Was ist der Unterschied zwischen Bodybuilding und Fitness?

9 Antworten

Hallo!

Fitness ist einfach der Versuch den Körper möglichst komplex in Form zu halten dabei gibt es mehrere Aspekte zu beachten.  Leider wird zu oft einseitig trainiert. Da hast du dann das Muskelpaket das die Tasche der Freundin nicht ohne Pausen ins 8. Stock tragen kann und das dürre Konditionswunder dem die Tasche zu schwer ist.

Wer fit sein will muss Kraft und Ausdauer haben. Ist auch nicht leicht, weil : Man unterscheidet zwei Arten von Muskelfasern: Die weißen und die roten Muskelfasern.

Beide Typen sind für verschieden Aktivitäten tragend und optimal. Ein Weltklasse - Sprinter Bodybuilder hat ca 90% weiße Muskelfasern, Marathoni ähnliches in rot. Grob gesagt : Weiß = Schnellkraft, rot = Ausdauer.

Wir haben über 600 Muskeln und auch da muss etwas für die Fitness getan werden. Was ist zu beachten :

1,) Nur unter kundiger Anleitung trainieren.

2.) Alle großen Muskelgruppen ansprechen.

3.) Die Kondition nicht vergessen - eine Variante Konditionstraining - min 30 Minuten.

4.) Auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten.

5.) Grenzlasten vermeiden.

6.) Individuell den Muskeln genügend Regenerationszeit geben.

7.) Auf eine gesunde, vielseitige Ernährung achten.

8.) Auch kleine Blessuren nicht ignorieren.

9.) Kami1a einen Stern geben.

Bodybuilding hat das Ziel die Muskulatur möglichst gut zur Geltung zu bringen. Es gilt ein Training auf Hypertrophie zu machen - Muskelwachstum. Den optimalen Muskelzuwachs hat man im Bereich der Hypertrophie mit 8 - 12 Wiederholungen. Dabei sollte das Gewicht so gewählt sein, dass die letzten Versuche brennen. 

Macht ein Bodybuilder Wettkämpfe so gilt es Die Muskulatur richtig vorzubereiten.Dazu baut ein Bodybuilder über Eine Massephase Muskulatur auf die er dann über eine Definitionsphase plastisch besser sichtbar macht

Wo ich schon mal dabei bin : Z. B. ein Gewichtheber trainiert völlig anders. Seine Muskeln müssen möglichst stark sein aber auch dynamisch, sie sind länger , gestreckter aber weniger dick. S. Bild

Unterschied : Der Bodybuilder will große und definierte Muskeln haben - die Optik steht im Vordergrund. Quantität.

Mir ist es weniger wichtig wie meine Muskel aussehen, meinen Oberarm messe ich nicht einmal - ich weiß nicht wie dick der ist. Mich interessiert nur wie viel ich mit meinen Muskeln bewegen kann - sie sind Mittel zum Zweck. Qualität.

Ich komme vom Gewichtheben, viele Jahre Bundesliga, nationale Meisterschaften. Bedingt natürlich ein hartes Training aber immer mit der Prämisse dass die Dynamik vorrangig ist und die Technik stimmen muss. Kraft wichtiger als Masse.

 Intramuskuläres Koordinationstraining - und das ist der Punkt - kann man im Prinzip bei jeder Übung machen aber man sollte schon aufpassen. Gerade bei komplexen Übungen wird da die Technik wichtig sonst wird es gefährlich. Es ist natürlich ein Training das z. B. einem Gewichtheber vertraut ist. Aber nicht unbedingt etwas für Anfänger. Schon weil dabei die koordinativen Anforderungen extrem hoch sind. Es braucht ein erhebliches Maß an Bewegungsbeherrschung, über die meist nur Trainings erfahrene verfügen können. Und es wird mit sehr hohen Gewichten gearbeitet, bei denen mit falscher Ausführung immer auch ein gewisses Risiko verbunden ist.

Das Ziel des Intramuskulären Koordinationstrainings ist eine Steigerung der Kraft, man arbeitet mit ca 3 Wiederholungen Das ganze funktioniert anaerob - eigentlich braucht man da keinen Sauerstoff. Die Belastung ist extrem -  man trainiert mit einem Gewicht, das über 90 % der maximal möglichen Kraft in Anspruch nimmt.Kraftsteigerung ist das Ziel des Intramuskulären Koordinationstrainings. 

Was passiert : 

1.  Der Körper wird so gezwungen, Signale an die Muskelzellen schneller und organisierter übermitteln was als Resultat eine Temposteigerung bedeutet. 

2. Durch die extreme Belastung lernt der Körper, mehr Muskelzellen innerhalb des trainierten Muskels anzusprechen, was im Resultat eine Krafterhöhung bedeutet. 

Schönen Tag

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Viele Jahre Bundesliga Gewichtheben/Studium

Mit Ernährung hat das nur bedingt was zu tun, eher die Ziele, die verfolgt werden.

