Was bedeutet "Linksextremismus"?

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10 Antworten

Also mir wurde es von einem vom Verfassungsschutz so erklärt:
Wenn man sich dafür einsetzt, die Demokratie abzuschaffen, ist das extremistisch. Das heißt, Leute mit rechtem Gedankengut zum Beispiel sind nicht direkt extremistisch, sondern nur dann, wenn sie das Ziel äußern, die Demokratie abzuschaffen, oder sich z.B. mit Diktatoren, die die Nazi-Ideologie verfolgt haben, sympathisieren, also mit einer anderen Form als eine Demokratie.
Ebenso mit links, wenn man die Absicht hat, die Demokratie abzuschaffen und eine andere Form mit linkem Gedankengut aufbauen will.
Da so etwas aber nur mit Gewalt einhergeht, man kann nicht einfach über die Köpfe des Volkes hinweg einen Staat aufbauen, ohne Gewalt gegen seine Gegner anzuwenden, ist in dem Begriff "Extremismus" dann aber auch Gewalt drin.
Wenn jetzt jemand Brandsätze in Flüchtlingsheime wird, ist er für mich nicht direkt rechtsextrem sondern einfach "nur" radikal.
Oder, umgekehrt, wenn Linke Autos mit Steinen bewerfen.
(achja, und für alle, die jetzt meinen, es wird nicht über Linksextremismus/-Radikalismus berichtet: doch. Wird es.)
Und wenn man Flüchtlinge willkommen heißt, hat das weder etwas mit Extremismus noch viel mit links zu tun. Wenn man Flüchtlinge willkommen heißt, heißt man Flüchtlinge willkommen. Daraus ergibt sich meiner Meinung nach keine politische Richtung...

Aber es schließt doch wenigstens welche aus oder? Z.B die Rechte Richtung.

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@DesmondHume

naja, kommt drauf an, was du als "rechte Richtung" bezeichnest. Wenn du damit die Nazi-Ideologie meinst, dann wird es das  wohl ausschließen. Oder das Denken der Person widerspricht sich, was bei Nazis oft vorkommt.

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Natürlich ist Die Rechtpolitische Ausrichtung auch mehr als nur die Nazi-ideologie, da hast du recht.

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Du weißt mit Sicherheit nicht was Rechtsextremismus ist - das kann niemand sagen, da das politische links-rechts-Spektrum viel zu viele Lücken hat, um eindeutige Definitionen zu ermöglichen. Fremdenfeindlichkeit, also auch Rassismus, gibt es auch im linksextremen Spektrum. Antikapitalismus, den man in der Regel dem linken Spektrum zuordnet, ist häufig auch unter Rechten verbreitet. Totalitarismus und Antidemokratismus sind zwei Dinge, die bei beiden Seiten - nach fast allen Versuchen der Definition - mehrheitlich vorkommen.

"Aber irgendwie fällt mir kein Beispiel ein."

Tatsächlich nicht? Dann belies Dich mal über die Rote Armee Fraktion. Im Übrigen gibt's in der WP auch noch den Artikel "Linksextremismus".

Mache ich. Danke für den Rat.

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Linksextremismus ist ein sehr weit gefasste Bereich. Ich würde da zum Beispiel die Partei Die Linke reinstecken und zum Teil auch die Grünen. Aber das sind natürlich die harmlosen Formen. Linksextremisten sind vor allem gegen Reiche und haben kein Nationalgefühl und versuchen die Familie zu zerstören. Außerdem haben sie sehr gewalttätig und tolerieren zum Beispiel keine Patrioten, Konservative oder Liberale. Und das sind meiner Meinung alles keine positiven Eigenschaften.

"Versuchen die Familie zu zerstören" Wie genau meinst du das? Du sagst, es wäre nicht gut, gegen Patrioten zu sein, aber ist es gut einer zu sein?

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Versuchen die Familie zu zerstören? Ahja ^^ Linke sind nicht einfach gegen Reiche, sondern gegen den Kapitalismus. Man bekämpft die Ursachen, und nicht die Folgen. Die Grünen sind übrigens auf keinen Fall linksextrem... und die Linkspartei meiner Meinung nach auch nicht - mir ist sie jedenfalls zu demokratisch, und ich bin links.

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Das erinnert mich an einen Spruch. 

„Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied."

„Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

Beim Rechtsextremismus ist das Feindbild der Mensch. Beim Linksextremismus muss erst mal geklärt werden, was unter dem Begriff jetzt eigentlich genau zu verstehen ist. Die Ideologien, die mit dem Begriff in Zusammenhang gebracht werden sind aber nicht menschenfeindlich. Eher im Gegenteil.


Guter Spruch/Zitat :) Sagt schon was wahres aus.

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"Die Ideologien, die mit dem Begriff in Zusammenhang gebracht werden sind aber nicht menschenfeindlich."

Dazu ein paar Gedanken. Stehen die Ideologien für sich im luftleeren Raum, oder gibt es einen Zusammenhang zwischen ihnen und ihrer Umsetzung? War der von Lenin und der Bolschewiki durchgesetzte Kriegskommunismus und der von ihnen selbst so bezeichnete "Rote Terror" rechts oder links? Ist die Legitimierung und Anwendung von Gewalt gegen Menschen menschenfeindlich?

https://de.wikipedia.org/wiki/Roter\_Terror#/media/File:19180830-grave\_uritzy\_red\_terror.jpg

Das Zitat stammt übrigens von Marc-Uwe Kling. Der Mann hat es verdient, genannt zu werden. :-)

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Achso, Ziegelsteine und Brandsätze auf Polizisten werfen, wo ich das Ableben eines Menschen in Kauf nehme, ist nicht schlimm?

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Doch, ist es. Auch Sachschäden finde ich schlimm. Aber Menschenleben gehen gar nicht, meiner Meinung nach.

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Richtig, sowas ist auch aufs schärfste zu verurteilen, egal wer sowas macht oder aus welcher Überzeugung so gehandelt wird.

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@Bomberbob

" Ist die Legitimierung und Anwendung von Gewalt gegen Menschen menschenfeindlich?"
Darüber könnte man jetzt philosophieren. Falls es wen interessiert, zu dem "Thema" gibt es ein ganz interessantes Theaterstück, Homo Empathicus... bafasst sich genau damit.
Aber zurück zur Frage: natürlich ist es schlimm, wenn jemand von Linksradikalen verletzt oder getötet wird. Es ist für denjenigen, der stirbt, die selbe Folge, als hätte ihn ein Rechtsradikaler umgebracht. Ich finde es aber trotzdem einen Unterschied, ob jemand umgebracht wird, weil der Täter der Meinung ist, dass Menschen eine unterschiedliche Wertigkeit haben, oder ob er umgebracht wurde, weil der Täter der Meinung ist, dass alle Menschen gleich sind und das durchsetzen möchte... Deshalb finde ich persönlich die NSU-Morde viel schlimmer als die RAF-Geschichte, obwohl ich beides weit, weit entfernt von okay sehe.

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@LPBTkypho

Sorry, ich will Dich nicht persönlich angreifen. Aber ich finde Deine Ausführungen zynisch, menschenverachtend und unerträglich.

Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Wenn die Mittel menschenverachtend sind, wird es der Zweck dadurch auch.

Und wenn man der Meinung ist, daß "alle Menschen gleich sind", kann man nicht in Opfer erster Klasse und Opfer zweiter Klasse unterteilen.

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@Hegemon

"Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Wenn die Mittel menschenverachtend sind, wird es der Zweck dadurch auch."
Hab ich das gesagt? Ich meint doch, dass beides weit weit entfernt von ok oder akzeptierbar ist.
Aber mal ein Vergleich: Wenn ich einen Menschen umbringe, weil er meinen Bruder umgebracht hat, ist das dann genauso schlimm, wie wenn ich einen Menschen umbringe, der mir nichts getan hat? Nein, oder? Obwohl beides nicht gut ist.
Und ganz ehrlich, ich finde es schlimmer, wenn einfach Männer umgebracht werden, die nichts getan haben, als wenn Leute wie Politiker, deren Handeln man nicht gut findet, weil es zulasten anderer Personen ist, umgebracht werden. Natürlich ist bzw war die RAF trotzdem kompletter Blödsinn. War jetzt ein blödes Beispiel.
Aber ein anderes: ich persönlich finde es viel schlimmer, wenn eine Flüchtlingsunterkunft mit Nazi-Parolen beschmiert wird, als wenn der Sitz einer Burschenschaft mit Anti-Nazi-Parolen beschmiert wird. Obwohl beides das selbe ist, ist doch das obere viel schlimmer. Oder etwa nicht?
Achja und mich persönlich angreifen kannst du doch gar nicht, weil du mich gar nicht kennst.

