Was würdest du an unserer Welt gerne ändern?

16 Antworten

Ich würde jegliche Art von Herrschaft (auch die von Konzernen) unmöglich machen, damit der Grundsatz der Unantastbarkeit der Menschenwürde tatsächlich Geltung findet. Ich würde also als erstes alle Gesetze abschaffen, die Unterdrückung, ungewollte Abhängigkeiten, Hierarchien, Willkür usw. ermöglichen.

Herrschaftslosigkeit kann nicht verordnet werden, weil es ja sonst wieder nur ein Gewaltakt wäre. Sie kann nur gelebt und verbreitet werden. Man kann Menschen nicht daz zwingen, frei zu sein oder frei sein zu wollen.

Man kann aber gute Voraussetzungen dafür schaffen, indem man andere respektvoll und würdig behandelt und Gewalt und Willkür nicht duldet. Leider stellen unsere derzeitigen Gesetze sicher, dass Unterdrückung und Unfreiheit an der Tagesordnung sind. Und das wiederum ist nur möglich, weil sehr viele Menschen dies mittragen, mitleben und damit rechtfertigen, dass es soviel Gewalt und Ungerechtigkeit auf dieser Welt gibt und immer wieder neu produziert wird.

Ich würde den Selbsterhaltungstrieb durch einen Selbstliebetrieb ersetzen. Das würde dafür sorgen, dass wir sanfter mit uns selbst umgehen, die Verantwortung für unser Handeln übernehmen, und uns für ein gesundes und zufriedenes Miteinander einsetzen.

Durch neue Innovationen in der Energieversorgung (neuartige Energiespeicher mobil und/oder stationär eingesetzt) den Umstieg schaffen von der Energieversorgung aus fossilen Quellen hin zu erneuerbaren Energien.

Nur durch neuartige Energiespeicher kann der Anstieg der Temperatur weltweit auf max. 1,5° begrenzt werden. Für die Lithium-Ionen Batterien gibt es nicht genug Rohstoffe (seltene Erden). Und nur so kann die Klimakatastrophe verhindert werden. Ich bin Spezialist auf dem Gebiet neuartige Energiespeicher.

Beschäftigt sich nicht die Mega Fabrik von Tesla genau mit diesem Problem?

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Es gibt es nicht genug Rohstoffe (seltene Erden) in der Erde. Die können nicht so schnell gefördert werden wie die Nachfrage besteht und das mit den E-Autos soll ja erst los gehen und so eine Autobatterie wiegt zwischen 400-700 Kilo. (seltene Erden heißt selten). Die Situation ist in der Autoindustrie ja überall gleich, weil alle die selben Rohstoffe brauchen. Siehe bei VW.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Droht-VW-der-Elektro-Schock-article20086209.html

Sind die Rohstoffe knapp Preis geht nach oben. Früher war es so, das etwas billiger wurde je mehr produziert wurde, das gilt so nicht mehr, es wird immer teurer.

Tesla braucht auch Lithium und Kobalt und die sind knapp und nicht für alle verfügbar.

Das E-Auto ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.

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Ich würde die Wirtschaftsordnung ändern, durch Einführung von umlaufgesichertem Geld, einer Bodenwertsteuer und eines ökologischen Grundeinkommens.

Die Auswirkung wäre, wir bekämen eine ganzheitliche, freie Marktwirtschaft, ohne Wachstumszwang, Arbeitslosigkeit, Pekär-Beschäftigte, Arme, umfangreiche Umweltvernichtung, und und und. - Wir würden alle im Paradies leben.

Auch wenn es sehr kompliziert ist, dass detailliert auszuführen, würde ich Geld abschaffen (damit schließe ich direkt alle Handelsgeschäfte aus, also auch kein Tauschhandel mehr)!

Das wäre meine Hypothese für eine Welt ohne Geld:

- kein Hunger, kein Durst egal wo! Jeder kann trinken und essen wie er möchte!

- keine Kriege mehr um Öl und Gas (man kann es ja nicht mehr verkaufen)

- Jeder Mensch könnte sich jeden Luxus leisten, die beste medizinische Versorgung zum Beispiel oder schicke Häuser

Wenn jeder alles haben könnte, wird es schwer individuell zu sein, also fördert es bei einigen die Kreativität! Die Menschen werden produktiver, mehr haben die Möglichkeit Ideen umzusetzen und Innovationen zu entwickeln.

