Welche ist die friedlichste Religion?

27 Antworten

Der Dschainismus könnte als eine der friedlichsten Religionen gelten.

Diese Religion mit dem altindi­schen Hakenkreuzsymbol wurde im 6. Jahrhundert v.u.Z. von dem reichen indischen Fürsten Nata­putta Wardhamana, besser als Wardhamana Mahawira bekannt (ein Titel, der "großer Mann" oder "großer Held" bedeutet), gegrün­det.

Er begann ein Leben der Selbstverleugnung und der Askese. Auf der Suche nach Erkenntnis durchwanderte er nackt "die Dörfer und Ebenen Zentralindiens, um Befreiung vom Kreislauf der Geburt, des Todes und der Wieder­geburt zu finden" (John B. Noss, Man‘s Religions).

Er glaubte, daß die Erlösung der Seele nur durch extreme Selbstverleugnung und Selbstdisziplin und eine strenge Anwendung der Ahimsa (Nicht-verletzen, Gewaltlosigkeit) auf alle Geschöpfe erreichbar sei. Er vertrat die Ahimsa so extrem, daß er einen weichen Besen mitführ­te, mit dem er sanft jedes Insekt wegwischen konnte, das ihm in den Weg kam. Sein Respekt vor dem Leben schloß auch den Schutz der Reinheit und Integri­tät seiner eigenen Seele ein.

Heute führen seine Anhänger in dem Bemühen, ihr Karma zu verbessern, ein ähnliches Leben der Selbstverleugnung und des Respektes vor allen anderen Ge­schöpfen. Wir sehen wiederum die große Wirkung, die der Glau­be an die Unsterblichkeit der Menschenseele auf das mensch­liche Leben hat.

Heute gibt es knapp vier Millio­nen Anhänger dieses Glaubens, und die meisten leben in den Ge­bieten von Bombay und Gujarat (Indien).

Lehren und Wandel —Ahimsa und Warna

Im Hinduismus gibt es wie in anderen Religionen gewis­se Grundregeln, die das Denken und Handeln beeinflussen. Eine ganz wichtige ist die der Ahimsa,
Nichtverletzung (Nichtschädigung) bzw. Gewaltlosigkeit, für die Mohandas Gandhi (1869—1948)
bekannt als der Mahatma einge­treten ist.

Diese Grundregel besagt, daß der Hindu kein Geschöpf töten oder ihm Gewalt antun darf. Das ist einer der Gründe, warum die Hindus gewisse Tiere verehren, wie zum Beispiel die Kuh, die. Schlange und den Affen. Die strengsten Verfechter der Ahimsa-Lehre und der Achtung vor dem Leben sind die Dschaina (der Dschai­nismus entstand im 6. Jahrhundert v. u. Z.), die barfuß gehen und sogar ein Mundtuch tragen, um nicht aus Versehen ein Insekt zu verschlucken. Die Sikhs dagegen sind wegen ihrer kriegerischen Tradition bekannt, und Singh, ein verbreiteter Nachname un­ter ihnen, bedeutet Löwe.

Hallo equilibrium013

Du suchst die friedlichste / friedliebendste Religion und Du schränkst Deine Suche ein, auf jene die kein Blut vergossen haben. Du legst also mehr Wert auf die guten Ergebnisse oder Taten als auf die Worte - und vermutliche aus diesem Grund ziehst Du von vornherein Christentun, Islam und Judentum NICHT in die engere Wahl. Die Bibel lässt Du außer Betracht. Richtig?

Zu dem Begriff Religion: Eine allgemein anerkannte Definition dieses Begriffes ist: „Eine Form der Anbetung, als Ausdruck des menschlichen Glaubens an eine übernatürliche Macht und die Verehrung dieser Macht als Schöpfer und Lenker der Welt.“ Ich hoffe, Du stimmst zu.

Und vielleicht noch etwas, worin wir übereinstimmen: Die Art und Weise oder die Form der Ehrerbietung legt derjenige fest, dem diese Anbetung gebührt, dem sie also zugedacht ist.

Der Wert des Ganzen wird an den Ergebnissen gemessen. Priorität hat aus Deiner Sicht der Frieden. Umkehrschluss: ohne das Ergebnis Frieden ist die Religion wertlos! Soweit hoffentlich richtig?

Außer Betracht gelassen hast Du den Unterschied zwischen dem wahren Christentums und der Christenheit.

Bei der Suche nach der friedliebendsten Religion ist in diesem Punkt etwas mehr Unterscheidungsvermögen notwendig.

Oberflächlich betrachtet sind beide einander so ähnlich wie eine echte und eine gefälschte Banknote. Oberflächlich betrachtet! Und was daher den unterschiedlichen Wert beider betrifft, kann man das Beispiel genauso anwenden.

