Warum werden Mensche zu Atheisten?

26 Antworten

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Der Mensch, der auf die Welt kommt, macht sich zunächst einmal überhaupt keine Gedanken zu der Frage, ob es einen gott gibt oder nicht - zunächst einmal interessiert ihn nur, ob seine Bezugsperson in seiner Nähe ist und auf seine Bedürfnisse entsprechend reagiert. Das Baby ist also von sich aus erst einmal ein Atheist, dem die Existenz oder Nicht-Existenz irgendeines Gottes oder Schöpfers vollkommen gleichgültig ist.
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Im Laufe ihres Lebens aber kommen die meisten Menschen irgendwann mit dem Begriff »Gott« (oder vielleicht auch »Allah« oder »Manitu« oder was auch immer) in Berührung, und dann wollen sie sich natürlich darüber informieren, wer oder was das denn ist. Einige Menschen (meistens die, deren Bezugspersonen sehr gläubig sind), machen sich ein Bild von »ihrem« Gott (oder Allah oder Manitu), an den sie glauben wollen, und tun das dann manchmal bis an ihr Lebensende. Manche finden die Beschreibungen und Definitionen von Anfang an unlogisch und unglaubwürdig und bleiben bei der Meinung, dass es entweder überhaupt keinen Gott gibt, oder dass, wenn es denn einen Gott gibt, dieser Gott ein Wesen sein muss, dessen Existenz oder Nicht-Existenz auf uns und unser Leben keinen Einfluss haben kann.
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Manche Menschen glauben auch eine zeitlang an irgendeine Form von Gott, kommen aber irgendwann aus sehr sehr unterschiedlichen Gründen zu der Überzeugung, dass dieser Glaube von Anfang an ein Irrglaube gewesen sein muss, und werden dadurch zu Atheisten.
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Ich persönlich kann jede Form von Atheismus verstehen - ich bin selbst seit meinem neunten Lebensjahr überzeugte Atheistin. Den Glauben an einen Gott, insbesondere an einen Gott in der Form wie er in der Bibel, dem Koran oder der Tora beschrieben wird, kann ich jedoch in keinster Weise nachvollziehen. Die von Gläubigen als »Gottesbeweise« betrachteten Anzeichen einer Gottesexistenz sind allesamt in sich selbst dermaßen widersprüchlich, dass man bei genauerer Betrachtung meiner Meinung nach zu dem Ergebnis kommen muss, dass eigentlich jeglicher »Gottesbeweis« eher ein Beweis für seine Nichtexistenz darstellt als ein Beweis für seine Existenz zu sein.

@niaweger: Perfekt und erstklassig formuliert!

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Ich fasse es nicht, wie kann jemand der nichts ueber Gott weis Atheist sein? Etwa so als wuerde ich behaupten ein Neandertaler war Expressionist und der andere Demokrat...Und man muss nicht zu Deinem Ergebnis kommen, genauso wie nicht alle zu dem Ergenis kommen es gaebe Ufos oder das die Welt von den Illuminati regiert wird, Nichtglaube ist keine Kausalitaet es sei denn man unterstellt Glaeubigen Dummheit...

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@riara

@riara:
 
Die Begriffe »Demokrat« bzw. »Expressionist« sind auf eine Art und Weise definiert, dass ein Mensch nur dann als ein Anhänger dieser Ideologie bzw. ein Vertreter dieser Stilrichtung sein kann, wenn er das bewusst tut. Atheismus heißt nichts weiter als »ohne Gott« oder auch »gottlos« (»gottlos« in seiner ursprünglichen Bedeutung - ohne den negativen Beiwert, der diesem Begriff heute sehr oft zugeordnet wird). Und daher ist jemand, der noch nie etwas von irgendeinem Gott gehört oder erfahren hat, von der Definition her zweifelsfrei ein Atheist.
 
