Wie soll ich nach dem Tod meines Opas mit meiner Oma umgehen?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Was ihr eurer Oma jetzt geben könnt ist Zeit ,und laßt es einfach zu,daß sie sich ihre Trauer von der Seele redet ( und wenn`s den ganzen Tag ist ).Das ist wichtig und erleichtert.Wenn man sich mit dem Tod ,der für uns alle das Ende vom Leben bedeutet,frühzeitig etwas auseinandersetzt,steht man solchen Ereignissen nicht ganz so hilflos gegenüber,wie es in eurer Familie jetzt der Fall ist.Als meine Mutter verstarb war ich bei ihr,durfte ihre Hand halten bis sie uns verließ und bin darüber bis heute sehr froh.Außerdem empfinde ich ein Gefühl dergroßen Dankbarkeit dafür ,sie so lange bei uns gehabt zu haben.Manchen Trauernden hilft es ein bißchen,sich in der Wohnung ein kleines Gedenkeckchen zu gestalten ,mit Bild,Blumen und Kerzchen.Schlag deiner Oma diese Möglichkeit vor.Alles wird gut

Deine Oma wird verstehen, dass du auch sehr traurig bist und eigentlich genauso Trost brauchst, wie sie selbst. Eigentlich ist es Sache der Kinder, sich um ihre hinterbliebene Mutter zu kümmern und sie nicht alleine zu lassen. Bitte doch einen Elternteil von dir, diese "Nachtwache" zu übernehmen.Sie werden es bestimmt auch einsehen, dass es zuviel für dich ist. Du musst schließlich deine Trauer auch erstmal verarbeiten.

Das haben wir ja versucht...meine Mutter hat das natürlich sofort gemerkt , dass das zu viel für mich ist, und hat gleich mit meinem Onkel geredet (mein Vater war zu dem Zeitpunkt bei meiner Oma), dass sie das doch bitte klären sollen, wenn sie sich nachher alle treffen....
Aber dazu ist es wohl nicht gekommen.

0
@iselle

Es gibt sicherlich gerade viel zu regeln, bei allen Betroffenen, aber das Wichtigste ist, dass man die Oma nicht alleine lässt mit ihrem Schmerz. Allerdings sollten das ihre Kinder tun und nicht die Enkel-eigentlich unverantwortlich sowas zu verlangen. Deine Mutter weiß, was in dir vorgeht und ich bin mir sicher, dass sie dir keine 2. Nacht bei der Oma zumuten wird.

0

zunächst einmal Herzliches Beileid zum Verlust deines Großvaters und auch deiner Oma viel Kraft für die kommenden Tage.

Gerade die erste Zeit ist sehr schwer. Nehmt euch alle Zeit, die ihr braucht. Leider geht jeder anders mit seiner Trauer um. Einige sitzen nur lethargisch in der Ecke und weinen, andere arbeiten wie Wahnsinnige, wieder andere zeichnen, lesen oder lassen sich äußerlich gar nichts anmerken.

Das du jetzt zwei Nächte bei ihr geblieben bist, ist sehr schön und nett von dir. Natürlich hat sie auch Verständnis dafür, wenn du selbst so trauern willst, wie du zu trauern hast.

Aus eigener Erfahrung kann ich euch nur den Rat geben zu versuchen, den Alltag irgendwie wieder aufzunehmen. Fallt nicht in ein Loch der Trauer, versucht stattdessen lieber euch abzulenken. Das Leben geht weiter - auch für deine Oma.

Bedenke folgendes: "Wer im Herzen seiner Liebsten lebt, der ist nicht tot - der ist nur fern. Tot ist, wer vergessen wird."

Noch einmal: Viel Kraft und Stärke für die kommenden Tage und Wochen. Ganz los wird man den Schmerz zwar nicht, aber die guten Erinnerungen werden auch in Zukunft überwiegen. Das weiß ich aus Erfahrung.

Glaub mir, das habe ich meiner Oma auch schon gesagt....
Aber sie macht sich Vorwürfe....und die kann man leider auch nicht eben mal ausreden.
Ich habe den letzten Abend und die letzte Nacht (er ist erst gestern gestorben) versucht ihr beizustehen und ihr zu vergewissern, dass es besser für ihn war, er nicht mehr leiden muss und er sich ja bei ihr bedankt hat und immer bei ihr sein wird ("Wie sind wie Papageien. Immer beieiander und können nicht ohne den anderen" hat mein Opa immer gesagt).
Den Alltag kann man leider nicht nach einer Nacht wieder aufnehmen... zumal sie nicht mehr wirkl viel hat.
Sie hat sich ja eigntl nur noch um ihn gekümmert...

