Was ist der Unterschied zwischen Bodybuilding und Fitness?

7 Antworten

Mit Ernährung hat das nur bedingt was zu tun, eher die Ziele, die verfolgt werden.

Bodybuilder wollen halt Muskeln aufbauen, die man möglichst sieht. Heißt viel Muskeln, wenig Fett, noch mehr Muskeln. Natürlich gehört dazu auch ein ausgeklügelter Ernährungsplan mit Masse- und Definitionsphasen etc passend zum Trainingspensum. Es werden nur Gewichte bewegt, um möglichst aufgepumpt zu werden, um bei Wettbewerben gut auszusehen.

Fitness heißt, trainiere um fitter zu werden. Was ist dein Ziel? Muskeln aufbauen? Fett abbauen? Körperbeherrschung? Ausdauer? All das gehört zu Fitness und damit auch streng genommen Bodybuilding. Aber natürlich auch Cardiotraining oder auch Yoga um beweglicher zu werden. Natürlich kann man Fitness auch mit Ernährungsplänen kombinieren, die einem dem Erfolg näher bringen. Das eine schließt das andere ja nicht aus, Fitness-Profis ernähren sich sicher bewusst, Freizeitsportler machen Fitnesstraining wohl eher, um das schlechte Kantinen- oder Pommesbuden-Essen aus der Mittagspause zu kompensieren.

Als dritte Gruppe würde ich vielleicht noch Gewichtheber sehen. Die sind auch enorm muskulös, schließlich muss da ja was sein, was die schweren Gewichte bewegt, aber die wollen nicht wie ein Bodybuilder posieren, die wollen bei Wettbewerben, bis zu Olympia, möglichst große Gewichte stemmen.

Bodybuilding ist mit Sicherheit eine Teilmenge von Fitness, sofern seriös betrieben. Die meisten Bodybuilder vergessen dabei aber sicher, dass auch das Herz ein Muskel ist und trainiert werden will (Stichwort Cardio, das Herz trainiert man nicht an der Multipresse) und greifen vielleicht auch gerne mal zu Hilfsmittelchen, die eher ungesund sind. Ob sie damit wirklich fit sind oder nur für die Menschen, denen Muskelberge gefallen (Schönheit liegt im Auge des Betrachters) gut aussehen, das hängt von der Mentalität ab, die aber oftmals das Aussehen in den Vordergrund stellt. Ein Bodybuilder beim Yoga, auf der Slackline, an der Kletterwand oder beim Triathlon ist möglicherweise, sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit, eine ziemliche Lachnummer. Jemand, der Fitness macht und alle Teile berücksichtigt hat, sprich wenig Fett, definierte Muskeln mit gezielter, schneller Kraftentfaltung, Ausdauer, gute Körperbeherrschung, Dehnbarkeit, ..., ist da deutlich besser unterwegs, würde aber trotz Sixpack und definiertem Bizeps beim Bodybuilding-Schaulaufen als Lauch von der Bühne gefegt.

Fitness ist wohl eher ein Modebegriff der letzten Jahre, der generell Sport beschreibt, der der eigenen "Fitness" zugute kommt. Darunter fallen eben nicht nur Kraftsport, sondern auch Cardio, HIIT, Stretching, Koordinationsübungen, Kraftausdauerübungen, Kettlebelltraining, Sprungkraft etc..

Bodybuilding würde ich daher eher als eine krasse Spezialisierung ansehen. Hier geht es weder um Ausdauer, noch um Kraft. Ziel des Bodybuilding ist es, möglichst viel gut aussehende (also symmetrische und gut proportionierte) Muskelmasse aufzubauen und gleichzeitig einen niedrigen Körperfettanteil zu erreichen. Cardiotraining, Koordination, Kraftausdauer usw. sind hier also so gut wie nicht nötig und wird von vielen Bodybuildern auch gar nicht ausgeübt.

Ernährung spielt im Bodybuilding eine sehr große Rolle, ist aber selbstverständlich auch beim Fitness von Vorteil.

Gruß, Tailor

Für mich liegt der Unterschied im Mindset.

Beim Bodybuilding geht es um das Formen des Körpers. Es ist ganz egal ob das Training oder die Ernährung deiner Gesundheit oder Fitness dient, solange du deinen Körper nach deinen Vorstellungen formst.

Beim Fitness geht es darum deine körperliche Leistungsfähigkeit (Fitness) zu steigern. Dazu gehören für mich Kraft, Ausdauer, Explosivkraft, Körperbeherrschung, ...

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