Ich glaube sicher, dass alle Völker ihren "Nationaldichter" haben. Aber erstens sind diese Leute uns in den meisten Fällen nicht bekannt, und außerdem sind ihre Themen, ist ihr Stil für uns, die wir in europäischer Kultur verankert sind, oft nicht nachvollziehbar.

Aber ihre Lektüre ist durchaus ein guter Weg, eine fremde, oft interessante und auch bereichernde Mentalität kennenzulernen.

Da muss man gar nicht so weit wie in die Komoren zu gehen, wer kennt z.B. den wunderbaren Nationaldichter der Polen. Ich habe nicht viele so schöne Gedichte gelesen wie die von Mickiewicz.

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Das "gemeine" Volk gibt es nicht, es existiert nur im Sprachschatz elitärer Teilgruppen, die sich selbst als sogenannte "höheren Kreise" betrachten.

Diese "Höhe" ist gekennzeichnet durch Verachtung für Ärmere, Diskriminierung weniger Gebildeter und Ablehnung von Menschen , die Sozialleistungen beziehen müssen.

So verräterisch kann Sprache sein.

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Im Führungszeugnis wohl eher nicht. Wenn Du aber ein Erweitertes Führungszeugnis für irgendeine (auch ehrenamtliche) Arbeit (z.B. Mittagsbetreuung o.ä.) mit Kindern bräuchtest, könnte es wohl Schwierigkeiten geben.

Warum machst du auch so ein Scheiß?!

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Religion = kriminelle Vereinigung, die nur Unglück über die Welt gebracht hat.

Liebe = das unerschütterliche Vertrauen in einen anderen Menschen.

Politik = ein Mittel, das Zusammenleben von Menschen in Gesellschaften für möglichst viele erträglich zu machen. Und zugleich ein Mittel, um für Menschen, die es in der Leistungsgesellschaft oft nicht weit gebracht haben, gutdotierte Posten zu schaffen.

Krieg = die absurdeste Form der Konfliktlösung, weil immer beide Kriegsparteien am Ende die verlierer sind.

Rassismus = die dummdreiste Vorstellung, dass die Gruppe, zu der man sich zählt, besser ist als fremde und ungewohnte Menschen. Meistens kombiniert mit ignoranter Provizialität, die nicht in der Lage ist über den Tellerrand zu blicken.

Schule = einerseits eine Möglichkeit, denken zu lernen und damit seine eigene Bedeutungslosigkeit zu überwinden, andererseits auch ein Versuchsterrain für undurchdachte Lehrmethoden, die meistens ideologisch gefäbt sind.

Mensch = eine Säugetierspezies, die sich für die "Krone der Schöpfung" hält, aber infolge schlechter Zusammenarbeit von Stamm- und Großhirn, die erworbene Intelligenz in erster Linie dazu verwendet, die eigene Umwelt und damit auch die eigenen Überlebenschancen zu zerstören. Ein evolutionärer Fehlgriff.

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Ich würde es so interpretieren, dass die Menschen an ihren freien Tagen, lieber in die Natur flüchten, bzw. flüchten müssen, anstatt ihre Stadt so zu gestalten, dass sie sich darin wohlfühlen könnten.

Sie haben verlernt die kleinen Schönheiten zu schätzen, z.B. den goldenen Mond, der über der Stadt steht – und zwar "unbeachtet".

Für mich ist diese "Kritik" Brittings" etwas zahnlos. Und ließe sich mit dem Satz umschreiben: "Warum in die Ferne schweifen,. wenn das Schöne doch so nah!"

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Ihr Image war in Deutschland (oft berechtigterweise) desaströs.

Ich habe in mehreren Werbeagenturen gearbeitet, in denen meine Kollegen zufällig sehr oft englische Autos fuhren. Austin Healy Sprite, MGB GT, Triumph Spitfire, Morris Minor usw.

Ich habe diese ganzen Autos immer nur als in der Werkstatt stehend in Erinnerung. Auf Ersatzteile musste teilweise ein halbes Jahr gewartet werden, dann passten die Schraubenmaße nicht, weil sie irgendwelchen mittelalterlichen Maßsystemen entsprachen.

In einem Fall besass der betreffende Product Manager sogar zwei Wagen des gleichen Typs, damit wenigstens die Chance bestand, mit einem fahren zu können, während der andere seinen Winterschlaf in irgendeiner Werkstatt machte.

Oft standen auch beide in unterschiedlichen Werkstätten, und wir hatten Spaß dabei, die Ausreden für die Verzögerungen der Reparaturen zu vergleichen und zu raten, welche von beiden verlogener war. Wir hatten aber neben dem ganzen Ärger durchaus Spaß, als wir uns nämlich dafür entschieden hatten, diese Unzuverlässigkeit eher als "schwarzen englischen Humor" zu betrachten.

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Sprache lebt und verändert sich, wir sagen eben heute nicht mehr "Wir erhoben unser Antlitz und schauten selbander gen das Himmelszelt" wenn wir sagen wollen " wir schauten zu zweit in den Himmel".

Oft sind solche Veränderungen auch, oder besser, weil sie aus der Jugendsprache stammen, bildhaft und bereichern die Sprache.

Wenn diese allerdings ihrer Bildkraft beraubt wird, ihre Facetten verliert, sich in bloße und auch noch stupide wiederholte Floskeln auflöst, dann veramt sie.

Die Folge ist, dass eine solche verarmte Sprache kaum noch in der Lage ist, Humor, Ironie und Zweideutigkeit auszudrücken, so verwandelt sie den, der sie benutzt in einen humorlosen, sprachlich reduzierten Wicht, im schlimmsten Fall in einen nur noch dümmlich umhergeifernden Proleten.

Von manchen dann auch noch wohlmeinend als cooler Gangsta Rapper bezeichnet.

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Der Brexit hilft weder England, noch Deutschland, noch Europa.

Er hilft nur einer Reihe von Nostalgikern auf der britschen Insel, sich nicht mehr als das zu fühlen, was sie sind, eine Gruppe von Insulanern, sondern als Angehörige eines (leider längst vergangenen) weltweiten British Empire.

Auch Zwerge möchten sich mal für einen Atemzug der Weltgeschichte als Riesen fühlen.

Mich macht der Brexit traurig, denn ich habe England und die Engländer immer als liebenswert erlebt. Und auch ihren schwarzen Humor habe ich immer geliebt, sie sollten ihn eben nur nicht im politschen Bereich einsetzen.

"Always look on the wise side of life".

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Dramenanalyse ist mMn einfacher weil...

Eine Dramenanalyse halte ich persönlich für leichter, weil bei einem Drama im Gegensatz zum Gedicht keine schwer entschlüsselbaren Metaphern in Anwendung gekommen sind. Es geht beim Drama mehr um die Analyse des Inhaltes und der Funktion der Protagonisten (auch zueinander), während Gedichte oft zum Teil nur Vermutungen zulassen, was den Inhalt oder die Bedeutung angeht.

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"Eingang". Das geht los:

Was reif in diesen Zeilen steht,
was weinend ruft und sinnend fleht usw.

Ich hoffe ich hab das aus dem Gedächnis richtig zitiert.

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Ich schick Dir mal einen Vorschlag "wo" ich mir gerade ausgedacht habe:

Schreib doch statt "Sonnenuntergang" "Heraufdämmern der Nacht" oder "Verschwinden der Sonne hinter dem Horizont".

Da wir gerade beim Begriff "Hotiziont" sind – ich empfehle Dir dringend eine Erweiterung Deines grammatikalischen Horizontes. :-)

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Leitungswasser

Das Leitungswasser ist nicht nur günstiger, es unterliegt sogar strengeren gesundheilichen Prüfungen als Mineralwasser in Flaschen.

"Evian" musst glaube ich sogar mal wegen Keimbelastung zurückbeordert werden.

Du musst natürlich akzeptieren, dass Leitungswasser stilles Wasser ist, mir würden die Bubbles fehlen.

So ein Sprudler hatte ich auch mal. Der geht erstens schnell kaputt, das Gas ist auf Dauer teurer als Flaschen zu kaufen und außerdem lassen sich die Sprudelflaschen schlecht reinigen. Glasflaschen haben einen zu engen Hals und Plastikfkadchen dürfen nicht in die Spülmaschine.

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Du hattest offensichtlich einen kleineren, länger zurückliegenden Infarkt an der Herzhinterwand. Die ist bei vielen Menschen etwas verdickt und wird deshalb etwas schlechter mit Blut (also Sauerstoff) versorgt als das andere Herzgewebe.

Nimm ASS weiter, dadurch wird das Blut verdünnt und kann auch durch möglicherweise verengte Kapillargefäße dringen. Inwieweit das auf Dauer ausreicht, um weitere Infarkte zu vermeiden, kann ich Dir natürlich nicht sagen. Ich hab bei Dir ja keine Coronargefäßanalyse durchgeführt.