0

wurde doppelt gepostet

0

sag deiner oma dass du damit nicht klar kommst dass auch du dass alles erstmal verarbeiten muss immerhin ist es auch ein verwandter von dir...sie wird das verstehen... außerdem tut das vielleicht auch deiner oma ganz gut denn früher oder später muss sie sich daran gewöhnen und so hat sie vielleich auch ein bisschen zeit für sich um damit fertig zu werden, denn ablenkung ist zwar schön und gut aber verarbeiten kann man damit das geschehene nicht und irgendwann musss sie sich dem stellen... sag ihr was du fühlst sie wird das verstehen

dass ihre kinder dass nicht schaffen ist auch normal schließlich müssen sie den tod ihres vaters verkraften aber versuch doch nochmal mit ihnen zu reden vielleicht kann man ja doch noch eine lösung finden...

Ich wünsch dir viel kraft und herzliches Beileid...

übrigens: es gibt da ein buch dass du deiner oma kaufen sollte: über den tod und dass leben danach (von elisabeth kübler-ross) kann ich auch nur dem rest deiner familie enmfehlen. Hilft super zur verarbeitung (hat meiner mum nach dem tod ihres dads auch super geholfen) kann ich dir nur wärmstens empfehlen...

0
@Erkelenz

Danke, ich werde es weitergeben.
Nur kann meine Oma leider momentan (und auch in nächste Zeit ) nicht lesen, da ihre Augen gerichtet werden und das dauert noch lange...

0

Erst einmal mein Beileid.

Ich finde es extremst wichtig für Dich, dass Du auch auf Dich und Deine Kräfte achtest. Wenn du jetzt schon weißt, dass Du diese Nacht nur schwer überstehst, dann rede mit Deiner Oma. Sie wird dafür Verständnis haben. Auch wenn sie sich wünschst, daß Du bei ihr bleibst.

Und appelier an die Kinder, daß sie sich um die Mutter kümmern sollen. Das kann und darf nicht an Dir hängen bleiben!

Für die nächste schwere Zeit alles Gute

Vielleicht hilft es den Kindern zu vermitteln dass sie sich erst daran gewöhnen muss nun alleine zu sein um nicht selbst totkrank zu werden. Es wäre also sinnvoll dass sich die Menschen um sie herum abwechseln. So gewöhnt sie sich nicht an eine Person, kann besser loslassen.

Vielleicht hilft diese Argumentation. Ansonsten lebe Deine Trauer. Sie ist anstrengend genug.

Mein Mitgefühl. Und achte darauf dass Du nun nicht die Person wirst welche ausgesaugt werden kann vom Rest.

Erstmal mein herzliches Beileid.

Und dann ein guter Tipp von mir: Sag mal den Kindern deiner Oma so gründlich die Meinung! Es kann in so einer Situation nicht angehen das du dich nur alleine um deine Oma kümmerst. Schließlich ist deren Vater gestorben!

Und du brauchst auch deine Zeit zum traueren.

Es müssen schließlich auch andere Sachen wie Nachlass und so weiter mit deiner Oma geklärt werden. Das ist dann die Sache von den Kindern.

Nichtsdestotrotz finde ich sehr lobenswert von dir dass du in so einer schweren Situation für deine Oma da bist. Aber da du ja eine gute Beziehung zu deiner Oma zu haben scheinst, wird sie es sicherlich verstehen, wenn du dich auch mal zurückziehst.

Also nochmal, bitte bei den Kindern deiner Oma eindringlich um Hilfe!

Viel Glück und vorallem viel Kraft

Danke...Danke euch allen!
Ja ich dachte dass das heute auch geklärt würde (neben Sachen wie welches Bestattungsunternehmen etc), da meine Mutter ja dies eindringlich meinem Onkel gesagt hat....
Aber es kam nicht zur Sprache...
Ich habe nochmal mit meiner Mutter gerdet und nachher reden wir mit meinem Vater ob wir nicht alle 3 zu ihr gehen...

0

Auch wenn der Tod deines Opas absehbar war, ist es ein trauriges Ereignis für Euch alle. Dass du deiner Oma zu Seite stehst, finde ich bewunderns- und lobenswert.

Es ist gut und auch moralisch vertretbar, wenn du deine eigenen Grenzen der Belastbarkeit erkennst und nach Lösungen suchst.

Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass du mit deinen Tanten telefonierst und diese um Hilfe für deine Oma, aber auch um Hilfe für dich bittest. Solltest du Hilfe bekommen, darfst du ruhigen Gewissens dein Angebot, das du deiner Oma heute morgen gemacht hast, zurückziehen. --- Alles Gute und viel Kraft.

tröste sie einfach oder schenk ihr blumen oder so was bei momenten wie diese sollte man sehr vorsichtig umgehen und immer bei der sein wünsch ihr alles gute von mir heul :(

Das habe ich gestern den ganzen Abend und die ganze Nacht gemacht.
Aber ich kann das nicht noch mal...
Ich kann nicht nochmal zu ihr ins Haus gehen und mit ihr in ihrem Bett schlafen und die halbe Nacht wach sein, weil sie unruhig schläft und immer wieder aufwacht und weint.

0

fühle dich angesprochen und sei für deine oma da, wenn sie das braucht.

Was möchtest Du wissen?