Gleichzeitig gäbe es einen positiven Zusammenbruch der Gesellschaft, denn ein großer Teil wird das Arbeiten einstellen! Darunter auch Mediziner, Polizisten, Feuerwehrleute etc. Als folge dessen werden Menschen sterben, die Bevölkerung dünnt also aus, was der Erde gut tun wird.

Die wenigen Menschen die aus Überzeugung und Leidenschaft ihren Beruf weiter ausüben, werden die ideale und Vorbilder einer neuen Generation die lernt, dass ein System nur funktioniert wenn man sich engagiert!

Sonst kann man vielleicht in Reichtum Leben, aber wenn es keine Ärzte und Co gibt, auch früh sterben!

Lehrer könnten allen Menschen kostenlos die beste Bildung zukommen lassen!

Das ist nur ein grober Umriss, ich habe mir das mal detailliert ausgemalt was hier aber den Rahmen sprengen würde!

So nebenbei, gute Frage!

Danke! Das war auch meine "eine Sache".

Durch Zinsen werden wir zu Sklaven der Banken da es mehr Schulden als Geld gibt. Dadurch sind Menschen gezwungen allein des Geldes wegen Arbeiten zu verrichten die sie nicht Glücklich machen. Das wiederum wirkt sich auf die Qualität der Arbeit aus. Ein Rattenschwanz.

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Lies mal das Buch von Margrit Kennedy: Geld ohne Zins und Inflation - Ein Tauschmittel, das jedem dient

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Lies mal den Koran, dort sind nämlich Zinsen eine verbotene Sache!

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@Tauchjunge

Nicht nur im Koran, auch in der Bibel - und damit bei Juden und Christen - gilt das Zinsverbot.

Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. (2 Mo 22,24)
Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand neben dir wankend wird, dann sollst du ihn unterstützen wie den Fremden und Beisassen, damit er neben dir leben kann. Du sollst nicht Zins von ihm nehmen und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt.  Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins geben, und deine Nahrungsmittel sollst du nicht gegen Aufschlag geben. (3 Mo 25,35-37)
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Wie genau soll sich jeder "jeden Luxus leisten können", wenn es gar kein Geld oder Tauschhandel gibt?

Es gibt keinen ordnenden Staat (ist ja kein Geld dafür da), keine Rechtsprechung, kein Gesundheitssystem, keine Schulen. Jeder müsste sein Essen selbst anbauen/erlegen. Damit förderst Du nicht Kreativität, sondern den Kampf ums eigene Überleben. Dabei sterben als Erste nicht etwa die Reichen, sondern Kinder, Arme, Kranke, Schwache.

Deine Idealvorstellung liegt irgendwo zwischen totaler Anarchie und Steinzeit.

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Richtig erkannt! Genau das soll geschehen! Survival of the fittest, struggle for live! Es wäre ja in dieser Vorstellung nicht so, dass man morgens aufwacht und es existiert kein Geld mehr, sondern die Wahrnehmung von Geld und der Umgang mit Gütern wäre mental umstrukturiert.

Der Punkt hier wäre dann, wie bereits erwähnt:

Du willst ein Haus, du kannst dir einfach ein Haus nehmen was dir gefällt! Ein anderer wird es dir nicht beiden, den er kann es ja auch tun! Genau so mit Essen etc. Am Ende des Tages entsteht das "Problem" das viele das Arbeiten einstellen werden.

An diesem Punkt bricht das Chaos aus, Menschen werden sterben, nur die stärkeren überleben. Der Planet dünnt aus, erholt sich somit von der Überbevölkerung. Um diesem Chaos entgegen zu wirken, Bedarf es einer neuen Form von politischer Führung.

Ich habe zu keinem Punkt erwähnt, dass es leicht wäre und jeder überlebt. Deswegen der Bezug auf "ich kann es schlecht detailliert" auflisten. Jedoch die Generationen, die sich über die Zeit hinweg daran angepasst haben werden diesen Wohlstand ausnutzen können.

Wir kennen es ja nicht anders, oft basieren alle unsere Vorstellungen auf bereits existierenden und wir suchen nur Optimierungen für diese! Neue Strukturen ergeben eben oft erstmal Chaos, aber wer sagt dass diese die schlechteren sind? Geld und Handel kennen wir seit Jahrtausenden, vielleicht dauert es ebenso so lange bis wir ein anderes Konzept einrichten könnten.