Deine Blutdruckwerte sind etwas grenzwertig, so zwischen normal und mittlerer Hypertonie. Das hab ich mit 80 auch. Vielleicht verschreibt Dir mal ein Arzt ein sartan-haltiges Präparat, wenn das überhaupt nötig ist.

Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass Du mit ASS und dem Vermeiden extremen Hochleistungen bis zum nächsten Arzttermin okay bleibst.

Deinen Trip auf den Himalaja solltest Du erst mal verschieben.:-)

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Nein, er hat nicht den Nobelpreis verdient, weil

Weil er mich langweilt, das hat noch nicht mal Musil mit dem "Mann ohne Eigenschaften", Proust mit der "Suche nach der verlorenen Zeit" und Joyce mit dem "Ulysses" geschafft.

Und das will was heißen.

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Die meisten Aufkleber kriegt man ab, wenn man eine Ecke anhebt und dann langsam zieht, während man gleichzeitig drunter haucht, damit sich der Kleber anwärmt.

Wenn das nicht hilft, spritzt man ein paar Tropfen Feuerzeugbenzin drunter.

Mit einem Papierküchentuch (gut, weil es rauer ist als Tempos), das man mit ein paar Spritzern Feuerzeugbenzin getränkt hat, kann man dann eventuelle Überreste wegwischen. manchmal reicht es auch, sie mit dem Daumen wegzurubbeln.

Auf Glasgefäßen kann man sogar Aceton nehmen. Sehr effektiv, greift aber leider Plastikflächen stark an.

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Ja, mein Ausflug aus der schützenden Höhle des mütterlichen Bauches ins reale Leben.

Ist schon ein recht langer Trip geworden. Eigentlich wollte ich mich ja im Märchenland meiner Kindheit dauerhaft niederlassen. Aber leider hatte ich dort nur eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis bekommen.

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Am besten, indem man zeigt, dass man sich für Ihre Probleme und Themen interessiert und ihnen konzentriert zuhört. Dabei sollte man ab und zu eine kurze Zwischenbemerkung machen, die keinesfalls das in Frage stellen darf, was das Mädchen sagt, sondern lediglich zeigt, dass man gut zuhört.

Es hat schon Fälle gegeben, in denen Mädchen den ganzen Abend alleine und ohne Punkt und Komma geplappert haben und anschließend ihren Freundinnen erzählt haben, dass sie eine super Unterhaltung hatten und der Typ sie sehr gut unterhalten hätte. Obwohl der kein einziges Wort gesagt hat.

Mädchen erzählen gerne von sich selbst. Und was sie garnicht abkönnen, sind Jungen, die sich mit ihren Leistungen selbstverliebt brüsten.

Also, fang mal ganz vorsichtig an, vielleicht mit dem Wetter, alles Weitere macht sie dann. :-)

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Vielleicht ist Dein Bindegewebe durch die Spannung, die es bei 40 kg mehr erlitten hat, jetzt durch die inneren Organe zu sehr belastet.

Ich würde mich im Fitnessstudio anmelden und öfter den Bauchtrainer benutzen.

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Existieren tun wir auf jeden Fall. Die eigentliche Frage ist, ob wir als das existieren, für das wir uns halten.

Wir sind vergleichbar mit dem Zahnrad "Franz", das glaubt, dass es in der Zahnradwelt einen Zahnradgott gibt, dessen wichtigste Aufgabe es ist, sich speziell um Franz zu kümmern.

Dass Franz ein für sich genommen unwichtiges Teil ist, und dass es selbst nur in einem System Sinn macht, nämlich den, durch seine Umdrehungen zur Funktion des Zeitmessens beizutragen, wird es sein Lebenlang niemals begreifen.

Franz weiß also, dass er existiert, es ist ihm aber verwehrt, zu begreifen, welchen Zweck seine Existenz hat.

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Meine Eltern sind tot.

Mein Vater ist nach dem Krieg gestorben, als ich 14 war. Ich habe getrauert, obwohl ich aus heutiger Sicht die Tragweite des Geschehens damals gar nicht wirklich verstanden habe.

Meine Mutter ist mit 95 gestorben als ich 60 Jahre alt war. Ich habe zwei Tage und drei Nächte an ihrem Sterbebett gesessen und ihre Hand gehalten, das hat ihr etwas bedeutet, was ich daran bemerkt habe, dass sie jedesmal meine Hand zustimmend gedrückt hat, wenn ich mal raus musste und gesagt habe, dass ich sofort wieder bei ihr bin.

Ich habe ihr die Ruhe gegönnt, die ihrem letzten Atemzug folgte. Bis heute fast 20 Jahre danach, bin ich noch an jedem Tag dankbar für das, was sie mir an Fantasie, Selbstvertrauen, positiver Weltsicht und literarischem Verständnis mitgegeben hat.

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Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen.

Das ist nicht anders als in einer mittleren Kleinstadt aufzuwachsen, denn man bewohnt ja nicht sie ganze Stadt, sondern nur sein Viertel.

Als ich dann in Heidelberg studiert habe, habe ich die ganze Stadt bewohnt. Das war dann ein ähnlich großes Einzugsgebiet wie vorher in Berlin.

Ich bin überzeugt, dass es viele Menschen in Berlin gibt, die noch nie in Frohnau oder Hasenheide waren.

Jetzt wohne ich in München, und warum sollte ich nach Haar, Gröbenzell, Grafing oder Johanniskirchen oder in sonst einen Außenbezirk fahren, wenn ich in Neuhausen wohne?

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Was ist ein "Beliener". Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen, also ein "Berliner" aber von der von Dir erwähnten Spezies habe ich noch nie was gehört.

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Es gibt einen völlig unbedeutenden Ort in Deutschland mit ein paar hundert Einwohnern, von dem aus zufällig ein Schloss zu sehen ist, das bei einer chinesischen Love-Soap im Hintergrund zu sehen war.

Seitdem wird dieser Ort von tausenden Chinesen überschwemmt, die nichts weiter dort wollen, als ein Hochzeitsfoto schießen, bei dem der gleiche Hintergrund zu sehen ist. Dabei trampeln sie eine einzige Wiese nieder, von der aus dieser Hintergrund aus der gleichen Perspektive zu sehen ist, wie in der Soap. Dann machen ein Foto und reisen wieder ab.

Der einzige, der davon profitiert, ist eine Profi-Fotografin, die diese Fotos schießt und verkauft.

Wer kein relevantes Leben führen kann, der braucht eben ein paar Fantasierequisiten, um es aufzuhübschen.

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Wenn einer z.B. gestylt wie ein Hippie auftritt, mit Wallehemd, bunten Jeans, Stirnband und Zottelbart, dann will er sich auch mit seinem Aussehen zum Symbol der Nichtidentifikation mit den seiner Ansicht nach spießigen Werten der Gesellschaft machen.

"Nichtidentifikation" ist lediglich ein anderen Begriff für "Ablehnung". Wenn er sich also nicht so übertrieben abgehoben hätte ausdrücken wollen, hätte er auch sagen können: "Ich hab mich so gestylt, um Euch zu zeigen, dass ich Euren Lebensstil ablehne".

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Warum gerade die Verbalkonstruktion "auf jemanden stehen" mit dem Akkusativ gebildet wird, war mir von Anfang an unverständlich.

Vielleicht wollte man den Eindruck vermeiden, dass man wirklich auf (also dominant und zugleich dativ-bewehrt) auf einer anderen Person steht.

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Lass ihn gewähren, irgendwann kommt er wieder zu sich.

Mit meinem Bruder war das genau so, er ist als Student in die Zeit hineingeraten, in der es schick war, sich zum Kommunismus zu bekennen und in der die Studenten mit der Mao-Bibel in der Hand demonstriert haben und Ho-tschi-minh geschrien haben.

Ich (5 Jahre älter) habe da schon als Kreativdirektor in einer großen internationalen Werbeagentur gearbeitet. Für ihn war ich der verachtenswürdege, konsumbefürwortende Kapitalistenknecht.

Als er vor 20 Jahren an Krebs litt und im Sterben lag, war er froh, dass der "Kapitalistenknecht" auf dieser letzten Reise seine Hand gehalten hat.

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Wenn ich die Wörter Frau und Mann gleichzeitig höre, fallen mir die Begriffe "Liebe", "Paar", und "Partnerschaft" ein.

Ansonsten denke ich beim Wort "Frau" an ein weibliches Wesen, bei "Mann" an ein männliches – ohne weitere Vorstellungen irgendwelcher Art.

Anziehende oder abstoßende Eigenschaften zeigen sich erst, wenn man das betreffende Wesen konkret vor sich hat.

