Was tun, wenn der Vermieter den Miteinzugeben vergisst?

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22 Antworten

Leider muss ich dir sagen, dass viele wieder was schreiben, was ihrer Meinung ist ,aber keinesfalls Recht ist.

Fakt ist, du musst die Miete nachzahlen. Der Mieter hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass die Miete pünktlich bei dem Vermieter ist. ABER: Durch die Einzugsermächtigung überträgst du diese Aufgabe auf dem Vermieter, dieser muss nun dafür sorgen, dass er pünktlich seine Miete bekommt. Deine Pflicht ist aber dafür zu sorgen, dass dein Konto ausreichen gedeckt ist.

Nun ist aber der Vermieter seiner selbst gewählten Aufgabe nicht selbst nachgekommen und du hast wiederum auch nicht die Pflicht, den Vermieter darüber zu informieren. Wenn jemand das Geld nicht annimmt, so kann mich nicht zwingen. Aber dennoch besteht weiterhin die Pflicht für den Mieter, den Betrag vorzuhalten und zwar so lange, bis die Verjährung eintritt (3 Jahre plus den Rest des aktuellen Jahres).

Eine fristlose Kündigung ist völliger Unsinn, totaler rechtlicher Müll. Eine fristlose Kündigung durch Mietrückstände kann es nur geben, wenn der Mieter dies verursacht, hast du aber nicht. Die Miete wurde nicht vom Vermieter abgebucht.

Nun zu Kontoauszüge kontrollieren: Ja, man sollte es machen, allerdings wie oft habe ich schon gelesen/gehört, wie viele das gar nicht machen oder nur sehr oberflächig.

Du hättest doch mindestens nach einem Monat feststellen können und müssen, dass keine Miete abgebucht wurde. Jetzt musst du die Miete nachzahlen. Versuche das in Raten zu vereinbaren, da ja der Vermieter auch Schuld trägt. Die Forderung wäre erst nach jeweils drei Jahren verjährt.

10.000 € in etwas mehr als einem Jahr? Das wären also über 800 € im Monat, die Du jeden Monat zuviel zur Verfügung hattest. Sowas fällt Dir nicht auf? Wobei ich tippe, das es Dir aufgefallen ist, Du aber auf "dummfang" gegangen bist. So nach dem Motto: Wenn es ihm nicht auffällt, sag ich auch nichts.

Die Mietschuld ist eine Bringschuld, dass heißt, dass Du dafür Sorgen musst, dass das Geld beim Vermieter ankommt. Im Zweifel heißt das, dass auch bei erteilter Einzugsermächtigung geprüft werden muss, ob der Vermieter tatsächlich an sein Geld gekommen ist.

Ich hoffe für Dich, dass Du das Geld sofort zur Verfügung hast. Ansonsten kann dies eine fristlose Kündigung nach § 543 BGB Abs. 2 Pkt. 3 BGB zur Folge haben.

Ich korrigiere mich mal selbst: Durch Einzugsermächtigung wandelt sich die Bringschuld in eine Holschuld um, so dass der Mieter nicht in Verzug gerät. Das heißt aber trotzdem, dass die Miete nachträglich gezahlt werden muss.

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Auch wenn Du dem VM eine Einzugsermächtigung erteilt hast bleibst letztendlich Du für die Zahlung der Miete verantwortlich.

Natürlich ist es rechtens das der VM die Miete fordert. Es wäre auch rechtens wenn der Dir wegen Mietrückstand fristlos kündigt.

Das Dir mehr als ein Jahr nicht aufgefallen ist das die Miete nicht abgebucht wurde glaubt Dir keine S... bzw. wird man Dich fragen warum Du Dich nicht beim VM deswegen nicht gemeldet hast um das zu klären.

fristlose Kündigung ist eine völlige unsinnige Antwort! So was von falsch!

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@Jewi14

Natürlich kann dem Mieter fristlos wegen Mietrückstand gekündigt werden.