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@LPBTkypho

Mir ist nicht ganz klar, wieso die NSU-Morde schlimmer sein sollen, als die RAF-Morde.

Dem Ermordeten ist der Mord egal. Der beschwert sich nicht mehr. Mord trifft nie die Ermordeten sondern immer deren Angehörige - auch bei einem Mord aus vermeintlich edleren Motiven.

Hilf mir doch mal bitte und erkläre mir, womit die Angehörigen der RAF-Opfer dieses Leid eher verdient haben als die Angehörigen der NSU-Opfer. Mir fallen da nämlich keine guten Gründe ein.

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@Hegemon

Mir ist nicht ganz klar, wieso die NSU-Morde schlimmer sein sollen, als die RAF-Morde.

Hat er doch bereits ausgeführt.

Aber mal ein Vergleich: Wenn ich einen Menschen umbringe, weil er meinen Bruder umgebracht hat, ist das dann genauso schlimm, wie wenn ich einen Menschen umbringe, der mir nichts getan hat?

Was gibt es daran nicht zu verstehen?

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Ich verstehe, was gemeint ist. Und im Falle einer Rache Aktion könnte Mord gerechtfertigter sein? Dazu sage ich schonmal: ja! Aber ich finde natürlich auch: die, die dem Opfer nahe standen, aber nichts schlimmes getan haben, haben natürlich kein Leid verdient. Aber wie viele ebenfalls unschuldige mehr müssen leiden, wenn die Person weitergelebt hätte?

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@DesmondHume

Hegemon, wenn du so argumentierst, dass Linksextremismus genauso schlimm ist, wie Rechtsextremismus, weil durch Linksextremismus ebenso Angehörige leiden müssen wie beim Rechtsextremismus (und ja, da gebe ich dir teilweise recht - wobei es für mich - denke ich, ich kann es natürlich nicht sagen und ich möchte es mir auch nicht vorstellen - persönlich schlimmer zu verkraften wäre, wenn jemand meinen Bruder umbringt, einfach nur weil er Migrationshintergrund hat, als wenn jemand meinen Bruder umbringt, weil er der Meinung war, dass er für Ungerechtigkeit gesorgt hat. Aber schlimm wäre es so oder so, ja.), dann müsstest du theoretisch auch sagen, dass die Französische Revolution genauso schlimm wie Links- oder Rechtsextremismus ist, weil dabei ja auch viele Angehörige - Angehörige der Soldaten, die gestorben sind, Angehörige der Monarchen, die umgebracht wurden usw. leiden mussten, oder?
Allgemein geht es mir um folgendes: die RAF Morde, ich rede jetzt nicht von den Morden an Polizisten oder Chauffeuren, sondern eher von denen an Direktoren, Industriellen oder Politikern, waren Morde aus einer Ideologie heraus, die das System bekämpfen will, weil es ungerecht ist. Die NSU-Morde waren aus einer Ideologie heraus, die die Menschen in Rassen teilt, Deutsche und Menschen mit Migrationshintergrund, und die an Leuten ausgeführt wurden, die getötet wurden, weil sie Migrationshintergrund haben. Meiner Meinung nach macht das schon einen Unterschied.
Wie gesagt, ich will hier keine Morde rechtfertigen, nur ist meiner Meinung nach Rechtsextremismus schlimmer als Linksextremismus.

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@LPBTkypho

Nö. Ich argumentiere nicht, daß "Linksextremismus genauso schlimm ist wie Rechtsextremismus". Denn meistens richtet sich hier und heute linksextreme Gewalt gegen Sachen, während sich rechtsextreme Gewalt tendenziell eher gegen Menschen richtet.

Ich stehe einfach nur auf dem Standpunkt, daß Mord genauso schlimm ist wie Mord.

Französische Revolution? Hast Du Dich mal mit dem Grande Terreur befaßt? Da wurde zu einem nicht unerheblichen Teil wahllos abgeschlachtet. Das war auch präventiver Terror.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terrorherrschaft

Oder die Stalinschen Säuberungen? Mal gelesen?