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Paradox ist etwas, das in sich unlogisch und inkohärent ist.

Es gibt noch sogenannte "ultraparadoxe" Situationen. So nennt die Psychologie Situationen, in denen es keine Möglichkeit gibt, das Richtige zu tun. Manche Chefs haben Übung darin, ihre Angestellten in solche Situationen zu bringen.

Ein simples Beispiel für eine ultraparadoxe Situation ist es, wenn man seiner Frau beim intimen Zusammensein im Bett sagt: "Sei doch mal ganz spontan!"

Was sie auch immer tut, nach diesem Satz kann es gar nicht mehr spontan sein.

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Ich besitze eine CD mit Musik à la Bach, Mozart, Beethoven usw., die durch KI generiert wurde.

Leider besitze ich nur noch die Kopie, da ich das Original verschenkt habe, und erinnere mich deshalb nicht an den genauen Namen der CD.

Tja, ich habe dann ein Blindtest bei meiner Frau gemacht. Eine echte ihr unbekannte Bach-Fuge und eine "künstliche" erst stutze sie und meinte, dass eines davon irgendwie anders klingt, konnte aber nicht sagen warum. Als sie es nochmal gehört hat, fiel ihr die Einfallslosigkeit und Uninspiriertheit der KI-Musik auf.

Da sie mehr in Richtung Musik und ich mehr in Richtung Literatur orientiert bin. Habe ich mal einen Versuch in meinem Bereich angestellt und Gedichte in der Manier von Benn, Rilke, Heym und Hofmannsthal gemacht, was relativ leicht ist.

Aber es ist wie bei perfekt computergenerierten Gesichtern – etwas fehlt. Nenn es Seele oder sonstwie.

Aber zum Massenkonsum reichen solche "Kunstwerke" wahrscheinlich schon. Da reicht ja auch schon ein Gepinsel von Bob Ross oder der Text eines DeutschpopSsongs, um Begeisterungsstürme hervorzurufen.

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Das habe ich bisher nur von lebensmüden Selbstmördern gehört, die gegen ihren Willen ins Leben zurückgeholt wurden.

In der Regel fallen sie ihren Rettern dankbar um den Hals.

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Grundsätzlich haben Nachrichtendienste raffiniertere, teurere und effektivere Methoden, Nchrichten abzuhören oder zu entschlüsseln, als Du sie hast, um sie zu verschlüsseln oder zu schützen.

In der Regel bohren Nachrichtendienste genau da am intensivsten nach, wo etwas verschlüsselt wird. Denn da vermuten sie am ehesten Geheimnisse, die sie interessieren könnten.

Wenn Du nicht gerade planst einen Präsidenten zu ermorden oder ein Regierungsgebäude in die Luft zu sprengen, würde ich gar nichts verschlüsseln. Klar können die Datenkraken wie Fakebook, Litter oder Finstergram Deine Geheimnisse abschöpfen, aber was sollen sie mit der Info "Lass uns heute nicht um 20:00 Uhr sondern schon früher ins Kino gehen, dann gehn wir anschließend noch irgendwo schön essen" schon anfangen.

Und die Geheimdienste errst. Klar können die Dich jetzt leichter kriegen, weil sie wissen, wo Du um 20:00 Uhr bist. Aber wollen die Dich denn kriegen? Bist Du geheimdienstlich relevant?

Klar sollte man mit seinen Daten sorgfältig umgehen. Aber das hat mehr damit zu tun, dass man nicht auf Phishing-Mails reinfällt oder seine Kontonummern bedenkenlos jedem preisgibt oder gar Sexfotos von sich ins Netz stellt oder aus Quatsch den Kauf ein Rolls Royce bei Alexa in Auftrag gibt, als mit raffinierten Verschlüsselungsmethoden, die jeder Geheimdienst in Sekunden knackt.

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Es gibt viele Menschen, die Abtreibung für Mord halten, weil sie der Ansicht sind, dass menschliches Leben bereits mit der Befruchtung des Eies beginnt.

Und diese Menschen sind logischerweise auch für ein Werbeverbot. Denn wer darf schon für Mord werben?!

Andere sind der Meinung, das das unbelastete Leben z.B. eines Teenagers mehr wert ist als eine einzige befruchtete Eizelle, die ja oft auch auf natürliche Weise abgestoßen wird.

Während sich junge Frauen, die ungewollt schwanger werden, oft quälende Gedanken darüber machen, ob sie abtreiben sollen oder nicht, steigern sich die beiden obengenannten, gern über andere Menschen urteilenden Parteien in die schwindelnden Höhen ideologischer Hahnenkämpfe hinein.

Eigentlich sollten sie ihre Energie lieber dafür einsetzen, ungewollt Schwangeren zu helfen, welche der beiden Meinungen sie auch immer vertreten.

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Erwachsensein ist das Normale, erwachsen wird jeder, wenn er nicht vorher stirbt. Man könnte also auch fragen "zwei Beine pro Mensch" gibt es das?

Die Kunst ist es, erwachsen zu werden und zugleich Kind zu bleiben.

Also auf der einen Seite die abwägende, von Kenntnissen und Bildung getragene Urteilskraft des Erwachsenseins herauszubilden, sich aber zugleich die Fantasie, die Neugier, die Lebensfreude und das Interesse an allem, was war, was ist und was kommen wird, zu bewahren.

Für mich ist ein Erwachsener nur dann erträglich, wenn in ihm noch eine ausreichende Menge Kind steckt. Damit meine ich wohlgemerkt "kindlich sein", nicht "kindisch sein"

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Dass Fremde das etwas seltsam finden, ist vielleicht nachvollziehbar. Aber die eigene Familie sollte es mittlerweile begriffen haben.

Frag sie doch mal, ob sie Dich auch dauernd zum Reden auffordern würden, wenn Du von Geburt an taubstumm wärst. Ob es ihnen denn so schwer fällt, zu akzeptieren, dass Du eben ungern viel redest. Und dass das nicht bedeutet, dass Du an Ihnen desinteressiert bist oder sauer auf sie.

Mein Urenkel ist auch so ein stiller, der sich gern in sich und seine eigene Fantasie zurückzieht. Und seine Schwester ist der extrovertierte sich ständig in Bewegung befindliche plappernde Hüpffloh.

So ist das eben. Jeder Mensch ist (zum Glück) anders. Und manchmal ist er eben auch eine Insel.

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Weil die Dichter der Klassik die "alten Griechen" fast mystisch überhöht haben.

Das ist so ähnlich, wie wenn die Boulevard-Presse heute Dieter Bohlen oder andere Trällerer als Pop-Titanen oder Pop-Giganten bezeichnet.

Klar gab es bei den "alten" Griechen seinerzeit einige bedeutende Philosophen. Sehr bedeutende. Aber das einfache Volk war eine überschaubare Gruppe von Fischern und Bauern, auf die vielleicht das Adjektiv "fleißig" zutrifft, "edel" aber wohl eher weniger.

Auch die vielgepriesene Erfindung der "Demokratie" muss angesichts der damaligen Fremdenfeindlichkeit, die sich im Begriff "Barbaren" für alle Nichtgriechen ausdrückt, hinterfragt werden.

Fazit: Immer schön auf dem Teppich bleiben.

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Ich kann Dir natürlich keine Begabung für Performance schenken, ich habe aber mal schnell ein paar Verschen geschrieben, die Du vorlesen könntest (oder wegschmeißen, wenn Du sie doof findest):

Ich bin so jung, und die Welt ist so alt

Die Welt ist wie ein alter Greis,
Die so viel weiß, was ich nicht weiß.
Sie sah so viele Generationen
Schon lange vor mir auf sich wohnen,
Sie sah sie leben, sah sie sterben,
Sie sah die Väter, sah die Erben.

Ich bin so jung, so unerfahren,
Ich bin nicht reich an vielen Jahren.
Natürlich weiß die alte Welt,
was mich bewegt, was für mich zählt.
Sie weiß es, doch was bringt es ihr?
Denn sie ist dort und ich bin hier.

Was für mich neu und und voller Wunder,
das ist für sie schon alter Plunder.
Und was mir Freud' bringt oder Tränen,
Das bringt sie allenfalls zum Gähnen.
Wenn man erlebt nur alten Quark,
Liegt man nicht schon im eig'nen Sarg?!

Oh alte Welt, es macht mich frei,
Wenn ich dir das entgegenschrei!

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Es kommt viel mehr darauf an, wie Du es sagst.

Es sollte intelligent, kreativ und witzig sein. Aber kein schneidender Witz voller Ironie oder Sarkasmus, sondern eher warmherzigen Humor. Wenn sie intelligente Sätze nicht nachvollziehen kann, kreative Einfälle doof findet und wirklich gute Witze gar nicht erst versteht, dann lässt Du sie am besten gleich stehen und gehst weiter.