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@Jewi14
fristlose Kündigung ist eine völlige unsinnige Antwort!

Die Antwort ist nicht unsinnig, sondern richtig.

So was von falsch!

Da hast du jetzt leider falsch geraten.

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@Jewi14
fristlose Kündigung ist eine völlige unsinnige Antwort! So was von falsch!

Begründung?

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@anitari

Nein, wenn der Vermieter den Mietrückstand selbst verschuldet hat, weil Einzug vereinbart war, er aber nicht einzieht, dann kann er selbstverständlich nicht fristlos kündigen. Immerhin liegt das Verschulden für den Mietrückstand klar auf seiner Seite, und wegen eines nicht vom Mieter verschuldeten Mietrückstands kann eben NICHT fristlos gekündigt werden (siehe analoge Urteile bei verspäteter Mietzahlung durch Ämter). Es ist nicht die Pflicht des Mieters, den Vermieter darauf hinzuweisen oder die Mietzahlung anderweitig zu bewerkstelligen, wenn dies so vereinbart ist. Aus dem gleichen Grund kann er auch keine Verzugszinsen verlangen...

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@Mephisto2342

Nehmen wir mal an, deine Meinung wäre richtig:

Vermieter möchte den Mieter loswerden, warum auch immer. Nur der Mieter verhält sich absolut korrekt und es gibt keine Möglichkeit zu kündigen. Nun sagt der Vermieter "Ach ich buche einfach mal 3 Monatsmieten nicht ab und darauf kündige ich ihn einfach fristlos"

Und du willst mir immer noch erzählen, es wäre korrekt. Sorry, du hast echt keine Ahnung von Recht. Ich hoffe, erkennst, was du gerade für einen rechtlichen Mist zusammenzimmerst. Sei nicht so stur und beharre auf deine falsche Meinung.

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@Jewi14

Mal abgesehen davon, dass Du nicht mich meinst, hast Du völlig Recht... ;-)

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@Mephisto2342

Ist sie nicht. Natürlich kann der Vermieter nach den Grundsätzen von Treu und Glauben jetzt nicht sofort kündigen. Aber wenn der Mieter jetzt sagt, er müsse überhaupt nicht bezahlen, dann geht die Kündigung durch.

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@jurafragen

Dazu muss der Mieter überhaupt erstmal in Verzug geraten, und das dürfte gar nicht so einfach sein, denn nach Treu und Glauben kann man vom Mieter ebenfalls nicht verlangen, eine Summe von mehreren Tausend Euro auf seinem Konto auflaufen zu lassen und damit praktisch die Buchhaltung des Vermieters zu übernehmen, bis der mal abbucht. Der Mieter darf darauf Vertrauen, dass die Miete zeitnah abgebucht wird. Nur weil der Vermieter jetzt die Summe auf einmal fordert, heißt das noch lange nicht, dass er auch sofort Anspruch darauf hat...

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@Mephisto2342
Nein, wenn der Vermieter den Mietrückstand selbst verschuldet hat, weil Einzug vereinbart war, er aber nicht einzieht, dann kann er selbstverständlich nicht fristlos kündigen

Ist doch richtig und der VM wird es sicher auch (vorerst) nicht machen sondern dem Mieter eine großzügige Frist zur Zahlung gewähren.

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@Mephisto2342

Upps, in der Zeile verrutscht. Sorry, du warst natürlich nicht gemeint, sondern der Antwortgeber antiwari. Kann leider meinen Kommentar nicht nachträglich verschieben.

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@Mephisto2342
Dazu muss der Mieter überhaupt erstmal in Verzug geraten

Der Mieter ist nach § 556b BGB in Verzug geraten, egal ob es eine Einzugsermächtigung gab oder auch nicht.

Sicher stellt sich die Frage, ob er es sofort bezahlen muss. hier würde ich einfach mal "jurafragen" zustimmen.

