Wie macht man Ausbinder (Hilfszügel) an einem Pferd dran?

9 Antworten

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Es gibt nur EINE ART Ausbinder und nicht hunderte (auch wenn es sie sowohl mit als ohne elastische Einsätze gibt). Hilfszügel hingegen gibt es viele. Verschnallen geht folgendermaßen: Bei jungen Pferden, werden sie tief (auf Buggelenkshöhe) und sehr lang verschnallt. Die richtige Länge findest Du, indem Du Dich vor das Pferd stellst wenn der Ausbinder am Gebiss festgemacht ist und den Pferdekopf am Gebiss nach vorne "ziehst". Wenn die Stirn-Nasen-Linie bei waagerecht anstehendem Ausbinder VOR der Senkrechten ist, ist er in der korrekten Länge. Bei älteren, gut ausgebildeten Pferden, kann man den Ausbinder auch höher in den Sattelgurt schnallen und etwas kürzer einstellen. Die Kontrolle bleibt wie oben beschrieben. Allerdings benötigt man Hilfzügel bei gut ausgebildeten Pferden nicht. Ich gehe davon aus, dass Du es Dir noch zeigen lässt und nicht einfach selbst austestest. Grundsätzlich ist anzumerken, dass Hilfzügel immer nur (wenn überhaupt) vorübergehend eingesetzt werden sollten. Besser ist es sich in verschiedenen Literatur einzulesen und etwas über die Gymnastizierung von Pferden zu erfahren. Wer die Hintergründe verstanden hat, wird in der Regel keine Ausbinder o.ä. brauchen. Buchtipps: Richtlinien für Reiten und Fahren Band 1 (ganz FN-like), Bücher von Bent Branderup/Philippe Karl/Anja Beran und anderen Klassik-Ausbildern. Ganz toll: Die reine Lehre der klassischen Reitkunst von Egon v. Neindorff. Und auch im Westernlager gibts gute Bücher (die auch den English-Style-Reiter zum Nachdenken bewegen könnten: Go West von Antje Holtappel, Westernreiten aber bitte klassisch oder (ganz neu) Die WesternReitlehre (Leckebusch). Wer klassisch und western mixen will und keine Turnierambitionen hat fährt mit der "Freizeitreiterakademit" von Penquitt ganz gut. Am besten überall reinschnuppern und von allem das Beste herauspicken ;)

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Achja: Lass Dich von teilweise unqualifizierten Antworten NICHT davon abbringen Dich zu informieren. Wenn jeder Reiter das Interesse an den Hintergründen hätte, gäbe es nicht so viele kaputt gerittene, gequälte und erbarmungswürdige oder auch vermenschlichte Pferde. Ich finde es gut wenn jemand etwas über das WIE und auch über das WARUM wissen möchte!!!

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gut gemacht :-) aber bitte demnächst nicht ganz so viel vom thema ablenken. zb. mit den western reiten büchern und so. aber trotzdem danke

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das wird dir dein/e reitlehrerin dann zeigen und erklären. die teile baust du eh erst kurz bevor du dich aufs pferd setzt hin. wenn du sie schon im stall dranmachst, besteht ein höheres unfallrisiko für dein pferd, denn es kann sich nicht mit dem hals ausbalancieren, wenn es auf beton oÄ ausrutschen sollte.

Am besten gar nicht, und wenn du unerfahren bist bitte nicht einfach mal rumprobieren. Es gibt viele verschiedene Ausbindezügel, ich finde wenn überhaupt sollten solche Hilfsmittel nur von Leuten die Erfahrung im Umgang mit Pferden haben verwendet werden, denn so harmlos wie man immer denkt sind die Dinger gar nicht. Man kann bei einem Pferd viel kaputt machen wenn man Ausbindezügel falsch verwendet!

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