Hallo Rosenmary,

eine tolle Frage, die bestimmt sehr viele unterschiedliche Antworten erhält, da sie höchst philosophisch ist und - hehe - Du sie auch schon (ich vermute absichtlich) etwas wortverflochten formuliert hast.

Ich wage mich auch mal an eine Interpretation und Deutung, auch wenn alle Antworten bei so einer Frage wohl eine Meinung bleiben müssen. Weder die "Liebe", noch die "Seele" noch "Dankbarkeit" oder "Befreiung" sind wissenschaftlich klar abgegrenzt und psychologisch (Du kennst Dich dort ja anscheinend gut aus) abgeschlossen.

Ganz vorne Weg: Ich denke, dass Liebe nicht nur durch Dankbarkeit entstehen kann, nein! Allerdings glaube ich, dass eine große Dankbarkeit zu wirklicher Verbundenheit, Respekt, positiver Weltsicht führen kann.

Du fragst ja auch ob "Liebe aus Dankbarkeit" echte Liebe sei, aber ich denke, dass verkompliziert die Frage nur, denn Du suggerierst dadurch ja schon davon, dass "Liebe aus Dankbarkeit" keine "Liebe" sei, wo ich Dir zustimmen würde. Das verkompliziert den Liebesbegriff jedoch nur umso mehr. Ich will deswegen wirklich eher antworten auf "Kann man ausschließlich aus Dankbarkeit jemanden lieben?" Und das geht meiner Erfahrung nach nicht.

Ganz im Gegenteil vermute ich, ähnlich wie Du, dass sich eine Person, der geholfen wurde, wieder lösen muss vom Helfer, um selbstbestimmt und frei zu werden, unabhängig und ohne Bindung, Erwartungen von einer Person, die in Früheres involviert war. Genauso hilft die Loslösung vom Helfer auch, das Vergangene wirklich hinter sich zu lassen, denn der Helfer wird emotional betrachtet immer ein Teil der alten "Problemwelt" bleiben. Es muss bei der Dankbarkeit bleiben, die bestimmt umso größer ist, wenn man auch losgelassen wird.

[...] oder ist diese zweckgebunden und verfliegt, sobald man mit sich selbst besser zurecht kommt?

Auch hier unterstelle ich Dir leider, dass Du schon davon ausgehst, dass ganz sicher Liebe entsteht, aber das tut sie, glaube ich, nicht, da diese "Zuneigung" aus Dankbarkeit zuvor wohl wirklich zweckgebunden ist, wie Du so schön gesagt hast. Deswegen würde ich diese Zuneigung auch gar nicht "Liebe" nennen, denn Zweckbindung geht für mich mit Liebe nie einher. Bei der Liebe liebt man das Wesen, die andere Seele von ganz alleine.

Sicherlich kann eine Hilfestellung dazu beitragen, Liebe entwickeln zu können, aber bestimmt ist sie nie ein alleiniger Türöffner.

Und zum Ende eine recht provokative Gegenfrage: Ist Dankbarkeit am Ende nicht sogar etwas, von dem sich jeder Mensch lösen möchte? Weil es in gewisser Hinsicht ja eine "Schuld" ist, die man oft nicht begleichen kann, weil man sich neben dieser Person nie als "größer", wirklich "losgelöst frei" betrachten kann? Ich kann mir gut vorstellen, dass sich viele Menschen sogar eher (un)bewusst von anderen entfernen, wenn sie zu große Dankbarkeit verspüren, weil sie gleichzeitig eine Last sein kann.

Ich hoffe, in meinem Text waren ein paar Gedanken dabei, die Du nicht selbst schon gedacht hast oder die Dich zumindest in dem bestätigen, was Du Dir selbst schon dazu dachtest.

Einen wunderbaren Wochenstart wünsche ich Dir,
Balu

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Verstehe mich nicht gut mit meinem Klassenkameraden?

Hallo erstmal, es geht um einen Jungen in meiner Klasse, der mich aus irgendeinem mir unbekannten Grund nicht leiden kann. Als Beispiel: Ich stehe im Klassenzimmer und rede mit meiner Freundin. Er kommt her und ruft: "Ich hasse dich!" ohne Grund und sieht dabei sehr wütend aus.

Später hab ich versucht ihn zu fragen, was los ist und wieso er das gesagt hat. Er ignorierte mich einfach immer und ging weg. Einmal hat er mir dann geantwortet: (ich weiß nicht mehr genau, wie er es formuliert hat) "Ich hasse deine Art." Ich muss dazu sagen, dass ich manchmal schon etwas laut sein kann (nervig eher nicht), allerdings nie mit Verbindung zu ihm, nur bei meinen Freunden (bin normalerweise die Ruhige). Ich hab mich danach nicht wirklich mehr getraut, ihn um eine klare Antwort auf meine Frage zu bitten.

Das war vor ein bis zwei Jahren, in dieser Zwischenzeit saßen wir auch mal als Banknachbarn zusammen. Da hat er sich mir gegenüber eigentlich ziemlich normal verhalten und ich hab mich ihm gegenüber nett und hilfsbereit gezeigt (z.B. zusammen in mein Buch gucken, da er seins vergaß etc.). Allerdings hat er während dieser Zeit auch ab und an einen blöden Kommentar gelassen und dann gehässig gelacht oder Ähnliches. Nach dieser Zeit als Sitznachbarn haben wir uns eigentlich gegenseitig ignoriert.

Jetzt ignorieren wir uns auch noch so gut es geht, manchmal verhält er sich mir gegenüber immer noch ziemlich respektlos und ich weiß bis heute nicht, wieso. Dazu frage ich mich auch: Warum hat er mir früher gesagt, dass er mich hasst? Ich habe mit ihm davor nie etwas zu tun gehabt und wir hatten auch keine Geschichten in der Vergangenheit. Es hat ihm sozusagen nichts gebracht, mir dass zu sagen.

Ehrlich gesagt kann ich ihn durch diese Erlebnisse auch überhaupt nicht mehr leiden, es kotzt mich an wenn er mich respektlos behandelt und das auch noch witzig findet. Wir hatten in der Vergangenheit überhaupt nichts miteinander zu tun. Bevor wir in dieselbe Klasse kamen, wusste ich nicht einmal, dass er existiert.

Ich würde gerne ein paar Vorschläge entgegennehmen, wie ich das Problem zwischen ihm und mir lösen kann.

Und um ganz ehrlich zu sein: Ich bin wirklich nicht die Beliebteste und werde gerne mal von den Jungs generell gehänselt. Ich wehre mich nicht dagegen, da ich nicht gut argumentieren kann und ziemlich verunsichert und schüchtern bin Und nein, sie hänseln mich nicht, weil ich vielleicht süß und hübsch bin (bin weder das Eine, noch das Andere), eher weil sie einfach ihren Frust oder was weiß ich was an mir auslassen wollen.

Danke schonmal^^

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Hallo liebe Yuki San,

da verfolgt Dich ja ein Gespenst im Kostüm, von dem ich selbst gerade noch nicht weiß, ob da wirklich dieser Junge aus Deiner Klasse oder Du selbst dahintersteckst.

Schon seit zwei Jahren trägst Du seine Aussage mit Dir mit und zweifelst an Dir, reflektierst noch heute, in wie weit die Worte berechtigt waren und was sich hinter seiner Motivation dazu verbirgt. Aus Deinen Zeilen spricht zum einen eine gewisse Selbstakzeptanz und Direktheit, über die ich mich bei Dir sehr freue und die Du Dir hoffentlich immer behältst, aber auch eine Unsicherheit über Deine Wahrnehmung und Einschätzung durch andere.

Eine Sache bei Dir finde ich sehr sympathisch: In Deinem ganzen Text hast Du gar nicht versucht, diesen anderen Menschen als schlecht hinzustellen. Du hast viel mehr versucht, darzustellen, wie sich die Situation entwickelt hat, und Du suchst nach einer Erklärung, weil Du nicht glauben kannst, dass dieser Mensch wirklich nur "blöd" ist. Einen ganz großen Respekt dafür, den was Du hier automatisch machst, das tun ganz wenige Menschen im Leben: Selbst im Streit vom Positiven des anderen Ausgehen und immer an eine gemeinsame Basis zu glauben, auf der man sich wieder verständigen könnte.

Ich glaube an diese Basis auch, bin aber schon viele Jahre älter als Du und möchte Dir dabei gerne den Hinweis geben, dass Du diese Basis aber nur mit sehr viel Aufwand erreichen würdest.

Meine Antwort auf Deine Frage ist: Du wirst in Deinem Leben noch so einigen Menschen begegnen, die mit Deiner Art nicht klarkommen. Manche schreien, machen schauen abwertend, manche lächeln Dich an und machen den Rest hinter Deinem Rücken. Du kannst immer versuchen, Klarheit in solche Situationen zu bringen, aber Du musst Dir klar darüber sein, dass das viel Kraft kostet und meistens nichts Gutes dabei rauskommt, weil auch der Gegenüber eine große Barriere hat.

