Welches Audio Format hat die beste Qualität für Musik?

8 Antworten

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Möglichst kurze Erklärung zum Verständnis digitaler Musik: Beim digitalisieren wird das analoge Signal in schneller zeitlicher Abfolge abgetastet, wobei Meßwerte ermittelt werden. Je langsamer abgetastet wird, desto flacher klingt das Ergebnis, weil dabei gerade hohe Töne und Formanten, die bei hohen Frequenzen, also in sehr schneller Folge oszilieren nicht mehr einzeln abgetastet werden. Je höher also die Abtastrate, bzw. Samplefrequenz, desto klarer und brillianter klingt das Ergebnis. Übliche Samplefrquenzen oder Raten sind: 8, 11,025, 22,050, 44,100, 48, 96 und 192 kHz.

Bei jeder Abtastung wird ein Wert ermittelt, der dann gespeichert wird. Je genauer der Wert ist, desto differnzierter und sauberer klingt das Ergebnis. Man spricht hierbei von der Wortbreite. Sie wird in BIT angegeben und Entspricht bei der Abtastung in entwa der Messgenauigkeit eines Meßgerätes. Übliche Wortbreiten sind 4, 8, 16, 24 und 32 BIT, wobei bei 32 zusätzliche Infromationen gespeichert werden, die nicht direkt den Klang beeinflussen.

Daraus ergibt sich folgende Formel für unkomprimierte Daten: Samplerate in Hz x BIT-Rate/8 x anzahl der Kanäle (Stereo=2) entspricht der Bytes pro Sekunde. Demnach hat z.B. eine CD: 44100 Hz x 16BIT x 2 Kanäle = 176400 Bytes pro Sekunde, das entspricht 10584000 Bytes pro Minute, also 10,09368896484375 MB.

WAV ist ein Format, das unkomprimierte Rohdaten im PCM Format speichert. Durch weglassen, zusammenfassen oder Diffusion werden bei Kompremierungsverfahren wie MP3, OGG, WMA etc. Datenmengen reduziert. Dabei wird weitestgehend, je nach CODEC darauf geachtet, das es sich für das Menschliche Ohr nahezu gleich anhört. Leider nur NAHEZU! Bässe klingen nicht mehr Knackig, Stimmen werden schwerer verständlich (insbesondere Konsonanten), Höhe verlieren an Brillianz. Jedoch ist es erstaunlich, wie stark die Kompression ist, im Vergleich zum relativ geringen Qualitätsverlust. Dennoch bleibt ein Qualitätsverlust, den man immer hören kann, wenn man sich darauf konzentriert. Bei Datenraten von 320kb pro sec. benötigen die meisten Menschen aber schon den direkten Vergleich, um den Unterschied zu hören.

WAVE oder andere PCM-Formate sind definitiv die besten Formate, bzgl. der Qualität. Jedoch, wie Du schon erwähntest sind die Files sehr groß. In Zeiten, in denen man die Gigabytes aber hinterhergeschmissen bekommt, lohnt es sich bei einer geordneten und gut (aus-)sortierten Musiksammlung Wave zu benutzen. Da die meisten aber lieber 20 mal soviele Lieder auf der Platte haben, wie sie in ihrem ganzen Leben hören können, wird wohl weiterhin viel MP3 benutzt.

Es bringt übrigens nichts einmal komprimierte Daten wieder zu dekomprimieren. Die weggelassenen Informationen sind unwiederbringlich weg.

Soviel zum Inhalt eines ganzen Studienkapitels im Sounddesign.

super antwort - danke!

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WOW Super Erklärung! Ich habs kapiert danke!

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Super Erklärung, danke :)

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super verständlich erklärt :)

Datenraten von 320kb pro sec

meinst du nicht 320 kBits/s ?

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@keunstlername

320 kbps == 320 kb/s

320 kbps = kilobit pro Sekunde

/ = pro =>z.B. MB/s kann man auch schreiben als MBps

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Wie ist das, habe momentan immer nur Mp3 benutzt und was passiert wenn ich diese jetzt alle convertiere und zu wave mach? werden die dann besser oder wie läuft das?

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@boring97

Es steht doch dort oben wie er beschrieben hat, dass es nix mehr bringt wenn du es ins wave komprimierst (d.h. einmal mp3 immer mp3) (; DU benötigst wenn schon original wave audiodaten oder aus CD komprimierte

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Wow, Google gefragt, auf deine Antwort gestoßen. Einfach genial! danke :)

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Hallo, eigendlich Mp3 oder WAV. Du hast recht dass WAV sehr groß ist aber die Qualität ist eben auch besser.

Gruß Superspeediee

Definitiv WAVE!

ok ,danke und frohes silvester

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auf jeden fall wave