Wie kann man so ein Solo machen, ist das Heavy-Metal?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Jeder gute Gitarrist hat bestimmte musikalische Elemente auswendig die er spontan abrufen kann - 

Diese einzelnen Blöcke werden dann live - spontan kombiniert...  meist mit offenem Akkord E ... und einem tollen Tremoloeffekt.. (geht aber auch musikalischer :-)....

Vieles was der Kirk hier bietet ist nicht besonders gut nach heutigen Massstäben...  Aber trotzdem braucht es ein paar Jahre bis man sowas kann...

Wenn du genau hinhörsts spielt er oft das gleiche Melodieteil über ein zwei Taktschläge mit 16tel oder 32tel... und schiebt das ganze dann einfach rauf und runter auf dem Gitarrenhals..  Es sind also schon immer Strukturen und gewollte Noten...

1. Es ist relativ egal wann du anfängst, es braucht nur eine gewisse Zeit.

2. Weder noch, das ist Thrash Metal.

3. Natürlich ist es ein Solo oder hörst du noch jemand anderen da spielen?

4. Nein, da wurden nicht nur "irgendwelche" Seiten gespielt. Wenn der Kirk einfach ganz zufällig irgendwelche Noten spielen würde, würde es doch schrecklich klingen. 

5. Nein, es ist nicht geschrieben, er spielt es auswendig. So läuft das eigentlich fast immer bei Konzerten.

Naja die Jungs von Metallica haben das schon drauf :) vielen Dank für deine Antwort, jetzt bleibt noch zu klären, er spielt es auswendig einfach so, wie es ihn in den Sinn kommt? Oder hat er sich vor dem Konzert irgendwie geübt, das solo und aufgeschrieben?

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@Mandrax89

Das weiß ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es spontan von statten ging, er hatte ja auch kleine Pausen zwischendrin. 

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@dermitdemhund23

Das ist improvisiert. Du lernst ein Haufen Schemen wie Noten auf der Gitarre nennen und spielst dann diese Strukturen ab.

Übrigens nennt sich das nicht Solo (ein Solo kommt innerhalb eines Lieds vor), sondern ist das bekannte Shredding.

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@Mandrax89

Also auswendig gelernt hat Kirk irgendwann die ganzen Tonleitern, die er da spielt. Und die hat er *gründlich* gelernt, so dass er sie verdammt schnell spielen kann. 

In der Geschwindigkeit kann man nicht mehr über jeden einzelnen Ton nachdenken. Wenn man Tonleitern lang genug übt "wissen" die Finger irgendwann einfach von alleine, wo sie hingehören.

Was er jetzt macht ist einfach entscheiden im Stile von "Jetzt spiel ich die melodisch-Moll-Tonleiter in E über drei Oktaven nach oben, dann mach ich ein passendes Bending, dann spiel ich die D-phrygisch-Tonleiter zwei Oktaven nach unten usw."

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@Vando

PS: *liegen und nicht nennen.

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Das sind einfach irgendwelche Übungselemente, die man im Laufe seines Lebens mal auf dem ganzen Griffbrett geübt hat und die man dann nach Belieben zusammenfügt.

Größtenteils nudelt der doch einfach nur irgendwelche Skalen hoch und runter. Die hat man als jugendlicher Gitarrist meistens beim Fernsehkucken stundenlang vor sich hingespielt.

Das gleiche Solo mit halber Geschwindigkeit gespielt würde niemanden beeindrucken, weil das bis auf Speed doch letztendlich wenig musikalische Substanz hat.

ich hab mal vor über 20 Jahren in einer Metal-Band gespielt und unser Gitarrist war da auch schon ziemlich nahe dran.

Der spielt das aus dem Bauch heraus.

Der Typ hat mit 14 Jahren angefangen und mit seiner Klampfe quasi geschlafen, der hat dafür gelebt.

Wenn du ein gewisses Talent mit bringst und jeden Tag ein paar Stunden übst könnte das funktionieren.

Aber wie schon gesagt , so was lernt man nicht, so was lebt man!

Eindeutig Metal. Du kannst auch locker mit 18 Anfangen, aber darum geht es nicht. Es ist nicht schwierig so eine Fingerfertigkeit sich zu erlernen. Die eigentliche Schwierigkeit besteht eher darin, überhaupt solche Musik zu schreiben. Deswegen sind die besten Gitarristen nicht einfach nur die, die am schnellsten und krassesten spielen können.

Das ist nicht geschrieben, wie man klassisches Songwriting versteht. Das ist ein Auswendigüben von Noten und diet dann möglichst gut, möglichst schnell und möglichst fehlerfrei runterspielen.

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@Vando

"Geschrieben" in dem Sinne, dass man sich Gedanken macht und diese Gedanken dann festhält. Egal ob auf Papier oder im Kopf. 

"Deswegen sind die besten Gitarristen nicht einfach nur die, die am schnellsten und krassesten spielen können."

Man ist gut, wenn man gute Stücke schreibt und nicht wenn man "Noten Auswendig übt". Darauf war nämlich das "schreiben" bezogen.

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