Was tun wenn der Hund zu sehr an eine Person gebunden ist die nicht gut für ihn ist?

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9 Antworten

Hallo,

sorry, aber für mich klingt das erstens nach Eifersucht und zweitens ist die Reaktion des Hundes, wie du sie beschreibst, eigentlich völlig "unnormal".

Ein Hund bindet sich an den "Rudelführer" (ein Rudel ist eine Familie zwar nicht, aber der Einfachheithalber nennen wir es nun mal so), weil dieser dem Hund die größtmögliche Sicherheit vermittelt.

Für den Hund ist das häufig derjenige, der ihm den Zugang zu den erforderlichen Ressourcen ermöglicht - also ihn füttert, mit ihm spielt, mit ihm läuft, ihn erzieht, der "geliebte Boss". Denn konsequente, liebevolle und passende Erziehung ist für den Hund immer ein Ausdruck von Stärke des Erziehenden - und so jemand wird gerne und schnell als "Boss" anerkannt.

Merkwürdig, dass eurem Hund all diese Dinge so völlig egal zu sein scheinen und er trotzdem deinen Vater vergöttert. In seinen Augen kann dieser überhaupt kein "Boss" sein, da er ja, deinen Ausführungen nach, all dies nicht für den Hund macht.

Immer schwierig, solche Sozialstrukturen aus der Ferne beurteilen zu wollen - denn dazu müsste man alle Seiten hören und erleben.

Auf jeden Fall scheint euren Hund das "Gezerre" um ihn völlig zu verunsichern, so dass er wohl lieber am einzig "ruhenden" Pol in eurer Familie Schutz sucht, bei demjenigen, der nicht um seine Gunst "buhlt" oder ihn mit (wahrscheinlich ganz unterschiedlichen) Erziehungsversuchen verunsichert.

Hält man einen Hund in einer Familie, dann ist das oberste Gebot, dass ALLE Familienmitglieder bei der Erziehung des Hundes an einem Strang ziehen - das ist ein absolutes MUSS. Alles andere geht zu Lasten des Hundes.

Wenn ihr euren Hund wirklich liebt, dann solltet ihr euch gemeinsam hinsetzen und einen Plan für den Umgang mit dem Hund ausarbeiten, an den sich auch jeder halten muss.

Wenn dies nicht möglich ist, wird sich an der Unsicherheit des Hundes (siehe Gekläffe etc.) leider nichts ändern und ja, dann müsst ihr u.U. auch mit negativen Reaktionen seitens der Nachbarschaft rechnen.

Überprüfe aber auch dein Verhalten, ob du nicht tatsächlich von dem Hund Dinge verlangst und erwartest, weil du enttäuscht bist, dass er nicht dich als "geliebten Boss" auserkoren hat. Das änderst du aber nicht, indem du versuchst, den Hund zu erziehen, sondern erst einmal dadurch, dass du die wichtigste Person in seinem Leben wirst: du musst füttern, du musst spielen, du musst spazieren gehen .... und zwar ganz verlässlich und immer und nicht nur, wenn dir gerade der Sinn danach steht.

Gutes Gelingen

Daniela

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Hallo,

anscheinend ist ja mit Deinem Vater kein vernünftiges Gespräch darüber möglich, oder? Hast Du das schon versucht? Was sagt er denn dazu, dass der Hund Dich beißt?

Du schreibst von 'Eltern', erwähnst dann aber Deine Mutter mit keinem Wort. Bitte verstehe das nicht als Vorwurf, ich verstehe es nur einfach nicht.

Wie wäre es denn - vielleicht hast Du es ja auch schon ausprobiert - mit Deiner Mutter über dieses Problem zu reden? Vielleicht hat sie ja den entsprechenden Einfluß auf Deinen Vater.

LG

Buddhishi

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Ganz offensichtlich hat der Hund eine engere Beziehung zu Deinem Vater als zu Dir.

Das es soweit gekommen ist das Dein Hund sich Deinen Vater als Bezugsperson ausgesucht hat muß ja einen Grund haben.