Und auf keinen Fall darf es notgeil klingen.

Und dann beim anschließenden Gespräch solltest Du auf Ihre Interessen eingehen und dazu kluge Stellungnahmen äußern. Aber eher kurz und nicht endlos. Und sie dann weiterreden lassen.

Auf keinen Fall pausenlos über Dich selbst spechen, immer wieder auf Deinen eigenen interessen rumreiten und stolz wie ein Pfau das Rad Deiner eigenen Fähigkeiten spreizen und Deine eigenen Vorteile und Fähigkeiten preisen, selbet wenn diese vorhanden sind.

Gib ihr das Gefühl, dass es jetzt um sie, und zwar ausschließlich um sie und sonst nichts geht.

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Danke für den Link zur Wiesbadener Orgel. Phantastisch!

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Wie reagiert man auf permanent unzuverlässige Freunde?

Ich habe eine Freundin, die es mit Absprachen nicht so genau nimmt.

Wir wollen zb einen Kurztrip planen, dazu müssen wir unsere Arbeitszeiten und Urlaube genau abstimmen, um rechtzeitig eine Arbeitsvertretung zu bekommen und Urlaub einreichen zu können.

Eine davon sagt dann, ich sage Euch Samstag sofort Bescheid und am Montag schreibt sie dann Romane, warum sie es am Wochenende nicht geschafft hat. Dann verspricht sie es wieder und schafft es zum nächsten Wochenende wieder nicht.

Meine andere Freundin und ich haben deshalb schon mal zu zweit mit der Planung begonnen, was zur Folge hatte, dass die säumige Freundin total verletzt ist, obwohl sie es seit 2 Wochen nicht hinbekommt und nur leere Versprechungen macht.

Das Selbe mit Telefonaten. Sie verspricht, dass wir mal wieder am Samstag nett am Telefon plaudern und sagt, sie meldet sich, sobald sie am Samstag Zeit hat. Samstag und Sonntag meldet sie sich nicht und liest auch meine Nachrichten nicht... am Montag schreibt sie mir eine WA auf die Arbeit mit 1000 Entschuldigungen. Wenn ich dann nicht dazu komme, diese sofort zu öffnen, kommen weitere Nachrichten hinterher (Alles klar? Hallo? Alles okay?).

Irgendwann beginnt sie dann wie ein Rohrspatz zu schimpfen, rechtfertigt, warum sie es am WE nicht geschafft hat und fühlt sich gemein behandelt, weil man ihr nicht sofort antwortet. Dabei ist sie es doch, die andere warten lässt.

Ich habe schon mit ihr geredet und gesagt, jeder hat das Recht, mal keine Zeit zu haben. Sie versteht das zwar, reagiert dann aber wieder so.

Wie geht man mit einer unzuverlässigen Person um, die selber eine Krise bekommt, wenn andere nicht sofort reagieren (kann man ja nicht immer)?

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Ich bin mal bei einer für ihn wichtigen Verabredung mit einem unzuverlässigen und unpünktlichen Freund 10 Minuten nach dem vereinbarten Termin gegangen.

Als er empört anrief, hab ich gesagt, dass wir um 16:00 Uhr verabredet gewesen seien und ich 10 Minuten gewartet hätte und dann gegangen sein. Und dass ich das jetzt immer so machen würde, wenn er unpünktlich sei.

Ab da war er pünktlich (zumindest bei mir).

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Er ist entweder Josephs Sohn oder das Ergebnis eines Ausrutschers - vielleicht mit einem römischen Soldaten.

Keiner kann das sagen. Aber jungfräulich empfangen ist er mit Sicherheit nicht. Genausowenig wie Adam aus Lehm und Eva aus einer Rippe entstanden sind.

Das sind eben Mythen, wie sie zu jeder Religion gehören.

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Die Dialoge zwischen Vater und Sohn sind in diesem großartigen Roman das Wichtigste. Die beiden haben eine sehr vielschichtige Beziehung. Der Sohn weiß im Grunde, dass der Vater ihn im Ernstfall nicht beschützen kann, trotzdem vertraut er ihm. In diesem komplexen Geflecht von Vertrauen, Verzweiflung, Hoffnung und gleichzeitig der Erkenntniss, dass der Beschützer genau so hilflos ist wie der Beschützte, ist die Nähe zwischen den beiden offensichtlich, auch ohne, dass sie durch die plumpe Bestätigung "Ich liebe Dich!" bestätigt werden muss.

Es handelt sich hier ja um Literatur nicht um einen Lore-Roman.

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Es macht klar, dass Menschen für Geld zu allem bereit sind, und für dieses charkterliche Defizit aiuch immer irgendwelche Entschuldigungsgründe breithalten, damit sie kein schlechtes Gewissen bekommen.

Die Rache der ich glaube sie hieß Claire Sonstwie an Ill ist nur der "Aufhänger" für eine Blosstellung der allgemeinen menschlichen Gier und Manipulierbarkeit.

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Bei Stars, die sehr viele Autogramme geben müssen, macht das oft im Management eine Hilfskraft im Akkord, die die Unterschrift des Promionenten am besten imitieren kann. Die Prominenten selbst haben oft gar nicht die Zeit, hundert Unterschriften zu machen.

Ich habe sogar schon in einer Talkshow erlebt, dass ein Star das zugegeben hat.

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Das sagen genau die Politiker, die zu blöde, zu träge und zu inkompetent sind, in ihrem Eionflussbereich die Verhältnisse in Deutschland so zu gestalten, dass die Menschen hier gerne leben und gar nicht auf die Idee kämen, mit dem Gedanken an Auswanderung zu spielen.

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Weil sie etwas ändert, das vielen Menschen seit Generationen in Fleisch und Blut übergegangen war und das sie auch täglich in Büchern lesen. Vor allem, wenn dieses Neue erst etwas über 20 Jahre alt ist.

Und weil vor allem das "ä" in vielen Worten komisch klingt, wo es natürlich eigentlich logisch ist, da diese mit Begriffen zusammenhängen, die mit "a" geschrieben werden.

Unter dieser Reform leiden vorallem diejenigen, denen es bei Sprache nicht nur auf Logik ankommt, sondern auch auf den Klang. Also alle Poeten.

Aber jeder Sturm legt sich auch irgendwann wieder.

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Das fing ja eigentlich mit Einstein an.

Welcher Künstler hat noch gesteigerten Bedarf, die Welt real, möglichst deutlich 1 zu 1 darzustellen, wenn er erkannt hat, dass es in einer relativen Welt eigentlich keine absoluten Wahrheiten mehr geben kann?

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Das E-Auto ist ein sehr sinnvoller Anfang !

Es ist zumindest ein Signal der Umbesinnung.

Wirklich sinnvoll für die Umwelt ist es ab dem Zeitpunkt, an dem umweltfreundliche und nachhaltige Werkstoffe und Herstellungsmethoden für die Autokarosserie und die Batterien gefunden worden sind.

Oder die Brennstoffzellentechnologie endlich unter Dach und Fach ist.

Bis dahin wären winzige Fahrzeuge am sinnvollsten, die einen minimalen Schadstoffausstoß haben – und ein Fahrverbot für SUVs! Und wo es möglich ist, ein Klappfahrrad in Verbindung mit Öffentlichen Verkehrsmitteln.

In München kommt man damit überall hin. Und wenn das Klapprad auch noch höchstens 20 Zoll-Räder hat, sogar kostenfrei für das Rad sogar in Bussen und Straßenbahnen, in U- und S-Bahnen ohnehin.

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Es gibt zum Glück Dinge, die nicht gesetzlich geregelt sind. Kein Mensch muss danke sagen, keiner muss den anderen anlächeln, keiner muss dem anderen die Türe aufhalten, keiner muss einem alten Mütterchen mit Rollator den Platz in der S-Bahn freimachen.

Mann kann auch nicht betraft werden, wenn man all das nicht macht. Man verzichtet aber freiwillig auf ein Schmiermittel im gesellschaftlichen Umgang miteinander.

Wenn das alle machen würden, wären wir am Ende eine verbiesterte Gesellschaft vion missmutigen Rentnern, die grußlos ihre Vörhänge zuziehen und von denen keiner am Ende mehr weiß, ob sie noch leben oder schon längst einsam in ihrter Wohnung verfaulen.

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Nein, das kann wechseln. Ich geb Dir mal ein ganz berühmtes Beispiel von Eduard Möricke (erste Strophe):

Um Mitternacht

Gelassen stieg die Nacht an’s Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Waage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter, der Nacht, in’s Ohr
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.

