Welchen Nachteil hat Spenden? Lehrer sagt man sollte nicht spenden

15 Antworten

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es gibt immer mehr bevölkerung auf der welt, deshalb ist spenden immer bedenklich

Was ist das für eine falsche Antwort??

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ich würde den Lehrer einfach fragen wie er das gemeint hat. Ich finde man muss da unterscheiden, wenn Hinz und kunz an der Tür klingelt und irgendein Märchen erzählt wird oder ob ich direkt an jemanden oder eine geprüfte organisation spende. Beime rsten ist es dumm, da man nie weiß was mit dem geld geschieht, beim zweiten ist es okay, wenn es sich um geprüfte Vereine etc handelt. Man sollte sich jedoch vorher auch erkundigen wieviel des geldes tatsäschlich ankommt. Mein lehrer hat damals zur Weichnachtszeit immer Spenden eingesammelt für eine Kinderheim hier im ort, das Geld wurde dann auch komplett dort abgegeben, es war immer ein paar Schüler dabei wenn es überbracht wurde. Prinzipiell denke ich das es sinnvoller ist vor der eigenen Tür zu helfen,als in Afrika oder so, wegen der ganzen kosten die ansonsten anfallen. ( aber ich finde es trotzdem gut, das du es tust!)

Von natürlicher Auslese zu sprechen ist nun wirklich mehr als zynisch. Aber wenn ich höre, dass z.B. die USA es darauf anlegen, afrikanische Staaten in Abhängigkeiten zu halten, um ihre überschüssige Getreideproduktion verkaufen zu können, wenn es darum geht die Rüstungsindustrie der reichen Länder am Laufen zu halten, wenn ich die Misswirtschaft von afrikanischen Stammeshäuptlingen sehe und diese unseligen Stammesfehden und und und... Dann frage ich mich, was wir mit unserem kleinen Obulus eigentlich gegen eine Politik ausrichten wollen, die eine "dritte" Welt gezielt fördert und wünscht.

Die SOS-Kinderdörfer sind nun gerade ein Beispiel für ein Hilfsprojekt, dass nicht nur überaus erfolgreich ist, sondern es betrifft die Situation von Kindern, die keine Eltern oder Familien haben, diese Kinder sind beim Erreichen des Erwachsenenalters oft sehr erfolgreich, weil sie neben einer sehr guten Betreuung eben auch hervorragende Schulausbildung genossen haben. Die Mittelverwendung dieser Einrichtungen ist zudem vorbildlich...

Die Zeit, in der man Mittel über die zentralen Regierungen in die 3. Welt Länder pumpte sind glücklicherweise schon lange Geschichte, sie waren einer Ignoranz geschuldet, die auf der einen Seite die Doktrin des kalten Krieges bediente und auf der anderen Seite nach dem Motto "viel hilft viel" liefen...

Heute werden ganz gezielt Regionen und Gruppen unterstützt, die ohne Hilfe von Außen kaum eine Chance haben. Frauen haben von solchen Programmen profitiert, aber auch die Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und TBC läuft nach diesem Muster ab. Seit der Einführung von kostenloser Behandlung und der Vergabe der entsprechenden Medikamente werden heute weitaus weniger HIV+ Kinder geboren, das Leid der Aids-Waisen sinkt, weil man den Großmüttern bei der Betreuung hilft und Infizierte nicht mehr wie die Fliegen sterben. Das gleiche gilt für die Malaria und TBC, die kostenlosen Tests und die vorhandene Medizin hat nicht nur die Sterberate vermindert, in vielen Regionen ist es heute möglich genügend Gesunde für die Feldwirtschaft zu mobilisieren, gerade die Malaria hat das in vielen Gebieten unmöglich gemacht.

Nun wird das Argument gebracht, wir sollten doch erstmal im eigenen Land die Verhältnisse verbessern, gerade da zeigt sich der egoistische Zynismus, denn in einem Land, wo ein Mittelloser/Arbeitsloser alles von der Miete bis hin zum monatlichen Einkommen von der Allgemeinheit bekommt, kann man kaum von einer vergleichbaren Situation sprechen. In Afrika, Asien und Südamerika stehen Armen und Kranken kaum Mittel zur Verfügung, die jeweiligen Regierungen sind auch gar nicht in der Lage für eine Grundabsicherung der Bevölkerung zu sorgen, da sind die Hilfsorganisationen gefordert und die finanzieren sich nun einmal fast ausschließlich über Spenden.

Lass Dich von dem dummen Lehrer nicht verwirren, die direkte Hilfe eines SOS-Kinderdorf ist mit Geld überhaupt nicht aufzuwiegen, wer so eine Einrichtung mal besucht hat, der wird das sehr schnell erkennen. Und wer jetzt wieder über die schlimmen Verhältnisse in Deutschland schwadroniert, dem sei gesagt, es gibt auch in Deutschland 15 SOS-Kinderdörfer, eben weil es in Deutschland Trinker und Drogenkonsumenten gibt, oder einfach Eltern, die auf Grund von Krankheit oder Unfällen versterben...

Kommt drauf an für was euer Lehrer euch gesagt hat, dass ihr nicht spenden sollt. Naja ich werd auch Lehrer und glaube mir allein in meinem Studiengang gibt es so viele dumme künftige Lehrer....Geldspenden würde ich persönlich jedoch auch nie. Ich helfe lieber aktiv indem ich etwas tue - also indem ich Hartz4kindern kostenlos Nachhilfe gebe oder ihnen ein Mittagessen spendiere, wenn die Mutter mal wieder vergessen hat, dass sie Kinder hat.

Von deinem Unterricht haben Arme in anderen Ländern nichts.

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