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@Hegemon

Dass der Grande Teurrer präventiver Terror war, mag ja sein. Aber ganz ehrlich, auch hier kann ich nur sagen: eine Nazi-Diktatur, wo Menschen umgebracht werden, einfach nur weil sie Juden sind (oder "so wie Juden" aussehen), finde ich persönlich schlimmer, als die Terrorherrschaft, bei der Menschen underdrückt wurden, die mit der Revoltion nicht einverstanden waren. Auch wenn (und ich weiß nicht, wie oft ich das jetzt noch sagen soll) beides keinesfalls in Ordnung ist.
Für mich ist Mord einfach nicht gleich  Mord, ich sehe da nicht schwarz-weiß. Für mich macht die Motivation für den Mord schon einen Unterschied, die den Mord nicht in gut und schlecht, aber in schlimm und noch schlimmer einteilt.  Und ich finde, es gibt einfach keine schlimmere Motivation für einen Mord, als dass man davon ausgeht, dass der Mensch von Natur aus (also von gegebner Herkunft oder Hautfarbe, nicht von seiner Meinung) weniger wert ist als ein anderer.
Mag ja sein, dass wir dann auf verschiedenen Standpunkten stehen. Aber das ist ja das Gute an der Politik hier: du kannst deine Meinung haben und ich meine.

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Das definiert jeder anders.

MEINER Meinung nach gibt es überhaupt keinen Extremismus. Weder rechts, noch links, noch sonst etwas. Ich finde einfach das Wort unpassend. Ist man extrem wenn man sich für etwas einsetzt? Nicht wirklich. Ist man radikal? Schon eher. Das Wort Radikalismus bezieht sich soweit ich weiß auf das lateinische "radix" (korrigiert mich wenn ich falsch liege), und bedeutet soviel wie "aus der Wurzel heraus" - was meiner Meinung nach besser passt, da man das Problem von der Wurzel aus her angeht.

Nun zu deiner Frage.

Was bedeutet Linksextremismus? Also laut Verfassungsschutz ist jeder linksextrem, der auch nur mit einer "linken" Weltansicht SYMPATHISIERT! Das heißt, sobald du zB. den Kommunismus ganz gut findest, bist du laut VS linksextrem. Aber der VS spricht eh viel Unsinn und schützt Rechtsradikale, insofern nicht beachten. ;)

"Links" ist, wenn man richtig denkt... Und jetzt nochmal objektiv: Wenn man sich einer bestimmten "Strömung" zuordnen lässt - sofern man dies denn will, Schubladendenken ist nämlich unter Linken auch nicht gern gesehen. Diese Strömungen können sein: Sozialismus, Antinationalismus, Antisexismus, Feminismus, Kommunismus, Antifaschismus, Antikapitalismus, Anarchie, Antispeziesismus, Antihomophobie, Antirassismus, etc.... Wer Flüchtlingen hilft ist NICHT automatisch links!! Und Links sein bedeutet auch nicht "Anti Alles", denn Linke setzen sich FÜR Menschen, FÜR Gleichheit, FÜR Gleichberechtigung, FÜR Menschenrechte, Freiheit, Schutz von Minderheiten, Flüchtlinge usw. ein.....

Linke sind z.B. die, die sich eher für Menschen einsetzen als sich im Luxus auf Kosten anderer gutgehen zulassen, wie einige Kapitalisten....bzw. alle.

"Extrem" bzw. radikal, ist, wenn man diese Dinge verfolgt und sich dafür einsetzt... nur eben etwas stärker, als "normal".

Das linke Spektrum ist so weit und groß, dass man das ganze gar nicht wirklich beschreiben kann. Man beachte: Meine Antwort ist nicht 100% objektiv, und vor allem stark pauschalisiert. Ich hoffe ich konnte trotzdem helfen.

Sehr gut erklärt, danke :) Das Wort "Extrem" zu benutzen finde ich auch nicht passend...

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Was bedeutet Linksextremismus? Also laut Verfassungsschutz ist jeder linksextrem, der auch nur mit einer "linken" Weltansicht SYMPATHISIERT!

Heute ist man schon linksextrem, wenn man Flagge gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus zeigt. Die Entwicklung ist besorgniserregend.

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"MEINER Meinung nach gibt es überhaupt keinen Extremismus. Weder rechts, noch links, noch sonst etwas. Ich finde einfach das Wort unpassend. Ist man extrem wenn man sich für etwas einsetzt?"

Demnach wäre der Nationalsozialismus von 1933-45 einschließlich Holocaust, Lagersystem und Vernichtungskrieg auch nicht extrem gewesen sondern höchstens radikal. Waren Leute wie Himmler und Heydrich Extremisten? Die haben sich schließlich auch "nur für etwas eingesetzt". Nach eigener Auffassung übrigens "ehrlich, anständig, treu und kameradschaftlich" (siehe Posener Reden).

""Links" ist, wenn man richtig denkt..."