Lies das mal laut und achte auf den besonders krassen Metrumwechsel ab der 5. Zeile

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Gibt es eine Möglichkeit ein Aktmodell persönlich anzusprechen und kennenzulernen?

Bitte nur ernste Antworten, denn ich meine die Frage auch sehr ernst!

Es geht um eine bestimmte Person, von der ich in einem Kunstkurs (mit vielen anderen Zeichnern und Malern) einen Akt gemalt habe. Sie nahm verschiedene Positionen ein, wie das beim Aktmalen so üblig ist und ich malte sie in diesen Positionen.

Aber es gab ein paar Moment, wo sie mich stutzig gemacht hat: Sie blickte mir einige Male sehr lange in die Augen. Ich war zugegebnermaßen etwas überfordert, da Aktmodelle, die ich zeichnete normalerweise ins Leere blicken/die Augen schließen, auf jeden Fall sahen sie mich nicht an und schon gar nicht so lange, mehrmals und dann so intensiv. Dann ertappte ich sie auch ein paar Mal, als sie mich ansah während ich woanders hinsah. Abgesehen davon, sah sie nie jemand anderes an. Ich überlegte bei dem langen Blickkontakt kurz zu lächeln (um freundlich zu sein), tat es aber nicht, weil ich es als unangemessen empfand aufgrund des möglichen falschen Eindrucks, der dabei entstehen könnte und das obwohl sie mir sehr sympathisch war und ich sie interessant fand. Es kam mir auch merkwürdig vor, sie in den Pause anzusprechen, da ich sie ja bereits nackt gesehen hatte und mein Interesse möglicherweise stark darauf bezogen werden könnte. (Männer sind ja immer gleich Sexisten) Aber damit hat mein Interesse erstmal wenig zu tun. Klar ist sie attraktiv für mich, aber das sind andere Frauen auch. Ich fand ihre ernste und selbstsichere Art mit der Situation und die ungewöhnliche Form der Kontaktaufnahme mit mir ansprechend.. deshalb bin ich erst überhaupt draufgekommen, sie kennenlernen zu wollen, finde aber selbst keinen "korrekten" Weg in dieser schon etwas eigentümlichen Situation.

Ich bin damit etwas überfordert und brauche jemanden, der eventuell einen besseren Weg kennt als ich. Danke an alle ernsten und überlegten Antworten und Ratschläge. Spöttische Kommentare werde ich ignorieren.

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Natürlich kannst Du sie ansprechen, ich würde aber damit warten, bis sie sich nach dem Modellsitzen wieder angezogen hat.

Wenn Du freundlich, fantasiereich und humorvoll bist, hast du vielleicht sogar Erfolg und bekommst ein Date. Wie Du die Sache dann weitertreibst, hängt von Deiner Erfahrung ab.

Garantie dafür, dass sie Dich interessant findet und auch keinen festen Freund hat, gibt es natürlich nicht.

Dass du sie nackt gesehen hat, macht ihr wahrscheinlich nichts aus, wenn sie extrem schamhaft wäre, würde sie ja sicher auch diesen Job nicht machen.

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Alles hat letztlich einen Sinn. Vielleicht hat die Evolution, als sie einen Teil der Menschen dumm gemacht hat, damit lediglich ein Trainingsprogramm in Sachen Toleranz im Sinn gehabt.

Um eventuellen Diskussionen zuvorzukommen. ich weiß natürlich, dass die Evolution nie bewusst auf ein Ziel hin arbeitet. Wie sie trotzdem dahin kommt, ist eben ihr Geheimnis, das uns Darwin aber eigentlich schon erklärt hat.

Das bedeutet, dass eine Population, von der ein Teil dumm ist, offenbar eine höhere Überlebenchance hat.

Die Vorstellung von einer Gesellschaft mit ausnahmslos intelligenten Individuen ist doch eigentlich gruselig.

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Ich würde "Mondnacht" von Eichendorff nehmen. Einen kurze Interpretationsansatz habe ich hier schon mal eingestellt, ich schau mal ob ich sie finde und Dir hier reinkopieren kann.

Ja.

Der Titel ist ein "Etikettenschwindel", denn kein Menschn kann in einer einzigen Mondnacht Frühlingsblüten, die reifen Ähren des Spätsommers und die stillen Schneeflächen des Winters als eine Impression empfinden.

Das Gedicht ist vielmehr eine einzige große Metapher des menschlichen Lebens.

Zeugung (der Kuss), Reife (die Ähren), Tod (die Heimkehr der Seele).

Das Ganze "tarnt" sich durch die bewusst gesetzten unreinen Reime als eine Art Volkslied, obwohl es ein komplexes und meisterhaft gestaltetes Kunstwerk ist, das seinesgleichen in der Lyrik sucht.

Ob ihn der lebenslang nicht verwundene Tod seines Töchterchens Agnes ein paar Jahre zuvor dazu bewegt hat, den Tod in dieses eigentlich positiv beginnende Gedicht einzubinden, kann man natürlich nicht sagen.

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Könnt ihr mit so einem Text etwas anfangen?

Achtung Rohtext!!

[...] Unfähig auch nur ein weiteres Wort über seine Lippen zu bringen war ihm zudem, als würd es nichts mehr hören. Nur seine Gedanken rauschten ihm durch den Kopf, welcher sich anfühlte als würden ganze Welten in ihm existieren. „Ich platze vor Neugier“ flüsterte einer aus dem Publikum seinem Nachbarn zu. Der Schauspieler hörte diese Worte wie von Innen und Außen gleichermaßen wiederhallen, verfiel einerseits nun in ein schrilles Lachen und stellte sich auf der anderen Seite die Frage, in wievielen Dimensionen er wohl leben würde. Nun schüttelte er heftig den Kopf, als würde er dergleichen Gedanken von sich streifen wollen, beschloss seine Aufmerksamkeit nun allein den Menschen vor sich zu widmen, lugte mit einem Seitenblick auf eine Art Teleprompter und begann nun abzulesen: „Liebe Anwesenden, ganz ohne Frage sind sie von außerordentlichem Kaliber, wir möchten fast sagen: Sie sind begnadet.“ Nun völlig in die Szene reingefunden, hob der Schauspieler seinen Blick, lächelte freundlich in die Menge und machte sich daran seine Rolle darzustellen. Sicher sagte er innerhalb einer halben Minute einen Großteil seines Textes auf und an den Stellen, an deren Wortlaut er sich nicht erinnern konnte, improvisierte er mit derart großem Geschick, dass es dem Publikum nicht aufzufallen schien. Gerade hatte er demselben während der Rede ein Tänzchen dargeboten, da gab es einen lauten Knall hinter der Bühne und völlig losgerissen vom ursprünglichen Drehbuch sprang der Mann hoch in die Luft und schrie „Mich hat´s erwischt, mich hat´s erwischt!“. Er ließ sich zu Boden fallen, krümmte und wand sich hin und her, sprang dann erneut auf die Beine und knallrot im Gesicht sprach er kleinlaut: „Nichts passiert, alles bestens.“ Die Menge war jedoch schon längst aus dem Häuschen und brüllte vor Lachen über solch einen irren Tollpatsch. Zwar mussten einige wohl ein anderes Niveau erwartet haben, den meisten aber schien solch Einfältigkeit höchste Freude zu bereiten. „Dem Publikum soll an dieser Stelle nicht unbekannt bleiben, dass nicht all mein Handeln zum Theater zählt. Auch ich bin ein Mensch und mache Fehler, so verzeihts, wenn ich mich auch manchmal schreckhaft zeige.“ Diesen rein persönlichen Worte fügte er die seiner Rolle hinzu, indem er im Anschluss sagte: „Der Schöpfer dieses Kunstwerks aber hat in seinem Stück beides bedacht. Wundert euch also nicht, wenn ich mir die Freiheit nehmen sollte von mir selbst zu reden.“ [..]

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Ja (Total mein Ding)

Das ist absolut stilsicher geschrieben (Absätze wären freilich leseerleichternd). Die Szene ist toll beschrieben, welche Relevanz sie in einem größeren Zusammenhang hat, ist hier natürlich schwer zu beurteilen.

Dass der Text aufgrund seiner sprachlichen Kompexität nicht für jeden leicht zu lesen und zu verstehen ist, der sonst allenfalls irgendeinen Fantasyschmöker oder eine Vampirschnulze liest, und schon vor eine frühen Erzählung von Thomas Mann oder einer Novelle von Gottfried Keller zurückschrecken würde, ist nachvollziehbar – sollte Dich aber nicht abschrecken.

Diese Leute würde aufgrund literarischer Ignoranz auch einem Auszug aus einem Roman von Musil, Kafka, Joyce oder Proust eine miese Beurteilung geben.