Behalte Dein positives Menschenbild bitte, aber versuche nicht, negative Bewertungen von (fast) fremden Menschen aufklären zu wollen. So gut funktioniert unsere Kommunikation leider nicht. Ich mache mit Bekannten, die ein ähnliches Problem haben, dabei oft eine Übung: Stell Dir vor, Du würdest zu einem anderen Menschen das Gleiche ins Gesicht sagen! Wie sehr widerspricht das Deinem Weltbild? Wahrscheinlich enorm! Stell Dir dann weiter vor, das jemandem ins Gesicht zu sagen, obwohl Du ihn kaum kennst. Wie sehr widerspricht das Deinem Weltbild? Das sind Welten!

Du musst mit solchen Menschen nicht d'accord gehen, Du musst mit ihnen keinen Frieden schließen, Du musst mit ihnen keine Ideale und Werte teilen.

Erkenne, dass es wirklich ungerecht, unangebracht und verletzend war, was er damals gesagt hat, dass er dabei derjenige war, der sich Dir gegenüber falsch verhalten hat. Konzentriere Dich bitte viel, viel mehr auf die kraftspendenden Freundschaften in Deinem Leben, mit denen Du Gemeinsamkeiten hast und die Dich so nehmen, wie Du bist.

Ich weiß, dass die Schule ein unschöner Ort sein kann, an dem Hänseleien und blöde Kommentare an der Tagesordnung stehen, aber sei Dir auch bewusst darüber, dass Du Dir die meisten Leute in Deinem Leben aussuchen kannst. Du darfst Dir Menschen aussuchen, die Dich genau so mögen, wie Du bist. Hättest Du gerne einen Freund, der einfach so zu jemandem hingeht und ihm ins Gesicht schreit: "Ich hasse Dich!"? Ich hätte Dich zehnmal lieber zur Freundin, verstehst Du?

Es gibt eine Studie unter Senioren, die aus den besondersten Ereignissen aus ihrem erzählen. Dabei wird meistens entweder eine sehr rührende, liebevolle Geschichte erzählt oder eine, in der Menschen in ihrer Eigenart verletzt wurden (wie bei Dir). Diese Menschen haben so ein Erlebnis teilweise ein lebenlang mit sich getragen. Ich wünsche Dir ganz stark, dass Du es schaffst, den Selbstzweifel an Deiner Person, den er Dir damals mitgegeben hat, abschütteln kannst und irgendwann eine rührende Geschichte erzählst :-)

Den Du bist wertvoll, so wie Du bist, liebenswert und schon Deine Schilderung und Deine Ausdrucksart zeigen, dass Du eine tolle Freundin sein kannst. Es gibt so viele Menschen, die Dich so schätzen und lieben können. Bitte beschäftige Dich dann nicht über so lange Zeiten mit einer Person, die Dich einfach negiert. Sprich mal mit Freundinnen oder so über dieses Problem mit ihm und hol Dir Loyalität ins Boot.

Ich hoffe, dass Du Dir Deine positive Sichtweise und Deine Selbstreflexion beibehältst, aber baue bitte auch einen kleinen Schutzwall auf, an dem Du solche "übertriebene" Kritik abprallen lassen und neutralisieren kannst. Niemals werden Dich alle so lieben, wie Du bist - aber das ist auch okay so.

Fazit: Lass ihn in Ruhe, keine Aussprache! Der Wunsch entspringt wohl eher einer derzeitigen Selbstunsicherheit, die Du durch seine Aussage konkretisieren oder auflösen möchtest. Tu Dir das gar nicht erst an. Mach Dein Leben bunt, suche Freunde, die Dich so lieben wie Du bist, gehe dorthin, wo Du Dich wohlfühlst und festige dadurch Dein Selbstwertgefühl so, dass Du über solche Aussagen inzwischen schmunzeln kannst. Denn ganz ehrlich: Das größere Problem vermute ich in der Situation nicht bei Dir, sondern bei ihm! Aber es ist bei aller Liebe nicht Deine Aufgabe, dieser Personen auch noch zu helfen oder sie verstehen zu müssen. Geh einfach weg und lebe Dein Leben im positiven Bereich!

Ganz liebe Grüße,
Balu

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Hallo lieber ToniKim,

mit dieser Frage haben sich schon sehr viele Menschen auseinandergesetzt. Eine allumfassende, einfache Lösung wurde bisher noch nicht gefunden, denn sonst wären wir wohl alle durchgehenden glücklich und bei guter Laune. Es gibt jedoch sehr gute Ansätze:

  • Der Körper muss gut versorgt sein! Letztendlich ist unsere Laune meist nur von unserem Hormonhaushalt abhängig (deswegen werden für gute Laune ja auch gerne mal Drogen eingeschmissen). Dieser kann enorm durch gesunde Ernährung und Bewegung beeinflusst werden. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen akuter Stress entsteht. Beispielsweise bei Überforderung während einer Prüfung.
  • Da setzt der nächste Punkt an: Selbstbewusstsein! Wer schnell unsicher wird, der ist meist in einem höheren Stressniveau und größeren Schwankungen im Hormonhaushalt ausgesetzt. Durch Sicherheiten, Rückzugsmöglichkeiten (sozialen, emotionalen und auch örtlichen) und Erfolgserlebnissen kann das Selbstbewusstsein sehr gestärkt werden, so dass der Mensch auch in Stresssituationen stabiler und somit besser gelaunt bleibt.
  • Wahrnehmung, psychische Gesundheit und Erlebtes spielen dabei eine große Rolle. Wer durch eine Depression eine sehr pessimistische Wahrnehmung besitzt oder beispielsweise auf der Schule oft das Opfer von Mobbing wurde, tut sich sehr schwer Grundvertrauen ins sich und andere aufzubauen. Für solche Menschen ist es dann oft sehr schwierig, ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen und über lange Zeiträume hinweg gute Laune zu haben.

Bei all dem sei aber auch gesagt: Der Mensch gewöhnt sich an vieles, auch an gute Laune. "Gute Laune" kann man natürlich nicht immer und überall haben, ansonsten wäre man wohl kein Mensch :-) 

Jeder Mensch hat ab und zu Trauerzeiten, fühlt sich ungerecht behandelt oder ist mit einer Lebenssituation überfordert. Es ist völlig normal, in solchen Fällen auch einmal "schlechte Laune" zu haben, denn ansonsten könnte man das Leben gar nicht mehr richtig wahrnehmen in seiner Ganzheit.

Ganz liebe Tag und einen schönen Start in die Woche,
Balu der Tanzbär

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Eine grobe Gliederung gibt es schon.

Meistens gibt es die 3 Fachbereiche:

  1. Neuere Deutsche Literatur Dort wird Literatur ab 1450 behandelt. Also quasi der Literaturkanon, den man auch so von der Schule kennt. Dabei kann man sich auch gut in viele Spezialgebiete spezialisieren. Oft kann man sich sowohl gut auf "Epochen" (den Begriff verwendet man auf der Uni nur noch sehr ungern) als auch auf Autoren konzentrieren.
  2. Mediävistik Mittelhochdeutsche Sprache steht hier im Vordergrund. Hier lernt man frühere Sprachentstehung, Lautverschiebungen, ein gutes Stück Kulturgut und Wissen über Wortherkünfte haben hier mehr Gewicht.
  3. Linguistik (Sprachwissenschaften) Ganz allgemein geht es hier um "Grammatik", allerdings nicht nur über die Deutsche Sprache, sondern um Sprachkonzepte generell. Es geht um Konzeptaufbau (Intertextualität), allgemeinen Sprachaufbau, Sozioallinguistik und auch Lautsprache.

Für alle Fachbereiche gibt es dann allermeistens Einführungsveranstaltungen in Form von aufwändigeren Seminaren. Danach werden alle Geistenswissenschaft oft freier mit Seminaren, in denen man dann Arbeiten schreiben kann, ansttat Klausuren zu schreiben.

Anmerken möchte ich zwei Sachen:

  1. Das Studium ist so gut wie nichts auf dem Arbeitsmarkt wert. Für eine sichere Zukunft sind andere sprachbezogene Studiengänge wesentlich sinnvoller.
  2. Unglaublich viele Leute fangen Germanistik wegen der Liebe zu Büchern an. Wenn das der Fall ist, sollte man eher mal in Richtung "Komparatistik" schauen.

Grüße, Balu


P.S.: Ich bin nicht gut im "zu Ende lesen": Wenn Du Journalist werden willst, solltest Du Dich auch mal nach dem Studiengang "Kreatives Schreiben" umsehen. Dort würdest Du wesentlich besser und attraktiver für den Arbeitsmarkt ausgebildet werden. Auch "Journalismus" gibt es an einigen Unis, was wohl sehr naheliegend wäre :D Germanistik und Journalismus haben nicht soo viel miteinander zu tun.