Abgesehen davon, daß Nationalsozialisten und Faschisten auch davon überzeugt waren/sind, richtig zu denken, erinnert mich das an den Refrain dieses schönen Liedes: https://www.youtube.com/watch?v=865Sn8JrMvY

Ich halte es für problematisch, davon überzeugt zu sein, immer richtig zu denken, die eigenen Positionen nicht zu hinterfragen und andere Positionen zu bekämpfen, weil es nicht die eigenen sind. Dann landen wir nämlich ganz schnell bei solchen Hardlinern und Scharfmachern wie Mielke und Schabowski. Wohin das geführt hat, haben wir gesehen. Solche Beispiele gibt es auch heute zu Hauf im militanten Milieu - rechts und links.

Ich bin der Auffassung: natürlich gibt es auch Extremismus. Sowohl links als auch rechts. Die Geschichte ist voll mit Beispielen.

Extremismus beginnt spätestens dort, wo Gewaltbereitschaft vorhanden ist.


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Ich find den Begriff "Extremismus" einfach unpassend. Das wurde eigentlich nur vom Verfassungsschutz in die Welt gesetzt, um Linke und Rechte zu diffamieren und in Schubladen zu stecken, was man natürlich nicht kann aufgrund des weitreichenden Spektrums. Nazis sind einfach Idioten, aber diese nun einzeln einzuordnen in "radikal" und "extrem", nein danke.. Ich hinterfrage meine Position sehr wohl, und hinterfrage auch vieles andere, ohne einfach nur zu "kämpfen"! Und faschistisch bin ich sicherlich nicht.

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Wenn es keinen Extremismus gibt, was war dann die RAF? Oder was ist dann der IS?

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extremisumus wirds sobald man extremer wird-überraschung was?

wenn man zb. gebäude besetzt damit dort flüchtlinge leben können. 

flüchtlinge willkommen zu heissen ist links, aber nicht extrem.

Flüchtlinge willkommen zu heißen ist nicht links, sondern menschlich!

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Das Wort Extremismus ist nur ein Schlagwortund Kampfbegriff in einem, dazu angetan, den Gegner zu diskreditieren, ohne sich mit ihm dann noch auseinandersetzen zu wollen und zu müssen. Gesagt ist also fast nix, daher wenig bis garnicht hilfreich.

Schlage daher vor, in eine inhaltliche Diskussion einzusteigen, damit dann das Wesentliche herausdestilliert werden kann.

"...nur ein Schlagwortund Kampfbegriff in einem, dazu angetan, den Gegner zu diskreditieren, ohne sich mit ihm dann noch auseinandersetzen zu wollen und zu müssen."

Dann frage ich jetzt mal spaßenshalber, wie Du die RAF, die Revolutionären Zellen oder die Forderung "Bomber-Harrris do it again!" einordnen würdest.

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@Hegemon

Also die Revolutionären Zellen und die RAF, beide gibt es nicht mehr, würde ich nicht mit den Anti-Deutschen in einem Topf werfen. Erstere sind wohl als Links-Terroristen zu bezeichnen, Letztere als Knallköppe von der unappetitlichen Art.

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@Hegemon

Ja eine handvoll Leute sind Extremisten, doch spielen sie eine ausgesprochjen untergeordnete Rolle, auch wenn uns die mainstream Presse sowie bürgerliche Politiker Anderweitiges verklickern wollen. Da wird eine kleine radikale Minderheit zu einem Popanz hochstilisiert.

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So ist das? Das "Extremismus" ein Gewaltspiel ist, bei dem es darum geht die eigenen Interessen durchtusetzen wurde mir jetzt erklärt. Die meisten, die dann extrem sind, sind dann natürlich nicht mehr auf eine Diskussion aus. Aber das es dann Fakt ist, dass man das im Endeffekt nicht mehr anders lösen kann, bezweifle ich.

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@DesmondHume

Naja, das ist jetzt aber nur mal eine bloße Meinung von dir, zudem mit keinerlei Beispielen unternmauert. Diskussionen kann man übrigens nur mit denen führen, die nicht gerade konträr zum eigenen Standpunkt sind, andernfalls funtioniert es einfach nicht.

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Linksextremismus ist Kommunismus, das hat mit Flüchtlingen eigentlich nicht direkt was zu tun.

Kommunismus ist nicht gleich Linlsextremismus. Oder? Was ist Dann "Links"?

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Links ist extremer Sozialismus, und extremer Sozialismus ist Kommunismus.