Schreib das Buch fertig und füge diese Szene in ein interessantes, thematisch relevantes Gesamtwerk ein.

Auf jeden Fall steht dieser Text an sprachlicher Qualität turmhoch über allem, was ich in diesem Portal je an Selbstgeschriebenem gelesen habe.

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Du verstehst sie nicht, weil Du sie mit Deinem Großhirn beurteilst.

Es ist das große Unglück der Menschheit, dass die Evolution uns ein Großhirn geschenkt hat, dabei aber viele widersprüchliche Funktionen des Stammhirns nicht ausgelöscht hat. Die beiden führen seit Urzeiten einen Streit.

Stammhirn: "Schlag ihn tot!"

Großhirn: "Aber das gibt doch gar keinen Sinn!"

Stammhirn: "Sinn, was issen das?"

Großhirn: "Kooperation zum Beispiel, die gibt Sinn und ist auch viel erfolgreicher"

Stammhirn: "Erfolg ist, wenn er vor mir liegt und sich nicht mehr rührt! Alles, was sich bewegt, könnte mein Feind sein, und Feinde muss man totschlagen!"

Und leider hat das Stammhirn allzuoft das letzte Wort.

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Es bezieht seine sprachliche Wirkung eben aus anderen Quellen.

z.B ist das folgende Gedicht von Franz Hohler, das keinen Reim und kein Metrum hat, weit "wirkungsvoller".......

Könntest du

Kameramann

das nächstemal

wenn du den Hunger filmst

und auf die Fliegen zoomst

an den Augen des äthiopischen Kindes

könntest du dann

deine Kamera sinken lassen

und statt dessen

die Fliegen vertreiben?

Danke.

........ als z.B.

folgendes, das Reime und Metrum besitzt:

Ich liebe Dich, mein kleiner Hase,.
und schenk Dir heute eine Vase.
weil Du so schön bist wie die Sonne,
wenn ich Dich anseh fühl ich Wonne.

Manchmal bist du ein ferner Stern,
dann hätt' ich 'ne Rakete gern,
um froh zu Dir durchs All zu fliegen,
und neben Dir zum Schmusen liegen.

Es gibt so etwas wie einen inneren Rhythmus, der durch Metaphern und ihre Stellung innerhalb des Textes herbeigeführt wird, und eben nicht durch sauber gereimte Banalitäten.

Brecht konnte – wie viele andere seiner Gedichte beweisen – sehr gut reimen und ein Metrum durchhalten, wenn er darauf verzichtet hat, wusste er genau warum.

Bei dem von Dir benannten Brecht-Gedicht würde kunstvolle Reimerei das Obdachlosen-Szenario zu einer Art verbalem Ruhelager machen, in das man sich – durch die Worte ergötzt – hineinlegen könnte. Das aber will Brecht eben nicht. Man soll dabeistehen und sich mit ihm über die Ungerechtigkeit der Welt erregen.

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Liebt genauso, drückt es nur anders aus.

Das hat mit Mangel an Liebe gar nichts zu tun. Manchmal ist einem klammernde Nähe einfach lästig. Selbst von Menschen,. die man sehr liebt.

Zu Menschen, mit denen man jederzeit kuscheln könnte, gehören die, die man liebt und für die man einen ausgeprägten Schutzinstinkt empfindet. Also Kinder.

Je selbstständiger der andere wird oder ist, desto weniger oft erscheint er einem als Kuschelobjekt.

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Die "wirtschaftlichen Verhältnisse" sind Deine Einkommenshöhe.

Wenn Du plötzlich einen deutlich schlechter bezahlteJob hast, oder Deine Arbeit vielleicht ganz verlierst, musst Du das melden. Natürlich nicht, wenn Du plötzlich durch einen Lottogewinn mehr Geld hast.

Ein Kreditgeber, eine Bank, eine Vermieter brauchen ja die Sicherheit, dass Du Deinen Verbindlichkeiten auch jederzeit nachkommen kannst. Wenn Du beispielsweise die Leasingrate nicht mehr zahlen kannst, möchte der Kreditgeber rechtzeitig die Notbremse ziehen können – und die Karre rechtzeitig wieder abholen können.

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Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, da stand noch an jeder Ecke eine Telefonzelle mit der Aufschrift "Fasse Dich kurz!". Und da hing auch immer noch ein Telefonbuch an einer Kette, in dem immer genau die Seite rausgerissen war, die man gerade gebraucht hätte.

Heute bin ich 80, aber ich benutze schon seit über 20 Jahren kein Telefonbuch mehr!

Das letzte habe ich damals als Unterlage benutzt, damit mein Enkelchen über die Tischkante schauen konnte.

Sollte von mir automatisch ein Telefonbucheintrag generiert werden, dann wäre es mir vollkommen gleichgültig ob eine Berufsbezeichnung oder welche da stünde. Liest doch eh keiner!

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Mum hat schonwieder Blutdruck von 151/68 trotz Betablocker?

Hallo zusammen,

ich will Euch freilich nicht nerven aber mich belastet da einiges:

Meine Mum hatte am 15.01 einen schweren Schlaganfall der aber Gottseidank glimpflich ausging und hat nur 0,5 % Ausfälle erlitten. Danach hatte sie ambulante Reha und bekommt noch jetzt Logopädie vom Neuroogen verordnet. Sie ist 66 jahre und arbeitet seit März wieder als Aushilfe im Blühenden Barock als Kontrolleurin.

Jetzt hat sie die letzten Wochen jede Woche mal einen Wert der bei 155/68 in etwa liegt. Der Puls liegt bei 70. Sie nimmt Morgends und Abends betablocker ein. Morgends ist er meist bei 120/70 oder auch mal 110/60. Abends so wie jetzt vor 1 Stunde wieder bei 151/68 bei einem Puls von 70.

Ich Frage mich, wirken die nicht ausreichend oder brauchsie ein anderes Medikament? Sie sagte mir eben, sie nimmt die letzten tage immer wieder eine Paracetamol Tablette ein. Diese habe ich Ihr jetzt mal weggenommen.

Zwar sagen die Ärzte immer, 150 zu 90 sollte man sich keine Sorgen machen indiesem Alter aber ich bin etwas verunsichert? Es ist der 2te Abend in Folge wo er so hoch ist. Das alles macht mich richtig fertig ich kann nichtmehr klar denken. Ich habe tierische Angst das sie die nächste zeit dann wieder einen Schlaganfall bekommt.

Wie verhält sie sich richtig oder mache ich mir bei solchen Werten umsonst einen Kopf? am 8.Mai geht sie zum Hausarzt zum Loborwerte checkup machen lassen also Blutwerte testen lassen.

Bitte helft mir.

Lg

Markus

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Der von Dir genannte Blutdeuck ist zwar erhöht, jedoch absolut nicht dramatisch.

Ich würde Dir jedoch dringend empfehlen, Dir nicht bei den Teenies in GF medizinischen Rat zu holen oder ihn eventuell sogar zu befolgen.

Geh zum Arzt! Wenn es was Dramatisches ist, ist sogar die Zeit, die du versäumst, indem Du hier eine Frage stellst, ein unverantwortliches Versäumnis.

Ich kann Deine Sorgen um Deine Mutter gut verstehen, aber besorgniserregend ist der leicht bis mittel erhöhte Blutdruck nicht, zumal der eigentlich etwas wichtigere diastolische Wert von 68 sogar nicht nur im guten, sondern sogar im optimalen Bereich liegt.

Mein diastolischer Wert liegt bei 85, selbst das gilt als "noch" normal. Einen systolischen Wert von 151 hat man bei leichter Hypertonie.

Also komm wieder runter! Es ist alles mehr oder weniger im grünen Bereich!

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Richtig! Natürlich ist das veraltet.

Dass Du das begriffen hast, ist schon der erste Schritt zum Verständnis des Gedichtes und der Zeit, in der es entstanden ist.

Nur wer das Vergangene kennt, ist in der Lage das Gegenwärtige zu begreifen – und das Zukünftige zu träumen.

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Bei uns in unserer westlichen Kultur kann an allem sachliche Kritik geübt werden, es dürfen bei uns sogar Witze, Karikaturen und Spottgedichte über den Islam, die Bibel, den "lieben" Gott, Jesus Christus usw. gemacht werden. In vielen Ländern, in denen der Islam herrscht, ist das aber nicht erlaubt.

Versuch das doch mal in Bahrein, Saudi-Arabien oder im Jemen. Mal sehen wie lange Du dann noch ein freier Mensch bist.

Du erinnerst Dich an die Karikaturen des "Propheten". Das hat kein Mensch als Hetze abgetan, man hat darüber – wie man das bei Karikaturen eben so macht – geschmunzelt. Außer den strengen Moslems. Die sind sofort wie die HB-Männchen in die Luft gegangen. Und was bei Charlie Hebdo passiert ist, weißt du ja hoffentlich noch.