Zum Christentum: Das ursprüngliche und daher wahre Christentum gehörte schon immer zu den Verfolgten!

Zum Judentum und der Christenheit: Das vom Ursprung abgewichene Judentum, das Jesus seinerzeit tadelte und die mit vielen menschlichen Dogmen durchsetzte Christenheit, die sich nach dem Tode der Apostel etablierte, war wie von Jesus Christus vorausgesagt, von Anfang an auf der Seite der Verfolger und Kriegstreiber. (Apostelgeschichte 8:1 / Matthäus 10:22, 23 / Johannes 15:20)

Die Christenheit - allem voran ihre geistlichen Führer - kann für sich in Anspruch nehmen, die größten Blutvergießen der Menschheitsgeschichte ausgelöst und mit verantwortet zu haben. (Kreuzzüge, Inquisition, zwei Weltkriege u.v.a.m.) (Interessant dazu Offenbarung 18:24 - dort wird die Christenheit mit Babylon umschrieben)

Gemessen an den Ergebnissen ist sie also absolut wertlos. Besonders aus der Sicht Gottes!

Abgleichen müssen wir nun noch unser Verständnis zu der Frage: Was aber ist Frieden?

  • ist er lediglich die Abwesenheit von Krieg?

  • oder ist er eine mehr oder minder erfolgreiche Koexistenz - und sei es auch nur zähneknirschend?

  • vielleicht aber Friedfertigkeit, wie man sie von den „Bewohnern“ eines Friedhofes kennt? Sie sind total ungefährlich! Sie tun niemanden absolut nichts.

  • Oder aber macht wirklicher Friede die ganzherzige tätige Mitarbeit aller Beteiligten notwendig?

  • Braucht man also nicht nur friedliebende (passive) sondern friedensstiftende (aktive) Menschen?

  • und wäre diese Aufstellung vollständig, ohne zu fragen ob nicht auch Frieden mit der Umwelt, Frieden mit der Schöpfung und Frieden mit dem Schöpfer dazugehören?

  • ist so etwas überhaupt möglich ohne dass sich Menschen global, weltweit einig sind? Nicht wirklich, oder?

  • können sich Menschen bei geschätzten mehr als 10.000 Religionen weltweit überhaupt jemals völlig einig werden?

Würdest Du zustimmen, dass wenn erwiesenermaßen eine Religion Menschen verschiedener Hautfarbe, unterschiedlichster Bildung und grundverschiedener nationaler, ethnischer, sozialer und religiöser Herkunft so sehr und nachhaltig miteinander vereint, dass sie wie die Glieder einer weltweiten Familie liebevoll miteinander umgehen und Gemeinschaft pflegen, würdest Du zustimmen, dass das eine äußerst wertvolle Religion ist? Eine Religion, die das praktiziert, was Du in Deiner Frage umschreibst?

Und würdest Du auch zustimmen, dass man daran die wahre Religion erkennen könnte?

Wahrhaftig schon deshalb, weil unser Schöpfer durch die richtige Form der Anbetung Menschen miteinander vereinen und nicht etwa trennen möchte.

Und wahrhaftig auch deshalb, weil nur Wahrheit die Kraft entfaltet kann, das Denken, Reden und Handeln von Menschen tiefgreifend so positiv zu beeinflussen, dass Frieden das Ergebnis ist.

Du wirst wahrscheinlich einwenden, dass sei Utopie . . .

Du wirst wahrscheinlich einwenden, dass sei Utopie. Es ist keine Utopie, so etwas gibt es wirklich.

Es gibt eine solche wahre Religion, die Weiße, Schwarze, Braune und Gelbe zu Gleichgesinnten werden lässt , zu Menschen deren Herz dieselbe Farbe hat — durchsichtig —, weil sie Brüder und Schwestern sind.

Es gibt eine solche friedliche Religion . . . .

. . . . sie ist sogar mehr als friedlich, denn sie wirkt sich friedensstiftend aus auf

beispielsweise

  • die Tutsi und Hutu

  • Eritreer und Äthiopier

  • Kroaten, Serben und Bosnier

  • Mazedonier und Albaner

  • Polen und Ukrainer

  • Israelis und Palästinenser

  • ehemals protestantische und ehemals katholische Nachbarn in Nordirland

  • Deutsche, Griechen, Türken und Afrikaner

  • und viele andere mehr, die sich vorher hasserfüllt, verbissen und scheinbar unversöhnlich gegenseitig bekämpft haben, eine Religion die solche Menschen dauerhaft zu einem friedlichen Miteinander veranlasst!

Weißt Du wo?

In den Versammlungen, in den Königreichssälen und auf den internationalen Kongressen der Zeugen Jehovas. Sie wirken mit- und untereinander als Friedensstifter überall auf der Welt in derzeit über 500 Sprachen und 239 Ländern.