Aber das war ja nicht mehr die Frage.

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@kraft281190seb

Du willst das Geldsystem gegen Anarchie tauschen und erhoffst Dir dadurch irgendeine Besserung? Das Prinzip "survival of the fittest" kann im Zweifelsfall nur von jemandem bevorzugt werden der jung, männlich und privilegiert ist.

Wenn der Stärkste sich alles nehmen kann was er will landest Du unweigerlich wieder bei Sklavenhaltung, Unterdrückung, Angst und Gewalt. Geht gar nicht anders. Das mag für den Stärksten spaßig sein, für alle anderen aber nicht. Und das Problem "Geld" wirst Du nebenbei auch nicht los. Da kommt nicht über Nacht ein spontanes Umdenken der Gesellschaft (die es nicht mehr gibt), sondern es werden dann wieder Sklaven, Frauen und Kindern gehandelt statt Geld.

Deine Anarchisten-Fantasie holt Dich ganz schnell wieder ein, wenn DU nicht der Stärkste bist, mein Freund.

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Es geht darum, was wir tun würden, wenn wir etwas ändern könnten. Ich bin also im Gott Modus und kann dies bestimmen. Das ist meine Hypothese, da sich die Frage auf ein Gedankenspiel bezieht und nicht eine empirische Studie des Verlaufs einer neuronalen umprogrammierung der Menschheit.

Ergo tritt der Fall ein: alle Menschen wachen auf und haben keinerlei schimmer mehr von Geld und Handel, allerlei Güter sind frei verfügbar für alle. Sklaverei und Frauenhandel sind Relikte aus der vergangenen Zeit, wir haben einen neuen Horizont erlangt, außerdem vergisst du:

Für was braucht es Sklaven, alles ist frei verfügbar, also warum sollten Leute unter mir stehen? Es gäbe keinen Mehrwert. Der Aspekt dass keiner mehr Arbeiten muss ist ein Punkt der Selbstregulation. Es wird bestimmt noch Menschen geben die ihrer Überzeugung nach einer Arbeit nachgehen werden, andere eben nicht, was dazu führt dass es zu chaotischen Verhältnissen kommt, nicht aber zu einer Anarchie.

Die Politik müsste die Gesetze ändern, es entwickelt sich ein Umdenken dahingehend dass man arbeiten muss zum erhalten der eigenen Spezies und nicht zum Erwerb von Gehältern! Der Bauer muss seine Ernte bestellen dass es weiterhin Korn gibt, tut er dies nicht, so wird er bald selbst kein Brot mehr haben. Aber das ist ja in meinem Gedankenspiel mit inkludiert.

Das die Abschaffung einer Finanzwirtschaft auf kommunaler bis zur globalen Ebene nicht umsetzbar ist, sollte jedem gesund denkenden Menschen klar sein, doch reden wir von Utopie, die man sich ausmalen kann wie man möchte. Und beim bestehenden System, ist alles verkehrt.

Dir sollte klar sein, dass dieses Thema nicht eben locker in ein paar kurzen Thesen auf gute Frage abgehalten ist, wo doch andere auf dem Gebiet forschen und ihre Dissertation schreiben.

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@kraft281190seb

Mir ist nicht klar, wozu du einmal den "Gott-Modus" erwähnst, aber andererseits von Szenarien ausgehst, die sehr "irdischen" Mechanismen unterliegen (im Gott-Modus kannst du einfach eine Art Schlaraffenland erschaffen, in dem der Bauer auch nicht mehr ernten muss; du kannst einfach die gebratenen Gänse umherfliegen lassen - dann muss niemand mehr arbeiten).

Du schreibst also davon, dass der Bauer seine Ernte bestellen muss (wie passt das zum "Gott-Modus"? unklar...).

"dass man arbeiten muss zum erhalten der eigenen Spezies und nicht zum Erwerb von Gehältern" - du scheinst zu vergessen, dass viele Menschen deshalb arbeiten, um sich Essen und Trinken und ein Dach über dem Kopf leisten zu können. "Erwerb von Gehältern"? Das muss kein Widerspruch zum Erhalt der Spezies sein.

