Warum wird man bei einem Notruf 110/112 nicht unterstützt wie bei 911 in den USA?

10 Antworten

Es kommt darauf an, ob die Leitstelle, die man erreicht hat, eine Integrierte Leitstelle (Feuerwehr und Rettungsdienst werden gemeinsam koordiniert) oder eine normale Feuerwehrleitstelle ist. 

Manche ILS (kurz für Integrierte Leitstelle) nutzen mittlerweile auch das Telenotarzt-Prinzip, bei dem der Disponent Unterstützung bei, zum Beispiel, der Wiederbelebung gibt. Bei älteren Leitstellenmodellen geht das nicht. 

In den USA hat es schon immer solche Integrierten Leitstellen gegeben, weshalb das da auch funktioniert.

Ich hoffe, ich konnte die Frage so gut es geht beantworten.

Wenn bei dir die Leitstelle so arbeitet ist dass Schade allerdings ist es bei uns und gerade in Integrierten Leitstellen vorgesehen den Anrufer zum Beispiel bei der Reanimation anzuleiten.

Mein Tip: Regelmäßig den Erste Hilfe Kurs wiederholen

Übrigens: Den Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst erreicht man Europaweit unter 112. 

Zu erst einmal sollte man wissen welchen Nummer man anruft.

Rettungsdienst / Feuerwehr : 112

Polizei: 110

Mit den alten in Deutschland vorhandenen Systemen der Notruf-Abfrage war eine Unterstützung wie von dir gewünscht einfach nicht zu leisten.

Derzeit werden in allen Bundesländer Integrierte Leitstellen (ILS) aufgebaut. Hier arbeiten dann Leute die sowohl eine Feuerwehr- als auch eine Rettungsdienstausbildung haben. Des weiteren werden genau solche Systeme wie sie aus den USA u.a. bekannt sind auch bei uns gerade eingeführt. Siehe z.B. http://www.berliner-feuerwehr.de/notrufabfrage.html

Wenn du bis dahin der Leitstelle die Frage stellst ob sich dich unterstützen könne bis zum Eintreffen der Rettungskräfte so werden sie das auch tun, andernfalls würde ich eine Beschwerde einreichen.

Einen Erste-Hilfe-Kurs sollte dennoch jeder Bürger haben, du möchtest doch auch das dir geholfen wird wenn dir mal was passiert. Gruß

Erste Hilfe Kurse gibt es in vielen Städten oft kostenlos vom roten Kreuz unterstützt. In den Schulen - zumindest bei mir - hatte ich in der 10. Klasse auch einen Erste Hilfe Kurs.

Am wichtigsten ist Herz-Druck-Massage und da sollte man auch keine Angst haben die Rippen zu brechen: ist in dem Moment nicht so wichtig wie den Kreislauf zu erhalten. Statt Mund-zu-Mund kann man auch Mund-zu-Nase machen. Es gibt aber auch so
Beatmungsbeutel (wie die Rettungsdienste haben) bei ebay
für um die 20 Euro. Sowas zusätzlich zum ErsteHilfeKasten zu haben kann schon hilfreich sein.

Ja, aber wie gesagt die Erste Hilfe Kurse gibt es in vielen Städten vom BRK zum Beispiel ohne weitere Kosten. :)

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  1. Mit einem Mindestmaß an Allgemeinwissen muss man nicht lange überlegen, ob man die 110 oder 112 anrufen sollte.

  2. Jeder sollte im eigenen und dem Interesse seiner Angehörigen und Freunde einen Erste Hilfe-Kurs absolviert haben. Statistisch gesehen muss man schließlich am häufigsten dieser Personengruppe helfen.

  3. Du hast Recht, hierzulande sollte man am Notruf häufiger in den Erstmaßnahmen angeleitet werden. Das das garnicht passiert ist aber falsch! Es gibt durchaus viele Leitstellen, die das so praktizieren.

  4. Die USA sind, was den Rettungsdienst angeht, keineswegs das "gelobte Land". ;o)

Dem kann ich so nichts mehr hinzufügen!

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Sowas ähnliches gibt es bei uns durchaus. In Köln nennt sich das ganze dann "Reaphon" (alberner Name). Der Disponent leitet den Anrufer dabei zur Reanimation an. Natürlich ist das einzelfallabhängig. Die Rahmenbedingungen, die hierfür erfüllt sein müssen, kenne ich nicht genau. Aber es wird mit Sicherheit von der gemeldeten Lage und dem Anrufer abhängig sein, ob der Disponent sich dazu entscheidet der nicht. Aber ich muss Dir Recht geben, der Regelfall ist es (noch) nicht. Auch bei anderen Notfällen ist man in der Zeit zwischen Notruf und Eintreffen der Rettungskräfte auf sich alleine gestellt. Vielleicht ändert sich das ja irgendwann.

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