Bodybuilder wollen halt Muskeln aufbauen, die man möglichst sieht. Heißt viel Muskeln, wenig Fett, noch mehr Muskeln. Natürlich gehört dazu auch ein ausgeklügelter Ernährungsplan mit Masse- und Definitionsphasen etc passend zum Trainingspensum. Es werden nur Gewichte bewegt, um möglichst aufgepumpt zu werden, um bei Wettbewerben gut auszusehen.

Fitness heißt, trainiere um fitter zu werden. Was ist dein Ziel? Muskeln aufbauen? Fett abbauen? Körperbeherrschung? Ausdauer? All das gehört zu Fitness und damit auch streng genommen Bodybuilding. Aber natürlich auch Cardiotraining oder auch Yoga um beweglicher zu werden. Natürlich kann man Fitness auch mit Ernährungsplänen kombinieren, die einem dem Erfolg näher bringen. Das eine schließt das andere ja nicht aus, Fitness-Profis ernähren sich sicher bewusst, Freizeitsportler machen Fitnesstraining wohl eher, um das schlechte Kantinen- oder Pommesbuden-Essen aus der Mittagspause zu kompensieren.

Als dritte Gruppe würde ich vielleicht noch Gewichtheber sehen. Die sind auch enorm muskulös, schließlich muss da ja was sein, was die schweren Gewichte bewegt, aber die wollen nicht wie ein Bodybuilder posieren, die wollen bei Wettbewerben, bis zu Olympia, möglichst große Gewichte stemmen.

Bodybuilding ist mit Sicherheit eine Teilmenge von Fitness, sofern seriös betrieben. Die meisten Bodybuilder vergessen dabei aber sicher, dass auch das Herz ein Muskel ist und trainiert werden will (Stichwort Cardio, das Herz trainiert man nicht an der Multipresse) und greifen vielleicht auch gerne mal zu Hilfsmittelchen, die eher ungesund sind. Ob sie damit wirklich fit sind oder nur für die Menschen, denen Muskelberge gefallen (Schönheit liegt im Auge des Betrachters) gut aussehen, das hängt von der Mentalität ab, die aber oftmals das Aussehen in den Vordergrund stellt. Ein Bodybuilder beim Yoga, auf der Slackline, an der Kletterwand oder beim Triathlon ist möglicherweise, sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit, eine ziemliche Lachnummer. Jemand, der Fitness macht und alle Teile berücksichtigt hat, sprich wenig Fett, definierte Muskeln mit gezielter, schneller Kraftentfaltung, Ausdauer, gute Körperbeherrschung, Dehnbarkeit, ..., ist da deutlich besser unterwegs, würde aber trotz Sixpack und definiertem Bizeps beim Bodybuilding-Schaulaufen als Lauch von der Bühne gefegt.

Fitness ist wohl eher ein Modebegriff der letzten Jahre, der generell Sport beschreibt, der der eigenen "Fitness" zugute kommt. Darunter fallen eben nicht nur Kraftsport, sondern auch Cardio, HIIT, Stretching, Koordinationsübungen, Kraftausdauerübungen, Kettlebelltraining, Sprungkraft etc..

Bodybuilding würde ich daher eher als eine krasse Spezialisierung ansehen. Hier geht es weder um Ausdauer, noch um Kraft. Ziel des Bodybuilding ist es, möglichst viel gut aussehende (also symmetrische und gut proportionierte) Muskelmasse aufzubauen und gleichzeitig einen niedrigen Körperfettanteil zu erreichen. Cardiotraining, Koordination, Kraftausdauer usw. sind hier also so gut wie nicht nötig und wird von vielen Bodybuildern auch gar nicht ausgeübt.

Ernährung spielt im Bodybuilding eine sehr große Rolle, ist aber selbstverständlich auch beim Fitness von Vorteil.

Gruß, Tailor

Für mich liegt der Unterschied im Mindset.

Beim Bodybuilding geht es um das Formen des Körpers. Es ist ganz egal ob das Training oder die Ernährung deiner Gesundheit oder Fitness dient, solange du deinen Körper nach deinen Vorstellungen formst.

Beim Fitness geht es darum deine körperliche Leistungsfähigkeit (Fitness) zu steigern. Dazu gehören für mich Kraft, Ausdauer, Explosivkraft, Körperbeherrschung, ...

Die Übergänge sind fließend. Bodybuilding wird immer als Wettkampfsport gesehen: Bodybuilder zu sein heißt für viele abartige Muskelberge zu haben und sich Steroide zu ballern.

Für mich ist jeder, der seinen Körper gezielt verändern möchte, ein Bodybuilder. Muskelaufbau und Bodybuilding sind vom Wortsinn her das Gleiche.

Wer Fitness macht, für den stehen Muskeln nicht im Vordergrund, es geht allgemein drum, den Körper zu stärken und zu verbessern - mehr Ausdauer, mehr Beweglichkeit und so weiter.

Ja, Du hast recht. Viele gebrauchen heute das Wort "Bodybuilding" als Ersatz für Muskelaufbau, aber ich finde das eher schlecht als gut. Du hast den Unterschied ja selbst genannt und beispielsweise sind Kraftsportler ja auch auf Muskelaufbau aus, trainieren aber völlig anders als Bodybuilder. Ich finde es nur gut, wenn Leute diesen Unterschied in der Sprache beherzigen.

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