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Also die "besten" Socken sind definitiv die hier:

https://www.amazon.de/Hummel-Socken-Indoor-Sport-schwarz/dp/B0193DB5OY/ref=sr\_1\_6

Die kosten auch etwas mehr und sind eben von "der" Handball-Marke. Weil Socken beim Sport aber auch etwas schneller kaputt gehen, empfehle ich auch immer wieder die günstigeren Socken von Head. Link kommt im nächsten Kommentar, da man immer nur einen Link posten darf ;-)

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Extrem schüchtern und keine Freunde - was tun?

Hallo, ich bin 16 Jahre alt, männlich und leider schon seit der Grundschulzeit unter sehr, sehr schlimmer Schüchternheit, welche trotz zahlreicher Therapieversuche bestehen bleibt...

Ich bin eigentlich Portugiese und bin mit meinen Eltern, als ich 3 1/2 Jahre alt war nach Luxemburg gezogen. Als ich in den Kindergarten gekommen bin, konnte ich jedoch schon fliessend Deutsch sprechen, weil ich es irgendwie gelernt hatte, und war - wie zuhause - ein stets heiteres, offenes und freundliches Kind. Dennoch wollte aus mir unbekannten Gründen niemand etwas mit mir zu tun haben (am Aussehen lag es definitiv nicht und an der Sprache ebensowenig; wir verstanden uns - sprachlich gesehen).

Während der Grundschulzeit hat sich das ebenfalls nicht gebessert; ich meldete mich oft im Unterricht und hatte auch bei Vorträgen keinerlei Probleme, aber ansprechen konnte ich niemanden... Meine Lehrer berichteten meiner Mutter deshalb immer, dass ich ein hervorragendes Allgemeinwissen hatte, überaus pflichbewusst war, sehr schnell und gut rechnen konnte, in hohen Masze kreativ war und mich insgesamt recht reif verhielt, was durch meine Wortwahl akzentuiert wurde (sowie vieles mehr, aber darum geht es hier nicht (wirklich)). Um es prägnant zu formulieren: Ich war ein Musterschüler, jedoch hatte ich keine Freunde.

2012 hat mich meine Mutter zu meiner ersten Psychologin gebracht, die eigentlich nur Erwachsene therapierte, aber mich als Patienten akzeptierte, zumal ich eine so reife Persönlichkeit hatte und auch einen deutlichen intellektuellen Vorsprung zu haben schien. Sie wollte auch einen Intelligenztest mit mir durchführen, doch dazu ist es nie gekommen, weil sie ihre Arbeit aus persönlichen Gründen aufgeben musste.

In der 7. Klasse kam ich also aufs Gymnasium (das Schulsystem ist hier anders) und auch hier sah man nur einen schüchternen Klassenprimus, der zwar exzellente Noten erbrachte, aber sich nie meldete und keinen Kontakt zu den anderen Schülern aufbauen konnte - an den sozialen Fertigkeiten an sich lag es jedoch eindeutig nicht, wie es sich später in zahlreichen Tests bei zahlreichen unterschiedlichen Spezialisten (die meisten darunter Psychologen und Psychiater) zeigte.

So gingen wir also von Spezialist zu Spezialist, doch niemand konnte mein Verhalten korrekt interpretieren (die Diagnosen reichen von Asperger-Syndrom über generalisierte Angsstörung bis hin zu narzisstische Persönlichkeitsstörung...), und aktuell gehe ich seit 2 Jahren zu einer Psychologin bzw. Psychotherapeutin (sie ist beides), und das nur weil der Service vom Staat bezahlt wird. Aber wir kommen nicht wirklich voran (auch zwei Aufenthalt in der Psychiatrie haben nichts gebracht); ich weisz nur, dass ich laut dem BIS-HB hochbegabt bin.

Nebenbei geht hier nächste Woche die Schule wieder los und ich zerbreche mir schon den Kopft darüber, wie ich Anschluss finden soll, obwohl ich so viel Angst habe... Ich traue mich einfach nicht mit anderen Menschen zu interagieren...

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Hallo DesmondDescole,

ich möchte mich den Vorrednern zwar im Allgemeinen anschließen, aber ich finde es nicht gut, Dir vorzuwerfen, dass Du Deine Intelligenz hier unterstreichen möchtest. Das ist wohl eine durchaus normale Verhaltensweise, wenn man dort seine sicherste Zuflucht hat.

Einiges von dem, was ich Dir erklären werde, hast Du wahrscheinlich schon gehört, anderes mag vielleicht neu und unbequem sein, aber ich hoffe, ich kann Dir etwas weiterhelfen und Hoffnung geben:

Du musst Dir darüber bewusst sein, dass Deine Verhaltensweise automatisch Ansprüche induziert, die Du während Deiner Kommunikation an Deinen Gegenüber stellst. Falls Du real genauso so sprichst wie Du schreibst und genauso bemüht bist, alle Details zu erwähnen und erwägen, dann können damit zwar viele Leute umgehen, aber sie wollen es nicht - es ist ihnen schlicht und ergreifend zu anstrengend.

Oft hört man von Mobbing in einer Situation wie Deiner. Davon hast Du allerdings kein Wort erwähnt und ich denke einmal, dass Du somit zumindest respektiert wirst.

Was Dir in Deiner Situation leider völlig fehlt, ist Leichtigkeit, Fröhlichkeit und vor allem auch Leichtsinn. Das sind Dinge, die andere Menschen anziehen. Andere Menschen werden Dich immer für Deine Herzlichkeit lieben, nie für Deine Leistungen. Stell Dir einen guten Freund oder eine gute Freundin vor, die Du sehr gerne hast. Es werden nie die Leistungen dieser Person sein, die Du wertschätzt, sondern das Wesen dieses Menschen.

In meinen Augen bringen Dich so viele Therapiebesuche in Deinem Alter nur noch mehr dazu, zu glauben, dass Du ernsthaft an Deiner Eigenart arbeiten musst, dass Du Energie und Zeit investieren musst, um bessere soziale Verhaltensweisen zu "erlernen". Das einzige, was vielleicht Sinn machen würde, wäre ein Coaching oder eine Verhaltenstherapie, die auf Unternehmungen und Erlebnissen basiert.

Du musst raus aus dem Haus, raus in Vereine und Gruppen, raus auf Geburtstagsfeiern. Style Dich mal total neu durch, neue Frisur, neue Skaterklamotten oder was weiß ich. Hol Farbe in Dein Leben, geh zu Veranstaltungen, mach Zelttouren, reise, wenn es finanziell möglich ist.

Mach Dinge, die Dir Spaß bereiten. Es geht um nichts anderes, ohne jeglichen Hintergedanken. Hol Dir schöne Erlebnisse in Dein Leben. Suche Dir aktiv Ziele (auch ganz kleine), die Dich glücklich machen und die Dir wunderbare Erlebnisse bescheren.

Du musst nicht perfekt schreiben, Du musst nicht perfekt in der Schule sein, Du musst auch nicht perfekt mit anderen Leuten umgehen, was Du gerade wahrscheinlich versuchst. Du wirst immer liebenswert sein von ganz alleine aufgrund Deines Wesens, so wie Du andere deswegen lieben kannst. Unterdrücke das nicht, mach daraus nichts Künstliches, versuche Dich nicht so früh schon zu verbiegen. Gib Deinen ersten Gedanken und Lüsten nach, Du kannst und sollst es Dir doch erlauben.

Alles bewegt sich bei Dir auf einer ernsten und seriösen Schiene. Baue Selbstbewusstsein auf, indem Du Deinem Leben aktiv bereicherst. Deine momentane Säule für Selbstbewusstsein ist Deine Intelligenz, aber man braucht eben mehrere im Leben.

Und einen Vorschlag hier will ich auch noch ganz deutlich unterstützen: Treibe Sport, richtig harten, anstrengend Sport. Er hilft in Deiner Situation gerade Wunder.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg in der Zukunft,
Balu der Tanzbär

P.S.: Und kenne auch Deine Grenzen, Deine Eigenart wird Dich Dein ganzes Leben begleiten. Desto älter Du wirst und desto höher in den Bildungseinrichtungen, desto mehr Menschen wirst Du finden, die Dir ähnlich sind und mit denen Dir eine Freundschaft sehr viel leichter fällt. Du musst nicht der Klassenliebling und ein Frauenschwarm werden ;-)

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Egal, was Du gerade vorhast. Es ist eine sehr dumme Idee. Suche nach Alternativen und löse Probleme, anstatt einfach vor ihnen davonzulaufen.

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Wie überwinde ich die Schokosucht?

Hallo ;)

also, zu allererst: mein Gewicht ist nicht das Problem. Ich habe Normalgewicht und bin soweit zufrieden - klar, man denkt sich immer, es könnte weniger sein, aber das ist eine andere Geschichte.... aus medizinischer Sicht jedenfalls ist mein Gewicht völlig unbedenklich (Arzt nannte es letztens Traumgewicht :D).

