Was filtert am besten? Asche, Holzkohle oder Aktivkohle?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Für Trinkwasser, haben die ganz sicher nicht die selbe Funktion!

Du hast rechUt, vom Prinzip her, kann auch normale Holzkohle eine gewisse Filterwirkung mittels Adsorption wie Aktivkohle übernehmen.

Das Problem mit solchen Adsorptionsfiltern ist aber: Es geht nicht nur in eine Richtung. Es stellt sich immer ein Gleichgewicht ein zwischen der Wasserphase und der Kohlephase. Du kannst nie eine 100%-Reinugung erreichen.

Das bedeutet aber auch, wenn du viel Schadstoffe auf der Kohle hast, aber nur wenig im Wasser, werden die Schadstoffe von der Kohle ins Wasser wandern.

Gängige Grillkohle ist aber breits ziemlich beladen, zT mit Schadstoffen (aus der Umgebung und dem Kohlungsprozess), die du gar nicht im Wasser hast. Also werden diese von deiner Kohle ins Wasser gehen udn dein Wasser ist schmutziger als vorher.

Nun muß man immer ein bisschen abwägen. Klar filtert auch Grillkohle gewisse Schadstoffe. Und wenn du zum Überleben einen Filter brauchst, kann das eine Möglichkeit sein. Hast du aber die Wahl, sollte es keine Option sein Kohle zu verwenden.

Asche ist eine denkbar schlechte Idee. Enthielt das Verbrennungsedukt Schwermetalle, wirst du sie genau hier finden. Finger weg!

Setzt du deinen Sandfilter rein physikalisch ein? Dann kannst du Aktivkohle einmischen (auch wenn ich die Wirkung eher für psychologisch halte). Ich würde aber eher eine zweite Schicht (also Sand und Kohle getrennt) empfehlen.

Bei Trinkwasser musst du die Verkeimung des Filters im Blick behalten, da du ja vermutlich keine Desinfektionsmittel einsetzen möchtest.

Es komtm drauf an, was im Wasser drin ist, das Du los werden möchtest. Von den 3 zur auswahl stehenden: Aktivkohle, möglichst fein für eine große Oberfläche... und dann ein Filter hinter her um die Kohle zurück zu halten.

Asche ist ziemlich sinnlos! Die mag vielleicht ganz groben Schmutz zurück halten, aber da lösen sich Substanzen raus: zum Beispiel die Schwermetalle die nicht verbrannt sind. Die hast Du dann im Wasser und es ist ungesunder als vorher. Würd ich eher nicht machen...

Asche ist eher sinnlos, Holzasche hat lösliche Anteile (Kaliumkarbonat, heisst deswegen auch Pottasche nach dem alten Herstellungsverfahren durch Auslaugen von Holzasche). Saubere Holzkohle, nicht aus dem Kamin, sondern aus dem Garten- oder Baumarkt, ist eine Möglichkeit, bindet aber wesentlich weniger Fremdstoffe als Aktivkohle, die ist letztlich das wirksamste Mittel. Soll aus Abwasser Trinkwasser werden? Oder soll Trinkwasser verbessert werden? Das einfachste Verfahren wäre Solardestillation: Rohwasser kommt in ein grosses Gefäß, in das in der Mitte ein Auffanggefäß gestellt wird. Oben wird das grosse Gefäß mit sauberer, locker hängender PE-Folie dicht verschlossen, ein Gewicht in die Mitte und das Ganze in die Sonne.

Das Wasser verdunstet und kondensiert an der Folie, es tropft in der Mitte in das darunter stehende Auffanggefäß. Geduldsache, aber sauberes Wasser.  Verunreinigungen mit flüchtigen Stoffen wie Benzin können so nicht entfernt werden.

Als erstes solltest du das Verunreinigungsprofil des Wasser ermitteln, dann kann man zu etwas raten.

Ich glaube nicht, dass dein Trinkwasser eine Filtration benötigt. Das Problem, ein Filterbett muss auch gesäubert werden und das wäre für die Aktivkohle aufwendig. Diese ist daher zu entsorgen und immer eine neue Aktivkohle ist ein finanzielles Problem.

Mit Aktivkohle entfernt man organ. Belastungen, die sich als Gerüche festmachen, durch Adsorbtion. Besitzt dein Trinkwasser keine solche Belastung, dann wäre ein Aktivkohlefilter unnütz und Geld verschleudert.

Das Ding bei der Aktivkohle ist aber, dass sie eigentlich nicht zum Filtern, sonder zum Adsorbieren gedacht ist, und meines Wissens nach, macht Asche bzw Holzkohle sowas nicht.

Was möchtest Du wissen?