eher an der Perspektivlosigkeit und an dem Egoismus einzelner.

Diese "Looser"generation gibt es immer wieder. Meint ihr in den 30ern war die so anders?

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Ich wurde sehr oft von meiner Mutter geschlagen und psychisch misshandelt. Darunter litt meine kleine Seele. Und leidet heute noch. Meist war es Hilflosigkeit von ihr, oder weil sie es selbst nicht anders kannte. Das war damals Gang und Gäbe. Leider. Ich leide heute noch unter den Folgen. Und ich würde es keinem empfehlen zu einem so genannten Erziehungsmittel zu greifen.

Bei meinen Kindern habe ich es dann anders gemacht. Weil ich aus eigener Erfahrung wusste, dass das nichts bringt. Sie haben sich trotzdem oder gerade deswegen zu ordentlichen Menschen entwickelt. Und das kann ich nur jedem empfehlen.

ich wurde nur wenige Male geschlagen

Meine Lehrer in der Volksschule (nicht GYM) haben sporadisch geschlagen, ziemlich platzierte Backpfeifen. Mein Pastor hat mir als Kommunionkind eine gescheuert. Den Grund habe ich mir nie erschließen können - auch rein objektiv. Mein Vater hat mich einmal geohrfeigt, meine Mutter hat dies mehrfach versucht, scheiterte aber. Wir waren mit einem halben Dutzend Kinder und alle waren sehr lebhaft und auf der Suche nach der Identität, nach gerundeter Persönlichkeit. Und wir waren manchmal ungezogen, frech und bewusst launisch. ---- Prügelstrafe ist ein hilfloses Geschäft. Ich habe nicht geduldet, dass unsere 3 Kinder angefasst wurden. Wohl wollte ich informiert sein über Fehltritte und Unstimmigkeiten, auch in der Nachbarschaft, in der Freizeit, in Vereinen (im schulischen Raum sowieso). Das Schulgesetz hat vor rd. 35 Jahren Schluss gemacht mit der körperlichen Züchtigung. Gut so! Zur körperl. Schädigung gehören allerdings auch Mangel an Hygiene, Mobbing in verdammt vielen Facetten, verbale Ausrutscher, Liebesentzug..."Wenn die Eltern traurig waren ", war für uns Strafe. Das haben wir ein wenig "vererbt",und es wirkt offensichtlich generationsübergreifend.

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Bei mir galt das als Erziehungsmethode mit System. Mein Vater hatte sogar einen Plan erstellt bei welchen " Vergehen" ich welche Strafe zu erwarten hatte. So gab es z.B für die Note 3 30 Schläge mit dem Stock, bei ner 6 gabs dann 60. Immer auf den nackten Hintern Hausaufgaben habe ich immer unter Aufsicht gemacht, für einen Fehler gab es dann gleich ne Ohrfeige.

Für andere Vergehen wie zu spät kommen, oder etwas unangemessenes sagen, kam dann der Gürtel zum Einsatz. Das war dann die ungeplante Strafe.

Eigentlich habe ich jeden Tag Gewalt erfahren. Am schlimmsten war aber, dass ich mich nach jeder "Reinigung von meinen Sünden" bei ihm dafür bedanken musste.Zudem musste ich jedes Mal einen Aufsatz darüber schreiben, warum ich bestraft wurde und was ich daraus gelernt hatte. Dank LRS gab dann gleich wieder ne Tracht Prügel.

ich würde das meinen Kindern nie antuen. und kann nciht verstehen, wie man solche Methoden gut heißen kann.

VolkiMIchi 01.04.2013, 13:24

Also es scheint wohl eine Mischung aus Sadismus und sexueller Belästigung zu sein, wenn Du so oft so hart wegen so kleiner Banalitäten verprügelt wurdest, besonders weil es der NACKTE Hintern war.

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Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Ich wurde oft mit dem Gürtel auf den nakten Hintern geschlagen. Ich finde es gut, dass ich damals geschlagen wurde. Sonst hätte ich bestimmt keine einigermaßene Schulleistungen erbracht. Es gab eigentlich täglich Schläge. 

Noten: (4: 10 Schläge, 5: 20, 6: 30)

Außerdem auch fürs frech sein oder Zimmer nicht aufräumen. Ich habe nicht 1 Ohrfeige bekommen sondern nur Gürtelschläge.

Ich würde meine Kinder aber nie schlagen. Viele Grüße! 


Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Aus Erziehungsgründen wurde ich ab dem 13 Lebensjahr mindenstens 1 mal die Woche ab meinem 16. Lebensjahr 2 mal die Woche Gezüchtigt. 4 oder 5 wurden extra auf dem nackten Hintern abgerechnet. Bei Mutter musste ich mich über die Sessellehne beugen und dann sauste der Teppichklopfer oder die große ca, 1m lange Holzkelle nieder. Bei Vater musste ich auf dem Strafbock, er band mich grundsätzlich fest. Er bevorzugte Gürtel oder Weidenrute, ich musste grundsätzlich Laut mitzählen und nach jedem Hieb "Danke ich habe es verdient" sagen,wenn ich mich dabei verzählt habe gab es zusätzlich Hiebe. Ich erhielt mindenstes 30 Schläge auf dem nackten Hintern. Zur Verschärfung der Strafe musste ich mich oft, mit nackten Hinterm im Wohnzimmer stellen, Hände hinterm Kopf. Mit 20 erhielt ich die letzten Schläge, bin dann fort gegangen. Später brauchte ich Psychologische Hilfe um das zu verarbeiten.

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

ich habe als kind weder die prügel , noch die depression und den alkoholmissbrauch meiner mutter hinterfragt. es war einfach so und nachbars kinder wurden schliesslich auch geschlagen. die lehrer droschen auf uns ein und schickanierten uns. ich bin dann schon mit 7 jahren kinderpsychiatrisch abgeklärt worden, weil ich mich nirgends mehr wohlfühlte und wohl auch verhaltensauffällig wurde. ich denke respektlosigkeit und schläge schaden letztendlich nur. es ist oftmals ein teufelskreis, geschlagene schlagen weiter und deswegen wird dieses fehlverhalten wohl nie ganz ausgerottet werden.

Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Meine Schwester und ich wurden öfter geschlagen. Dabei kam auch immer mal wieder die Reitgerte zum Einsatz. Ich fand es immer besonders schlimm, wenn jemand aus der Familie es gesehen hat - das war immer sehr beschämend. Ich denke, dass, Jahrgang 1970 Generation, öfter so erzogen wurde. Michael

ldw1000 14.02.2016, 23:13

Ich bin auch Jahrgang 70. Bei uns war der Rohrstock an der Tagesordnung. Immer auf den nackten Hintern. War eine schlimme Zeit.

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Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Nein, meine Kindheit war von Gewalt und Lieblosigkeit durch meine Erziehrinnen, welche katholische Nonnen im Kinderheim waren geprägt. Ich halte nichts davon, daß man Kinder schlägt. Es geht auch anders, wenn man konsequent ist.

VolkiMIchi 01.04.2013, 13:27

Musstet Ihr auch zwangsweise in Wäschereien arbeiten? Hatte gehört, daß das früher üblich war, deswegen werden in Irland z.B. Entschädigungszahlungen geleistet.

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Körperliche Züchtigung galt bei uns als Erziehungsmittel

Ich hatte eine sehr schöne Kindheit in den 70er Jahren. Meine Mutter und mein Stiefvater haben sehr viel mit mir und meiner Schwester unternommen. Es gab allerdings feste Regeln an die wir uns halten mussten. Haben wir gegen diese Regeln verstoßen, gab es den Hintern voll. Meistens wegen schlechter Noten (ab einer 4). Kam ich Mittags von der Schule mußte ich meine Arbeiten vorzeigen. War eine Schlechte Note dabei wurde ich auf mein Zimmer geschickt, welches ich den ganzen Tag nicht verlassen durfte.Meine Mutter gab mir Übungsaufgaben, die ich erledigen mußte.

Um 17 Uhr kam mein Stiefvater nach Hause. Meine Mutter berichtete ihm von der schlechten Note. Dann kam er auf mein Zimmer um mich zu bestrafen. ich mußte meine Hose runterziehen und bekam mit einem Ledergürtel 25 Schläge auf den nackten Hintern. Hinterher mußte ich ohne Abendbrot ins Bett. Bei einer 5 oder 6 gab es noch eine Woche Hausarrest. Nachts habe ich oft auf dem Bauch geschlafen, weil mein Hintern so geschmerzt hat.

Ich muß sagen ,das die Bestrafung immer verdient war. Hinterher hat man sich mehr angestrengt und die nächsten Arbeiten vielen meistens besser aus.


RalleOL67 15.03.2017, 14:43

Das hätte mir sicherlich auch zu besseren Noten verholfen damals. Wären meine Eltern doch auch so konsequent bei mir gewesen!

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