Trotzdem gibt es aber ein Problem, das mich zuweilen extrem nervt. Ich esse nämlich viel zu viel Schokolade :( manchmal bis zu 800 oder 900 Kalorien nur Schoki... Ich kanns einfach nicht lassen und das nervt, weil ich dann die Kalorien ja an anderer Stelle einsparen muss, um nicht zuzunehmen... ich reduziere also mein 'normales' Essen, nur um Schokolade essen zu können und dann bleibe ich natürlich hungrig, weil Schoko ja nicht satt macht. Außerdem mache ich mir um meine Gesundheit Sorgen, denn so viel Schokolade ist ja keineswegs gesund und der Mangel an richtigem Essen sicher auch nicht. Meine Blutwerte sind zwar (noch) okay, aber das kann sich ja ganz schnell ändern...

Wie kann ich das in den Griff bekommen? Habe auch schon versucht, die Schokolade durch gesunde Snacks wie z.b. Obst, die ja auch süß schmecken, zu ersetzen aber das klappt nicht. Da bin ich dann maximal 20 Minuten zufrieden und dann kommt die Schokolust wieder. Hunger ist es auch nicht, denn selbst wenn ich eine große Portion einer normalen Mahlzeit esse, könnte ich noch Schoko essen. Ich scheine auch im Bezug auf Schokolade keine natürliche Essbremse zu haben, denn den meisten Menschen wird ja ab einer bestimmten Menge Schokolade einfach schlecht, aber diesen Punkt habe ich noch nie erreicht....ich bringe das Zeug in rauen Mengen runter :(

Habt ihr eine Idee, wie ich den Konsum reduzieren könnte? Denn mir ist bewusst, was ich mir damit auf Dauer antue und ich will das so schnell wie möglich ändern. Und mir schmecken sonst auch wirklich viele andere Sachen, Obst & Gemüse esse ich fast alles, nur nichts schmeckt eben so gut wie die Schoko...

LG, Sweetbumblebee

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1. Schon mal gar nicht "vorsichtshalber" einkaufen! Was nicht im Haus ist, ist man viel weniger, weil man extra nochmal los müsste.

2. Gesünderen Ersatz suchen. Ich habe mir beispielsweise ein Casein-Schoko-Pulver heimgeholt. Daraus mach ich dann Pudding (mit Mandelmilch und Johannesbrotkernöl oder Agar agar) oder halt einfach nen Schoko-Shake, wenn ichs nicht mal Lust auf was Süßes hab. Das ist dann sogar fast gesund.

3. Kleiner Trick: Sag Dir "Du darfst jetzt Schokolade essen, wenn Du unbedingt willst, aber davor trinkst Du einen halben Liter und ist 2 Stück Obst".. oder eben sogar was anderes.. GANZ oft geht es zumindest mir so, dass mein Hungergefühl eh ganz schnell wieder weg ist und damit auch meine Lust auf was Süßes. Einfach was anderes essen.. haha :D Was ein Tipp :D Aber im Kopf funktioniert das eben so bewusst besser.

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Hallo xd1999xd,

zunächst einmal toll, dass Du Dich bei so einem unangenehmen Thema einbringen und nicht länger zuschauen willst. Ich finde das wirklich toll, aber möchte Dich jetzt noch auf einen viel größeren, anderen Gedanken bringen, der am Ende heißt: Wer hat da Schuld? Wie kann man etwas dagegen tun?

Zum Anfang: Wie bist Du selbst auf dieses Thema gekommen? Wahrscheinlich durch die momentane, gesellschaftliche Entwicklung, wieder weniger Fleisch mit mehr Qualität zu essen. Man sieht immer mehr Bilder aus Massentierhaltung und Du bist wahrscheinlich tierlieb - Du hast die Bilder erschreckend und widerlich gefunden. Dann hast Du Dich entschlossen, nie wieder Billigfleisch zu essen, damit dieser Wahnsinn aufhört. Und weil Du das in Deinem (jungen) Alter sogar schon erkannt hast und durchziehst, sind andere Menschen, die Deinem Beispiel nicht folgen, egoistisch und tierfeindlich?

Aber jetzt pass auf: Dieses Problem wirst Du bei näherer Betrachtung bei 95% aller Produkte haben, die Du im Leben kaufst. Plastikverpackungen, extrem überfischte Meere, Entschrottung von Elektrogeräten in anderen Ländern, Kleidung aus fernöstlicher Kinderarbeit, Nüsse aus kalifornischen Riesenplantagen mit schlimmsten Arbeitsbedingungen.. es ist nahezu egal wo man hinsieht, hinter Billigpreisen versteckt sich immer jemand, der leidet und ausgenützt wird - im besten Fall ist das der Kunde selber.

Desto näher Du an den "Opfern" dran bist, desto wütender wirst Du darüber werden. An die Tiere bist Du jetzt nahe rangekommen, aber das hilft den "Sklaven-Arbeitern" in Katar, die unsere WM 2022 gerade ermöglichen, herzlich wenig.

Und an diesem Punkt will ich fragen: Wieviel Schuld an diesem ganzen Gedönst aus Tier- und Menschenfeindlichkeit zugunsten von Preisvorteilen will man den Konsumenten geben? Der Mensch ist für den Kategorischen Imperativ einfach nicht geschaffen, weil er nicht weit genug sehen kann. Wir können nicht die ganze Welt im Auge behalten und auf alles reagieren - wir Menschen sind im größten Maße mit uns selbst beschäftigt. Das ist unsere Natur!

Dagegen kann man sich wehren, das kann man egoistisch und sonstwas finden.. aber das wird auf Dauer keine Lösung bringen, oder? Dieses Verhalten kann sich vielleicht in 1000 Jahren ändern, aber nicht jetzt und nicht so.

Gesundes Essen, sauberes Wasser, ein Dach über dem Kopf mit "normalem" Tierumgang und humanen Arbeitsbedingungen.. wahrscheinlich wäre das inzwischen international möglich, wenn das Kapital gleichmäßig verteilt wäre. Ist es aber nicht.

Wenn sich eine alleinerziehende Mutter gesund und verantwortlich ernähren, kleiden und einrichten wollte, müsste sie erstmal eine Bank überfallen. Es ist nicht möglich. Wohin also mit Deiner Wut? Ich sehe viele Fehler in der Politik, in der Wirtschaft und auch, wie Du, im Menschen selbst.. aber das hier ist keine Frage darüber, ob jemand tierlieb ist oder nicht. Das ist eine allgemeine politische und existenzielle Frage des Zusammenlebens in einer kapitalistischen Gesellschaft.

Schlusswort: Ich finde nicht, dass Menschen "nicht tierlieb" sind, nur weil sie Billigfleisch essen. Ich finde auch nicht, dass Menschen Mörder sind, weil sie die WM2022 genießen und bejubeln werden. Viele Menschen können eine in Plastik verpackte Salamischeibe einfach nicht mehr mit einem lebenden Tier in Verbindung bringen und ich lasse diese Ausrede zählen. Kollektive Umdenkprozesse finden langsam statt und brauchen Zeit.. und müssen mit entsprechenden Gesetzen unterstützt werden.

Ich habe an dieser Stelle keine Lösung, wollte nur das Thema öffnen, weil ich es einfach ungerecht finde, andere Menschen für ihre "Fehler" so zu verurteilen. Man hat selber unzählige davon..

Beste Grüße, Stefan

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Hallo cielxxxx,

ich glaube, ich kann Dir ein bisschen Licht in die Sache bringen und Dir gleichzeitig ein bisschen Verständnis um den Muskelkater herum näherbringen.

Der Muskelkater an sich ensteht durch das Einreißen der Z-Scheiben, die zwischen Deinen Muskelfasern festgesetzt sind und Aktin- und Titionfilamente (die gehören zur Muskelfaser) zusammenhalten. Zwischen diesen Filamenten ist ein bisschen Platz und bei eingerissenen Z-Scheiben läuft dort Wasser hinein. Deswegen sieht ein Muskel mit Muskelkater auch oft ein bisschen größer aus. Diese Größe bringt allerdings auch einen ziemlich Druck mit sich, der widerum auf die Nerven drückt. Bei Bewegung tut das dann natürlich besonders weh.


Ein Muskelkater entsteht ja bekanntermaßen durch Überbelastung. Aber was heißt das eigentlich genau? Überbelastung können viele Dinge sein: Mangel an für die Muskelarbeit wichtigen Stoffen (beispielsweise Magnesium oder bestimmten Aminosäuren), wodurch der Muskel unter mehr Spannung steht, verkrampft und das reißen der Z-Scheiben begünstigt. Überbelastung kann allerdings auch einfach zu sehr hohes Gewicht oder ruckartige Bewegungsausführungen sein.