Es gibt allerdings, grob gesagt, zwei Arten von Atheisten: die eine Gruppe ist die, die ohne eigenes Zutun zu den Atheisten gezählt werden, weil sie noch nie mit dem Gedanken an ein solches übermenschliches Wesen in Kontakt gekommen sind - die zweite Gruppe ist die Gruppe der Menschen, die sich mit diesem Thema mehr oder weniger intensiv auseinandergesetzt haben und bewusst zu der Überzeugung gelangt sind, dass es keinen der in den jeweiligen Religionen angebeteten Götter gibt. Ein Teil dieser Atheisten hält es für durchaus möglich, dass es zwar eine Art übermenschliches Wesen, einen Gott, geben kann - dass dieser aber nicht der Schöpfer der Welt ist und auch auf die Welt und auf das, was in der Welt geschieht, nicht den geringsten Einfluss hat. Diese Überzeugung fehlt dem Säugling natürlich - der Säugling gehört zu den Atheisten, denen das Bewusstsein für ihren Atheismus fehlt.

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@niaweger

Schon alleine der Begriff Atheist sagt alles zu diesem Thema...:-)...Es braucht den Theisten und den Theismus, denn sonst kann es keinen Atheist und keinen Atheismus geben. Wir koennen das weitertreiben, mir ist es voellig egal woran man glaubt (oder nicht glaubt) nur ist es voellig falsch das als Ausgangsbasis zu nehmen. Nichtglaeubig ist auch nur moeglich wenn man einen Glauben hat, nur hat der Atheismus mitlerweile etwas von einer Gegenbewegung, ansonsten wuerde man wohl kaum Kampamgnen auf Bussen veranstalten und Buecher ueber dieses Thema schreiben. Ich will hier auch gar nicht bekehren oder missionieren, mir geht es um den historischen Kontext und die anthropologischen Fakten. Jeder der sich in das Thema einliest wird mir Recht geben muessen, es gab/gibt keine Kultur ohne Religion und/oder Goetter...:-)

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@niaweger

Vielleicht stellst Du diesen Begriff mal als Frage ein, den dieses Wort gibt es nicht, sorry...:-)

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@riara

@riara:
 
Ich habe ausdrücklich DICH gefragt, riara: glaubst du dran oder nicht???

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@niaweger

Ich sags ja, wenn Ihr nicht mehr argumentieren koennt, kommt Ihr mit einem solchen Quatsch, aber bitte, der Auftrag heiligt die Mittel...:-))

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@riara

Es braucht den Theisten und den Theismus, denn sonst kann es keinen Atheist und keinen Atheismus geben

Du möchtest doch deine Meinung jetzt nicht mit sprachlichen Begrifflichkeiten rechtfertigen?

Wie nennst du einen Menschen, der in einem Umfeld aufwächst, in dem er sein ganzes Leben lang nicht von Gott oder ähnlichem hört und keinerlei Gedanken an eine solch höhere Macht entwickelt? Jetzt komm mir nicht mit arm oder so, sondern nenn einen Begriff.

Und bezogen auf niawegers Dikrasomalie: Wie nennst du einen Menschen, der sein Leben lang nichts mit Dikrasomalie zu tun hatte? Einen A-Dikrasomalisten? Wenn du den überhaupt irgendwie nennst, dann so. Und warum? Weil Dikrasomalie bzw. Gott ein von Menschen erfundener Begriff ist. Und wenn man sich von diesem Begriff distanziert, bleibt nichts übrig als sich Atheist zu nennen. Die Kinder auf der einsamen Insel, die nie an Gott glauben werden, brauchen keinen Begriff für Atheismus. Ebenso wie du keinen Begriff für A-Dikrasomlie brauchst und darüber lächeln wirst.

Aber dieses Lächeln ist die Antwort.

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@Couchjumper

Couchjumper hat's begriffen...
 
Jemand, der an Dikrasomalie glaubt, ist ein Dikrasomalist - jemand, der nicht an Dikrasomalie glaubt, ist ein Adikrasomalist. Und diese Zuordnung ist absolut unabhängig davon, ob es so etwas wie Dikrasomalie tatsächlich gibt oder nicht...
 
Folglich ist jemand, der an einen Gott glaubt, ist ein Theist - jemand, der nicht an einen Gott glaubt, ist ein Atheist. Und diese Zuordnung ist absolut unabhängig davon, ob es so etwas wie einen Gott tatsächlich gibt oder nicht...

