Wie werde ich gläubig?

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Der vollkommene Mensch, und gleichzeitig wahrhaftige Gott im Fleisch, der Jesus war, konnte vor einem stehen, und doch ist es möglich, dass man IHN nicht erkannt hat. Die ungläubigen Juden forderten Zeichen, obwohl das größte Zeichen Gottes vor ihnen stand. Sie hörten seine Worte, sahen ihm ins Angesicht, und waren doch blind und taub für die Wahrheit. Und uns wäre es ebenso ergangen, wenn Gott selbst uns nicht durch den Heiligen Geist einen Sinn dafür gegeben hätte, an diesen Jesus von Nazareth von Herzen zu glauben. In Johannes 6,44 wird das vom Heiland selbst bestätigt: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat…“. Es liegt also letztlich (das ist entscheidend) nicht in unserer Hand, oder unserem Willen, und unserer Entscheidung, vom Unglauben zum Glauben zu finden. Jesus sagte, dass diejenigen absolut sicher erlöst werden, die der Vater ihm gegeben hat. (Vers 37). Für manche ist das eine Zumutung, da sie sich in ihrer Entscheidungsfreiheit beschnitten fühlen und sogar Betrug vermuten und Ungerechtigkeit wittern. Jesus betonte nochmals diese Aussage in Johannes 6, 63-66: „Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben! Aus diesem Anlass zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm“.

Schon damals wandten sich einige von ihm ab, weil sie mit dieser Lehre der Vorherbestimmung und Erwählung nicht einverstanden waren. Und heute ist es bei manchen Christen ebenso. Es trifft unseren Stolz, wenn wir erkennen, so ganz und gar von der Gnade Gottes abhängig zu sein. Und wenn wir dann glauben, dies ausschließlich einer höheren Macht zuschreiben müssen. Jesus wusste von Anfang an, wer diese waren, die zu ihm gehören (Johannes 10, 14-15: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe“). Hat der Mensch keine Verantwortung und sozusagen keine Wahl ob er errettet wird oder nicht? Doch, die Vorherbestimmung Gottes setzt das nicht außer Kraft, auch wenn wir das mit unserem Verstand nicht nachvollziehen können. Aber ist das der Maßstab, dass wir es erst verstehen müssen, bevor wie es glauben wollen und können? Das ist eher hochmütig als aufrichtig. Es wird auch kein Mensch zur Verdammnis erwählt. Manche meinen, der Umkehrschluss der Vorherbestimmung lässt nichts anderes zu, aber das lehrt die Bibel nicht. Wenn wir Gott von Herzen suchen, hat Jesus das schon vor Grundlegung der Welt gesehen und uns entsprechend erwählt (Epheser 1,4). Vielleicht kann man es so sehen? Gott tut nie etwas Falsches oder Ungerechtes. Davon sollten wir immer ausgehen. Ohne Buße und Glaube gibt es keine Erlösung, das lehrt die Bibel, und zählt auch für die Vorherbestimmten. Aber fest steht auch, dass wir „Gott und die Ewigkeit“ nicht denken können, sondern nur glauben! Alles ist Gnade!

die Vorherbestimmung zur Sohnschaft gem Epheser 1 Vers 5 kann auch so interpretier werden: Jeder Gläubige erhält in dem Augenblick, da er glaubt, die Stellung eines Kindes und das Recht ein Sohn genannt zu werden: Galater 3; 26 Deshalb dürfen wir auch das "Vater unser" beten mit der väterlich/zärtlichen Anrede: "Abba", Vater Dass wir nur durch Gnade (den Opfertod von Jesus) gerettet werden, ist Teil unseres Glaubens.

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Den ersten Schritt hast Du schon getan: Du stellst Fragen, bist neugierig für andere Lebensentwürfe, Kulturen, Einordnungen. Genauso wenig, wie jemand beweisen kann, dass des Gott nicht gibt, kann Dir jemand einen Gottesbeweis liefern. Was Du beobachten kannst ist die Auswirkungen, die ein (christlicher) Glaube auf Menschen ausüben kann und das Leben der Person, die das fleischgewordene Wort ist: Jesus Christus. Statt also zu fragen: "Was würde Elvis tun"? Könnte man fragen: "Wie würde Jesus handeln"? In dem Sinne ist ein gläubiger Mensch auch nie ein hartleibiger, extremer Fundamentalist, sondern ist getragen von der Liebe. Im Schweizer Radio wurde heute das Buch: "Kleiner Versuch über das Küssen" des französischen Philosophen Alexandre Lacroix besprochen. Darin ist zu lesen, dass sich die ersten Christen so oft geküsst haben, dass dies von ihren Gegnern als Ausschweifung angesehen wurde. Papst Innocens III hat diese Sitte dann später verboten. Wäre es nicht schön, wenn die Menschen wieder innere Kraft erhalten, die (Nächsten-) Liebe in diese kalte Welt zu bringen ?

Moin - und herzlichen Glückwunsch! Eine solche Frage zu Ostern ergibt schon einen besonderen Tiefsinn. Hier ist schon viel Gutes geschrieben worden. Sie fragen, wie Sie es erreichen können, gläubig zu werden. Wenn Sie Glauben als festes Ziel sehen, werden Sie sich unter Streß setzen. Es würde auch bedeuten, daß, wenn Sie Ihr Ziel erreicht hätten, es danach nichts mehr zu erreichen gilt. Glauben ist ein nie endender Prozeß mit Zuversicht und Zweifeln, Fragen und Antworten. Doch allein Ihre Worte zeigen doch, daß Sie bereits gläubig sind, wenn wir menschliche Einordnungen wie "Quantitativ" oder "Qualitativ" außen vor lassen. In Ihnen "rumort" etwas und dieses Etwas dürfen Sie auch als Gottes leises Rufen annehmen. Gott kommt nicht wie ein Überschallknall ins Leben. Wir sollen unsere Sinne schärfen und auf seine lautlose Stimme horchen. Deshalb finden viele Gott erst in der Stille. Fangen Sie einfach an zu beten. Mit all den ungekünstelten Worten, die Ihnen sonst auch gegenüber Ihren besten Freunden einfallen. Lesen Sie eines der Evangelien in einer verständlich geschriebenen Bibel über das Leben Jesu. Suchen Sie sich Gleichgesinnte. Hier ist noch eine super Website, auf der Sie kompetent genau Ihre Fragen beantwortet bekommen: www.mehrglauben.de

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