Überbelastung wird aber auch gleichzeitig noch vom Nervensystem mitbestimmt: Dein Körper lernt, mehr Muskelfasern bei einer bestimmten Belastung zu rekrutieren, sie besser abzustimmen und dadurch ökonomischer zu arbeiten. Dieser Faktor spielt immer dann eine sehr große Rolle, wenn man ganz neu anfängt oder einfach eine komplett neue Übung durchführt, die den Muskel ein wenig anders belastet.

Beispielsweise bekommt jemand, der im Fitnessstudio viel Kniebeugen macht und seine Beine routiniert trainiert, beim ersten Mal Skifahren auch sehr leicht Muskelkater, weil sein Nervensystem nicht auf die stoßartigen Ausgleichsbewegungen (mit gestrecktem Muskel) beim Skifahren eingespielt ist.


Und warum der Muskelkater jetzt so schnell nachlässt, kannst Du Dir wahrscheinlich schon denken: Es ist ein Zusammenspiel dieser Faktoren. Stell Dir Muskelkater als eine Belastungsgrenze für Deinen Körper vor - man macht den Körper an dieser Grenze ja leicht "kaputt". Das will er natürlich unbedingt verhindern. Er sammelt für die nächste Belastung der Muskelgruppe mehr nötige Stoffe (vor allem lokal) und zu Beginn arbeitet vor allem das Nervensystem ganz enorm mit und lernt sich enorm schnell ein.

An der Stelle möchte ich ChristelHuber ein wenig widersprechen: Muskelkater kommt auch durch "richtige Ausführung", man will ihn im Bestfall ja sogar erreichen. Wenn Gelenke, Bänder etc. weh tun, dann sollte man mal auf die Technik schauen.


Ein schöner Vergleich: Der Körper optimiert sich am Anfang auf solche Muskel-Belastungen eben extrem schnell und später immer langsamer. Du kannst den Trainingserfolg (welcher ja der Körperoptimierung gleichkommt) mit der Höhe eines Sandhaufens vergleichen. Um ihn größer zu machen, brauchst Du erstmal nur eine Schippe Sand, aber wenn der Haufen schon mal bisschen größer ist, rinnt alles seitlich runter und Du Du brauchst richtig viel Arbeit, um ihn nur wenige Zentimeter zu erhöhen.

Richtig durchtrainierte Profis wollen auch oft noch einen Muskelkater bekommen, müssen dafür halt dann mit extrem hohen Gewichten und perfekt ausgeführten, komplexen Übungen unter Muskelschmerzen trainieren, damit er noch kommt, da der Körper sich schon sehr gut darauf eingestellt hat.

Es ist ein weiter weg, überhaupt zu lernen, wie man das schafft. Wäre ein Anfänger perfekt eingelernt und gut betreut, könnte er sicher über 1-2 Jahre mit leichtem Muskelkater nach dem Training trainieren, aber dazu gehört viel Erfahrung und auch körperlich-kinästhetische Intelligenz, um die Übungen perfekt auszuführen.

Du wirst am Anfang noch ein recht normales Training mit leichteren Gewichten haben, auf das sich der Körper eben sehr schnell einstellen kann. Gerade die erste und zweite Woche bekommt JEDER Muskelkater - oder auch nach 2-monatigen Pausen etc.. Schon in der zweiten Woche verschwindet dieser "Anfangsmuskelkater" eigentlich immer wieder. Danach muss/kann man die Trainingintensität langsam steigern.


Oft wirst Du auch noch lesen, dass man die Übungen immer mal wieder wechseln sollte, um den Muskel "anders" zu belasten. Das trainiert vor allem Dein Nervensystem mit und ist von großem Vorteil, wenn Du nebenbei flexiblen, azyklischen Sport machen willst (zB Ballsportarten). Im Profibereich muss man da sogar ein wenig aufpassen: Karl Ess (ein mMn sehr unseriöser YouTube-Trainer) hatte letztlich besipielsweise durch gezielte Hochbelastung des zentralen Nervensystems einen Zusammenbruch des gleichen erreicht. Das ist nicht lustig und sehr gefährlich! Ich spreche das nur beispielhaft an, um zu zeigen, wie sehr es am Training beteiligt ist.


So, dass war ja jetzt richtig viel Text :D Wenn Du noch irgendwelche Fragen hast, frag einfach nochmal nach.

Liebe Grüße,
Balu

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Hallo Startrails,

das ist natürlich eine unschöne Sache, wenn man in so jungem Alter mit Angstgefühlen zu kämpfen hat, die einem eine soziale und gleichzeitig schulische Sache versperrt.

Ich denke, dass sich die Angelegenheit auch ohne eine Therapie bessern kann - das wäre an dieser Stelle auch sicherlich etwas übertrieben. Trotzdem passiert eine Besserung auf psychologischem Weg.

Es gibt für solche Angst- und Panikattacken (oder im Vorfeld bei der normalen Angst vor Dingen) ein gut bewährtes Konfrontationsprogramm. Phobien werden am erfolgreichsten und fast ausschließlich mit Konfrontation bewältigt. Gemeint ist hier keine "Schocktherapie", sondern ein langsames Herantasten, neues Kennenlernen und Umdenken innerhalb des Angstbereiches.

Doris Wolf hat diesbezüglich ein paar hilfreiche Bücher geschrieben und sie empfiehlt immer wieder die folgende Seite. Dort findest Du nicht nur Informationen über die Angst, sondern auch genaue Tipps zu besagtem Konfrontationsprogramm.

http://www.expertenrat.info/angst-panik-informationen.html

Gegliedert wird solch eine Therapie (die man übrigens auch leicht alleine durchführen kann - bei einem Kind sollte natürlich zumindest ein Erwachsener betreuen) in gedankliche Übungen, körperliche Übungen und direkte, praktische Konfrontationsübungen.

  1. Bei den Gedanken-Übungen wird erstmal eine Liste von 10 Situationen angelegt, die unangenehm bis unaushaltbar für den/die Betroffene sind. Hier beispielsweise: "Beim Ballspiel zusehen" bis "Ein harter Ball fliegt auf mich zu". Unser Gehirn verarbeitet Vorstellungen ziemlich ähnlich wie real Erlebtes. Deswegen kann man durch bewusste Imagination solcher Situationen schon lernen, ohne sich in "Gefahr" zu begeben. Man macht sich davor schon einen Plan, wie man reagieren kann und wie die Situation nüchtern betrachtet zu bewerten ist, sagt sich, dass die Situation okay und lösbar ist. Und versucht dann in Gedanken richtig und "angenehm", selbstsicher mit der Situation umzugehen. Man muss sich seine Handlungen wirklich klar vorstellen und sie sich vorsagen. Das hilft sehr viel am Anfang!

  2. Die körperlichen Übungen sind hauptsächlich Atemtechniken und Muskel-Spannungsübungen, wenn man akut starke Angst und Panik empfindet und diese "aushalten" und durchstehen will. Betroffene profitieren oft von diesen Übungen, weil sie sich damit in Situationen beruhigen können, die für sie bisher "unaushaltbar" waren. Das ist oft ein großes Erfolgserlebnis und trägt viel zum Fortschritt der Angstablegung bei. Ob das bei einer Angst vor Bällen sinnvoll ist, kommt wohl auf das Kind drauf an.

  3. Konfrontationsübungen. Das Ganze muss man jetzt also in die Praxis übertragen. Hier gilt das gleiche Stufenprogramm wie bei den Gedanken-Übungen. Ganz harmlos anfangen und langsam in kritischere Bereiche vordringen, wenn die Situation zuvor gut beherrschbar ist. Das kann mit einem Tennis- oder Tischtennisball daheim beginnen, mit dem man ein bisschen spielt und kann am Ende bis zum "Handballtorwart" gehen :D

Beim Ballsport habt ihr in der Hinsicht sicherlich Glück, dass die Konftrontation eventuell mit Spaß verbunden werden kann. Man kann mit kleinen Bällen lustige Sachen machen - kleine Spiele erfinden. Das Kind kann merken, dass es mit Bällen umgehen kann, das es selber die Kontrolle über die Bälle hat und nicht anders herum. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Auch im Stufenprogramm: Hat sie den Ball selbst oder jemand anderes, der sie vielleicht abschießen könnte.

Die Größe und Härte der Bälle könnten hier auch Stufen darstellen. Ein Tennisball wäre beispielsweise schon mal was. Ein bisschen Jonglieren üben oder so. Betroffene müssen natürlich ein klein wenig aus ihrer Komfortzone heraus, dürfen aber gleichzeitig nicht überstrapaziert werden. Desto "angenehmer" sie eine Übung und Situation empfinden, desto besser lernen sie, damit auch dauerhaft umzugehen.

Eine andere Stufe wäre zum Beispiel wirklich eine Art "Abwerfen" oder ein leichter Kopfball. Das geht ja auch erstmal gaanz sanft mit einem Tennisball. Es ist wichtig, ihr zu zeigen, dass ein "normaler" Wurf auf sie nicht weh tut und sie davor keine Angst haben muss. Damit sollte man natürlich nicht sofort anfangen.

