wie soll ich beim traben lenke?

14 Antworten

Kommt drauf an, wie dein Pferd geritten ist.

Bei meiner Stute ist der Leichttrab der Jogg (Quarter Mix Stute), da hängt der Zügel komplett durch (ist eh Gebisslos geritten) und baumelt schön locker im Takt mit. Gelenkt wird bei mir durch Schenkeldruck, reicht das nicht aus als Signal, lege ich den Zügel auf der einen Seite locker an den Hals und nehme ihn von der anderen Seite weg. Das reicht dann aber absolut aus, damit meine Maus mich versteht.

Ich mache ihr die Entscheidung sozusagen "einfach". Wenn sie nach rechts soll, lege ich das linke Bein an, sie weicht dem Druck dann nach Rechts aus.

Reicht das Signal nicht, lege ich den linken Zügel an, mache den rechten Zügel auf, sodass sie merkt: Hey, links ist ein Widerstand, rechts nicht. Rechts ist angenehmer zu gehen.

Ich habe meine Stute jedoch selbst nicht zugeritten und so übernommen. Ich persönlich würde mein Pferd ein wenig anders ausbilden, aber bei ihr klappt das echt gut.

Du musst auch nicht übertreiben mit Signalen und Reizen. Meist machen Pferde weniger, je mehr du machst.

Also lenken mit den zügeln und gleichzeitig schenkelhilfe geben leichter schenkeldruck um ihm/ ihr zu zeigen das du möchtest das dein Pferd die richtung ändern soll und nicht das Tempo ggf brauchst du eine Gerte am anfang und nicht zu heftig an den zügeln ziehen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bitte was hat eine Gerte in den Händen von Anfängern zu suchen?

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Wenn Sie Anfänger ist hast Du recht aber das steht nirgends ich bin 1 1/2 bereits geritten bevor ich das erste Mal getrabt bin

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@Eintofhexer

Ob jemand Anfänger ist hat nix mit den Jahren zu tun, die er schon auf dem Pferd sitzt, sondern mit den Fähigkeiten.

Und jemand der im Trab nicht richtig sitzen und nicht lenken kann ist ein Anfänger.

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Die Zügel sind nicht zum lenken da!
Das ist ganz ganz wichtig und eigentlich auch das erste was man lernt.

Es scheint so als wärst du im Sattel noch nicht so sicher, zumindest beim freien reiten.
Du solltest da auf jeden fall mit deinem Reitlehrer reden, der/die wird dir da am besten helfen können.

Es wäre eventuell auch eine gute Idee nochmal an die Sitzlonge zu gehen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich reite seit meiner frühen Kindheit; habe 2 eigene Pferde

Ganz ehrlich? Du solltest dringend noch so lange Sitzlongen nehmen, bis Du Zügel-unabhängig und ausbalanciert "im Pferd" sitzen kannst. Vorausgesetzt es gibt bei Euch wirklich guten Reitunterricht.

Das Schöne am Reitsport ist, dass es eigentlich so gut wie jeder lernen kann - allerdings angepasst an das persönliche Tempo und die Begabung des jeweiligen Reiters. Der eine hat die Fähigkeit, sich intuitiv an die Pferdebewegung anpassen zu können und verfügt über die ideale Grundsportlichkeit und Beweglichkeit, dass er rasch Fortschritte macht und schnell recht sicher auf dem Pferderücken unterwegs ist. Und andere haben nicht das Glück, lieben Pferde aber genau so und brauchen halt etwas länger, einige Longen mehr und lernen es mit Hilfe guter Trainer und vernünftigen Pferden dann auch.

Meine Tochter hat viele Jahre neben den Studium Reitanfänger unterrichtet und es ist interessant, zu sehen, wie unterschiedlich diese sich entwickelt haben. Es gab durchaus Kinder, die haben schon in der ersten Longenstunde erstaunlich gut gesessen und waren nach wenigen Einheiten tatsächlich in der Lage, ein Pferd selbstständig in allen Gangarten zu lenken. Und dann gab es die "Körperklause", denen nicht unbedingt das große Talent in die Wege gelegt worden war und die deutlich mehr Stunden brauchten. Überraschend ist dann auch, diese Kinder über die Jahre immer wieder zu erleben und festzustellen, dass die anfangs so Hochtalentierten, nicht unbedingt später auch weiterhin die Überflieger sind, sondern durchaus auch die anfänglichen Körperklause aufgeholt und den einen oder anderen Überflieger überholt haben. Denn als guter Reiter arbeitet man eigentlich permanent und immer an sich und wenn dem ursprünglich so begabten Reiter dazu die Geduld und Ausdauer fehlen, kann ihn auch jemand, der am Anfang so seine ganz eigenen Hindernisse hatte, irgendwann locker überholen.

Arbeite an Deiner Basis. Nimm Dir einen guten Trainer und gib nicht auf.

So wie im Schritt auch: über die Drehung deiner Hüfte.

Man lenkt weder über die Zügel noch über das Bein. Der Schenkel biegt das Pferd oder kann in einer Wendung unterstützen, aber gelenkt wird über die Hüfte. Auch im Leichttraben.

Erst, wenn die Drehung bei dir durch den gelösten Körper geht, wird das Pferd sauber abwenden. Also bitte im Reitunterricht nochmal um Sitzlonge und um das Lösen deines Sitzes, insbesondere deiner Hüfte. Wobei ich da auch zu anderen RL gehen würde. Denn jemand, den man erst darauf ansprechen muss, weil derjenige das nicht sieht, wird vermutlich auch keine Verbesserung sehen, wenn man dann eine Sitzlonge macht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und eigenes Pferd seit über 10J.

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