Wie reagieren Lehrer auf Kinder, die bei Einschulung schon lesen können?

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9 Antworten

Wenn das Lesen ganz von alleine kommt würde ich das Kind nicht bremsen.

Was Lehrer nicht ab können ist, dass man mit den Kindern vorab Schulstoff paukt. Da ist dann die Freude und die Neugier weg. Wenn Kinder selber Lesen wollen ist die Freude am Lesen nicht weg.

Wer sein Kind auf die Schule vorbereiten will macht lieber Denk- und Knobelspiele. Das hilft in jedem Fach und nimmt nicht den Schulstoff weg. 

Wenn die Kinder sich in der Schule langweilen, weil sie schon alles wissen ist schnell der Moment da, wo man verpasst, dass es jetzt aufpassen müsste..

Beim Lesen sind die Unterschiede bei der Einschulung oft gross, damit kann der Lehrer aber gut umgehen. Es ist nicht schwierig den Kindern schwerere Texte und Bücher zu geben.

Ich kenne es auch so, daß Kinder zur Einschulung evtl einen unterschiedlichen Stand haben. Das gleicht sich nach einiger Zeit aus. Ein guter Lehrer gibt halt den Kindern die schon lesen können, während die anderen ABC üben, etwas anderes zum lesen. Das kommt bestimmt jedes Jahr vor, die Kinder haben halt unterschiedliche Interessen und dadurch einen ganz unterschiedlichen Stand am Anfang.

Das kommt immer auf den/die Lehrer/in an: als ich zur Schule kam und schon lesen konnte, hat die Lehrerin das völlig ignoriert, ich habe mich furchtbar gelangweilt und schon nach kurzer Zeit beschlossen, dass ich nicht mehr zur Schule will (musste ich aber trotzdem). Mein Sohn konnte auch schon lesen, hatte aber eine verständnisvolle Lehrerin, die ihm dann einfach andere Bücher zu lesen gegeben hat, bzw. auch ein extra Heft, in das er Geschichten schreiben konnte. Später hat sie ihn dann auch aktiv eingebunden, indem er animiert wurde, anderen zu helfen, die Schwierigkeiten hatten. So wurde zugleich verhindert, dass er sich langweilt und andere eventuell stört. Wenn dein Kind jetzt anfängt von selbst lesen zu lernen, kannst und sollst du das nicht aufhalten!

Ich konnte schon vor der Einschulung lesen und habe mich trotzdem nicht gelangweilt, weil die Lehrer da ganz gut drauf eingehen. Meine Tochter konnte auch schon einiges lesen vor der Einschulung, aber es gibt da noch soviel anderes neues, dass es keien Zeit zur Langeweile gibt. Außerdem, wenn sich das Kind interessiert, würde ich es ihm nicht verweigern. Es macht ja einen grpoßen Unterschied ob man als Eltern meint, das Kind müsse lesen könnenoder ob es aus eigenem Antrieb kommt.

ich glaube, das kommt auf den Lehrer an. Der eine fängt an, zu loben, nennt dieses Kind immer als Beispiel und die anderen Kinder sind total enttäuscht. Es gibt Lehrer, die wollen dann nicht unfair sein und rufen dieses Kind beim Lesen lernen nicht auf (obwohl das auch unfair ist). Und manche lassen dieses Kind dann etwas schwerere Passagen lesen, versuchen es zu fördern, bringt den anderen Kindern aber das Lesen auch gut bei, ohne immer ein "gutes Beispiel" zu nennen: ""Schaut, der Maxi, der kann das schon so gut und ihr seid immer noch so schlecht." Ich glaube, letzteres ist am besten. Weil Kinder, die dann sowieso gut lernen, gelangen bald auf die gleiche Position, wie das Kind, das schon vorher lesen konnte, und Kinder, die es nicht so gut können, gibt es immer und sie lernen es trotzdem.

Stoppe nie die Neugier deines Kindes, weil es an anderer Stelle damit lästig fallen könnte!

Egal, welchen Lehrer dein Kind bekommt, dein Sohn lernt für sich, sein Leben und seine Zukunft und nicht für die gestressten Nerven seines Lehrers! Wir jammern heutzutage immer über den schlechten Bildungsstand, den mangelnden Ehrgeiz bei Kindern... Wenn man die Kinder vor der Schule schon ausbremst - wie sollen sie dann einen gesunden Lernwillen und einen gesunden Ehrgeiz entwickeln!

Wenn bei euch viel gelesen wird, dann ist es völlig normal, dass dein Sohn bei der Einschulung schon lesen kann. Bei mir war es so, dass wir 5 Kinder waren und ich mich - als die Jüngste - gelangweilt hatte, wenn die anderen Hausaufgaben machen mussten. Also hing ich immer dabei und habe denen Löcher in den Bauch gefragt. Das führte dann dazu, dass ich bei der Einschulung bereits lesen, schreiben und winzig kleine Rechenaufgaben lösen konnte. Natürlich habe ich mich gelangweilt. Natürlich habe ich gemeint, ich könnte schon alles und bräuchte nicht mehr lernen. Aber irgendwann (sollten die Lehrer nicht von vorneherein die Kinder bei ihrem Wissensstand abholen) kommt die erste Herausforderung. Und dann wird der Ehrgeiz wieder gepackt. Und dann lernt man auch zu lernen.

Ich bin mittlerweile Abteilungsleiterin der Buchhaltung, habe zwei gesunde Söhne und bin glücklich verheiratet. Die Langeweile in der ersten Klasse und die Lehrer, die evtl. falsch auf mein Können reagiert haben, haben also kein bleibendes Trauma bei mir hinterlassen........

ist ja alles schön und gut wenn er lesen kann- aber ich persönlich finde er wird sich auf jeden fall langweilen, durch das langweilen lernt er auch nicht sich anzustrengen- was dann in der 3 oder 4 Klasse ein Problem sein könnte.

durch die Langeweile könnte er auch andere Kinder beim lernen stören .. dies wäre dann auch lästig für den Lehrer- wie gesagt ist nur meine Meinung :)

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Mein jüngster Sohn konnte auch bei der Einschulung schon rechnen, lesen und ein wenig schreiben. Das hat er von dem größeren Sohn aufgeschnappt. Probleme hatte er damit in der Schule nicht, ihm war nicht langweilig auch wenn er sehr oft schon konnte, was gerade gelehrt wurde. Seine Lehrerin hatte für die Kinder, die sich leicht lernten, immer extra Aufgaben damit ihnen nicht langweilig wurde.

Wenn der Lehrer flexibel damit umgeht und das schon lesende Kind vielleicht als Tutor "einsetzt", der anderen Kindern hilft, die noch nicht soweit sind, dann nützt das allen und langweilen muss sich auch niemand.

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