Die gute Nachricht zum Schluss: Dieses Konfrontationsprogamm wirkt, richtig angewendet, totsicher und ist auch nicht so schwierig. Lediglich ein wenig Geduld und dauerhaften Übungwillen sollte man mitbringen.

Und natürlich beim Sportlehrer Bescheid geben, dass er sie in solchen Fällen mal nicht zu hart rannimmt ;-)

Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg,
Balu

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Hallo mesecina,

ich könnte Dir sicher gut weiterhelfen, wenn Du mir noch ein bisschen Tipps gibst, was Du genau mit den Hanteln machen möchtest. Je nach Trainingsart unterscheiden sich ja die Gewichtskategorien.

Gerade, wenn Du sie auch ein wenig zum Beintraining und Rückentraining benutzen willst, werden Dir 2kg Hanteln natürlich auch als Frau niemals reichen und Du wirst schnell so viel Kraftzuwachs erfahren, dass Du gerne noch etwas schwerere Hanteln hast.

Hanteln mit festem Gewicht machen meiner Meinung nach nur für Gymnastik-Einheiten Sinn. Im Kraftsportbereich sollten es dann schon Hanteln mit Hantelscheiben sein, damit Du ordentlich trainieren kannst.

Liebe Grüße, Balu

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Hallo Ila,

na hier passt meine Antwort ja eigentlich noch besser hin. Viele hier haben Dich ja schon in die richtige Richtung verscherzt: Du musst es erstmal schaffen, dass Dir das Studium Spaß macht! Das ist Regel Nr.1 für ein erfolgreiches Studium. Schau, dass Du liebe Komillitonen kennenlernst, dass Du Leute findest, Die mit Dir in Vorlesungen gehen und die Übungen machen, die mit Dir auch abends mal ausgehen. Das ist nicht Jux und Tollerei, sondern gehört dazu, wenn Du 3-4 Jahre an dieser Uni sein möchtest.

Sicher ist das Lernen auch wichtig, aber mach Dich jetzt nicht verrückt! Wichtig ist vor allem, den Lernstoff genau abzugrenzen. Frag Die Dozenten und - ganz wichtig - hol Dir die Altklausuren von den älteren Semestern. Jede Uni hat die irgendwo online. Eventuell mal Tutoren oder so fragen.. irgendwie kommt man da immer ran. Und fragen, fragen, austauschen.. irgendwer weiß immer irgendwas:

  • Der Dozent hört gerne das und das
  • Der macht unglaublich schwere Prüfungen
  • Bei dem muss ich auf Multiple Choice lernen
  • Hier ist noch nie jemand durchgefallen, der auch nur den kleinen Finger gerührt hat

Dieses ganze Abwägen und Tratschen gibt's auch noch genauso im Masterstudiengang, es bleibt immer. Und geh ruhig auf die Dozenten zu, schreib ihnen Email oder geh in die Sprechstunde, wenn Du mal unsicher bist. Ich habe noch keinen einzigen Dozenten gehabt, der sich nicht liebend gerne um mich gekümmert hätte, wenn ich mal eine Frage hatte.

Den wichtigsten Tipp habe ich Dir ja schon in der anderen Frage gegeben: Pass auf Deinen Kopf auf. Ein bisschen Sport, bunte Abende und ein paar Quatschrunden in der Mensa sind oft wichtiger als die volle Konzentration auf die Lernerei.

Beste Grüße und viel Erfolg,
Balu

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Haha, ich würde da die ultimativ perfekte Szene überhaupt draus machen :D :D

Einfach komplett nüchtern in versammelter Runde kurz im Vorbeigehen einen flüchtigen Kuss: "Hi, Schatz!"

Die Gesichter werden unbezahlbar sein. Der Rest regelt sich dann von alleine.. ist doch alles okay und im Butter. Ein guter Bruder freut sich für Dich und für den Freund, dass sie jeweils so tolle Menschen abbekommen/gefunden haben. Die Eltern umso mehr ;-) Mach kein Problem draus, es ist keines.

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Hallo Softrox,

da gibt es zunächst viele Argumente. Das schwerwiegendste ist wohl:

  • Sich mit 20 für so ein großes Tattoo zu entscheiden, birgt oft ein großes Risiko für das Alter. Mit 35 steht wohl niemand mehr so wirklich auf "Alice im Wunderland" :D

Zum anderen gibt es da noch eine wichtige Überlegung:

  • In vielen Jobsparten sind Tattoos etwas verpönt. Gerade im Buisness-Kundenservice sind solche großflächigen Tattoos, die man auch bekleidet sieht, oft unerwünscht. Das könnte für viele ein großer Punkt sein - je nach Gewerbe.

Ansonsten gibt es natürlich nicht viel dagegen zu sagen. Es muss halt professionell und nicht im niedrigsten Preisniveau gestochen werden, damit es auch den Erwartungen entspricht. Das kann ziemlich teuer werden, falls das Geld eine Rolle spielen sollte.

Mein größter Tipp geht aber an Dich selbst: Du liebst diese Frau! Lass Dich auch von ihren Ansichten und Vorlieben begeistern. Du musst die Tattoos nicht lieben, aber lerne, diese Seite an Deiner Freundin komplett akzeptieren zu lernen. Das ist sie, das gehört zu ihr! Es gibt mMn keinen größeren Bezeihungskiller, als den, am Partner etwas als grundauf negativ herauszuarbeiten.. auch in der Diskussion, denn Du wirst sie ja wahrscheinlich nicht unbedingt "gewinnen" :D Sag ihr am Ende, dass Du sie liebst - mit oder ohne Tattoo. Zeig auch ein bisschen positives Interesse und mach ihr auch ein Kompliment für so ein Tattoo, wenn es gut aussieht. Du bist zwar ihr Partner, aber deswegen sollte man natürlich nicht versuchen, dem anderen seine eigenen Ansichten aufzudrücken.

Darüber hast Du Dir sicher schon ähnliche Gedanken gemacht. Ich wiederhole es hier nur nochmal, damit Du auch weiter daran denkst: Der größte Liebesbeweis ist der, den anderen so sein zu lassen und zu lieben, wie er ist und sich entwickelt! Sie wird Dir ewig dafür dankbar sein, wenn Du nach dem Gespräch sagen kannst: "Lass Dir das Ding stechen, ich finde es nicht perfekt, aber das ist für unsere Beziehung ja nun wirklich scheißegal und ich ich versuche, auch das Tattoo lieben zu lernen, denn das gehört jetzt zu Dir."

Viel Glück - vor allem in der Beziehung :-)
Balu

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Hallo arjen,

der Unendlichkeitsbegriff in der Mathematik ist manchmal schwieriger als man denkt. Dein Ergebnis beispielsweise "kann" richtig sein, ist es aber in den meisten Fällen nicht. Am besten verstehst Du diesen Zusammenhang wahrscheinlich an ein paar Beispielen:


Betrachten wir zu Anfang vielleicht einfach mal Grenzwerte von Funktionen. Sagen wir mal, Du hättest Die Funktion gegeben:

f(x) = (2*x) / x

Wir kürzen hier noch nicht, sondern lassen das so stehen. Wenn wir für x jetzt immer größere Werte einsetzen (x also gegen Unendlich laufen lassen), dann wird trotzdem immer f(x) = 2 herauskommen, weil oberhalb vom Bruch und unterhalb vom Bruch das gleiche x steht. Es läuft quasi "gleich schnell" gegen Unendlich.

Wenn Du jetzt aber eine Funktion wie diese hier hast:

f(x) = x² / x

Dann sieht das Ganze schon anders aus. Lässt man jetzt das x gegen Unendlich laufen, so wird das x² im Zähler viel schneller viel größer als das nicht potentierte x im Nenner. Für x -> ∞ gilt dann zwar sowas wie "∞/∞", aber das schreibt man so nicht, weil es eben ungenau ist. Der Mathematiker sagt dann, es wäre nicht genügend definiert. Man würde dann schauen, einen aussagekräftigeren Ausdruck zu bekommen. Beispielsweise eben durch Kürzen (oder auch durch L'Hospital, falls ihr denn irgendwann mal durchnehmt). Man sieht hier also, dass f(x) auch gegen unendlich geht für x gegen Unendlich.


Wenn man jetzt von einer "Anzahl" an Elementen spricht, die unendlich groß ist, zum Beispiel die Menge aller natürlichen Zahlen {1,2,3,...,∞} dann ist diese natürlich auch unendlich groß. Man spricht hier von dem Begriff "abzählbar unendlich".

"Überabzählbar Unendlich" sind dann Mengen, die auch unendlich viele Elemente, haben aber einen Unterschied: "Abzählbare Mengen" könnte man mit 1 bis ∞ durchnummerieren und man könnte immer sagen, welche Zahl welchem Element entspricht. Bei überabzählbaren Mengen geht das nicht mehr. Beispielsweise ist die Menge der reellen Zahlen überabzählbar. Das ist nicht soo einfach zu verstehen, viele lernen es erst im ersten Semester der Mathematik, also mach Dir nichts draus. Die genaue Definition ist auch etwas schwieriger.