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@niaweger

Das kann auch nur Couchjumper begreifen...:-))

Atheismus ist eine Denkweise, die die Existenz des uebernatuerlichen ablehnt. Wie kann man etwas ablehnen, das man nicht kennt? Es gibt in Laendern ohne Fernseher auch keine Anti-Fernsehgucker...:-)

Die kinder auf der Insel werden automatisch an etwas goettliches Glauben, ein einfaches Gesetz...

Ganz nebenbei gibt es genuegend Atheisten und Theisten, die an abstruse Verschwoerungstheorien glauben, ich denke daran erkennt man das man mit genuegend Beeinflussung so ziemlich alles behaupten kann, selbst euer selbstgeschaffene Begriff ist dafuer geeignet, nur Frage ich mich ob dieser in 2.000 Jahren auch noch so bekannt ist. Denn was immer man anfuehrt, das Christentum gibt es nunmal schon einige Jaehrchen, das Judentum und der Hinduismus sind sogar noch aelter. Wenn man mal das spirituelle aus der Diskussion nimmt ist selbst der Atheismus nichts anderes als das Christentum, er ist mitlerweile zu einer festen Groesse geworden, nur wenn morgen der grosse Stein vom Himmel faellt, wird sich sicher kein Planet der Atheisten entwickeln, denn merkwuerdiger Weise entwicklen sich Menschen in solchen Situationen eher zu Glaeubigen als umgekehrt...:-)

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@riara

Atheismus ist eine Denkweise.

Nein. Denkweise ist aktiv, Atheismus im Grunde passiv, wenn man nicht auf gutefrage herumstreitet.

Wie kann man etwas ablehnen, das man nicht kennt?

Wie kann man etwas annehmen, das man nicht kennt? (Das ist jetzt nicht wirklich meine Antwort auf die Frage, sondern soll dich mal drüber nachdenken lassen, wie deine Frage aussieht)

Es gibt in Laendern ohne Fernseher auch keine Anti-Fernsehgucker

Richtig müsste es A-Fernsehgucker heissen, da der Begriff Antitheist wieder eine andere Aussage macht als Atheist. Und zu A-Fernsehguckern: Doch, solche Länder haben A-Fernsehgucker, doch niemand nennt sie so, da das nichtexistente Fernsehgucken dort kein Thema ist. Die Kernaussage stimmt aber. Du verstehst es entweder nicht oder willst es nicht verstehen. Aber es ist ohne selbstauferlegtes Denkverbot nicht schwer. Du verteidigst deine Position hier mit Begriffsmustern der menschlichen Sprache, aber nicht mit einem logischen Argument.

Die kinder auf der Insel werden automatisch an etwas goettliches Glauben, ein einfaches Gesetz

Es macht nicht plopp und die Kinder glauben. Es gehört eine Entwicklung dazu, die ich irgendwo unter meinen mittlerweile 60 Kommentaren zu dieser Frage geschrieben habe.

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@riara

Ganz nebenbei gibt es genuegend Atheisten und Theisten, die an abstruse Verschwoerungstheorien glauben, ich denke daran erkennt man das man mit genuegend Beeinflussung so ziemlich alles behaupten kann

Ja! Verschwörungstheorie! Man kann alles, jeden Unsinn behaupten! Jetzt kommst du der Sache mit Gott näher! Ähnliches Prinzip. Wir behaupten dämlichen Quatsch, dessen Aussagen widerlegt sind, und wenn die Schäfchen sich dagegen wehren, sind sie die bösen und von der Regierung oder vom Satan gekauft. Erkennst du Gott jetzt schon?

das Christentum gibt es nunmal schon einige Jaehrchen, das Judentum und der Hinduismus sind sogar noch aelter.

Ausser dass das gegen das Christentum spricht, sehe ich in diesem Satz keine Aussage.

nur wenn morgen der grosse Stein vom Himmel faellt, wird sich sicher kein Planet der Atheisten entwickeln, denn merkwuerdiger Weise entwicklen sich Menschen in solchen Situationen eher zu Glaeubigen als umgekehrt

Und wenn man klug ist, macht man sich über die Mechanismen dieser menschlichen Entwicklung Gedanken, aber man zieht daraus nicht den Schluss, dass Gott oder wer auch immer uns eine Spiritualität in die Wiege gelegt hat. Nichts anderes machst du auf der gesamten Seite hier.

