Wie habt ihr euer Studium gefunden?

7 Antworten

Eine solche Entscheidung hat viele Aspekte, versuche Dir ersteinmal klar zu werden was Du im Leben willst und vor allem auch was nicht.

Wie stellst Du Dir Deinen beruflichen Alltag vor? Willst Du in einem Büro arbeiten, in einer Werkstadt, im Labor, im Freien? Willst Du viel reisen oder nicht? Ist es Dir wichtig einen (möglichst) sicheren Job mit einem guten Einkommen zu haben, oder würdest Du auch einen schlechterbezahlten Job in Kauf nehmen und dafür ein eher abseitiges Fach studieren? Möchtest Du viel mit Menschen zu tun haben? Magst Du die Arbeit am PC? Denkst Du Dich gerne tief in eine Thematik rein und kniffelst daran rum? Willst Du lieber Angestellter sein, oder kannst Du Dir (langfristig) Selbstständigkeit vorstellen? Willst Du einen Job der gut mit Familie zu vereinbaren ist, oder ist das egal? Wie schnell möchtest Du Geld verdienen? Willst Du lieber praktisch arbeiten, oder theoretisch. Möchtest Du mit Kunden zu tun haben?

Ich selbst habe ein Studienfach gewählt, das nicht unbedingt die Garantie für gutes Einkommen ist. Das bedeutet einerseits, dass man sich mehr anstrengen muss (Exotenfach und schlechte Noten sind einfach nicht optimal) und andererseits, dass man länger nach einem Job suchen muss und ich nie an das Einkommen z.B. eines Ingenieurs herankommen werde. Natürlich kann man aus jedem Abschluss mit Engagement und Einsatz etwas machen, aber man muss sich auch der potentiellen Nachteile bewusst sein.

Dann kann ich Dir nur empfehlen Dir potentielle Studienfächer genau anzuschauen, nicht immer beinhalten sie tatsächlich das was Du erwartest. Wenn Du Informatik studierst, dann hat das erstmal mehr mit Mathematik zu tun als mit Computern. Wenn Du Soziologie studierst, musst Du eben auch komplizierte Texte früherer Soziologen lesen. Oft kommt dann eine Ausbildung dem was Du eigentlich machen willst näher als ein Studium.

Ich habe mein Studium zunächst als fachliche Weiterführung meiner Ausbildung gesehen. Sprich ich habe Ausbildung zum Fluggerätmechaniker, also dachte ich geh ich mal in den Studiengang Luft- und Raumfahrt an der TU München.

Ehrlich gesagt hat mir das Studium nie besonders viel Spass gemacht. Nun ja bin trotzdem dran geblieben. Habe aber ab dem 5. Semester die Richtung gewechselt Richtung allgemeiner Maschinenbau.

Habe dann Vorlesungen angehört die mich interessiert haben und die ich als fachliche Vertierung meiner bisherigen Fächer angesehen habe.

Letztlich habe ich mir dann immer Studien und Abschlussarbeiten gesucht, die mit Simulation und Numerischer Mathematik und Mechanik zu tun haben.

Etwas das

  • einem gefällt
  • Spass macht
  • den eigenen Interessen und
  • den eigenen Stärken entspricht

 

ist denke ich sehr schwer zu finden, immerhin muss das Studium dann alle 4 Bedingungen gleichzeitig erfüllen.

Zudem Interessen kommen und gehen. Von den eigenen Stärken hat man meist nur eine sehr waage Ahnung. Zum großen Teil ist das Studium keine Spassveranstaltung. Dafür wurde es nie konzipiert.

Und was einem gefällt ist meist reine Willkür und kann sich von heut auf morgen ändern.

Letztlich denke ich, dass man immer das falsche Studium auswählt. Irgendwas passt immer nicht und andere Alternativen machen dies und jenes besser. Und zum Trost redet man sich ein, dass es doch den eigenen Vorstellungen entspricht.

Hm also mir hat in der Schule eben Bio und generell Naturwissenschaftliches Spaß gemacht. Also hab ich halt in den Bereichen was gesucht. Für mich hat sich dann Biotechnologie gut angehört und da hab ich mich dann eingeschrieben und sitz in diesem Moment in einer Mikrobio Vorlesung und schreib diese Antwort anstatt aufzupassen, was ich jetzt wieder tum werde. Nutz das Jahr sinnvoll, geh in dich und denk drüber nach und schau dich gut um. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen jeder findet anders sein Studium. Einigen ist es sofort klar andere brauchen ein paar Anläufe bis sie das Richtige finden.

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