Wie konnte das Universum aus dem Nichts entstehen?

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14 Antworten

Diese Frage könnte man erst beantworten, wenn geklärt ist, ob vor dem Urknall tatsächlich nichts war.

Diese Behauptung, das Universum sei aus dem Nichts entstanden, stammt ursprünglich von Augustinus und der leitete daraus den Schluss ab, dass es einen Gott geben müsse, denn nur der haben die Macht, aus Nichts etwas zu schaffen. Bisher konnte aber niemand, der sich der Meinung Augustinus anschließt nachweisen, dass die Voraussetzung des Schlusses etwas mit der Realität zu tun hat.

Wie während des Urknalls Teilchen aus Energie entstanden sind, ist allerdings bekannt. Das geschah in einer Dissipativen Struktur, die die Hintergrundstrahlung hinterlassen hat.

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Kommentar von 1lk4s
22.02.2016, 10:05

Danke erstmal für die Antwort :)
Aber selbst wenn das Universum aus nachweislichen Teilchen besteht. Irgendwann muss ja mal das erste Teilchen entstanden sein. Es gab ja irgendwann mal einen Anfang von allem.

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Kommentar von Karl37
22.02.2016, 13:57

Aus dem "Nichts" ist nach unsere Vorstellung richtig, denn erst mit dem Urknall gab es Raum und Zeit. Vielleicht fehlt es an der notwendigen Vorstellungskraft einen anderen Raum und eine andere Zeit sich vorzustellen.

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Moin,

Das ist bis heute noch nicht so genau geklärt - es gibt aber viele Arbeiten von renommierten Physikern über dieses Thema.

Manche gehen davon aus, dass unser Universum kollabieren und zu einer Singularität werden wird und einen erneuten Urknall auslösen könnte - praktisch immer eine Wiederholung :)

Andere gehen davon aus, dass vor dem Urknall einfach nichts war - theoretisch gesehen ist die Bezeichnung "vor dem Urknall" sowieso unrichtig, da mit dem Urknall Raum und Zeit erst entstanden sind.

Wenn du dich wirklich für solche Themen interessierst, kann ich dir die Bücher von Stephen Hawking empfehlen (Universum in  der Nusschale,  ein kurze Geschichte der Zeit)

Als Einstieg (für einen groben Überblick) eignet sich auch das Buch "Eine kurze Geschichte von fast allem" von Bill Bryson - das ist unterhaltsam geschrieben und gibt einen groben Überblick... über alles :)

Lg

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Es ist nicht möglich Informationen zu erlangen, die Älter als unser Universum sind. Somit haben wir keine Vorstellung, was vor dem Urknall war. Das liegt daran, dass einfach alles, was wir beobachten erst mit dem Urknall entstanden ist. Die Wissenschaft stellt Theorien zu beobachteten Phänomenen auf, brauch also die Beobachtung als Grundlage.

Auch wenn es erst einmal komisch klingt: Es entstehen immer noch Teilchen aus dem Nichts. Grundlage hierfür bildet die Quantenfeldtheorie:

Die Quantenfeldtheorie betrachtet ein Vakuum nicht als völlig leer. Selbst im Grundzustand, dem niedrigstmöglichen Energieniveau,
ermöglicht die Heisenbergsche Unschärferelation die Bildung von
sogenannten „virtuellen Teilchen“ und Feldern. Virtuelle Teilchenpaare
sind Teilchen-Antiteilchen-Paare, die nur kurz bestehen und sich danach
wieder auslöschen. Die Vakuumenergie kann folglich Teilchen des
Standardmodells in diesem ansonsten leeren Raum entstehen lassen. Die
ständig erfolgende gegenseitige Auslöschung (Annihilation) der entstehenden Teilchenpaare verhindert eine globale Verletzung des geltenden Energieerhaltungssatzes.

Aus Wikipedia



Damit wollte ich nur einmal andeuten, dass man nicht mal eben so in tausend Zeichen möglich ist, so etwas großes zu erklären. Es gibt zu diesen Thema viele Dokumentationen und Bücher. Du wirst dich wohl  ziemlich tief in die Materie einarbeiten müssen, um eine grobe Vorstellung zu den Vorgängen zu bekommen. Empfehlen kann ich dir Alpha Centauri mit Prof. Harald Lesch. Er versucht komplexe Themen sehr einfach und unterhaltsam zu erklären.

