Wie wurde die Sprache erfunden?

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6 Antworten

Schau Dir mal den Film "Am Anfang war das Feuer" an. Da unterhalten sich die Urmenschen in einer Art Lautsprache, für die sich der Regisseur von kompetenten Sprachforschern hat beraten lassen. Nach einer Weile versteht man diese "Sprache" sogar als Zuschauer.

Aus Lauten bilden sich Wörter und aus Aneinanderreihungen von Wörtern bilden sich Sätze.

In dem Film benutzen die Menschen die Silbe "da" für geben (bezeichnenderweise heißt "dare" auf lateinisch "geben", "Da" ist also wohl eine indogermanische Wortwurzel). Es liegt nahe, dass "da" irgendwann mit der Geste des Auf-sich-Zeigens und vielleicht der Silbe "me" oder "mi" verbunden wurde. Und schon haben wir den Satz "Gib mir (das)!" Und wenn noch "ham, ham" für was gutes zu Essen dazukommt, sind wir schon fast bei "Give me the ham!" (Gib mir den Schinken).

Kleinkinder bilden ja auch Wörter, die aus Lauten bestehen. Aus dem Essgräusch wird das kindliche "Njam, njam!" aus dem Geräusch, das der ausgestoßene "Urlaut" beim kindlich stampfendem Laufen erzeugt, wird "Ata, ata!" und aus dem Geräusch, das ein Auto (genau genommen ein Trabi) macht, wird das "Töff, töff".

Es wäre spannend, die Sprachentstehung bei Urmenschen noch genauer zu erforschen. Leider hatten Tonbandgeräte zu dieser Zeit eine geradezu erschreckend geringe Verbreitung. :-)


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Kommentar von FelixLingelbach
11.11.2015, 12:29

Hmm.. gute Antwort, aber sicher ist diese schrittweise, langsame Entwicklung zur Sprache nicht. 'Am Anfang war das Feuer' ist auch schon von 81. 

Ja, es gibt im Tierreich eine Menge Kommunikation, die man als Vorstufe ansehen kann. Kein Tier benutzt aber abstrakte Symbole, hier Lautfolgen, um unterschiedliche Dinge zu bezeichnen. Es ist also vorstellbar, dass, nachdem die physiologischen Grundlagen dafür gegeben waren, jemand, ja, eine einzelne Person, auf die Idee gekommen ist, den Dingen spezielle Namen zu geben. Sprache hätte sich dann sehr schnell entwickelt.

Oder: Warum sollte man, nachdem man sich auf das Konzept Sprache verständigt hat, bei einsilbigen Grunzlauten (Annaud) für nur wenige Anlässe bleiben?  

Auch das mit Kindern sehe ich anders. Babys stoßen zuerst eine ganze Reihe unterschiedlicher Laute aus (oder sie halten die Klappe). Die stolzen Eltern interpretieren alles mögliche da hinein, es sind aber in Wirklichkeit nur Sprechübungen. Danach kommt das Sprechen ziemlich plötzlich. 

 (Wir habe bei unserer kleinen Tochter auch alles mögliche verstanden, doch das waren keine Einwortsätze sondern bestenfalls Gemütsäußerungen. Dann plötzlich hat das Kind gesprochen, und zwar gleich richtig. Erster Satz: Wenn Mädchen hinter Büsse herlaufen, Mädchen sauer sind.  Ok, grammatisch noch nicht ganz optimal und es war auch eine Straßenbahn, hinter der die Mädchen herliefen, aber trotzdem etwas ganz anderes als dieses Krai-krai, dass wir als 'ich habe Durst' interpretiert hatten...)

Nein, nicht alles entwickelt sich allmählich. Die Schrift z. B. auch nicht. Sie wurde erfunden und war dann als Konzept komplett da.

Wie und wann die Sprache wirklich entstanden ist, weiß ich natürlich auch nicht. Niemand weiß das.

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sprache wurde nicht erfunden, sie hat sich entwickelt. d.h. aus unspezifischen grunzlauten wurden nach und nach wiedererkennbare woerter fuer gegenstaende und taetigkeiten. je komplexer die verbale verstaendigung wurde, desto genauer wurde auch die ausdrucksweise, wodurch grammatik entstand, mit der man z.b. verstaendlich machen konnte, WANN etwas passiert.

und was neu entwickelte technologie etc. angeht, sind in der regel die erfinder diejenigen, die den begriff praegen. meistens basierend auf etwas, das die erfindung naeher beschreibt (auto = automobil = "selbst beweglich")

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Kommentar von FelixLingelbach
11.11.2015, 12:40

sprache wurde nicht erfunden, sie hat sich entwickelt. 

Das weißt du nicht, das denkst du dir so.

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Sprache entwickelt sich. Alle neuen Wörter lassen sich von Alten ableiten. Auto heisst "selbst" also ein selbstfahrendes Etwas das keine Zugmittel wie Pferde oder Ochsen benötigt. 

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Die Sprache wurde nicht erfunden. Vielmehr zeichnen sich alle höheren Lebensformen durch das Vorhandensein zumindest rudimentärer Kommunikationssysteme aus, die dem Informationsaustausch dienen. Auf hominiden Niveau wurde dieser Aspekt eben besonders dynamisch und vorteilhaft ausentwickelt...

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Ein Lesetipp wäre beispielsweise die Arbeit von Ferdinand de Saussure -- in diesem Fall besonders hervorzuheben der Begriff Arbitrarität.

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Die Wortstämme sind in der Regel aus dem griechischen und lateinischen hergeleitet.

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Kommentar von xBlackDahliax
01.11.2015, 09:39

Und wie entstand das griechische oder lateinische?

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