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ja, aus meiner Sicht ist das richtig. Du hast den Vertrag unterschrieben und dort gewohnt, also musst du auch zahlen. Da er den Einzug vergessen hat (was für in Chaot, das nicht zu merken) solltest du aber keine weiteren Nachteile haben wegen des Mietrückstandes.

der Fragesteller ist dann aber genauso ein "Chaot" wenn er nicht gemerkt hat das die Miete nie abgebucht wurde ;) ;)

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@NedRyerson

ja sorry ;) ;) hab auch grad gelesen das er es gemerkt aber gepflegt ignoriert hat ........ na wie auch immer , ich kann es nicht nachvollziehen...........Miete ist eine Bringeschuld und wenn ich merke das es mit der Einzugsermächtigung nicht klappt muß ich da doch spätestens nach dem 2. Monat Nichtabbuchung mal nachhaken und kann das nicht 1 Jahr ignorieren.............

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Wolltest du die Sache aussitzen und hoffen, dass der Vermieter nichts merkt? Dass du Miete zahlen musst, steht in deinem Vertrag.....und du wunderst dich ein Jahr lang nicht, dass keine Miete abgebucht wird? Erscheint mir etwas suspekt.

Na dann Gute Nacht! Zahlen must Du mit Sicherheit, die Frage ist nur wie. Wenn Du die gesparte Miete brav auf die Seite gelegt hast, dann passt das ja. Ansonsten riecht es nach Ratenzahlung oder Kredit. Das wird eine echt schwere Zeit, denn zukünftig wirst Du ja nicht nur ca 700€ Miete zahlen, sondern auch noch den Schuldenhaufen bedienen müssen.Locker auch nochmal 200-300€.
Mir ist sowas ähnliches mal mit der Krankenversicherung passiert, zum Glück mur 1.500€ (2 Monate Beitrag). Echt eine Belastung. Viel Glück und gute Nerven!

Das riecht nicht nach Ratenzahlung sondern auch nach fristloser Kündigung.

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@Ernestine178

Quatsch, wie hier bereits mehrfach geschrieben hat der Mieter überhaupt keinen Vertragsverstoß begangen, und kann deswegen auch nicht fristlos gekündigt werden...

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@Mephisto2342

Wenn er jetzt aber nicht zahlt, denke ich schon. Warum sollte der Vermieter eine Ratenzahlung akzeptieren?

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Natuerlich musst du das bezahlen. Der Anspruch des Vermieters verjaehrt fruehestens nach 3 Jahren (um es mal ganz einfach auszudruecken).

Warum hast du dich nicht schon frueher darum gekuemmert? Du musst doch bemerkt haben, dass die Lastschriften nicht erfolgten.

Ja, das ist richtig! Das ist noch längst nicht verjährt und ein Anwalt kann dir dabei auch nicht helfen. Dir hätte doch auffallen müssen, dass etwas schief läuft und die Miete nicht abgebucht wird. Warum hast du nicht reagiert und mit deinem Vermieter gesprochen?

Habe nicht gedacht, dass das meine Aufgabe ist. Der Vermieter ist keine alte Oma, sondern eine sehr große Immobiliengesellschaft.

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@NedRyerson

So einfach kannst du dich nicht aus der Verantwortung ziehen! Du bist verpflichtet, dein Konto zu überprüfen. Nun hast du die Konsequenzen - hier die Nachzahlung - zu tragen.

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@NedRyerson

Die alte Oma hätte sicher bemerkt das das mit den Abbuchungen nicht klappt, bei einem Großvermieter kann so was schon eher mal passieren.

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@NedRyerson

Ist es auch nicht. Es ist aber Deine Aufgabe, die geschuldete Miete auf Deinem Konto zur Verfügung zu stellen, bis sie abgebucht wird...

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Und du hast ein Jahr nicht gemerkt, das keine Miete abgebucht wurde ? Kann ich nicht ganz glauben., Du musst die Miete natürlich nachzahlen.

