Wie kann man die Bundeswehr für Jugendliche attraktiv machen?
Warum wäre dir das wichtig?
weil wir einen Fleischschild brauchen und die Ukraine braucht auch Soldaten... ich meine unsere Hilfe
15 Antworten
Die Bundeswehr muss nicht für junge Leute attraktiver werden, sondern für erfahrene.
Für Junge Leute wird bereits viel geboten. Gute einstiegsgehälter auch für ungelernte und wenig Verantwortung, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Zugang zu beliebten Studiengängen auch mit nicht passendem NC etc. Das viel größere Problem ist, dass die Bundeswehr für Spezialisten nicht attraktiv genug ist und man da massiv Stellen offen hat.
Die Bundeswehr entlohnt aber viel zu wenig Verantwortung und Berufserfahrung, Berufserfahrene haben oftmals aufgrund des Alters nicht mehr die Möglichkeit Berufssoldat zu werden und auch beim Thema Vereinbarkeit von Famimie und Beruf gibt es Nachbesserungspotential
Wichtige Punkte wären sicher eine moderne Ausstattung, bessere Karrierechancen und klare Perspektiven nach der Dienstzeit. Viele Jugendliche wünschen sich heute nicht nur Disziplin und Abenteuer, sondern auch Sicherheit im Job, Weiterbildungsmöglichkeiten und Vereinbarkeit mit dem Privatleben. Auch ein ehrlicher Umgang mit den Risiken und mehr Transparenz würden die Attraktivität steigern, weil junge Leute Authentizität erwarten.
bessere Karrierechancen und klare Perspektiven nach der Dienstzeit. Viele Jugendliche wünschen sich heute nicht nur Disziplin und Abenteuer, sondern auch Sicherheit im Job
Das liegt aber zu großen Teilen auch an einem selbst. Die Bundeswehr bildet aus, bietet Studiengänge an und hat mit dem BFD ein wirklich gutes Programm, wenn man ausscheidet. (Geförderte weitere Qualifikation, Kostenübernahme und je nach Verpflichtungszeit z.b. auch schnell mal 5 Jahre weiter ein Großteil des Gehalts). Wenn man Angebote nicht wahrnimmt, nur schlechte Bewertungen sammelt etc. Sieht’s natürlich schwieriger aus. Aber wenn man da hinterher ist, bekommt man was das angeht viel geboten. In nachgefragten Verwendungen wie der IT stehen die Chancen auf einen Berufssoldatenstatus auch nicht schlecht, wenn auch zeigt, dass man was drauf hat.
Bei mehr Transparenz stimme ich dir vollkommen zu, wobei wenn man sich hier die Panikmache vieler Jugendlicher anschaut, bin ich mir da mittlerweile nicht mehr zu sicher.
Indem man sie in erster Linie ausschließlich für die Landesverteidigung einsetzt und nicht für Auslandseinsätze, das kommt nämlich Angriffskriegen gleich und sowas ist bei uns damals nicht gut ausgegangen.
Also nach der Logik sollte man abwarten, bis die Bedrohung sich schön aufmunitioniert hat und vor der Tür steht?
Nach der Logik gehst du auch erst zum Zahnarzt wenn es wehtut.
Du schaffst mit der Einstellung viel mehr Schaden und Leid.
Definitiv nicht mit dem Slogan „Call of Duty in real life“ 😂
aber ich denke Aufklärung wäre ein guter Start, darauf hinweisen, dass wenn man jetzt mehr Leute der Bundeswehr beitreten ein Krieg unwahrscheinlicher wird da man mehr Kampfkraft aufbringen könnte
die Vorteile aber auch die Nachteile aufzeigen, junge Erwachsene/Teenager wollen nicht besserwisserisch belehrt werden, es sollte auf Augenhöhe kommuniziert werden
zudem sollte die Bundeswehr mehr ihre bildungsmöglichkeiten präsentieren, ich als Gymnasiast habe in einer bubble gelebt da bei uns in der Schule das Thema Ausbildung nie zu Wort kam und war sehr verblüfft wieviel die Bundeswehr eigentlich anbietet auch im civil Dienst
edit:
und größere Panzer wären Nice, ich mit meinen 195 darf keinen Panzer fahren :,l
Den Grundwehrdienst im Feld und an der Waffe an sich kann man auch heutzutage nicht attraktiver als damals zu Zeiten des kalten Krieges im noch geteilten Deutschland machen. Wir sprechen hier zum modernen Bedarf halt nicht nur von kurzfristigen Rekruten für die Leistung der Grundausbildung und einer Erstspezialisierung, sondern modern von längerfristig dienenden Soldaten auf Zeit.
Die aktuelle BW braucht heutzutage kein potenzielles Millionenheer aus grundausgebildeten Reservisten, sondern halt einen gegenüber früher erheblich verstärkten Kern aus Berufssoldaten auch mit Felderfahrung und Willen, notfalls auch aktiv für einen Bündnisfall auch bei den Bündnispartern Stellung zu beziehen.
Von daher glaube ich im Rahmen einer reinen Freiwilligenarmee eher auch heute nicht an eine stabile Erfüllung der geforderten Kerntruppenstärke erfahrener Soldaten für die neuen Herausforderungen.
Und vorallem darauf hinweisen, dass ein beitritt der Bundeswehr nicht unbedingt bedeutet dass man sofort nach Afghanistan geflogen wird um dort mit Waffen zu kämpfen, das ist die Angst vieler. Bundeswehr = Krieg, das stimmt aber nicht.