Übrigens fallen manche Menschen nach Schicksalsschlägen vom Glauben ab, manche finden dadurch zum Glauben hin. Das sagt absolut überhaupt nichts über Gott aus, aber vieles über Menschen in Stresssituationen. Und DAS ist das Interessante daran. Aber das siehst du nicht. Das erlaubst du dir nicht zu sehen.

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@Couchjumper

Der Schwachsinn ist grenzenlos, nur bestehen Verschwoerungstheorien nur sehr kurz, sie geraten in Vergessenheit oder werden widerlegt, eine gestandene Religion laesst sich nicht so einfach vom Tisch wischen und wenn Du den Unterschied nicht verstehst kann ich auch nichts machen...:-)

Was ist denn am Atheismus pssiv, wenn jeder auf diesen Zug aufspringt? Es ist uebrigens nicht jeder Atheist der aus der Kirche austritt und nicht jeder Nicht-Atheist, Nicht-Jude oder Nicht-Hindu ist Christ, es gehoert also schon eine Entscheidung dazu, nur wenn man anderen den Glauben ausreden will ist man nicht passiv, da bin ich also passiver, denn ich masse mir die Missionierung nicht an...

Frag Dich mal warum die Chinesen und Russen nach Jahrzehnten verordnetem Nicht-Glauben ploetzlich in die Kirchen rennen? Ich will das gar nicht ueberbewerten, vielleicht ist es ja nur Neugier...:-)

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@riara

Der Atheismus an sich ist nicht unbedingt passiv: ein Mensch, der noch niemals in seinem Leben davon gehört hat, dass es andere Menschen gibt, die an einen Gott glauben, und der noch niemals selbst an die Möglichkeit der Existenz eines solchen Gottes gedacht hat, ist ein passiver Atheist. Jeder, der durch eine bewusste Auseinandersetzung mit diesem Thema zu der Überzeugung gelangt ist, dass es entweder gar keinen Gott gibt, oder dass eine möglicherweise existierende Gottheit keinerlei Einfluss auf unsere Welt und unser Leben hat, ist sozusagen ein aktiver Atheist. Einige aktive Atheisten sind so etwas wie missionarische Atheisten: sie versuchen, die Gläubigen von ihrem Glauben abzubringen und ihnen ihre eigenen Überzeugungen nahezubringen. Andere aktive Atheisten versuchen lediglich, die Überzeugungen der Gläubigen nachzuvollziehen, und dabei hinterfragen sie deren Argumente zum Teil sehr kritisch. Manchmal ist es schwer, die letzte Gruppe von der Gruppe der missionarischen Atheisten zu unterscheiden - denn die kritischen Fragen der letzteren werden sehr leicht als Missionsversuch missdeutet.
 
Es gibt allerdings auch eine ganze Menge passiver Gläubiger: sie wurden von klein auf indoktriniert und wagen sich daher oft ein Leben lang nicht, an den Geschichten über Gott und Religion zu zweifeln. Sie haben diese Geschichten als Kinder geglaubt und legen diesen Glauben ganz einfach ein Leben lang nicht ab. Ein aktiver Gläubiger ist jemand, der sich mit dem Für und Wider des Glaubens und der Religion aktiv auseinandergesetzt hat und dennoch zu der Überzeugung gelangt ist, dass sein Gott existiert und angebetet werden sollte.
 
Und die Geschichte mit den Chinesen und Russen, die nach Jahrzehnten verordneten Nicht-Glaubens plötzlich in die Kirchen rennen, ist meines Erachtens ziemlich einfach zu erklären: Je verbotener etwas ist, desto reizvoller und interessanter wird es...

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@riara

Der Schwachsinn ist grenzenlos, nur bestehen Verschwoerungstheorien nur sehr kurz, sie geraten in Vergessenheit

Naja, Illuminaten, Planet X, die empfundene Länge wird subjektiv wahrgenommen.

oder werden widerlegt

Das ist ja den Verschwörungstheoretikern egal, die zugrundeliegende Motivation ist ja eh eine andere als die blosse, scheinbar sachliche Mutmassung, dass die Öfen in A.usschwitz gar nicht die Kapazitäten hatten oder dass auf Bildern vom Mondspaziergang sich die US-Fahne bewegte, obwohl es doch keinen Wind auf dem Mond gibt. Gegenargumente sind sowohl Verschwörungstheoretikern als auch Religiösen egal. Das ist wie es ist. Was widerspricht, muss falsch sein. Basta! Atheisten sind nur neidisch auf Gott! Glaubs oder lasses bleiben.