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"Zunächst ist klar, dass, ein Bedarf an Professionalität nur im Mittelpunkt einer sowohl körperlichen wie auch seelischen Unangreifbarkeit der zur Zeit bestehenden Lebenspraxis liegen kann".

Auch wenn man das Wort für Wort übersetzt hat, kommt letztlich nur verquaster Schwachsinn raus.

Da wollte gemand "ganz, ganz doll gebildet" rüberkommen, hat aber nur seine Unfähigkeit bewiesen, verständlich zu formulieren.

Kommunikation kommt nicht zustande, wenn man irgend was rausgelassen hat, sondern erst, wenn es vom anderen verstanden worden.ist. Wieviel dieser verstehen kann, muss der, der etwas äußert, selbst rausfinden.

In der Werbung steht das in der "copy strategy", und mir wurde das im Beruf 35 Jahre lang eingebleut..

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Ich bin 80 und mich hat am meisten der Entartungsprozess von der sozialen Marktwirtschaft hin zum verantwortungslosen Raubkapitalismus entsetzt.

Die Schere zwischen Armut und Reichtum steht in krassem Gegensatz zum "C" im Namen der betreffenden Parteien. Der Hang zum ungebremsten Wachstum, gekoppelt mit bedenkenlosem Konsum erscheint mir obszön.

Dass diese Schere in früheren Zeiten vielleicht noch größer war, ist keine Rechtfertigung. Wir haben doch inzwischen die Aufklärung durchlaufen, und müssten in der Lage sein, zu erkennen, dass wir auf den Abgrund zurasen.

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Der Satz ist absolut korrekt. Manche sagen auch statt "ich bin (z.B. in Berlin) geboren" "ich bin in Berlin geboren worden".

Ich als Autor finde die zweite Formulierung etwas unschön, weil sie eine Zustandsänderung in plötzliches Dasein in einen Gebärakt verwandelt, der das semantische Bedeutungsfeld von "rauspressen" streift.

Aber das spüren viele Menschen nicht, die die Sprache nur als Informationsinstrument begreifen.

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Wirklich kreativ ist man niemals, wenn es einem gut geht odr man satt ist, sondern immer dann wenn man leidet. Sei es am Abend oder am Morgen.

Wenn man eine Liebe gewinnt, jubelt man, wenn man sie verliert, schreibt man die schöneren Gedichte.

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Lächeln und freundlich sein. Keiner, selbst nicht ein xenophober Deutscher kann auf Dauer einem freundlichen Lächeln widerstehen.

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Nein.

Manchmal erkennt man sofort, dass der Andere nur streiten, aber nicht diskutieren will. Und dass er borniert auf seiner Meinung beharren will und gar nicht bereit ist, auf die Argumente des Diskussionspartners einzugehen.

Ich habe das vorallem bei Menschen erlebt, die es nicht ertragen können, wenn man ihre esotherischen Thesen infrage stellt und sofort beleidigend werden.

Auch bei den Zeugen Jehovas habe ich so etwas erlebt. Die bleiben zwar freundlich, aber sie wiederholen nur stumpfsinnig die ihnen eingetrichterten Phrasen und sind weder intellektuell in der Lage auf andere Gedankengänge einzugehen, noch wollen sie es überhaupt.

Die dritte Gruppe sind politisch verirrte Menschen, die mir irgendwelche rechten Sprüche auftischen. Daran bin ich nicht interessiert. Ich habe als Kind 1945 in Berlin erlebt, was "rechte" Gesinnung angerichtet hat. Das hat mir fürs ganze Leben gereicht.

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Die Windkraft entsteht, wenn Luft von einem Hochdruckgebiet in ein Tiefdruckgebiet strömt. Oder ein sich bewegendes Tief- oder Hochdruckgebiet die Luft vor sich herschiebt.

Dann trieb sie früher Windmühlen an, heute tut sie das mit Windrädern.

Frühere Windmühlen hatten übrigens vier Flügel, Windräder heute nur drei, deshalb sind sie sehr viel effektiver. Denn in den oberen Luftschichten ist der Wind am stärksten und bei einem dreiflügeligen Windrad steht immer ein Flügel oben im starken Wind und trägt damit zur Effektivität bei. Ein Flügelzwischenraum wie bei früheren vierflügligen Windmühlen kann das nicht leisten.

Ich habe das übrigens selber gemerkt, weil ich 35 Jahre lang Windsurfer war und die Entwicklung von Anfang an miterlebt habe. Breite Segel bringens längst nicht so viel Vortrieb wie gleichgroße aber hohe, die damit in die oberen Windbereiche hineinragen..

Deshalb brauchen Kitesurfer auch deutlich weniger Wind, um ins Gleiten zu kommen als Windsurfer, weil der Drachen von den stärkeren Luftströmungen ganz oben profitiert.

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Meine Frau hat mir mal gesagt:

"Du bist die Stromquelle, an der ich mich auflade,
mein Schleifstein,
an dem ich meine Gedanken schärfe".

So was Schönes hat mir in meinem ganzen 80jährigen Leben noch nie eine geliebte Frau gesagt.

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Er hat die Grundlagen für die klassische Sinfonie gelegt. Mozart hat als Kind auf seinem Schoß gesessen und von ihm gelernt.

Was mir persönlich noch besonders an ihm gefällt, sind seine augenzwinkenden kleinen Stolperstellen, die er ab und zu einbaut – einen unerwarteten verkürzten Takt oder dessen ebenso unerwartete Verdoppelung oder ähnliches.

Im klassischen Bereich exakt die kleinen Überraschungen, denen man in der moderneren Musik dann wieder bei Erik Satie begegnet.

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Motorola

Meins ist ein Moto Z Play, nachdem ich zwei Samsungs hatte. Laut Test hatte es, als es Anfang 2017 rauskam, die beste Empfangsqualität und auch die längste Akkulaufdauer (drei Tage, wenn man auf Schnickschnack verzichtet und einen einheitlich schwarzen Backgound wählt).

Ich habe es 2018 für 350,- € gekauft und es läuft und läuft und läuft.

Inzwischen gibt es natürlich sowohl von Samsung wie von Huawei und anderen chinesischen Herstellern Smartphones, die genau so gute Werte aufweisen wie mein Moto ZPlay.

Zudem teste ich auch für jeden Bedarf eine Reihe von Apps, um mir die beste rauszusuchen. Um z.B. meine docs optimal lesen zu können, haben ich ein Dutzend Apps getestet. Genaus so bei meiner Telefon-App und meiner Musik-Abspiel-App.

Mein Laptop ist allerdings von Apple.

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Auch bei mehreren Silben hörst Du das sofort und sogar noch eher. Ich mach Dir mal einen Reim, bei dem sich 4 Silben reimen:

Sie könn'n mir all die Bengel schenken,
die vorlaut ihre Schwengel schwenken.

Wenn Du das laut liest, hörst Du den Reim doch sofort. Stimmts?!

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Dazu habe ich keine bestimmte Vorstellung.

Das frage ich mich ehrlich gesagt auch, was sich die vorstellen.

Ich stelle mir vor, dass da plötzlich jemand in Sandalen halbnackt kommt und sagt, er sei Jesus.

Wahrscheinlich würden dann zwei kräftige weißgekleidete Männer auftauchen, die ihn sanft aber nachdrücklich in die nächste geschlossene Anstalt nötigen würden.

Zumindest braucht er dann nicht selber zu kochen. :-)))

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In dem Gedicht wechseln sich Vers für Vers weibliche und männliche Kadenzen ab.

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sozial = auf die Gesellschaft und die Mitmenschen bezogen

ökologisch = auf die Natur bzw. deren Bewahrung bezogen.

Das Absurde daran, das sich auch bei vielen Tierschützern zeigt, ist, dass der Mensch oft nicht zur Natur gerechnet wird, obwohl er ebenso ein Bestandteil von ihr ist wie jede Tierspezies.

Man will beispielsweise nicht, dass eine Tierart stirbt und schützt sie. Dass man dadurch vielleicht eine Menschengruppe sterben lässt, die vorher von der Jagd auf dieses Tier gelebt hat, nimmt man als Kollateralschaden in Kauf.

Was zählen schon Menschen!?

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Ich glaube nicht, dass die Jugend dadurch zu schlechteren Menschen wird.

Ich glaube aber, dass die "asozialen Hetzwerke" unseren sozialen Zusammenhalt nachhaltig stören.

Außerdem weiß ich nicht, was sie mit meinen Daten machen, sollten wir mal eine diktatorische Regierung wie zu Hitlerzeiten kriegen.

Dann dienen sie sich diesen Machthabern mit ihrem Datenschatz an – und ich sitze umgehend im KZ.

