Wie muss ein/e gute/r Pfarrer/in sein?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine gute Mischung aus Selbstkritik und Selbstbewusstsein.
Viele Pfarrerinnen und Pfarrer halten sich selbst für den Nabel der Welt und können andere nicht neben sich stehen lassen. Ohne gesundes Selbstbewusstsein geht es nicht. Aber Kritik hören und wirken lassen scheint mir eine der wichtigsten Eigenschaften zu sein.

Organisationstalent wäre gut.

Und die Fähigkeit, anderen bei der Arbeit nicht im Weg zu stehen und sie einfach machen zu lassen, auch wenn man selbst es vielleicht etwas anders machen würde.

Wissen, dass man nicht der liebe Gott ist - dass man also nicht allmächtig ist und weder alles kann noch alles weiß, und dass man auf die Zusammenarbeit mit vielen anderen angewiesen ist.

Wissen, dass man nicht perfekt ist. Die anderen auch nicht.

Man sollte (nicht zuletzt deswegen) Ulrich Bach gelesen haben. (http://www.ulrich-bach.de)

Offenheit für die Vielfalt des Glaubens und der Theologie.
Ich glaube, am schlimmsten wäre theologische Verschlossenheit und Engstirnigkeit. Das Gegenteil davon ist die "Freiheit eines Christenmenschen".

Bereitschaft, sich auf die Katastrophen des täglichen Lebens einzulassen. Todesfallbenachrichtigungen mit der Polizei, Notfallseelsorge, Gespräche mit verwaisten Eltern, Gespräche mit Menschen mit einer tödlichen Diagnose - und die Bereitschaft, diese Katastrophen mit seiner Theologie in Verbindung zu bringen. Dann wird man manche Dummheit nicht mehr von der Kanzel predigen, die das Potential hat, einem in solchen Krisen den Glauben zu nehmen.

Der Zeitpunkt für ein Theologiestudium ist günstig. Die Berufsaussichten steigen gerade von Semester zu Semester.

Wie muss ein guter Pfarrer sein?
Ganz groß und ganz klein,
Vornehmen Sinns wie aus Königsgeschlecht,
Einfach und schlicht wie ein Bauernknecht;
Ein Held, der sich selbst bezwungen;
Ein Mensch, der mit Gott gerungen;
Ein Quell von heiligem Leben,
Ein Sünder, dem Gott vergeben;
Ein Herr dem eignen Verlagen,
Ein Diener der Schwachen und Bangen,
Vor keinem Großen sich beugend,
Zu dem Geringsten sich neigend;
Ein Schüler vor seinem Meister,
Ein Lenker im Kampf der Geister;
Ein Bettler mit flehenden Händen,
Ein Herold mit goldenen Spenden;
Ein Mann auf den Kampfesstätten,
Ein Weib an den Krankenbetten,
Ein Greis im Schauen,
Ein Kind im Trauen;
Nach Höchstem trachtend,
Das Kleinste achtend;
Bestimmt zur Freude,
Vertraut dem Leide,
Weitab dem Neide;
Im Denken klar,
Im Reden wahr;
Des Friedens Freund,
Der Trägheit Feind;
Feststehend in sich,
Ganz anders als ich.

Sehr schön zum Lesen, nur gibt es in der Realität solche Menschen nicht, wenn es auch gewisse Voraussetzungen gibt.

Paulus führt einige Eigenschaften, Verhaltensweisen an, die man als Gemeindeleiter/rin haben sollte - 1. Timotheus 3, 2-7:

Untadelig, verheiratet, nüchtern(kein Schwärmer) maßvoll, würdevoll, gastfrei, geschickt in Lehren, kein Säufer, nicht zur Gewalt neigend, gütig, nicht streitsüchtig, nicht gierig nach Geld, der seiner Familie vorstehen kann, folgsame Kinder hat.

Er soll auch kein Neuling (Neugetaufter) sein und sich aufblase. Er/Sie sollte auch einen guten Ruf haben...

Bevor einer dieses Amt ausüben möchte muss er/ sie einer Prüfung unterziehen werden, damit es dann nicht später in der Gemeinde ein böses Erwachen gibt.

Gläubig  allein zu sein reicht also aufgrund dieser Anforderung für ein Leitungsamt nicht aus. Deshalb muss sich jeder selber ehrlich prüfen, ob er diesen Anforderungen gerecht werden kann.

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@omikron!

er muß also buddhist sein oder auch mensch, aber doch kein übermensch

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gute Eigenschaften sind bestimmt, Offenheit, Charakterstärke, Freundlichkeit, Selbstbewusstsein ohne Arroganz

gut ist, wenn man in sich selber ruht und sich durchsetzen kann

und nicht zu sensibel sein, denn die Auseinandersetzungen mit dem Kirchenvorstand sind nicht ohne!

Aber vieles wird man lernen können und müssen!

darf den unser Pfarrer ins puff gehen, weil ich habe ihn dort mal getroffen, er hatte sich nur mit den Damen unterhalten...?

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Sehr erschöpft nach Arbeit, was tun?

Hallo Leute,
Ich absolviere momentan ein duales Studium soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Rehabilitation in Thüringen. Alle 2,3 Monate wechseln sich die Praxis und Theoriephasen ab.

In der praxisphase arbeite ich in einer behindertenwerkstätte. Meine Arbeitskollegen sind echt lieb, wir haben viele Pausen und ich hab gute Arbeitszeiten (7.30-15.00). Dennoch bin ich nach der Arbeit absolut platt. Ich versteh das gar nicht. Ich schaff nichts mehr außer im Bett zu liegen und im Internet zu surfen. Fernsehen ist mir bereits zu anstrengend( zu viele Reize). Die Arbeit an sich ist jetzt auch nicht so anstrengend. Nagut ich muss häufig beim toilettengehen helfen und sonst einfach viel mit den behinderten quatschen. Merkwürdigerweise ist es genau das was ich so anstrengend finde. Permanent redet jemand auf mich ein, ich muss gut zuhören und drauf eingehen. Immer wird geredet sowohl von den Arbeitskollegen als auch den Menschen mit Behinderung und da ist immer ein Gewusel, kommen und gehen von Leuten und ein Durcheinander. Manchmal hab ich auch gar nichts zu tun, was mich ebenfalls stresst weil ich Angst hab Ärger zu bekommen, dass ich nichts tue und ich frag schon oft was ich tun kann. Aber ich will auch nicht alle 20 Minuten fragen.

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Ich bin bei der praxisphase auch nach der Arbeit nur am Essen, durchgängig(nicht bei Theorie) Das kann ich irgendwie auch nicht abstellen. Ich gier da richtig nach. Vorallem nach süßkram, aber eigentlich ist es egal was.Wisst ihr was ich tun kann?

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