Werden die Mieten bei steigenden Zinsen teurer?

8 Antworten

Immobiliendarlehen unterliegen einer Zinsbindungsfrist, diese beträgt oft 10 Jahre. Wenn also nicht gerade aktuell die Zinsbindung ausfläuft ist es kein Thema, das für Vermieter aktuell auf der Tagesordnung steht.

Bedenke auch bitte, dass Darlehenszinsen Werbungskosten sind und sich somit auch steuermindernd auswirken.

Momentan bin ich davon nicht betroffen. Moderate gelegentliche Mieterhöhungen sind schon immer etwas völlig normales gewesen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
Immobiliendarlehen unterliegen einer Zinsbindungsfrist, diese beträgt oft 10 Jahre. Wenn also nicht gerade aktuell die Zinsbindung ausfläuft ist es kein Thema, das für Vermieter aktuell auf der Tagesordnung steht.

Das ist natürlich ein guter Punkt, den ich übersehen hatte. Aktuell leiden also lediglich Neuinvestoren unter der Zinsentwicklung, während diejenigen, die bereits Kredite abgeschlossen haben fein raus sind. Wer variable Zinssätze gewählt hat, ist aktuell auch noch nicht stark davon betroffen. Damit betrifft es eben nur einen Bruchteil aller Vermieter.

Bedenke auch bitte, dass Darlehenszinsen Werbungskosten sind und sich somit auch steuermindernd auswirken.

Richtig. Durch die Steuerminderung bekommt man aber im besten Fall 45% der Zinsen "zurück". Bei einem durchschnittlichen Steuersatz sogar viel weniger.

Momentan bin ich davon nicht betroffen. Moderate gelegentliche Mieterhöhungen sind schon immer etwas völlig normales gewesen.

Definitiv. Es gab schon immer eine Inflation. Allein deshalb sind Mietpreiserhöhungen notwendig und legitim.

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Also im Vergleich zu den viel stärker gestiegenen Rohstoff / Grundstoff / Energiekosten,dürfte die Miete allenfalls geringer steigen .

Hier könnte Treiber die Lohn / Preisspirale werden,sofern es sich um gewerblich unterstützte Vermietungen ( Hausverwaltungen / Gartenbaubetriebe )handelt.

Bei den Privatvermietungen werden allerdings die 2.Miete also die Nebenkosten unvermeidbar hoch steigen.

Schon jetzt müssen Vermieter Kredite aufnehmen um die Energietanks zu befüllen.Kaufen die nämlich immer nur Kleinmengen ein,entsprechend den eingehenden Nebenkostenanteilen der Miete,würde sich wegen unvorteilhaftem Einkauf die Kosten welche umgelegt werden weiter erhöhen.

Bei den Privatvermietungen werden allerdings die 2.Miete also die Nebenkosten unvermeidbar hoch steigen.

Bei anderen Vermietern doch auch.

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Die Objekte, die aktuell gehandelt werden, bilden nur einen sehr kleinen Teil des Immobilienbestandes ab. Die Zinsentwicklung wird deshalb keine bedeutende Auswirkung auf die Mieten haben.

Woher ich das weiß:Beruf – Seit dem Jahr 2000 selbständiger Immobilienhändler

Du nimmst da nur einen von vielen Parametern heraus. Aber betrachten wir vorab mal diesen (Zins):

Für einen VM ist die aktuell vermietete (!) Wohnung entweder abbezahlt (Zins kein Effekt) oder in einer langfristigen Zinsbindung (auch kein Effekt auf die Miete).

Ich erwarte sogar eher das Gegenteil: Für einen VM ist eine Wohnung mit Mieteinnahmen besser als Leerstand. Da die Mieter über die Nebenkostensteigerung wesentlich mehr belastet werden, bewirkt also eine Mieterhöhung eher, dass sich Mieter nach günstigerem Wohnraum umsehen => eine Mietanpassung aufgrund eines steigenden Zinses macht also keinen Sinn.

Das gilt umso mehr für große AGs, da die Investoren ja eine Rendite erwarten und Leerstand keine bringt.

Effekt aus z.B. Mindestlohn bzw. Lohnsteigerungen für Instandhaltung, Wartung, usw. kann der VM ja umlegen, also auch hier keine Zusatzbelastung. Diese Mehrkosten muss allerdings der Mieter tatsächlich mittragen.

Interessant wird es dann eher bei Modernisierungsmaßnahmen, da die Baukosten ja - unabhängig vom Zins - ebenfalls horrend steigen. Hier ist der Markt gerade extrem volatil und unvorhersehbar. Endet der Ukrainekrieg und öffnen die chin. Häfen wieder, wird sich der Markt wieder auf hohem Niveau beruhigen. Die Wirtschaft setzt aktuell ihre Bauvorhaben aus. Steigt aber der Zins, müssen Gewinne auch nicht mehr in Betongold umgesetzt werden sondern können wieder auf die Bank geschafft werden (kein Strafzins mehr). Das wird auf dem Bau Kapazitäten schaffen und dies kommt auch dem Wohnungsbau zugute.

Ein Rundumschlag mit vielen Lücken, aber als Ergebnis zu Deiner Frage: nein.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wohnungseigentümer sind betroffen und werden die Mieten entsprechend stärker erhöhen.

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