Was mach ich mit 24 mit einem Abitur ohne Ausbildung?

7 Antworten

Für eine Ausbildung bist Du tatsächlich schon etwas spät dran. Studieren hingegen kannst Du immer. Es gibt auch Leute, die mit 30 noch anfangen, zu studieren.

Lass Dich übrigens nicht verunsichern: Nach einem Studium kräht kein Hahn mehr danach, was Du davor gemacht hast, da ein spätes Studium ohnehin nicht selten einen kompletten Fachrichtungswechsel bedeutet, sodass eine frühere Berufserfahrung ohnehin weitgehend irrelevant würde.

Allerdings wird sich Deine Krankenkasse bei Dir spätestens, wenn Du das 30ste Lebensjahr vollendet hast, bei Dir melden und höhere Beiträge von Dir fordern. Auch mit einer BaFöG-Förderung, etc. könnte es Probleme geben. Abgesehen davon ist ein spätes Studium aber kein Problem, insbesondere nicht für Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Ein Kollege von mir hat ebenfalls mit 24 angefangen, zu studieren. Der macht jetzt Bachelor und Master, also 5 Jahre Regelstudienzeit. Zumindest beim Bachelor hat er die auch bereits um 1 Jahr überzogen, sodass er frühestens mit 32 Jahren seinen Abschluss haben wird. Das ist heutzutage auch nichts wirklich ungewöhnliches mehr und schmälert Deine Chancen auch nicht wirklich.

Au weia! Da habe ich wohl mal wieder schneller gedacht, als geschrieben. ;-)

Allerdings wird sich Deine Krankenkasse bei Dir spätestens, wenn Du das 30ste Lebensjahr vollendet hast, bei Dir melden und höhere Beiträge von Dir fordern.

Das erste "bei Dir" muss weg. ;-)

sodass er frühestens mit 32 Jahren seinen Abschluss haben wird

... frühestens mit 30 Jahren.

Das kommt davon, wenn man die Zahlen nachträglich korrigiert, weil man nochmal genau nachgeschaut hat, in welchem Jahr es denn tatsächlich war. ;-)

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Wenn du eine Ausbildung willst dann würde ich mich an deiner Stelle beeilen, denn jedes Jahr mehr macht dich trotz Abitur zur Mängelware. Das klingt böse, aber genauso kalt ist der Ausbildungsmarkt und das trotz überall von Fachkräftemangel gesprochen wird. Das du bisher arbeitetest ist ein postivier Aspekt und trotzdem wird man dir jedes Jahr mehr im schlimmsten Fall vorwerfen.

Werde dir klar was du will, für halbherzige Versuche hast du keine Zeit. Wenn du ein Studium machen willst such dir etwas das dich wirklich interessiert und knie dich rein. Wenn nicht verschwendest du mit Pech nur Zeit, weil du es dann abbrichst. Dann bist du noch Älter und hast den Abbruch dann auch noch im Lebenslauf. Es gibt an Universäten auch die Möglichkeit sich beraten zu lassen, das solltest du nutzen.

Wenn du eine Ausbildung möchtest such dir ein paar Berufe aus mit denen du leben könntest. Büroberufe z. B. sind überlaufen, da ist man einer unter 100 da muss man viele Bewerbungen schreiben und einen Plan B haben. Wenn du hingegen mehr das Handwerk schätzt wäre die Chance größe, allerdings sollte auch das dir liegen.

Bewirb dich dann schnellst möglich und wenn du es kannst auch bundesweit. Für dieses Jahr bist du schon fast zu spät, die meisten großen Unternehmen haben schon ihre Azubies, zumeist kleinere Betriebe suchen noch etwas länger.

Wenn wir schon bei konkreten Vorschlägen sind: Überprüf mit Hilfe einiger Praktika deine Wahl, bevor du mit falschen Vorstellungen von einem Fach oder Beruf in eine falsche Richtung losrennst und noch mehr Zeit verlierst.

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@Jerne79

Gute Ergänzung, daran hatte ich gar nicht so schnell gedacht. Wobei ich das generell raten würde, man verschätzt sich mit Berufen wirklich sehr schnell. Davon ab kann einen ein Praktikum einen Bonus geben. Wenn der Betrieb einen kennt und man gut war wird sich so mancher Arbeitgeber eher für denjenigen mit Praktika entscheiden, als einen anderen Bewerber zu nehmen den er noch nicht kennenlernen konnte, zumindest nicht in der Form. Ist keine Garantie aber ein kleiner Vorteil.

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Natürlich kann man auch mit einem "einfachen Job" zufrieden sein. Aber für dich wird es echt mal Zeit, eine ausbildung nachweisen zu können.

Also bewirb dich auf alles was dich interessiert. Man kann auch nach iener Ausbildung noch studieren, wenn man dann Berufserfahrung hat.

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