Hunde suchen sich ihre Bezugsperson danach aus wem sie am meisten vertrauen und wer sich am meisten um ihn kümmert.

Wenn es Dir nicht gefällt das “Dein Hund“  mehr an Deinem Vater hängt als an Dir oder das Dein Vater Deinen Hund verwöhnt dann musst Du eben mit Deinem Hund ausziehen. Erst recht wenn Du Dich für Deinen Vater schämst 

Ich habe auch mal so einen Fall erlebt das ein Hund morgens zur Schwiegermutter gebracht wurde und nach Feierabend wieder abgeholt wurde. Jedes mal spielte sich die gleiche Szene ab. Der Hund knurrte und biss seine Halterin weil er nicht mitgehen wollte, weil seine Bezugsperson die Schwiegermutter war, die ihn täglich ausführte und fütterte. 

 Ich habe mich jedes mal gefragt warum diese Frau nicht kapierte das der Hund gar nicht mehr ihr Hund war und warum sie einen Hund haben wollte der ihr in aller Deutlichkeit zeigte das er nichts mit ihr zu tun haben wollte.

Ich erzähle Dir diese Geschichte weil ich vermute das es bei Dir ähnlich ist.

Verbringt Dein Vater auch mehr Zeit mit dem Hund als Du?

Dann bist Du selbst schuld wenn Du einen Hund haben willst obwohl Du gar keine Zeit für ihn hast.

Ich würde Dir raten den Hund ganz offiziell Deinem Vater zu schenken und aus Deiner Erfahrung zu lernen.

Nichts für ungut.

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Kommentar von friesennarr
28.03.2016, 09:33

Hunde suchen sich ihre Bezugsperson danach aus wem sie am meisten vertrauen und wer sich am meisten um ihn kümmert.

Mein Mann kümmert sich gar nicht um den Hund, weder Futter geben noch laufen gehen (sehr selten). Aber er ist derjehnige, der immer Streicheleinheiten gibt und alles durchgehen lässt. Mein Hund fährt total auf ihn ab.

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Kommentar von Mondverehrer
28.03.2016, 14:57

der Hund gehört ja nicht nur mir sondern uns 3.

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Sei mir nicht nicht böse, aber für mich klingt das mehr nach Trotz und Eifersucht als nach einem erzieherischen Problem.

Was hindert Dich daran, mit dem Hund in eine Hundeschule zu gehen und u.a. die Bindung zu festigen & zu trainieren?

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Kommentar von Mondverehrer
28.03.2016, 15:03

hab leider kein Geld für die Hundeschule. Bin arbeitslos. Und an den Hund kommt man so gut wie nie ran weil er dauernd bei meinem Papa ist.

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Hunde wissen instinktiv was für sie gut ist. Eine Person, die weniger an der "Dressur" interessiert ist, kann durch ihre Art mehr Vertrauen geben. Vertrauen braucht ein Hund. Leider konntest Du dies nicht gewinnen. Hier schwingt ein Hauch von Eifersucht. Damit ist weder Dir noch dem Tier gedient.

Willst Du den Hund auf Dich prägen, hilft nur intensives Wissen, wie ein Hund tickt. 

Maßregelung funktioniert nicht, zerstört. Du musst so gefesstigt sein, dass Dich der Hund Dich mit all Deinen Erfahrungen ernst nimmt. Bisher scheint das nicht der Fall zu sein. 

Klartext, Du streckst noch immer die Füße unter dem Tisch der Eltern aus, willst Eigenmacht in Form eines Tieres austesten. Zu aller Konsequenz bist Du in Sachen Tierhaltung noch nicht fähig. Du bemängelst was Dir nicht wirklich gehört und beklagst Dich.

Wenn Du mehr vom Familienhund forderst, dann bilde Dich entsprechend und schaffe klare Fronten. Z.B. wer ist für die Ausbildung zuständig. Ohne Einigung wird`s nur Wischiwaschi.