Was übrigens schon definiert ist: 0 / ∞ ergibt natürlich 0, da etwas ganz Kleines, geteilt durch etwas ganz Großes ganz Klein wird. Ein schierigerer Fall ist ∞ * 0 (wobei hier 0 für etwas Winzigkleines stehen soll, nicht für die totale 0) beispielsweise bei

f(x) = x * (1 / x)

Für x gegen Unendlich geht hier x natürlich gegen unendlich und (1 / x) geht gegen 0. In der Multiplikation kommt aber immer wieder f(x) = 1 heraus. Letztendlich kannst Du solche Probleme aber immer auf das oben beschriebene ∞ / ∞ zurückführen:

f(x) = x * (1 / x) = x / x

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen und ich habe Dich nicht vollends verwirrt :D Wenn Du Fragen hast, frag einfach nochmal nach :-)

Beste Grüße, Balu

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Nie die große Liebe finden?

Hallo! :) Tut mir leid, meine Frage ist etwas seltsam, aber sie beschäftigt mich schon seit Langem... :/ Gibt es Leute (,die ein normales Alter erreicht haben) und sich trotzdem nie verliebt haben und / oder sich nie jemand in sie verliebt hat? Ich frage das, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass sich jemals jemand in mich verlieben sollte... Das könnte einfach nicht sein!!! :'D Ich meine, ich finde, ich bin weder besonders hübsch (und das ist ja mal das Erste, was man von einer anderen Person mitbekommt), weshalb ich schon einmal nie angesprochen werden würde oder so. 2. Bin ich ziemlich schüchtern. :( Die meisten Leute bemerken mich noch nicht einmal, da ich anscheinend null Ausstrahlung habe. Wenn ich mit Freunden zusammen bin, bin ich natürlich nicht schüchtern, dann plappere und rede ich meistens die ganze Zeit! xD Ich weiß, ich weiß, eigentlich sollte ich noch vieeel Zeit haben, da ich erst 14 bin, aber alle meine Freundinnen hatten schon Freunde und auch wenn es immer heißt, dass man in diesem Alter noch gar nicht verliebt sein könnte, sind manche es definitiv. Und immer, wenn ich gefragt werde, ob ich mal einen Freund habe/hatte und ich "Nein." sage, werde ich nur fassungslos angeguckt und niemand glaubt mir, dass ich noch nie verliebt war. :( Kann dass ich mich noch nie verliebt habe auch daran liegen, dass ich einfach zu hohe Ansprüche habe? Obwohl ich selber nicht wirklich was zu bieten habe... Ich meine, ich will natürlich nicht einfach mit dem Nächstbesten zusammenkommen, nur um eine Beziehung zu haben. Aber trotzdem (ich weiß zwar nicht genau, was "mein Typ" ist ^^ ), aber ich hätte gerne einen Freund, der auch gerne liest, mit dem ich mich über Bücher unterhalten kann und der wenigstens etwas intelligent ist. Allerdings sind alle Jungs, die ich kenne und auf die das bis jetzt zutrifft eher so, dass sie total mit ihrem Wissen angeben und so weiter und das finde ich auch nicht so wirklich toll... Ich glaube, ich bin eindeutig zu kompliziert! :D Oder könnte es daran liegen, dass ich aus allen möglichen Büchern zu hohe Ansprüche habe? Oder auch zu romantische Vorstellung? ich würde mich gerne ein einziges Mal in eine Person verlieben, mit ihr zusammenkommen und für den Rest meines Lebens zusammenbleiben -obwohl ich weiß, dass das wenig realistisch ist... Um noch einmal zum Vorherigem zurückzukommen... ich glaube schon, dass irgendwann einmal jemanden finden werde, in den ich mich verliebe, aber kann es sein, dass ich niemals jemanden finden werde, der sich in mich verlieben könnte? Vielen Dank schon einmal! :)

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Hallo Daydreamer,

ich möchte zu dem Text noch dazusagen, dass er (bis auf den allerletzten Absatz) komplett einhergeht mit psychologischen Forschungen und Sichtweisen. Im Generellen sagt man, dass die Wahrnehmungsstruktur von sich selbst und der Umwelt schon im zarten Alter von 12-14 endet und am stärksten beeinflussbar in den bewussten Jahren davor geprägt wird.

Wer dort nur Liebe für das "Brav sein, Gehorchen, gegen Leistung" bzw allgemein Liebe im Gegenzug für erfüllte Anforderungen bekommt, der wird sich ein Leben lang schwer tun, seine eigene Liebe zu erkennen und nach außen zu tragen. Er wird sich immer messen müssen an Dingen wie Aussehen, Erfolg, Geld oder auch Intelligenz. Sogar, wenn er rational längst weiß, dass das unwahr ist und er sich selbst im Weg steht. Das Kleinhirn ist hartnäckig ^^

Oft enstpringt daraus dann eine permanente Selbstüberforderung an sich selbst und das Umfeld, eine Unausgeglichenheit, Selbstaufopferung, Höhrigkeit und eine gewaltige Sehnsucht nach wahrer Liebe, die man zwar irgendwo in sich spürt, aber nicht ausleben kann.

An diesem Punkt gehen viele Leute um die 20-30 das erste Mal in ihrem Leben in Therapie wegen Depression, Burnout etc.. Was bringt man diesen Menschen bei? Man achtet eigentlich kaum auf deren "Probleme", wegen denen sie kommen, man analysiert nicht ihr Chaos, welches sie sich da aufgebaut haben - nein. Man bringt ihnen bei, sich selbst glücklich zu machen, sich wertzuschätzen und zu lieben. Von allen Anforderungen der Welt einmal wegzuschauen und sich auf das eigene Wohlbefinden zu achten und somit auch darauf, fähig zu werden, Eigenliebe zeigen zu können, sich selbst wichtig und liebenswert zu erfahren - ungebunden an Forderungen, Messlatten und gesellschaftliche Zwänge.

Wie Du sehen kannst, folgt der Text sehr genau diesem Muster :-)


Darunter hast Du gefragt, was Du denn nun unternehmen könntest, um Dich selbst mehr lieben und damit mehr Liebe nach Außen tragen zu können?

Lies Dich mal ein wenig über Selbst-Hypnose schlau. Ist komplett ungefährlich und geht eigentlich sehr einfach. Du brauchst dabei auch keinen richtigen Hypnose-Zustand, sondern eine tiefe Entspannung reicht oftmals aus. Mehrfach über einen längeren Zeitraum angewendet, bewirkt auch die Selbsthypnose in diesem Bereich Wunder. Eine inzwischen immer besser entwickelte Methode, um sein Kleinhirn wieder besser zu konditionieren. Besonders gut und professionell finde ich die Texte von Eisfeld :

http://www.amazon.de/Hypnose-Audio-CD-Unterst%C3%BCtzung-lieben-Privat--Praxisgebrauch/dp/B00DYIVTN2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1398931145&sr=8-1&keywords=selbst+gl%C3%BCcklich+machen

Was kannst Du ansonsten machen? Weniger von Dir erwarten! Das geht nicht von heute auf morgen. Du musst aufhören, Dich an Idealen und an so hohen Messlatten zu messen, dass Du in 90% aller Fälle zu den Verlieren gehörst. Diese nergative Denkweise ist es, die auf Dauer alle kaputt macht. Du musst lernen, Dich selbst glücklich zu machen, nicht indem Du Diese Messlatten übrspringst, sondern indem Du die einfachen Dinge tust, die Dich wirklich Glücklich machen. Wann war das Letzte mal, dass Du etwas zum ersten Mal getan hast? Gestalte Deine Tage bunter, lass Lebensfreude in Deinen Alltag an die erste Stelle rutschen. Sag NEIN, wenn Dich etwas nicht glücklich macht, sag JA, wenn Du weißt, dass Dich etwas glücklich macht aber Du Angst davor hast.

Stell Dich vor den Spiegel und sag Dir jeden Tag auf, warum Du super und einzigartig und liebenswert bist und warum Du Dich selber liebst. Das hört sich etwas blöd an, aber mach es bitte einmal und spüre danach, wie lange dieses Gefühl nachklingt und wie schön es ist. Manifestiere es in Dir. Wenn Du so etwas zu Dir sagen kannst, kannst Du das irgendwann auch andere spüren lassen und sie können es erwidern.

Trau Dich mehr, zu dem zu stehen, was Du im Leben haben möchtest. Nicht Dein Umfeld, nicht Deine Eltern, nicht irgendwelche Frauen - das ist DEIN Leben und an allererster Stelle steht, dass DU darin glücklich wirst. Das ist auch nicht egoistisch. Glückliche Menschen machen ihr Umfeld ebenfalls viel glücklicher und Du kannst ohne schlechtem Gewissen Menschen aus dem Weg gehen, die nicht in Dein Leben passen.

