wie entsteht schwerelosigkeit?

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7 Antworten

Die Antwort von AlphaundOmega hier ist zumindest grob irreführend:

bei einer Höhe von ca. 40.000 Km fällt er nicht mehr zurück, da die Anziehungskräfte auf ihn und seine Rakete nicht mehr wirken , womit sie aus dem Gravitationsraum der Erde sind ... 

Das Gravitationsfeld eines Körpers hat keine Grenze, jenseits der "die Schwerelosigkeit einsetzt". Die Gravitationskraft nimmt lediglich mit dem Quadrat der Entfernung ab. Wenn die bei 40_000 km aufhören würde, dann würde der 380_000 km entfernte Mond nicht um die Erde kreisen, und die Erde würde nicht um die 150_000_000 km entfernte Sonne kreisen.

Schwerelosigkeit hat überhaupt nichts zu tun mit den Entfernungen zu irgendwelchen Himmelskörpern oder anderen Körpern, denn solche Körper existieren immer und überall zu Millionen in unterschiedlichen Entfernungen, und alle deren Schwerefelder wirken auf jeden Körper, auch wenn das natürlich nicht im Einzelfall nachweisbar oder gar messbar ist.

Schwerelosigkeit ist ein dynamischer Zustand, und zwar der Zustand des freien Falls. Der Name "Schwerelosigkeit" ist irreführend, weil ja die Schwere eines Körpers nicht verschwindet, es verschwindet nur sein Gewicht, und deshalb sollte es eigentlich "Gewichtslosigkeit" heißen.

Gewicht ist die Kraft, die ein Körper aufgrund der Gravitation auf seine Unterlage ausübt. Beim freien Fall ist keine Unterlage da, der Körper ist deshalb gewichtslos.

Im Weltraum ist der freie Fall der Normalzustand bei einer antriebslosen Rakete oder einem antriebslosen Raumschiff. Während des Antriebs erfährt der Astronaut eine Beschleunigung, er wird dabei an die rückwärtige Wand des Raumschiffes gedrückt. Nach Brennschluss des Antriebs fällt er frei durch den Raum. Und diesen Zustand, in dem kein anderer Körper auf den eigenen Körper drückt, nennen wir Schwerelosigkeit.

Dass die Erdsatelliten samt Astronauten nicht auf die Erde fallen, hat nichts mit der Entfernung zu tun, sondern mit der Geschwindigkeit des Satelliten auf der Bahn um die Erde. Dadurch wird der Satellit durch die Fliehkraft nach außen gedrückt, genauso wie der Mond auf seiner Bahn um die Erde oder die Planeten auf ihrer Bahn um die Sonne.

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Kommentar von AlphaundOmega
05.02.2017, 09:28

Deine Theorie in Ehren , aber daraus wird nichts....

"Dass die Erdsatelliten samt Astronauten nicht auf die Erde fallen, hat nichts mit der Entfernung zu tun, sondern mit der Geschwindigkeit des Satelliten auf der Bahn um die Erde. Dadurch wird der Satellit durch die Fliehkraft nach außen gedrückt"

Beispiel ; Nehmen wir ein Flugzeug  und das fliegt jetzt in einer am Limit entsprechenden Höhe und sogar mit der Geschwindigkeit das es auch ohne Flügel oben bleiben würde... Es umrundet die Erde also nur ,...doch die Passagiere wären nicht schwerelos , sondern würden in ihre Sitze gepresst werden , genauso wie der Astronaut beim Start in der Rakete...und wäre die Fliehkraft größer als die Anziehung,  würde sich das Flugzeug oder Satellit verabschieden...


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Also wenn so ein Astronaut in die Rakete steigt wiegt er etwa 80kg... Um so höher er mit der Rakete kommt desto leichter würde er wiegen ....bei einer Höhe von ca. 40.000 Km fällt er nicht mehr zurück, da die Anziehungskräfte auf ihn und seine Rakete nicht mehr wirken , womit sie aus dem Gravitationsraum der Erde sind ...

Die Erde ist eine Masse mit einer bestimmten Dichte im Kern und einem bestimmten Gewicht , deshalb wiegt der Astronaut sagen wir mal 80kg. Auf einem anderen Planeten , der vllt. viel kleiner ist aber eine viel größere Masse hat, die aber viel viel dichter ist( also komprimiert ) oder zusammengequetscht im Kern , kann die Anziehungkraft sogar höher sein und der Astronaut wiegt dann dort eine ganze Tonne...Er würde also keinen Spaziergang dort machen können ;)

Auch die Rakete würde nun nicht mehr bei 40.000km Entfernung schwerelos oben bleiben, sondern auf diesen Planeten zurasen oder fallen... Doch bei einer Fallgeschwindigkeit haben wir den gleichen Effekt der Schwerelosigkeit , weil sich der Körper in diesen Moment in keinem Bezug zu einer Gravitation Schwere befindet...Es ist dann fast so, als hätte man kein Gewicht und keine Masse mehr..


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Kommentar von angeliqur
02.02.2017, 18:04

das hat mir sehr geholfen, vielen dank!

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Das Raumschiff muss ja die Erde mit hoher Geschwindigkeit umkreisen um nicht auf die Erde zu stürzen (1. kosmische Geschwindigkeit) wegen deren Anziehungskraft (Gravitation). Durch diese Geschwindigkeit entsteht Fliehkraft und diese gleicht quasi die Gravitation der Erde aus und damit entsteht die Schwerelosigkeit und der Astronaut schwebt und das Raumschiff stürzt nicht auf die Erde.


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Dadurch ,dass sich die Astronauten ständig "im freien Fall um die Erde" befinden.

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Kommentar von angeliqur
02.02.2017, 17:19

So etwas in die richtung habe ich auch gelesen bin aber zu dumm um mir das zu erklären, wie kann man denn im ständigen freien fall sein wenn man doch eigentlich gar nicht fällt? und wenn das raumschiff fallen würde, würde man doch irgendwann auf die erde "prallen".....? könntest du dieses "im freien fall um die erde" vielleicht genauer erläutern, wäre dir sehr dankbar

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Kommentar von angeliqur
02.02.2017, 18:03

jetzt hab ichs verstanden, vielen dank!!

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Schwerkraft entsteht, wenn ein Körper daran gehindert wird, frei zu fallen.

Schwerelosigkeit herrscht dort, wo eine solche "Behinderung" nicht wirkt.

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durch fehlen der schwerkraft

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Schwerelosigkeit entsteht nicht, sie ist.
Schwere "entsteht" durch Beschleunigung.

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Kommentar von Kaenguruh
02.02.2017, 17:49

Das ist so, denke ich, nicht ganz richtig, denn ein Körper, der sich im freien Fall befindet, also beschleunigt, ist schwerelos.

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