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Da hast du dir was vorgenommen, alle möglichen Naturwissenschaftler, Philosophen, Theologen...kamen noch zu keiner Lösung, die irgendwie nachweisbar wäre!
Allein die Frage, "was war vor dem Urknall?" ist in sich unlogisch, wenn durch den Urknall "alles" entstanden sein soll - es gab "vorher" ja dann auch keine Zeit. Also auch kein "Vorher".
EInige Wissenschaftler vertreten die Meinung, dass es ein komplettes "Nichts" gar nicht geben könne, ja unmöglich sei. Zwar Quantenmechanisch begründbar, aber ist es tatsächlich so? Es gibt keinen Nachweis, wenn es denn überhaupt je einen geben wird bzw. überhaupt geben kann.
Ich empfehle dir ein Buch: "Ein Universum aus dem Nichts" von Lawrence M. Krauss. Danach bzw. schon während des Lesens werden allerdings weitere Fragen auftauchen, denen du wiederum nachgehen kannst. Vielelicht findest du irgendwann eine Lösung? Lass es mich dann wissen!

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Da zerbrechen sich die klügsten Geister ihre Köpfe darüber. Und du erwartest hier bei Gutefrage eine Antwort? Fang an, ein paar Bücher über Physik und Kosmologie zu lesen -- oder finde dich damit ab, dass es Dinge gibt, die keiner so recht weiß ....

Eine gängige Antwort war bis vor ein paar Jahren, dass, da Zeit und Materie und Raum beim Urknall erst entstanden sind, es weder ein Vorher noch einen Ort gegeben hat, an dem der Urknall stattgefunden hat. Der Urknall selber ist die Ursache von Zeit, Materie und Raum. Aber es gibt auch kluge Leute, die andere Dinge ins Spiel bringen, wie Multiversen etc. pp. Mach dich schlau....


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Hier herrscht ein gewaltiges Durcheinander bei den Begriffen.

Das "Nichts" ist für den Physiker eine Vakuumpolarisation, der normale Bürger versteht darunter tatsächlich etwas absolut Leeres. So zum Beispiel redet  der Physiker von dunkler Materie und dunkler Energie, da er sie weder messen noch sehen kann, sagt aber gleichzeitig das sei "Nichts". Nur aus quantenmechanischen Überlegungen wird auf die Existenz geschlossen.

Es ist eine der großen Rätzel der heutigen Wissenschaft auf deine Frage keine Antwort zu haben. Vielleicht haben aber nachfolgende Generationen die Antwort.

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Unendlichkeit ist etwas durchaus Mögliches:

Jeder von uns weiß - und akzeptiert - dass es zu jeder Zahl X eine noch kleinere Zahl gibt (z.B. X-1).

Warum also soll es so unmöglich sein, dass es zu jedem Ding X ein anderes Ding gab oder gibt, welches schon vor X existiert hat?

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Kommentar von grtgrt
25.02.2016, 12:15

Die gleiche Argumentation zeigt, dass es keinen ersten Zustand unserer Welt gegeben haben muss.

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Kommentar von grtgrt
25.02.2016, 12:20

Und warum soll es nicht zu jeder Welt X eine andere geben können, aus welcher sie geboren wurde?

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Kommentar von grtgrt
25.02.2016, 12:28

Warum also können wir uns nicht vorstellen, dass es vielleicht auch keine erste Ursache gab?

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Nichts kann aus dem Nichts entstehen. Es muss eine Quelle, Energie, Substanz, Kraft oder wie man es auch bezeichnen möchte vorhanden sein, um Leben oder auch tote Materie entstehen zu lassen. Es beweist zwar noch nicht die Existenz eines Schöpfers (oder Gottes), es widerlegt sie aber auch nicht.

Wie das Universum entstand, ist bisher nicht nachgewiesen. Es gibt viele Theorien und letztlich bleiben dann nur Vermutungen und der Glaube.

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Kommentar von CalicoSkies
24.02.2016, 00:16

Nichts kann aus dem Nichts entstehen.

