Wie sieht eine Wärmedämmung unter einer Bodenplatte aus?

 - (Haus, bauen, Architektur)

2 Antworten

An der Außenseite erdberührter Bauteile verlegte Dämmung nennt man Perimeterdämmung. Genauere Infos findest du z.B. hier:

https://www.bauwion.de/wissen/rohbau/bodenplatte-keller/109-perimeterdaemmung-bodenplatten

Vielen Dank! Bei einer Sache hätte ich noch eine Frage. Wie verhält es sich bei der unteren Bodenplatte mit der Perimeterdämmung, bei drückendem Wasser. Hilft bei sowas eine Kiesschüttung oder wie würde man dagegen vorgehen?

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@25Peter

Als Perimeterdämmung verwendet man ja in der Regel XPS, also einen geschlossenzelligen Polystyrol-Hartschaum (mit entsprechender allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung). Der nimmt kein bzw. nur minimal Wasser auf und behält daher auch im drückenden Wasser seine dämmende Wirkung.

Bei der Perimeterdämmung an den Kellerwänden ist in dieser Einbausituation wichtig, dass die Dämmplatten vollflächig verklebt und die Fugen verspachtelt werden, so dass sie 1. nicht von Wasser hinterlaufen werden können und 2. gegen Auftrieb gesichert sind.

Das Kellerbauwerk selbst muss natürlich vernünftig abgedichtet sein, z.B. als "Schwarze Wanne" (mit bituminöser Abdichtung) oder "Weiße Wanne" (wasserundurchlässige Betonkonstruktion). Wobei Schwarze Wannen immer seltener ausgeführt werden, da aufwendiger, fehleranfälliger und im Schadensfall schwieriger zu sanieren.

Eine Kiesschüttung bringt bei drückendem Wasser gar nichts. Die setzt man wenn überhaupt nur beim Lastfall "Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser" ein, als kapillarbrechende Schicht, und auch dann nur, wenn man nur geringe Anforderungen an die Raumluftfeuchte im Keller hat (keine hochwertige Nutzung, kein Wohnraum etc., nur "Kartoffelkeller") und daher auf eine vernünftige Abdichtung verzichten will.

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Ich empfehle grundsätzlich nur 2 verschiedene Arten:

Eine biegesteife Bodenplatte ist heute schonmal Standart. Mit den Streifenfundamenten arbeitet heute kein Mensch mehr!

Die biegesteife Bodenplatte hat keine Fundamente und ist an ihrer Unterseite völlig eben. Das ermöglicht eine perfekte Wärmedämmung!

Diese entweder mit Styrodur (es gibt da 4 verschiedene Hersteller und 2 Systeme: von selber zurecht scheiden = teuer, bis zurecht geschnitten mit Verlegeplan = sauteuer), oder aber gleich mit Glasschaumschotter 35 cm dick (geht preislich so).

Im Hinblick darauf, dass man eh über dem Erdreich eine Sauberkeitsschicht braucht mit Schotter, empfehle ich gleich dann etwas mehr Glasschaumschotter zu nehmen. Glasschaumschotter lässt sich super verarbeiten (nicht so wie Hochofen- oder Naturschotter).

Natürlich muss zwischen Bodenplatte und Wärmedämmung eine PE-Folie oder Geoflies, damit der Zementleim der Bodenplatte sich nicht in die Wärmedämmung verabschiedet und die Betongüte dann vermindert ist.

Guten Rutsch!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

lol....Unsinn, Streifenfundamente werden sehr wohl noch hergestellt und somit ist ihre doch sehr pauschale Aussage völlig falsch. Sie scheinen nur mit sehr kleinen Gebäuden (Einfamilienhäuser etc.) zu tun gehabt zu haben.

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@AchIchBins

Ich habe auch mit Industriebauten zu tun, aber hier handelt es sich bei dem Fragesteller nicht wohl um eine solche, oder? :-)

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@pharao1961

Da steht überhaupt nichts über eine Größe in der Frage. Der FS hat es in einer Bauzeitschrift gelesen und daher kann es jede Größe sein. Wir bauen aber auch keine Industriebauten, aber große Gebäude und auch die mit Streifenfundamenten. Von daher ist ihre pauschale Aussage halt einfach nicht korrekt.

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