Widerlegt der butterfly effect den freien Willen?

6 Antworten

Nein, weil unser neuronales System ein sog. autopoietisches (richtigerweise eigentlich ein synpoietisches) System ist (und kein offenes, chaotisches System), das nach Außen offen, aber nach Innen geschlossen ist, womit die eingehenden Informationen (Signale und Reize) nicht willkürlich verarbeitet werden, sondern auf schon bestehende Muster "treffen" und höchst komplex (über Selbstorganisationsprozesse) verarbeitet werden.

Die Gesamtgemengelage aus Zustandsfaktoren (Mustern, Attraktoren, Strukturen, Inflationswerten, Störungsparametern Subsystemkorrelationen, usw.) aus Prozessabläufen, aus Selbstreferentialität (vorhandene Faktoren verstärken sich selbst über Rückkopplungen) mit Determinations-, Zufalls- und Wahrscheinlichkeitsauswirkungen, Redundanz, Nichtlinearität, Ungleichgewichtszuständen, reentranter Netzwerkfaktoren, Phasensensivität usw. läßt Berechnungen über zukünftige Ereignisse nicht mehr zu.

Danke für die Antwort, auch wenn ich nicht viel verstehe. Scheinst Ahnung zu haben :D

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@math3matik

Leider lassen sich solcherat komplexe Zusammenhänge kaum oder gar nicht über eine solche Plattform verständlich aufzeigen.

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An sich ein interessanter Gedanke, aber ich viele Sachen lassen sich nicht "berechnen", da beispielsweise beim Lotto die gezogenen Zahlen ja nicht von Umwelteinflüssen abhängt sondern vom Zufall. Könntest du dein Leben vorm Lottospielen "abspeichern" und würdest dadurch nach dem ersten Mal die Zahlen kennen, würden beim 2. Versuch aber trotzdem andere Zahlen gezogen werden.

Also gehen wir mal davon aus, dass Metaphysik keine Auswirkungen hat:

Der freie Wille würde existieren, die Entscheidung wird nur von den vorhergehenden Geschehnissen im Zusammenhang getroffen.

Die Zukunft vorherzusagen wäre an sich möglich, jedoch nur wenn man damit keinen Einfluss auf diese nimmt. (Praktisch in nem geschlossenem Raum)

Unser freie Wille löst doch erst einen Effekt aus. Eine Kleinigkeit die ich entscheide (freier Wille) schafft etwas großes, etwas was von mir nicht vorhersehbar ist.

Das stimmt natürlich. Aber wenn man alles "zusammenpackt" (große, sowie kleine Ursachen), dann wirkt sich das doch alles irgendwie auf einen aus und man entscheidet wie der Umfeld in dem Moment ist. (Denke ich)

Also wäre gestern der Sack Reis in China nicht umgekippt, hätte ich vielleicht eine andere Entscheidung gefallen.. 

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Der freie Wille wurde bereits Wissenschaftlich widerlegt, weil man herausfand, dass das Gehirn Entscheidungen trifft, hundertstel Sekunden bevor man sich selbst wirklich bewusst zu diesen entschließt. 

Das bedeutet:

Du tust nicht was du willst, du tust, was du denkst zu wollen.

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