Hallo,
ich (17, weiblich) bin vor einigen Monaten von einer Großstadt in ein kleines Dorf in einem anderen Bundesland gezogen. Seitdem fällt es mir sehr schwer, mich hier einzuleben. Alles ist sehr anders als vorher: kaum Geschäfte, schlechte Busanbindung, wenig Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, besonders im Winter.
Ich gehe auf ein Gymnasium und mache Abitur. Die Schule ist hier deutlich anspruchsvoller und auch sozial ist es für mich schwierig. In meinem Alter noch neue Freunde zu finden, fällt mir schwer. In den Pausen sitze ich zwar bei einer Gruppe, aber ich habe nicht das Gefühl, richtig dazuzugehören. Ich bin eher schüchtern, obwohl ich eigentlich gern mehr Kontakt hätte. Eine Freundin habe ich gefunden, aber sie hat schon ihren festen Freundeskreis.
Ich bin nicht komplett introvertiert, ich bin gern auch mal allein, rede in der schule aber nicht viel, wünsche mir aber am Wochenende oder in der Freizeit etwas mit anderen zu unternehmen. Ich bin privat auch viel offener und früher war ich viel mit Freunden unterwegs, jetzt weiß ich oft nicht, was ich machen soll. Das macht mich auf Dauer sehr unglücklich und führt auch öfter zu Streit mit meinen Eltern. Sie sind hier deutlich glücklicher, aber verstehen einfach nicht das ich hier sehr einsam bin.
Langfristig möchte ich nach dem Abitur in zwei Jahren ausziehen und studieren, aber bis dahin weiß ich nicht, wie ich mit der Situation besser umgehen kann.
Hat jemand Tipps, wie man in so einer Umgebung Anschluss findet oder besser mit so einer Umstellung klarkommt?
Danke fürs Lesen.