Nun soll ich alles nachzahlen, insgesamt 10000 Euro

Die wirst Du ja, als pflichtbewusster Mieter, sicherlich noch haben - da Du ja nie Miete gezahlt hast, wird Dir sicherlich der Gedanke gekommen sein, dass Du irgendwann mal auffliegen und nachzahlen musst. Und deswegen hast Du das Geld sicherlich woanders angelegt und sogar noch Zinsen dafür bekommen...( alles andere wäre extrem dumm).

Da kann Dir auch kein Anwalt helfen.

Klar habe ich das gemacht. Ist aber nicht alles auf einen Schlag lockerzumachen...

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@NedRyerson
Ist aber nicht alles auf einen Schlag lockerzumachen

Wieso? Wenn das Geld doch vorhanden ist? Sprich mit Deiner Bank ( der Vermieter soll ebenfalls mit seiner Bank sprechen) und erkläre denen, dass die Transaktion in dieser Höhe kein illegales Geschäft ist.

Oder sprich mit Deinem Vermieter und vereinbare eine Ratenzahlung.

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Du bist verplfichtet Dein Konto zu überprüfen, wenn Du das nicht machst und Dir soetwas nicht auffällt, bist Du selbst schuld. Das Geld sollte ja auf dem Konto sein, also bezahle.

Was tun? Die Miete bezahlen. Du hast doch gesehen, dass nichts abgebucht wurde. Verjährt ist der Anspruch des Vermieters nicht. Da hilft dir auch kein Anwalt.

Wenn der Betrag stimmt und es im Mietvertrag so vereinbart wurde dann ja!

da hast du schön jeden monat die volle miete auf dem konto gehabt und hast es nicht bemerkt????? da hättest sie zurücklegen müssen, dann hättest du auch die forderungen jetzt bezahlen können. selber schuld.

Ist dir selbst denn nicht aufgefallen das die Miete nicht abgebucht wurde? Also ich hätte beim Vermieter mal nachgefragt!

naja, das hätte ich auch nicht gemacht. Wenn er eine Einzugsermächtigung akzepiert oder sogar gerne haben möchte, anstatt einer Ueberweisung, soll er sich doch darum kümmern.

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@Ernestine178

..soll er sich darum kümmern. ja, immer schön alles auf die anderen abschieben. mal selber erwachsen werden, selbstverantwortung übernehmen. es ist soooo einfach immer allesd auf die anderen abzuwälzen.

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@aemmy

nein, aber ich stelle in den letzten Jahren immer mehr fest, dass andere eben Zugriff auf mein Konto haben wollen, anstatt mich ganz normal die fälligen Beträge überweisen zu lassen. Wenn das diese Wohnugsgesellschaft eben auch möchte, sehe ich keinerlei Veranlassung, sie noch daran zu erinnern, wenn sie dafüf zu doof sind. Wenn ich meine Miete überweisen muss, sorge ich schon dafür, dass das geschieht. Die Wohnungsgesellschaft will doch offensichtlich die Fäden in der Hand halten.

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Ich hätte auch mal nachgefragt, denn dass der Vermieter über 3 Jahre lang das nicht bemerken würde (Verjährung) ist äußerst unwahrscheinlich. Also muss man dich zahlen und hat obendrein noch den Ärger.

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@angy2001

Mietschulden sind Bringschulden, so viel ich weiß. Dum machst es dir da ganz schön einfach @ Ernestine178. Und niemand ist verpflichtet einer Einzugsermächtigung zuzustimmen.

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klar musst du für deine miete aufkommen. guckst du denn nie auf dein konto?

genauso wenig wie der Vermieter

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Natürlich ist das richtig, Du musst logischerweise Deine Miete zahlen...

Wozu Rechtsanwalt? Du musst die Miete zahlen. Was dachtest du denn, dass du da umsonst wohnen kannst?

Selbstverständlich ist das rechtens.

Du hättest Dich bereits nach der ersten nicht eingezogenen Miete beim Vermieter melden müssen.

Selbst schuld, wenn Du das Geld für die Mietzahlungen nicht an die Seite gelegt hast.

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