Was ist ein Manuskript genau?

5 Antworten

Ein Manuskript ist das, was der Autor schreibt. Erst wenn es zwischen zwei Buchdecken gepresst ist, ist es ein Buch. 

Ein Manuskript besteht in der Literatur aus sogenannten Normseiten. Eine Normseite hat 30 Zeilen mit maximal 60 Anschlägen (inkl. Leerzeichen) pro Zeile. Eine Normseite besteht somit aus circa 1.500  bis 1.800 Zeichen. Im Internet gibt es viele Vorlagen, die man sich runterladen kann. Du kannst in einer Zeile auch 6 Mal 0123456789 einfügen. Als Schriftart verwendest du Courier New in Schriftgröße 12. Dann musst du den rechten Seitenrand nur noch einstellen, dass gerade so die 6 0123456789 in eine Zeile passen. Danach musst du noch Kopf und Fußzeilen einstellen. In der Kopfzeile stehen Autor, Titel und Seitennummer. In der Fußzeile deine ganze Kontaktdaten. Dann musst du unter Absatz nur noch den Zeilenabstand so einstellen, dass du auf einer Seite genau 30 Zeilen hast. Der breite rechte Rand und der große Zeilenabstand helfen dir später beim Ausdruck Korrekturen und Anmerkungen auf der Seite  unterzubringen. 

In einem Expose beschreibst du auf einer oder zwei Normseiten nur das wichtigste (den Roten Faden) deiner Geschichte. Unnötige Nebenhandlungen die nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, sollten nicht erwähnt werden. Ein sogenannter Plot wird immer im Präsens geschrieben und sollte auch die Auflösung der Geschichte, also das Ende, beinhalten. Hinzu kommt noch ein kurzes Anschreiben und wenn du noch Platz hast, kannst du eine kurze Charakterliste hinzufügen, mit den Hauptcharakteren der Geschichte, die du dann kurz und prägnant beschreibst. Dieses Exposes, sollte aber nicht mehr als 3 bis 5 Normseiten überschreiten. Egal wie lang deine Geschichte ist. Hier sollte man sich nur auf das wesentliche konzentrieren.  Zu diesem Exposee fügst du noch die ersten zwei Kapitel oder die ersten 30 bis 50 Seiten deines Manuskriptes hinzu. 

Aber bevor du dein Manuskript an Verlage und Agenturen schickst, lass es noch von Probelesern durchlesen, diese können dir erste Anmerkungen machen, und mit ihrer Kritik dich auf Fehler in deiner Geschichte hinweisen, die du dann ausmerzen solltest, damit deine Geschichte auch rund wird. Auch solltest du so gut du es schaffst Rechtschreib- und Grammatikfehler korrigieren. Auch ein Synonymwörterbuch wäre nicht schlecht. 

Hetze dich aber damit nicht, dieses ganze Prozedere dauerte seine Zeit. Auch solltest du, nachdem du das Manuskript beendet hast, einige Monate davon Abstand nehmen, leg es zur Seite und mache etwas ganz anderes, denke nicht mehr daran und hole es erst nach zwei bis drei Monaten wieder aus der Schublade. Somit hast du einen neutraleren Blich auf dein Geschriebenes. Es ist immer Ratsam die Korrekturen auf einem Ausdruck der Geschichte zu machen. So findet man hie und da noch Fehler.  Lasse deine Geschichte aber nicht son besten Freunden und der Familie lesen, denn die finden immer alles super, was man macht. Suche dir jemanden, der nicht zu sehr mit dir emotional befreundet ist. Es gibt im Internet viele Schreibforen, auch auf Facebook gibt es Gruppen, in dem sich Hobby-Autoren austauschen und sich gegenseitig helfen. Die Angst, dass eine Idee geklaut werden kann, ist leider das Berufsrisiko. Am besten du hinterlegst eine Sicherheitsdatei, oder schickst dir eine Kopie des Manuskriptes selber per Post zu - aber öffnen darfst du es dann nicht. Denn anhand des Poststempels kann man dann im Zweifelsfall sehen, wer zuerst das Manuskript in Besitz hatte. Das ganze solltest du aber machen, bevor du dir Probeleser suchst. 

So das ganze hier ist doch etwas länger geworden, als gehofft. Ich hoffe, dir etwas geholfen zu haben. Falls du noch Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben. :)

Hei, Aykoko, das Wort setzt sich zusammen aus dem lateinischen "Manu" für Hand und "Skript" für Schreiben. Es ist also (in der Literatur) ein handschriftlicher Text, ob nun mit Handschrift, Maschine oder elektronisch hergestellt, ist dabei egal. Normalerweise legt ein Autor = Schreiber sein Manuskript einem Verlag vor mit der Bitte um Veröffentlichung; das gilt natürlich auch für ein Drehbuch und dergl. als "Urfassung" sozusagen. o.k.? Grüße!

dankeeee

0

ein manuskirpt ist allgemein eine Vorlage für ein fertiges Werk. sei es Film oder Literatur.

klar sind die Seitanangaben stark unterschiedlich. es ist ein Unterschied ob es sich um ein Kurzfilm, Novelle, 3 teiliges Roman oder Blockbuster handelt.

Es ist im Prinzip die Rohfassung des Autors. Bevor eben Lektoren, verlag usw daran rumfrimmeln.

bei Theater und Film ist es quasi die Anleitung. dort stehen dialoge und Handlungen.

"Protagonist verlässt die Bühne links" sowas.

Ich habe ein Buch mit nur 209 Seiten geschrieben, wie soll ich dazu eine Vorlage mit 30 Seiten oder so schreiben. bin mega Verwirrt😶 Danke für deine Antwort😇

0
@Aykoko

Wenn Autoren ein neues Buch schreiben dann schreiben sie ja nicht gleich sofort das ganze Roman 800 Seiten. sie haben eine Idee arbeiten es aus und schreiben quasi den rahmen auf. der dann so um die 30 Seiten sein kann. dann klärt der Autor das mit Lektor und Verlag ab ob sie das Buch kaufen/drucken wollen. falls ja wird erst dann ein Roman geschrieben.

im prinzip kannst du das auch so machen. versuche mal die Story, die Idee und was dein Buch ausmacht in 30 Seiten zu kriegen. weil Verlage haben keine Zeit alles zu lesen. Sie wollen schauen ob die Idee, schreibstil und das Thema passt.

0

Dankeschön💜

0

Was möchtest Du wissen?