Was haben wir Menschen mit dem Sündenfall von Adam und Eva zu tun?

9 Antworten

Vorausgesetzt, du glaubst an Gott (sonst kannst du das sowieso vergessen):

Menschen sind erfahrungsgemäß nicht perfekt. Jeder hat Schwächen und Mängel. Religiös ausgedrückt: Menschen sind nicht so, wie Gott sie eigentlich haben wollt - und das trennt irgendwie von Gott.

In unserem Kulturkreis würde man eine abstrakte, theoretische Erklärung formulieren.

Im orientalischen Kulturkreis erzählt man dann aber eine Geschichte dazu, die erklären soll, dass da immer schon so war. Die Geschichte von Adam und Eva und dem Sündenfall ist etwa 1000 Jahre vor Christus geschrieben.

Adam und Eva sind also keine historischen Personen. Aber wir finden uns eigentlich mit unserer Erfahrung in der Geschichte wieder.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Warum bestimmte Gott nicht einfach, daß Adam und Eva wegen ihrer Auflehnung gegen ihn sterben mußten, ihre Nachkommen, die ihm gehorchen würden, aber ewig leben dürften?

Weil Jehova ‘Gerechtigkeit und Recht liebt’ (Ps.33 :5; 5. Mose 32 :4; Jer.9 :24). Die Art und Weise, wie er die Situation meisterte, entsprach seiner Gerechtigkeit, erfüllte die Forderungen des vollkommenen Rechts und bezeugte gleichzeitig seine große Liebe und Barmherzigkeit. Wieso?

(1) Adam und Eva hatten vor ihrem Sündenfall keine Kinder, deshalb ist keiner vollkommen geboren. Alle Nachkommen Adams wurden in Sünde hervorgebracht, und Sünde führt zum Tod. Hätte Jehova das einfach ignoriert, dann hätte er sich über seine eigenen gerechten Maßstäbe hinweggesetzt. Hätte er das getan, hätte er sich ebenfalls der Ungerechtigkeit schuldig gemacht. Er wich den Forderungen des vollkommenen Rechts nicht aus; kein vernunftbegabtes Geschöpf könnte ihn deshalb je mit Recht in dieser Beziehung kritisieren (Röm.3 :21-26).

(2) Wie konnte, ohne die Forderung des Rechts zu ignorieren, eine Vorkehrung getroffen werden, um die Nachkommen Adams, die Jehova lieben und ihm gehorchen würden, zu erlösen? Wenn ein vollkommener Mensch sich opfern würde, könnte, ohne gegen das Recht zu verstoßen, sein vollkommenes Leben die Sünden aller zudecken, die diese Vorkehrung gläubig annähmen. Weil durch die Sünde eines Menschen (Adams Sünde) alle Menschen zu Sündern geworden sind, könnte das vergossene Blut eines anderen vollkommenen Menschen (eines zweiten Adams) die Waage der Gerechtigkeit wieder ins Gleichgewicht bringen, weil es einen entsprechenden Wert darstellen würde. Da Adam willentlich gesündigt hatte, könnte er aus dieser Vorkehrung keinen Nutzen ziehen; weil aber die Strafe, die alle Menschen für die Sünde zahlen müssen, auf diese Weise von jemand anderem beglichen würde, könnten Adams Nachkommen erlöst werden. Doch einen solchen vollkommenen Menschen gab es nicht. Keiner der Menschen wäre je imstande, die Forderungen des vollkommenen Rechts zu erfüllen. Deshalb traf Jehova selbst die entsprechende Vorkehrung, die ein Ausdruck seiner großen Liebe war und schwere persönliche Opfer von ihm forderte (1.Kor.15 :45; 1.Tim.2 :5,6; Joh.3:16; Röm.5 :8). Gottes einziggezeugter Sohn war bereit, seinen Teil zu tun. Er verzichtete demütig auf seine himmlische Herrlichkeit, wurde ein vollkommener Mensch und starb für die Menschheit (Phil.2:7,8).

Veranschaulichung: Ein Familienvorstand wird kriminell, und schließlich verurteilt man ihn zum Tod. Seine Kinder stehen völlig mittellos da, hoffnungslos verschuldet. Sie haben jedoch einen gütigen Großvater, der ihnen hilft, indem er durch einen Sohn, der bei ihm wohnt, dafür sorgt, daß ihre Schulden bezahlt werden und sie so die Möglichkeit erhalten, ein neues Leben zu beginnen. Damit die Kinder einen Nutzen davon haben, müssen sie natürlich mit der Vorkehrung einverstanden sein, und der Großvater mag vernünftigerweise gewisse Bedingungen stellen, um sicherzugehen, daß die Kinder die Handlungsweise ihres Vaters nicht nachahmen.

Kopie von wol j w.o r g.

Woher ich das weiß:Recherche

Das ist meiner Meinung nach nur eine Geschichte mit erhobenen Zeigefinger.

Is´zu vergleichen mit "Wenn du nicht brav bist, dann kommt der Weihnachtsmann nicht zu dir".

In diesem Fall kam zwar der Weihnachtsmann, aber hat seine Geschenke wieder abgeholt.

Die Beiden lebten im Paradies und hatten alles was das Herz begehrt. Sie durften alles haben und machen. Nur dieses eine Ding wurde ihnen verboten.

Was daraus geworden ist weiß du ja anscheinend. :)

Nichts absolut nichts denn:

Gott sollte doch in der Lage sein, mit seiner ganzen Allmacht zu wissen, dass Adam und Eva sich einen Fehltritt leisten werden und wenn Er gewollt hätte, dann hätte Er es ohne Probleme unterbinden können.

Entweder wäre die Frucht völlig ungenießbar gewesen oder es hätte da kein Baum gestanden, an denen sich die beiden hätten bedienen können.

Also wusste Gott ganz genau, was passieren würde und Er hat es absichtlich zugelassen.

Gottes Plan ist nicht schief gelaufen, denn Er wusste auch gleichzeitig wie wir sein werden.

Das wir heute auf Erden leben, gehört ebenfalls zu seinem Plan.

Wenn Er mich wegen der angeblichen Geschichte des Sündenfalls, so wie es im Christentum beigebracht wird, zur Rechenschaft ziehen will, nur weil ich diesem Unsinn nicht glaube, dann kann ich auch Gott die Frage stellen, wieso ich was dafür kann, was Er hätte selber unterbinden können und trotzdem zugelassen hat.

Ich wäre auf jeden Fall auf seine Antwort gespannt.

Ihr etwa nicht?

Die Katholische Kirche sagt:

Das hat was mit der Erbsünde zu tun. Wegen der todbringenden Erbsünde kam Jesus in die Welt, um uns mit Gott zu versöhnen. Die Taufe als Sakrament schenkt uns das Ewige Leben bei Gott, insofern wir in der Taufgnade bleiben.

Der Sündenfall hat ganz viel mit uns heute zu tun.

Nicht die katholische Kirche sagt das, sondern die Bibel.

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Die "Erbsünde"?!

Die hat Gott doch erst in die Welt gesetzt!

Er hat also das Haus erst angebrannt, um dann als wohltätiger Brandbekämpfer dastehen zu können??

Raffiniert! So gehen auch Betrüger in der gegenwärtigen Situation vor!

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