Wie Buch enden?

5 Antworten

Das Ende sollte die Geschichte abschließen. Ob nun im Guten oder eher verstörend - Hauptsache, es ist spannend, überzeugend und stellt ein brauchbares Finale dar.

Ein die ganze Zeit über erwartetes, völlig vorhersagbares Ende überzeugt genauso wenig wie ein zur Handlung unpassendes, das unnötig Aufmerksamkeit erzeugen und neues vorbereiten will, was eigentlich gar nicht gefragt ist. Natürlich können sich mit dem Ende ganz neue Fragestellungen ergeben und manches rückblickend anders darstellen. Das ist aber eher ein Nebeneffekt. Im Kern wird die Geschichte abgeschlossen.

Das Ende sollte annehmbar sein, selbst wenn es nicht unbedingt nur positiv und "happy" ist. Schließlich geht es um einen Thriller, nicht eine Romanze.

Sicher kann man den Leser schmoren lassen, bedingt auch über das Ende hinaus. Damit sollte man es aber nicht übertreiben. Es kann nur ein Nebenaspekt sein.

Von daher sehe ich in der ganzen Fragestellung mehr Details, wo eigentlich das Grundgerüst der Geschichte, wohin sie führt, stehen sollte.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Von Experte Janaki bestätigt
Happy End = Leser Glücklich
Offenes Ende/Kein Happy End = Leser wütend = hate = schlechte Rezensionen

Das muss nicht so sein.

Ich persönlich mag offene Enden eher weniger. Aber es gibt genug Leute, die das gut finden.

Und wie kommst du auf die Idee, dass alle Leser immer ein Happy End wollen?
Ich bin kein Romance-Leser, aber wenn ich das recht verstehe, ist ein Happy End im Romance-Bereich ziemlich klar ein Muss, aber in anderen Genres ist das nicht so. Bei Horrorbüchern geht es sogar oft absolut nicht gut aus.

Wenn du mich fragst, sollte dein Ende stimmig sein und zur Story passen.

Bei einem offenen Ende setzt Du Dich selbst unter Druck, dem Buch eine Fortsetzung zu "spendieren". Insofern tendiere ich zu einem Ende, dass zumindest die wichtigsten Fäden abschließt. Das muss kein Happy-End sein - aber es sollte ein zur erzählten Geschichte konsistentes Ende sein. Selbst ein Unhappy-End kann die Leser zufrieden stellen, solange es die Geschichte zu einem vernünftigen Ende bringt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Bibliothekar an einer Universitätsbibliothek seit 1989

Dein Ansatz ist meiner Meinung nach der falsche. Das Ende muss zur Geschichte passen und zum Einsatz deiner Figuren.

Als ich meinem Roman schrieb, da kam mein Protagonist an einen Punkt an dem von seinem Erfolg abhing ob eine Freundin von ihm stirbt oder nicht. Natürlich hat er alles gegeben und getan was er konnte, aber hat es am Ende gereicht?

Das ist der Ansatz.

Naja, du schaffst es doch bestimmt beides hinzukriegen. Ein krasser kranker Plottwist, aber trotzdem ein Happy End. Oder lass es nur kurz aussehen, als wäre es kein Happy End und alles wäre zerstört und dann ein Happy End mit "Weil ich dich liebe..." in einem positiven Kontext. Wenn es kein 2. Teil gibt, würde ich halt aber wirklich auf jeden Fall ein Happy End machen