Ich glaube auch nicht, dass beim bestehenden System "alles verkehrt" ist. So pauschal äußert man sich nur, wenn man sich nicht mit den Details befassen will.

"doch andere auf dem Gebiet forschen und ihre Dissertation schreiben." Mag sein, die werden aber nicht von einem "Gott-Modus" ausgehen können, sondern von einem realistischem Standpunkt.

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Habt ihr alle die Frage nicht gelesen?

Man darf nur eine einzige Sache ändern! Das ist die Vorgabe des Fragestellers! Der "Gott Modus" war zur Verdeutlichung das es sich um ein Gedankenspiel handelt.

Wer das jetzt immer noch nicht geschnallt hat, dann bitte doch spätestens jetzt. Und nur weil die Begrifflichkeit "Gott" fällt, sind irdische Resultate und Vorgäng nicht ausgeschlossen, da es sich um eine rein darstellende Floskel handelt.

Außerdem begehst du den selber Fehler, das Gedankenspiel zu einer empirischen Studie zu machen und auf bestehende Strukturen und Verhältnisse festzunageln.

Vielen scheint wohl die Fantasie zu fehlen um die Ecke zu denken und Bekannte Normen für den Moment mal zu eliminieren.
Außerdem kommt diese Hypothese nicht von ungefähr, sondern war ein Gastbeitrag eines Wirtschaftswissenschaftlers in der Philosophie Vorlesung (bin lediglich Gasthörer).

Die Idee gefiel mir und ich zerbrach mir weiter darüber den Kopf. Daher sie Argumentation mit forschen und Dissertation, den er betreut als Doktorvater genau dieses Thema.

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@kraft281190seb

Ob nun God-Mode oder nicht: Deine Hypothese funktioniert nicht. Fein, es wachen also alle Menschen auf ohne Ahnung von Geld und Tauschhandel. Besitzdenken ist abgeschafft. So weit, so gut.

Nach Deiner Utopie sterben jetzt erstmal planmäßig alle, die nicht direkt eine Arbeit verrichten, die der Arterhaltung dient (sagen wir mal grob: alle außer Bauern, Jägern, Hebammen, Ärzten) - survival of the fittest oder zumindest survival of diejenigen, die es unmittelbar braucht.

Jetzt gibt es aber gleichzeitig frei verfügbare Güter für alle - keinen Hunger, keinen Durst, jeder kann sich "jeden Luxus leisten", die Leute werden aus Langeweile(!) kreativ, entwickeln Innovationen(!). Woher genau kommen diese freien Güter und die viele Freizeit? Der Bauer ist mit der Arterhaltung voll ausgelastet, und das angebaute Essen reicht nicht, um auch noch Näherinnen, Bauarbeiter, Kutscher, Minenarbeiter und Schmiede mit zu ernähren, geschweige denn Physiker, Geographen, Augenärzte, Lehrer und sonstige innovativen Geister (die sind eh schon gestorben). Und irgendwie soll es auch noch/wieder Politiker geben, und Juristen und Richter, die für Grundordnung sorgen.

Siehst Du da nicht auch eine gewisse Widersprüchlichkeit? Du entziehst Dich der Diskussion, wenn Du von "ich müsste ausführlicher erklären" und "ist ja nur ein Gedankenspiel statt Empirie" und "ich nehme ja nur Geld und Handel weg" sprichst. Du kannst Geld/ Handel nicht einfach von gesellschaftlichen Notwendigkeiten oder vom menschlichen Wesen trennen. Und wenn Du nicht bereit bist, Dein Gedankenspiel zu Ende zu denken, ist es wertlos.

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Ich denke es zu Ende, nur habe ich nicht die Muse euch auf die Sprünge zu helfen wenn ihr mir nicht folgen könnt. Schon alleine die Aussage, dass nach meiner These also erstmal alle sterben, außer die Selbstversorger ist so nie von mir getätigt worden.

Es werden Menschen sterben, sicherlich, aufgrund der nicht mehr vorhandenen Massenherstellung von Gütern. Es wird sich alles ersteinmal runterregulieren. Und ein Bauer ist so oder so voll ausgelastet.

