Wie haben Menschen früher ohne Sehhilfe gelebt?

7 Antworten

Sie haben eben schlecht gesehen. ;-) Wer als junger Mann kurzsichtig war, wurde eben kein Armbrustschütze...

Lesesteine (heute Lupen) und ähnliches gab es zwar vor langer Zeit auch schon, die konnten sich aber nur die Reichen leisten. Nachdem aber nur sehr wenig Menschen überhaupt lesen konnten, war das nicht soo ein Nachteil im Alltag. Man wußte, daß im Alter die Augen nachlassen und daß es Menschen gibt, die gut sehen und solche, die schlechter sehen. In einer Zeit, in der es weder Maschinen noch Straßenverkehr im heutigen Sinn gab, war es auch nicht so essentiell, über gute Augen zu verfügen. Es gab keine Schulen - zumindest nicht für die "Normalverbraucher", wo es aufgefallen wäre, daß ein Schüler die Dinge an der Tafel nicht erkennen kann. Es stimmt auch nicht, daß alle Menschen früh gestorben wären. Die Statistik sagt zwar, daß es im ausgehenden Mittelalter eine Lebenserwartung von um die 40 Jahren gab, diese Zahl kommt aber durch eine sehr hohe Säuglingssterblichkeit zustande (man rechnet ja den Durchschnitt aus). Es gab viele alte Menschen mit grauem oder grünem Star, die dann so gut wie blind waren und von ihren Familien versorgt werden mußten oder auf öffentliche Einrichtungen wie Hospize angewiesen waren. Die mittelalterlichen Städte waren von blinden Bettlern stark frequentiert. Man "sticht" zwar den grauen Star schon seit der Antike, aber eine solche Operation mußte man sich auch leisten können und sie brachte nicht das Ergebnis, das wir heute haben, denn die Kunstlinse war noch nicht erfunden. Gruß, q.

Das Wort "Brille" kommt von "berylle", zurechtgeschliffener Sehstein.

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Früher spielte Lesen ja praktisch keine Rolle im Alltag.
Und Berufe, bei denen gutes Sehen wichtig ist, gab es auch kaum.

Naja, dass Sehen nicht so wichtig war, glaube ich ja eher nicht. Da braucht man nicht mal in Berufe gehen, allein, was im Haushalt anfiel, also sämtliche Flick- und Handarbeiten, konnten nur mit guten Augen erledigt werden. Und wenn man bedenkt, welche Lichtverhältnisse abends und nachts damals geherrscht haben... Es wird zu sehr vielen Unfällen gekommen sein.

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@Dummie42

Flick- und Handarbeiten gehen, zumindest zum teil, auch mit schlechtem Sehvermögen, sofern der Tastsinn erhalten ist, und jahrelange Erfahrung besteht. Zumal es meist nicht wie heute auf die letzten Feinheiten ankam (und die Stoffe gröber waren).

Auch die Unfallhäufigkeit sollte eher geringer als heute gewesen sein, schlicht, weil es im normalen Bauernhaushalt wohl weniger unfallträchtige Situationen gab, als heute etwa in der Stadt. Zumal nicht alles hektisch und in schnellstmöglicher Zeit erledigt werden musste, wenigstens nicht von den alten, sehbehinderten Menschen.

Und -ebenfalls anders als heute- gab es meist mehrere Generationen in einem Haushalt, so dass es eine Arbeitsteilung gab, die heute nur noch selten stattfindet.

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Hi,

man merkt eigentlich selber garnicht wenn man schlecht sieht, es sei denn man wird blind, aber wenn man eine normale Sehschwäche hat, wird es meistens durch Zufall festgestellt und so haben die Menschen früher es auch nicht bemerkt und wenn, dann konnte man halt nichts machen weil es nichts gab.

hab hier einen Link für Dich

http://www.optiker.at/archiv/brillengeschichte/brilleng.htm

Na ja S. : Ich habe sehr wohl selber bemerkt, wie ich allmählich schlechter gesehen habe, als meine Arme nicht mehr lang genung waren um z,B. meine Zeitung zu lesen. Dann musste wohl oder übel eine Brille her. Diese Antwort glaube ich Dir nicht !! L.G.D

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@Tigerkater

Bei mir.. ich habs auch nicht gemerkt. Ich hab irgendwann in der 2ten halt auch aus der ersten Reihe nichts mehr lesen können... Dann hab ich immenoch behauptet dass ich gut seh und so super durchs Leben komm und dass das doch kein Grund zur Aufregung wäre etc... Dann beim Augenarzt: fast -2 Diuptrin.

Also man merkt es wirklich nicht so schnell. Du schiebst alles auf deine anderen Fähigkeiten

:zB: Du kannst den Ball nicht fangen --> Zu langsam, ist halt nicht meins

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Früher haben die Menschen hart und körperlich schwer gearbeitet, mussten in Kriege ziehen. Sie starben dadurch eher, hatten also keine Zeit für Altersschwächen.

Früher hatten die Menschen auch kein Computer, Handy, Tablets, Smartphone was die Augen vorzeitig schädigte.

Ich denke die Menschen waren früher "härter im nehmen". Du kannst nicht etwas vermissen, was du nicht kennst, also Brillen oderKopfwehpillen. Wer nicht mehr gut sehen konnte, hat sich damit arrangiert.

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