Wenn im Weltall doch Vakuum herrscht, wo schiebt sich dann ein Raumschiff ab?

12 Antworten

Nimm einmal den Duschschlauch in die Hand und fühle den Rückstoß, anschließend hältst du den Duschkopf unter Wasser (Eimer), du wirst bemerken, dass der Rückstoß viel geringer wird. Der Rückstoß und somit die Vorwärtsbewegung eines Raketentriebwerkes kommt nicht dadurch zustande dass sich die austretenden Gase irgendwo hinten abstoßen sondern das der entstehende Druck nach allen Seiten wirkt, nach hinten kann er sich abbauen, nach vorne wirkt er auf die Vorderseite und bewegt diese nach vorne. Da die Rakete bzw das Raumschiff keinen Luftwiderstand zu überwinden hat, analog der Duschkopf keinen Wasserwiderstand, ist der Antrieb außerhalb der Lufthülle sogar effektiver.

Das Raumschiff stößt sich an den Gasen ab, die es selbst aus dem Triebwerk ausstößt (siehe Wiki Rückstoßprinzip), wie bei einem Düsenflugzeug. Letzteres kann allerdings seinen Sauerstoff zur Verbrennung aus der Umgebung ansaugen. Das Raumschiff muss seinen Sauerstoff dagegen mitführen. Darin liegt der Unterschied zwischen Raketentriebwerk und Düsentriebwerk. Das Rückstoßprinzip kannst Du demnächst auf einer Eisfläche ausprobieren: Wenn Du da eine Kugel nach vorne wirfst, wirst Du nach hinten weg geschoben.

Diese Antwort ist eine gelungene Verbindung zwischen den Besonderheiten der Rakete, dem allgemeinen physikalischen Prinzip der Impulserhaltung und einem leicht nachzuvollziehenden Experiment auf dem Eis.

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Raketen funktionieren nicht im Weltraum, nur in der Atmosphäre. Die auszustossende Masse einer Rakete ist viel zu klein um in einem Vakuum voran zu kommen und zu manövrieren. Eine Rakete funktioniert durch das Rückstossprinzip. Die Behauptung das durch einen Druckaufbau einer Brennkammer eine Rakete nach vorne gedrückt wird ist eine Lüge. Der Druck in einer Druckkammer drückt in alle Richtungen gleich stark. Sobald man den Druck in ein Vakuum hinaus lässt, vermindert man nur den Innendruck der Druckkammer. Der Flüssigtreibstoff wirt verbrannt und in einen gasförmigen Agregatszustand umgewandelt. Gas hat zu wenig Masse um in einem Vakuum eine Rakete oder Raumschiff in bewegung zu setzen. Wenn man z. B. Ein Raumschiff mit einem Gewicht von 100 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h in 10 minuten erreichen möchte, benötigt man eine zusätzliche Masse die mindestens 100 Tonnen schwer ist, um das Raumschiff daran abzustossen. Durch den Rückstoß einer Rakete braucht es immer ein Gegengewicht. In der Atmosphäre ist es die Luft und den Atmosphärendruck. Im Wasser ist er das Wasser und den Wasserdruck. Um Weltraum gibt es keinen Druck, auch keinen Widerstand, deshalb funktionieren im Weltraum keine Raketen. Und Ionen schon garnicht. Um sich im Weltraum fort zu bewegen, benötigt man andere Fortbewegungsmaschinen. 

@Spacetec:

Entschuldige bitte (trotz deines Pseudonyms), aber:  wenn du mit deinen Aussagen richtig lägest, wäre es nicht möglich gewesen, Raketen und Sonden von der Erde z.B. zum Mond, und vor allem nicht wieder zurück zur Erde zu bringen. Eine Rakete ist für ihren Antrieb (solange sie den nötigen Brennstoff mitführt) keineswegs auf umgebende atmosphärische Luft (um darauf den "Rückstoß abzustützen") angewiesen. Zwar ist es wohl so, dass etwa die Apollo-Mondraketen den allergrößten Teil ihrer Schubarbeit noch innerhalb der irdischen Atmosphäre leisten mussten - aber ohne diese auch bremsende Atmosphäre wären sie sogar besser vorangekommen, mit insgesamt reduziertem Brennstoff-Verbrauch. Besonders um aus der Umlaufbahn um den Mond wieder in Richtung Erde zu starten, gab es aber da keinerlei Mondatmosphäre, an welcher sich die Raketenaggregate sich hätten abstoßen können. Nebenbei: Auch wenn die Masse der ausgestoßenen Gase einer Rakete insgesamt relativ klein gegenüber jener der Rakete ist, kann die Antriebswirkung doch groß sein, wenn nur die Ausstoß-Geschwindigkeit sehr hoch ist. 

Noch einen schönen Gruß von Isaac Newton !

https://de.wikipedia.org/wiki/Actio_und_Reactio 

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