Sie verweigern überall auf der Erde den Kriegsdienst und beteiligen sich nirgendwo an kriegerischen Auseinandersetzungen. Und das trotz Wiederstand und Verfolgung, wie gegenwärtig in Armenien, Aserbeidschan, Georgien, Russland, Türkei, Usbekistan und anderen Ländern sowie in der jüngeren Vergangenheit im Nazi- Deutschland oder in der DDR.

Vielleicht überrascht es Dich zu erfahren, dass bereits der Gründer des Christentums festgelegt hat, mit welcher Methode man die wahre von der falschen Religion unterscheiden kann. Und die empfohlene Methode hat Ähnlichkeit mit der von Dir angeregten.

Er sagte:

„Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor . . . Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen“ (Matthäus 7:15-20)

All das sind allerdings nur erste Schritte, aber in die einzig richtige Richtung

Falls Du das spannende Thema vertiefen möchtest, dann google einfach mal nach diesem Thema „Nicht Krieg, sondern Frieden lernen“


Alles Gute



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@Abundumzu

Danke für die aufschlussreiche Antwort, Abundumzu.

Erinnern wir uns an das was Jesus uns lehrt:

Johannes 15:20 . . .Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; . . .

Beste Grüße

JensPeter

4
@Abundumzu

Du machst es dir sehr einfach. Deine Religion legt die Regeln fest, die bestimmen soll was ist die wahre Religion und oh wunder, nur deine Religion erfüllt diese Regeln.

Die Wahrheit wird aber an Taten und Fakten gemessen.

a) Im ersten Weltkrieg waren auch ZJ an der Front. dazu gibt es ausreichend Berichte in den alten Wachttürmen.

b) Die unbiblische Doktrin über Blut hat hunderte wenn nicht tausende ZJ das Leben gekostet, darunter viele unschuldige Kinder. Geopfert auf dem Altar einer Sekte.

c) Die Ereignisse der letzten Jahre in Australien zum Thema Kindesmissbrauch zeigen dass die Führung böse Menschen beschützt und Opfer verhöhnt hat. Sich also auf die Seite derer gestellt hat die gegen Gottes Gesetze verstoßen haben. Soll ich ausführlicher werden und Zahlen und Fakten liefern?

Das und noch viel mehr zeigt. Zeugen Jehovas sind mehr Schein als Sein. Und keinesfalls die wahre Religion und die friedliebenden Menschen die sie vorgeben zu sein.

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Die yezidische Religion kennt nur einen Gott und betet ihn alleine an - sie verabscheut Gewalt in allen ihren Formen. Niemals darf Gewalt im Namen der Religion als Mittel gegen Andersdenkende eingesetzt oder dürfen andere Menschen getötet werden. Mord und Totschlag sind dieser friedlichen Religion fremd, sie gehören nicht zu ihren Lehren und Prinzipien. In einem bedeutenden heiligen Text heißt es, dass Gott allein den Menschen das Leben schenkt und nur er allein berechtigt ist, die Seele vom Körper zu trennen.   Kultur und Tradition der Yeziden belegen seit jeher, dass sie anderen Kulturen und Religionen mit Toleranz begegnen und sich dem kurdischen Volke zugehörig fühlen. Vor diesem Hintergrund verurteilen wir dieses abscheuliche und menschenunwürdige Verbrechen auf das Schärfste.   Wir verlangen, dass der Gerechtigkeit genüge getan wird und die Verantwortlichen vor ein Gericht gestellt werden, um ihre angemessene Strafe zu erhalten.   Mir Tahsin Said Ali Beg, 27. April 2007 Oberhaupt (Mir) aller Yeziden Vorsitzender des Obersten Geistlichen Rates der Yeziden

Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewußtsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat.

Liebe Leute wenn es die sogenannte friedliche Religion gäbe, dann sehe die Welt ein wenig anders aus.ich persönlich habe keine Religion. Meine Religion lautet meinen gesunden Menschen verstand zu benutzen und vorallem ehrlickeit und andere Mitmenschen respektieren. Ich muss nicht nach irgendwelche regeln oder gesetzte welche in einem Buch wie die biebel oder Koran stehen leben. Ich bin auch der Meinung Finger weg von Religionen ..... Einige von euch schreiben unter anderem das die yesidische Religion die friedlichste sei. Und was ist mit den sogenannten ehrenmorde gegen seine eigene Kinder ???? Also einfach nur Schwachsinn wenn ihr mich fragt. Wenn ich ab und zu die Nachrichten verfolge bin ich einfach nur froh keine Religion zu haben. Danke fürs lesen.

leonschen12 dann wäre die zarathustra Religion die beste Religion für dich :)

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