Du würdest dich wundern - Quantenfluktuation ist hier das richtige Stichwort. Google mal nach "Casimir-Experiment" oder "Vakuumfluktuation"

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Hallo,
diese Frage ist bereits oft gefallen, kann aber selbst heute immer noch nicht einheitlich geklärt werden. Es gibt dazu verschiedene Beiträge verschiedener (renommierter) Wissenschaftler und Physiker 

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GLAUBEN ist nicht WISSEN! Der Fragesteller aber will was WISSEN! Das ist ein Unterschied. Gläubige glauben alles zu wissen, die Entstehung der Welt, was gut ist und was nicht, Leben nach dem Tode... alles. ABER: Es ist GLAUBEN, nicht WISSEN! Aber du hast dann Recht als Christ: "brauche mir meinen Kopf nicht zu zerbrechen" -!?! -  Gute Nacht und träum schön.

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Das Universum hat einfach einen Kredit aufgenommen. Wehe uns, wenn er fällig wird.

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Die Antwort ist: Wir wissen es nicht. Das weiß keiner auf dieser Welt. Es gibt einige Theorien dazu, aber beweisen kann man die natürlich nicht.

LG

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Aus dem NICHTS kann NICHTS entstehen. Der Urknall ist eine Erfindung der Atheisten. Da bin ich froh, dass ich Christ sein darf - ich brauche mir meinen Kopf nicht zu zerbrechen :-) Einfach nur glauben, was Gottes Wort dazu sagt ;-) und die Nächte werden deutlich ruhiger. lg

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Kommentar von Shiftclick
22.02.2016, 09:40

Wie schön!

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Kommentar von BBuBDB
22.02.2016, 09:48

Meine Nächte sind auch ziemlich ruhig 😉

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Kommentar von CalicoSkies
22.02.2016, 09:58

Aus dem NICHTS kann NICHTS entstehen.

Das ist falsch. Ein Beispiel: Durch sogenannte Quantenfluktuation entstehen ständig Teilchen und Antiteilchen, völlig aus dem nichts... mit messbaren Effekten.

Der Urknall ist eine Erfindung der Atheisten.

Das ist Schwachsinn, da wir sehr viele Beweise für die Urknalltheorie haben - das fängt bei der kosmischen Hintergrundstrahlung an und hört bei der schnellen, messbaren Expansion des Universums auf.

Die Urknalltheorie stammt sogar von einem christlichen Theologen - also gleich doppelt daneben.

Da bin ich froh, dass ich Christ sein darf - ich brauche mir meinen Kopf nicht zu zerbrechen :-) Einfach nur glauben, was Gottes Wort dazu sagt ;-) 

Da die Bibel keinerlei wissenschaftliche Antworten liefert, hilft das in keinster Weise weiter.

Wenn du lieber gar nicht nachdenken willst, dann bleibt aber tatsächlich nur der blinde Glaube an irgendein Dogma... jedoch vergeudet man damit seinen Intellekt, denn auf diese Art und Weise wird man niemals dazulernen oder Wissen erlangen ;) 

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Kommentar von Susanne88
22.02.2016, 10:22

GLAUBEN ist nicht WISSEN! Der Fragesteller aber will was WISSEN!

Das ist ein Unterschied. Gläubige glauben alles zu wissen: die Entstehung der Welt, was gut ist und was nicht, Leben nach dem Tode... alles.  ABER: Es ist GLAUBEN, nicht WISSEN! Aber du hast dann Recht als Christ: "brauche mir meinen Kopf nicht zu zerbrechen" -!?! -  Gute Nacht und träum schön.

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Kommentar von Trashtom
22.02.2016, 11:48

Aus dem NICHTS kann NICHTS entstehen.

Wiedermal wird die eigene Ignoranz bzw. mangelnde Vorstellungskraft als Argument angeführt.

Die 4 Zeilen sagen im Grunde rein gar nichts aus. 

Nächstes Mal könntest wenigstens ein nettes Rezept posten, dann hat man wenigstens irgendwas davon.

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Kommentar von Karl37
22.02.2016, 13:50

Hier bist du auf dem Holzweg, denn es war 1931 der Theologe Georges Lemaitre, der die Urknalltheorie entwickelte. Der Begriff big bang stammt allerdings von dem Atheisten Fred Hoyle, der damit den Lemaitre lächerlich machen wollte.

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Was war vor dem Urknall? Was tat Gott, bevor er die Welt erschuf?

Luther wusste die Antwort: Er sagte, Gott ging in den Wald, um dort ein paar Ruten abzuschneiden, damit er die Menschen, die solche Fragen stellen, verprügeln kann.

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Kommentar von MonkeyKing
22.02.2016, 12:32

Noch ein Grund, Luther nicht zu mögen.

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