Da ich es noch nicht erwähnt habe, da ich mir die ewige erklärerei ersparen wollte, ein Ausschnitt aus der Vorlesung von dieser ich das Thema habe (natürlich nicht zitiert):

Vergessen sie in ihrer Vorstellung nicht die menschliche Komponente! Der Selbsterhaltungstrieb ist ein immenser Faktor! Nun steht es auf der Kippe; regulieren sich die Menschen alleine oder müssen sie reguliert werden? De facto, es werden solch ein Szenario nicht alle überleben! Die dritte Welt, Asien aber auch Teile des Westens werden zerbrechen, Industrien werden sterben und politische Systeme bedürfen einer radikalen Änderung. Aber was passiert, wenn sich die Denkweisen homogenisiert haben? Wir leben nicht mehr im Mittelalter! Menschen sind lösungsorientiert, also werden kreative Wege gesucht die Situation neu auszunutzen. Bauern gehen ihrer Arbeit nach, denn tun sie es alle nicht, hätten sie bald selbst kein Brot mehr! Der Mechaniker bei BMW arbeitet weiter, tut er es nicht, wird auch in diesem Spiel niemals die Limousine des Vorstands fahren können. Es wird weiter nach Öl gebohrt und frei verteilt, sonst gäbe es kein Benzin für den LKW der sie und ihre Familie mit Nahrung versorgt. Sie merken, ohne Leistung geht es nicht! Das ist auch nicht angedacht, doch wie würden sie sich fühlen wenn sie für ihre Arbeit trotzdem ihre Traumhaus bauen könnten, das Auto haben könnten was sie immer wollten und jede Reise bestreiten könnten die sie sich immer gewünscht haben? Der Weg wäre ein beschwerlicher, gepflastert mit Seelen, jedoch muss es keine Utopie sein, wenn es sich auch aktuell nicht umsetzen lässt. Ein völliger Systemausfall, eine globale Katastrophe gepaart mit mehreren Generationen Querdenker und Idealisten wäre nötig, abgesehen von den Kriegen die es mit sich zieht, um uns so weit zu bringen.

Das ist nun auch mein letzter Beitrag, meine Zusammenfassung der Mitschrift aus der Vorlesung. Mehr kann ich nicht dazu sagen, da ich lediglich inspiriert wurde von diesem Thema, selbst darüber zu grübeln und mir meine Gedanken zu machen. Da ich den Herren aus der Vorlesung, die dazu forschen, mehr Kompetenz zuspreche, behalte ich mir natürlich vor der Diskussion im realen Leben mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Aber danke für das Interesse und die Debatte auf sehr guten und freundlichen Niveau.

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@kraft281190seb

Du musst niemandem "auf die Sprüng helfen". Die Theorie ist einfach krude - die so oder so ähnlich getätigten Ausschnitte aus der Vorlesung machen es sogar noch wirrer.

Dein "Wirtschaftswissenschaftler" hört sich an wie ein zauseliger Altmarxist, mit einer Mischung aus goldenem Kommunismus und Wünsch-Dir-was-Elementen des Kapitalismus mitsamt seinen Annehmlichkeiten. Der Mensch geht schlicht nicht zum Wohle aller arbeiten, auch nach 20 Generationen Querdenker und Idealisten nicht. Er arbeitet, weil es seine Existenz sichert. Den glorifizierten Arbeitsidealismus wirst Du bei einem kongolesischen Kobaltminenarbeiter nicht finden.

Die ganze Diskussion dreht sich nur um eine Utopie der Privilegierten, die komplett ausblendet, dass unsere annehmliche westliche Welt nur deshalb existiert, weil sie auf der Ausbeutung anderer fußt. Sieht man auch schon sehr schön daran, dass angeblich die "dritte Welt und Asien zerbrechen" (wie überheblich!), wobei gerade die vermutlich überlebensfähiger wären als wir.

Um die Diskussion auch zu meinem Ende zu bringen: Du kannst nicht die antikapitalistische Utopie predigen, aber gleichzeitig Wohlstand für alle fordern. Wohlstand benötigt (neben Geld) immer ein Gefälle zwischen Haben und Nichthaben, und das widerspricht nunmal der Utopie. Und letztendlich gibt es immer noch die maslowsche Bedürfnispyramide, die ziemlich klar zeigt, was erstmal existenziell abgedeckt sein muss, bevor der Mensch zum Idealismus neigt.

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