Wo wahrscheinlich halb Deutschland gesessen hätte, wenn's 1933 schon "Fakebook", "Litter" oder "Finstergram" gegeben hätte.

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Die erste Version (ohne Komma) ist die Richtige.

Ich würde aber eher "poetische" Begriffe wie es "Blut" in diesem Zusammenhang ist, nicht mit dem Beamtenwort "Instanz" in einem Satz zusammenbringen.

Das hat aber eher mit Sprachgefühl zu tun, nicht mit Grammatik.

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Die BILD ist ein Boulevardblatt, sie stellt immer das am größten heraus, von dem sie glaubt, dass es die Leute zum Kaufen veranlasst.

Da der Anteil der BILD-Leser die Anzahl der Menschen, die morgens in der S-Bahn den Zauberberg von Thomas Mann lesen dramatisch übersteigt, wird die BILD auch gerne von geltungssüchtigen Politikern als Multiplikationsmedium benutzt.

Die BILD entspricht also einer Art gedruckter Fernsehsendung auf niedrigstem Niveau. Ein bisschen "Dschungelcamp", ein bisschen "Bauer sucht Frau", dazu noch die Geissens – und fertig ist bedrucktes Papier, das man in Nachkriegszeiten als Klopapier benutzt hat.

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Könntet ihr mir diesen Text grammatikalisch korrigieren; wäre super?

Das Wort „Ich“ kommt in dem Gedicht in jeder, außer der vierten Strophe vor. Die Autorin macht damit deutlich, dass das lyrische Ich in allen außer der vierten Strophe von eigene Gefühlen, Wünschen und Träumen spricht, da es realisiert das der Ende des Beziehung nähert. Der Parallelismus gleichzeitig auch Anapher im ersten und dritten Vers, zeigt das, dass lyrische ich die alte Person wieder haben will, wie es am Anfang kennengelernt hat. In Zeile sieben und acht ist eine Hyperbel notiert. Kalèko übertreibt bewusst, um zu zeigen, wie selten er zum Ende gesagt hat, dass er sie liebe. In Zeile zwölf ist eine Metapher „dumme Tränen“, um zu zeigen, dass ihre Tränen oft unnötig waren. Zeile dreizehn „Es ist zum Lachen ...“ ist ironisch gemeint, es ist eben nicht zum Lachen, sondern eher zum Weinen. Mit der Parenthese „Zum erstmal - Jetzt kann ich es nicht mehr“ wird uns verdeutlicht, dass die Zeiten vergangen sind und es zu keinen „Come back“ kommen wird. „Und wieder weinen, wenn du mich betrübst“ dieser Alliteration wird benutzt um zu zeigen, dass die auch schlechten Zeiten erlebt haben. Eine rhetorische Frage befindet sich in der vierten Strophe, Vers 2 „Bist du ein anderer oder liegst an mir“, dass verdeutlicht, das das lyrische ich zweifelt wer an der Trennung Schuld ist und erkennt ihr geliebte auch nicht mehr. Im letzten Vers will das lyrische ich uns mit der Personifikation sagen, dass das Wort „ Gewesen“ (habt ihr eine Idee was ich schreiben kann?).

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Das Wort „Ich“ kommt in dem Gedicht in jeder, außer der vierten Strophe vor. Die Autorin macht damit deutlich, dass das lyrische Ich in allen außer der vierten Strophe von eigene Gefühlen, Wünschen und Träumen spricht, da es spürt, dass sich das Ende der Beziehung nähert. Der Parallelismus gleichzeitig auch die Anaphern im ersten und dritten Vers, zeigen, dass das lyrische Ich die alte Person wieder so haben will, wie es sie am Anfang kennengelernt hat. In Zeile sieben und acht finden wir Hyperbeln. Kalèko übertreibt bewusst, um zu zeigen, wie selten er ihr in der Schlussphase der Beziehung gesagt hat, dass er sie liebe. In Zeile zwölf ist eine Metapher „dumme Tränen“, um zu zeigen, dass ihre Tränen oft unnötig waren. Zeile dreizehn „Es ist zum Lachen ...“ ist ironisch gemeint, die Situation ist eben nicht zum Lachen, sondern eher zum Weinen. Mit der Parenthese „Zum erstmal - Jetzt kann ich es nicht mehr“ wird uns verdeutlicht, dass die Zeiten vergangen sind und es zu keiner Rückkehr der Liebe kommen wird. „Und wieder weinen, wenn du mich betrübst“ dieser Alliteration wird benutzt, um das ständige Weinen durch die Wiederholung des weichen "w" zu unterstreichen. Eine rhetorische Frage finden wir in der vierten Strophe, Vers 2 „Bist du ein anderer oder liegst an mir“ verdeutlicht, das das lyrische Ich zweifelt, wer an der Trennung die Schuld trägt, und ihren Geliebten auch nicht mehr erkennt. Im letzten Vers will das lyrische Ich uns mit der Personifikation sagen, dass das Wort „ Gewesen“ (habt ihr eine Idee was ich schreiben kann?).

Zum letzten Satz, speziell zum Wort "Gewesen" und auch inhaltlich zu den Argumenten kann ich wenig sagen, weil Du das Gedicht von Mascha Keleko ja nicht eingestellt hast (und ich mich – nimms mir nicht übel – nicht zum copy/paste-Diener machen lasse).

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Ich glaube, dass eine solche Aussprache nur von denen schick empfunden und gepflegt wird, die die sogenannte "Kanaksprack" sprechen.

Ich habe sie weder bei Inländern noch bei Ausländern, die gutes Deutsch sprechen, jemals gehört. Mal ausgenommen bei Dialekten, in denen eine solche Aussprache seit je vorherrscht.

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  • Wiederholungen
  • Kurze sentenzenartige Sätze (z.B. wie "Yes, we can", "Make America great again!" oder "I had a dream!")
  • Einleitung der Rede mit einer kurzen witzigen anekdotenhaften Ereignis (z.B. Bei einem Vortrag über Körperschmuck-Trends: "Neulich fragte mich mein kleiner Sohn, ob er nicht mal die Totoos des Vaters seines Freundes ausmalen dürfte. Man sieht, dass Körperschmuckk heute schon in jungen Jahren ein Thema ist...."
  • Dreiteilung des gesamten Vortrags, wie es Steve Jobs gemacht hat. "Google mal nach Steve Jobs' rhetorischen Tricks o.ä.
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Ja, das könnte sie vielleicht, die Polizei wäre dann effektiver, aber der Rechtsstaat und die Integrität jedes einzenen Bürgers geschwächt.

Natürlich findet man erstmal, dass es etwas irre ist, dass z.B. bei einem tatverdächtigen Kinderschänder aus der DNA noch nicht mal ermittelt werden darf, welche Haarfarbe er hat.

Wenn man aber – nur weil man vielleicht rothaarig ist – zu einer scharfen polizeilichen Vernehmung gebracht wird, und die ignorante Nachbarschaft auch noch anfängt, sich darüber das Maul zu zerreißen, und die eigene Hauswand von irgend jemandem mit "Kinderschänder" besprayt worden ist, wird man seine Meinung unter Umständen ändern.

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Erstmal freut sich der Empfänger bzw. die Empfängerin, weil er/sie merkt, dass der andere sich die Mühe gemacht hat, seine Liebe nicht nur in den Satz "Ich liebe dich" zu kleiden, sondern in schöne Worte und Bilder.

Ob er oder sie das Gedicht literarisch gelungen finden, ist in solchen Fällen zweirangig.

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Es gibt viele Frauen, die etwas schüchterne Männer den sich in den Vordergrund spielenden Machos unbedingt vorziehen.

Allerding sollte man die Schüchternheitsmomente nicht mit nichtssagendem Blabla garnieren.

Man sollte auch nicht dauernd von sich selbst reden. Man sollte einfach nach den Interessen der Frau fragen und dann zuhören.

Das ist für die meisten Frauen die gefühlt ergiebigste Art eines Dialogs.

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Exponentiell wächst etwas, wenn es nicht linear ansteigt z.B. 2-4-6-8-10-12, sondern sich exponentiell steigert. z.B. 2-4-8-16-32-64.

Der Club of Rome hat das in den 70er Jahren einmal an einem sehr eingängigen Beispiel dargestellt, um die Menschheit vor dem selbstverschuldeten Untergang zu warnen.

Auf einem Teich wachsen Wasserpflanzen, deren Fläche sich jeden Tag verdoppelt. Am 30sten Tag ist der Teich von diesen Pflanzen bedeckt und erstickt.

Dann werden am 29sten Tag noch alle sagen "Wo ist denn das Problem? Der Teich ist doch erst zur Hälfte zugewachsen".

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