Wie führt man diese Stunts beim Autofahren aus?

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7 Antworten

Bei der "Schleuderwende" (eng. J-turn) Finger weg von der Handbremse, die kommt dabei gar nicht ins Spiel.

http://www.drivingfast.net/techniques/j-turn.htm

Sobald man im Rückwärtsgang auf Geschwindigkeit ist, muss man schlagartig vom Gas gehen und ganz kurz danach das Lenkrad eine ¾ Umdrehung einschlagen.

Als nächstes, sobald die Front rumkommt, müsste man im Grunde gleichzeitig auskuppeln, voll bremsen (Fußbremse) und währenddessen aus dem Rückwärtsgang in den ersten Gang wechseln. Klassischerweise würden dadurch die Vorderräder blockieren und ganz rumrutschen. Währenddessen schon wieder gegenlenken, so dass die Räder rechtzeitig wieder geradeaus stehen, wenn man durch die ganzen 180° rotiert ist.

Dummerweise haben heute fast alle Autos ABS, so dass das nicht in dieser Weise funktioniert. Man kriegt den ersten Gang nicht so gut rein, während die Räder (wegen des ABS) noch rollen. Man kann versuchen, sich zu behelfen, indem man doppelt kuppelt und kurz in den Leerlauf geht.

Diese Bewegungsabläufe sollte man vorher separat bis zur Vergasung im Stand trainieren (ohne 'richtig' zu lenken, nur am Kranz rutschen).

Bevor man damit auch nur anfängt, sollte man in einem Sicherheitstraining sicherstellen, dass man die Grundlagen des ganz normalen Autofahrens in Theorie und Praxis wie im Schlaf beherrscht (was sich fast alle Autofahrer leider nur einbilden). Angefangen von Sitzposition und Lenktechnik.

Man kann sich aus so einen lustigen Trecker-Knopf ans Lenkrad machen:

Man beachte, wie sich der Schlaumeier extra ein billiges, altes Auto ohne ABS ausgesucht hat.

Für die maximale Beschleunigung gilt es,

1) ideal anzufahren, will sagen Kupplung schleifen lassen und so viel Leistung aufbringen, dass die Räder gerade erst so eben ansatzweise durchzudrehen beginnen. Quasi "ABS andersrum". An diesem "Punkt" bauen die Reifen die maximale Traktion auf. (Ist natürlich nicht so dolle für die Kupplung.)

2) ideal zu schalten, will sagen wenn im nächsten Gang das maximale Drehmoment anliegt, oder aber mehr als im aktuellen Gang. Und zwar wird dabei konkret sogar die Zugḱraft betrachtet, also gewissermaßen das Drehmoment, das nach dem Getriebe anliegt.

Um letzteres genau hinzukriegen, muss man zumindest die Drehmomentkurve des eigenen Motors kennen, idealerweise durch eine Leistungsmessung des konkreten Fahrzeugs, und die Übersetzungen der einzelnen Gänge, und sich das alles schön durchrechnen. Oder halt direkt das Zugkraftdiagramm mit den Kurven der einzelnen Gänge. Und der Drehzahlmesser muss hinreichend genau gehen.

Ausführlich:

http://www.e31.net/torque.html

Hallo

derartige Techniken (Schleuderwende, Fluchtbeschleunigung, Punktbremsen) kann man auf "Intensivschulungen" für Polizei und Sicherheitspersonal erlernen (Kurse kosten ab 1000€) oder bei Stuntdriverkursen.

Audi, BMW, Jaguar, Porsche,  Daimler Benz, Trasco, Rolls Royce,,, bieten die Basis-Kurse auf Eisstrecken und/oder mit umgebauten Autos an ( Hecktriebaudis oder Autos mit Bockrollen und Stützrädern). Muss heutzutage jeder VIP Chauffeur oder Fahrer von Personenschutzmobilen machen und bei gepanzerten Autos auf den aktuellen Baumustern.

Im Prinzip ist die Technik ganz "simpel" man braucht nur eine geeignete Schrottkarre (ohne Elektronikhelfer und auf schmallen Reifen) um darin so lange zu üben bis man es einigermassen beherrscht.

Einfach mal denn lokalen MSC oder ADAC Sportwart kontakten welche Schulungen lokal verfügbar sind. Meist gibt es eine nasse Schleuderplatte womit man mit dem eigenem Fahrzeug üben kann und maximal einen Satz Reifen riskiert.

Auch bei denn "Sicherheitstraining" für Fahranfänger wird Punktbremsen und Schleudern abfangen oft abgearbeitet. Gasgeben muss man denn meisten nicht beibringen das ist auch eine simple Technik, Bremsen, lenken und korrekt Sitzen ist erst mal zu erlernen bevor man ins schleudern oder driften kommt.

Es gibt dann noch "Naturtalente" die das quasi sofort können sind auch meist Motorsportler oder waren zuvor mit Karts unterwegs
.

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