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Hallo , was genau meinst du damit das dein Vater den Hund alles durchgehen lässt ? Warum meinst du das es dem Hund nicht gut tut ?
Das müsstest du schon genauer erklären , warum soll dein Vater den Hund wegschicken , wenn er sich doch bei ihm wohlfühlt ? Du sagst der Hund bellt nachts wenn dein Vater ihn raus lässt  , bei dir würde er es nicht machen.
Du lässt ihn also auch hin und wieder nachts raus ? Wenn dem so ist , kann es vielleicht sein das wenn du ihn raus lässt nichts da ist was den Hund zum bellen veranlasst . Wenn der Hund deinen Vater als sein Herrchen ansieht dann ist das so . Das musst du Respektieren.  Warum soll dein Vater ihn wegschicken , wenn der Hund es selber gar nicht will ?  

In dem  der Hund dich gebissen hat ,als du ihn streicheln wolltest, hat er dir ja ein eindeutiges Zeichen gegeben das er nicht will . Warum soll dein Vater
den Hund gegen seinen Willen von ihm wegschicken ? Damit würde er den Hund ja auch verletzen , das willst du doch bestimmt auch nicht .  
Wenn du bessere Antworten haben  möchtest dann musst du einiges genauer erklären . Du sagst auch nichts darüber ob du dich in deiner Freizeit um den Hund kümmerst , spielen , rausgehen usw.

Aber  auch wenn du das machst , musst du Akzeptieren das der Hund wenn dein Vater kommt ihn eben als sein Herrchen sieht . 

Du wirst es wohl oder übel so Akzeptieren müssen wie es ist .
Wie wäre es denn wenn du dir ein eigenes Haustier  zulegen würdest .
Dann hättest du eins um das du dich kümmern kannst und das dich als dein Herrchen sieht ? 

Versuch erstmal deiner seits dich mehr um euren Hund zu kümmern .
Sprich das doch mal mit deinem Vater ab . Sage ihm ehrlich das du möchtest das euer Hund dich auch als Herrchen Akzeptiert .
Vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung .

Ich hoffe ich konnte dir Helfen .

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Kommentar von Mondverehrer
28.03.2016, 15:00

wegschicken soll er ihn ja wenn der Hund einen Fehler gemacht hat zB. beissen oder böse sein.

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anstatt hier ueber deine vater zu laestern, solltest du mal richtig ueberlegen, warum dein hund so wenig binding zu dir hat!

man kann auch im ruhigen sachlehen ton einen hund erziehen.

du hast keinerlei emphathie fuer deinen hunde, sonst haette er dich nicht gebissen.

ich befuerchte du kuemmerst dich sehr selten um den hund und so hat der hund eine starke binding zum vater.

mache dich bitte schlau ueber hundeverhalten und hundeerziehnung.

dein vater kuemmerst sich liebevoll um den hund uns ist wohl sehr oft fuer ihn da. hunde oreintieren sich auch meist an erwachsenen.

ich sehe nicht wie man dir helfen kann - dein hund und dein vater ist ein eingespieltes team. lass es dabei! 

wenn ihr wegen dem bellen problem bekommt , muss das auch dein vater regeln




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Vielleicht redest du darüber mal mit deinem Vater?

Wie alt ist der Hund denn? E wäre gut, wenn ihr/ du in eine Hundeschule mit ihm gehst, damit er lernt zu gehorchen und ihr/du lernt richtig mit ihm umzugehen, damit er dich als Bezugsperson erkennt. Wenn du dich viel mit ihm beschäftigst, wird er mehr auf dich bezogen sein. Zum Beispiel bringst du ihm Tricks bei, gehst Gassi, spielst und bist die Person, die ihn füttert, da Hunde (bzw. Tiere) sich oft nach der Person richten, die sie füttert (logischerweise).

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Ich sehe nicht, das dein Hund eine Beziehung zu deinem Vater hat! Ganz im Gegenteil: der Hund hat aufgrund seiner Orientierungslosigkeit eine Bindungsstörungen entwickelt.

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