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Bist du Links ausgerichtet?

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Nein, wie kommst Du auf die Idee?

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Ich bin auf die Idee gekommen, dass du vielleicht nicht Links bist, deswegen habe ich gefragt. Welche Richtung vertritst du denn? :)

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Meine eigene. Die ist weder links noch rechts

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Es gibt ja auch mehrere Ausrichtungen als Links und Rechts. Damit meine Ich auch Komunissmus etc. Wie sieht denn deine aus? Ich träume für Gerechtigkeit und Gleichheitschancen und absoluter Freiheit für jeden.

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Dann träum' Deinen Traum weiter und pass auf, dass Dich die Realität nicht eiskalt am linken Fuss erwischt.

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Nur weil du den glauben verloren hast?

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Welchen Glauben? Ich bin Realist und habe wahrscheinlich auf Grund meines Alters etwas mehr Lebenserfahrung als Du, das ist einfach so.

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Realismus kann wehtun. Akzeptiersf du Hunger und Leid, weil du glaubst, dass es anders nicht geht?

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Sei mir bitte nicht böse, aber mich interessieren hier keine philosophischen Diskussionen. Du bist wohl noch relativ jung, denke ich?

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Ja, bin noch eher Jung. Aber man ist ja nicht gleich Herzlos, wenn mam älter wird. ( Nein, unterstelle ich dir auch nicht ). Du magst dich zumindest nicht für die Auseinandersetzung interessieren, woraus ich schließe, dass das ganze dich ein wenig überfordert, da du schlochtweg keine Lösung weißt. ( Nicht Falsch verstehen, ist nocht böse gemeint, niemand kennt ja wirklich eine Lösung, auch ich noch nicht ganz ).

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@DesmondHume

"Welchen Glauben? Ich bin Realist und habe wahrscheinlich auf Grund meines Alters etwas mehr Lebenserfahrung als Du, das ist einfach so." und genau so eine Einstellung ist das Problem. Ich weiß es besser, weil ich kenne es, und es ist so. Da ist nicht das Problem, dass es "so ist", sondern dass man es so lässt, und den jungen Leuten, die "noch" den Traum von Gleichheit und Gerechtigkeit haben, jegliche Motivation nimmt. Weil, es ist ja so.

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Die Welt war noch nie gerecht. und die Natur kennt diesen Begriff überhaupt nicht. Ich bin nicht herzlos, aber je eher man draufkommt, dass man Illusionen hinterher gejagt ist, umso mehr leere Kilometer erspart man sich und kann seine Energien für nützlichere Dinge einsetzen. Das durchaus auch, um Gutes zu tun.

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@Herb3472

Durchaus schon, ja. Aber weißt du, wie es mir auf den Keks geht, wenn Veganern gesagt wird, ist doch unnötig, weil macht ja die Mehrheit der Bevölkerung nicht? Oder wenn das Einkaufen bei Ketten wie H&M damit legitimiert wird, dass es eh nichts bringt, fairtrade zu kaufen, weil die Welt sowieso ungerecht bleibt?
Vielleicht kennt die Natur den Begriff gerecht gar nicht. Aber auf jeden Fall gerechter und ungerechter. Und ich finde, etwas gerechter, als die Welt aktuell ist, sollte es doch schon gehen.
Es geht ja auch gerechter als im dritten Reich, warum sollte es dann nicht auch gerechter gehen als heute?

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Was die Natur kennt, kann doch egal sein, oder? Die Natur hat uns erschaffen, heißt das jetzt, dass wir nur so gut wie die Natur sein können? Wir Menschen haben schon und werden auch weiterhin Computer und Künstliche Intelligenzen entwickeln, die uns übersteigen. Programme, die viel schneller und besser handeln können, als wir Menschen, also als die Erschaffer. Also könnten wir Menschen doch auch irgendwann besser und flexibler werden, als die Natur, oder?

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Hoffe ihr versteht, was ich meine^^ Tiere können in ihrem Reich keine absolute Gerechtigkeit erreichen, wir vielleicht schon.

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@DesmondHume

Stimmt, DesmondHume. Zu Zeiten des Sozialdarwinismus dachte man auch, Menschen in Rassen einzuteilen, sei normal. Hätte man da auch gesagt "so ist das eben, in der Natur ist das auch nicht anders", wären wir jetzt immernoch dort ;)

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Genau das selbe wie Rechtsextremismus nur von der linken Seite aus eben.

Kannst du mir ein Beispiel nennen?

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