Trau Dich, Du selbst zu werden und für das einzustehen, was wirklich aus Dir kommt. Versuche, nur das Allernötigste zu unterdrücken, den Rest lässt Du authentisch aus Dir heraus - auch Deine Vorlieben, Deine Wünsche, Deine Sehnsüchte.

Wie gesagt: Es dauert oft eine lange, lange Zeit, bis man das gelernt hat. Das Kleinhirn steuert immer gegen. Es umzukonditionieren dauert einfach sehr lange. Man muss jeden Tag dran bleiben. Es ist in etwa wie das Aufhören mit einer Sucht ( Rauchen oder ähnlichem). Erst, wenn man sich lang genug dagegenstemmt, stört das Kleinhirn auch weniger in seiner Denkweise.

Liebe Grüße, Balu

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Unbeliebt in der Schule :(

Hallo :)

Ich bin jetzt in der 11. Klasse eines Gymnasium und momentan Klassenbeste. Daher werde ich häufig als Streberin bezeichnet. Wenn ich mal eine 2 schreibe, lachen die anderen mich nur aus und sagen dass ich schlecht bin. Obwohl sie selber nur eine 4 oder 5 haben. Eigentlich möchte ich auch nur ein gutes Abitur machen. Warum sind einige in der 11. Klasse immer noch so kindisch?

In meiner Klasse werde ich von allen ausgegrenzt. Jetzt in der 11. wird sehr oft Gruppenarbeit gemacht. Immer wenn wir Gruppenarbeit machen, bleibe ich übrig. Dadurch habe ich dann immer das Gefühl das ich nicht dazu gehöre. In sport werde ich immer als letztes in die Mannschaft gewählt. Obwohl ich sportlich bin.

Eigentlich habe ich nur 2 gute Freundinnen.

In meiner Klasse mag mich keiner. Es gibt nur wenige Gründe, warum mal jemand mit mir redet:

  • er/sie möchte bei einer Klassenarbeit abschreiben
  • er/sie möchte Hausaufgaben abschreiben
  • ich soll irgendetwas erklären
  • um mich zu beleidigen

Liegt es an meinen guten Noten, dass ich von der Klasse ausgegrenzt werde ?

Ich gebe nie mit meinen Noten an. Eigentlich möchte ich den anderen meine Noten ja auch garnicht sagen. Aber wenn wir eine Klassenarbeit wieder kriegen, sagen die Lehrer meistens, dass ich eine 1 geschrieben habe und wieder die beste Note hatte. Dann weiß sofort jeder meine Note. Dürfen Lehrer das eigentlich sagen ohne zu fragen?

Dieses Problem habe ich eigentlich erst seit ich in der 11. Klasse bin. Von der 5. - 10. Klasse war ich auf einer Realschule. Dort hatte ich meistens einen Notendurchschnitt von 1,0. Bin auf der Realschule geblieben, weil ich mit meiner besten Freundin in einer Klasse bleiben wollte. Bei Gruppenarbeit bin ich nie übrig geblieben und in Sport bin ich auch sehr schnell in eine Mannschaft gewählt worden. Wurde nie als Streber bezeichnet und habe häufig anderen etwas erklärt.

In dieser Klasse habe ich jetzt nur noch das Gefühl, dass ich nicht dazu gehöre.

LG

Micky

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Hallo Micky,

da widerfährt Dir gerade aber etwas sehr Unangnehmes. Ich wünsche Dir zunächst, dass Du standhaft bleiben kannst, weiter an Dich glaubst und Dir von den Mitschülern nicht Dein Selbstwertgefühl nehmen lässt.

Die meisten haben es hier "Neid" genannt, was Deine Mitschüler dazu bewegt, Dich zu "mobben". Ich denke, das darf man so bezeichnen. Neid ist allerdings nie ein einzelner Grund. Erst in der Kombination mit anderen antipathischen Gefühlen wird der Neid auch nach außen getragen. Du bist sicher auch neidisch auf manche Dinge, aber beschimpfst deswegen nicht andere Leute.

Ich begebe mich bei meiner Antwort einmal auf Glatteis und mutmaße ein wenig: Du hast sicher schon in der Realschule gelernt, Dich stark auf die Schule zu konzentrieren, denn zu einer 1,0 gehört nicht nur Intelligenz sondern auch viel Arbeit. Ich nehme daher mal an, dass Du sehr diszipliniert bist und dementsprechend auch Deine Rolle als Schülerin sehr ernst nimmst, viel Zeit investierst. Mach Dir einmal bewusst, dass das gerade in Deinem Alter sehr wenige Jugendliche können und machen - noch dazu freiwillig :D

Jetzt hast Du zusätzlich die Klasse gewechselt, hast also niemanden in der Klasse gekannt und Dich aber auch hauptsächlich weiterhin ganz auf den Unterrichtsstoff und Deine schulische Leistung konzentriert. Die anderen kannten sich natürlich davor. Als Du in die neue Klasse kamst, warst Du also erstmal eine Neue, eine Fremde, die sich vor ihnen profilieren sollte. Anstatt Dich darum zu bemühen, Dich in die Klassenatmosphäre einzugliedern und starkes Interesse an den anderen zu zeigen, stand für Dich die neue Aufgabe des Gymnasiums an erster Stelle. Das ist natürlich nur eine Vermutung, aber anscheinend bist Du ja isoliert geblieben.

Als bereits bestehende "Gruppe" haben sie erwartet, Du würdest Dich zu beweisen versuchen und Dich eingliedern wollen. Als sie gemerkt haben, dass Du Deine Prioritäten anders gesetzt hast, sind die Tore zugefallen. Viele haben sich vielleicht insgeheim gedacht: "Ah, die ist sich zu gut für uns, die will sich wohl nicht mit uns abgeben." Und dann sehen sie noch, dass Du ihnen um Längen voraus bist in der Schule.

Viele Jugendliche und leider auch noch Erwachsene haben allerdings das dringende Bedürfnis, ihr Umfeld auf ihr "Niveau" anzupassen. Entweder dadurch, dass sie sich selber schönreden oder eben ihr Umfeld "abwerten". Da die Rolle der Gruppenzugehörigkeit bei Dir nicht funktioniert hat und Du sie somit nicht durch Wertschätzung "aufwertest", werten sie Dich nun ab. Ist dieser Kanal erstmal geöffnet, kommt da leider auch viel ungerechter Müll durch.

Es ist also nicht nur direkt der Neid auf Deine Noten sondern die Ungnade der "Schlechteren", da Du sie nicht aufwertest. Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine. Dein "nicht angeben" ist da auch kein Kriterium mehr, du vermittelst ihnen, dass Du eigentlich nichts mit ihnen zu tun haben möchtest. Vielleicht willst Du das ja sogar, aber sie fühlen sich von Dir eher ignoriert.

Ich finde die vielen Antworten hier a la "Ignoriere sie einfach" und "Anderssein ist nicht erwünscht" leider nicht gut. Natürlich ist das richtig, ja, aber trotzdem musst Du Dich in der Klasse auch wohlfühlen können und einen Zugang zu Freundschaften und einer glücklichen Jugendzeit dort bekommen. Mir wäre das an Deiner Stelle ein Stück Anpassung wert, denn wie man in den Wald ruft, so schallt es hinaus.

Jetzt ist es bei Dir ja noch nicht total in ein extremes Mobbing ausgeartet, es besteht also noch ein wenig Hoffnung, das sich etwas ändert. Und das wäre ja wirklich von Nöten. Also was tun?

Brich die Tore wieder auf, um in diese Gruppe zu kommen. Dabei musst Du nicht auf Knieen kriechen oder betteln. Eine Radikallösung, wenn Du viel Rückrat und Mut hast, wäre beispielsweise, dass Du Dich mal vor die Klasse stellst und sagst, dass Du es schade findest, dass Du niemanden richtig kennenlernen konntest, aber eigentlich echt nett und interessant findest. Deswegen willst Du eine kleine Party am Wochenende feiern. Es sind alle eingeladen. BAM! Sowas geht aber nur mit breiter Brust, guter Laune im Gesicht und viel Selbstvertrauen. Und dann suche auch lebendig Anschluss und zeige etwas Interesse am Leben Deiner Mitschüler.

Ansonsten suche Dir Verbündete, mach Deinen Mitschülern Komplimente. Du hast es sicher schon mal an Dir selbst bemerkt: Wenn Dir jemand ein Kompliment macht, würdest Du das immer gerne erwidern bzw. baut sich sofort mehr Sympathie auf. Schau, dass Du zwar nicht anhänglich und ergeben wirkst, aber trotzdem Interesse zeigst, sie zum Lachen bringst, für sie etwas Positives für ihr Leben wirst, dass sie Dich mit etwas Positivem verbinden. Und vielleicht kannst Du dann ja auch mal mit ihnen zusammen kindisch sein, das tut Dir sicher auch manchmal gut ;-)

Liebe Grüße, Balu

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