eine gestandene Religion laesst sich nicht so einfach vom Tisch wischen

Was ist eine gestandene Religion? Die Tausenden und Abertausenden Religionen und Kulte, die es seit den ersten Homo sapiens, vielleicht schon vorher, gab? Und wieviele Religionen sind von denen heute noch existent? Und da kommst du mit einer Religion, die gerade mal popelige 2000 Jahre auf den Buckel hat, sich mittlerweile in unzählige Konfessionen und Sekten aufgesplittet hat, to be continued, und redest von gestanden? Glaubst du allen Ernstes, in 10000 Jahren glaubt noch jemand an Jesus, Allah oder Shiva? Oder vielleicht findest du Jesus nur ganz, ganz tolle und kannst dir bloss nicht vorstellen, dass Menschen den mal irgendwann nicht mehr anbeten könnten, weil der doch so ganz, ganz tolle ist und die Geschichten über ihn dich so emotional bewegen? Ich bitte dich. Glaubst du nach 100000 Jahren Homo sapiens rückt Gott jetzt endlich mal mit der "richtigen" Religion heraus? Weil die Chance 1:10000 besser ist als 0?

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@riara

Was ist denn am Atheismus pssiv, wenn jeder auf diesen Zug aufspringt?

Der normale Atheismus ist passiv. Der missioniert nicht, der schreibt auch nicht auf gutefrage. Die Menschen fallen vom Glauben ab, kratzen sich am Sack und halten sich mit Religion nicht weiter auf. Das ist Atheismus.

Von Kirchenaustretern sprach ich nicht, und glaube mir: Um Atheist zu werden, bedarf es keiner Entscheidung. Irgendwann kommt mal die Erkenntnis "Oh, jetzt wo ich mal wieder drüber nachdenke, Gott ist ja Quatsch". Das wars. Und dann kommt auch nichts mehr. Man geht Arbeiten, Schwimmen, Fernsehgucken. Und Rasen mähen. Aktiv muss man sein, wenn man jeden Tag die Hände faltet zum Gebet. Glauben ist der Sand, der jeden Tag ans Ufer angespült wird. Atheismus ist der Sand, den die Ebbe jeden Tag dem Ufer entreisst.

Chinesen und Russen nach Jahrzehnten verordnetem Nicht-Glauben ploetzlich in die Kirchen rennen

Gründe habe ich dir genannt, riara. Dass du das nicht überbewertest, ist nicht verkehrt, da die Kirche auch in der Sowjetunion nicht unterzukriegen war, Buddhismus ebenso nicht. Eifrige Missionare machen ihr Übriges aus. Und das Volk macht eh was es will.

Ist spät geworden heute, riara.

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@niaweger

Weist Du wir kommen langsam auf eine bessere Basis...:-)...Trotzdem kann es keinen Atheist ohne Theisten geben, das ergibt sich nicht alleine aus dem Wort, wie sind denn Atheisten enstanden? Klar athos, war damals die uebliche Bezeichnung der Griechen fuer Christen, nur hat es heute eine ganz andere Bedeutung. Die ollen Atheisten waren und sind uebrigens keine Anti-Theisten und Dolchstoesse wie "Gotteswahn" sind Ihnen eher zu wider...Ich verkehre regelmaessig mit den organisierten Freidenkern nur wird man dort eine solche verbissene Diskussion kaum erleben. Lasst den Menschen Ihren Glauben es hat viel zu lange gedauert bis man glaubaen - und sagen - durfte was man wollte, wenn das so weiter geht, wird man irgendwann wieder anfangen sich die Schaedel einzuschlagen...

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@Couchjumper

@Couchjumper: "Du verteidigst deine Position hier mit Begriffsmustern der menschlichen Sprache, aber nicht mit einem logischen Argument." Das ist gerade die Katastrophe. Wie soll es denn auch nur ein logisches Argument für diesen Glauben geben? Es wird ausschließlich Bezug genommen auf Schriften, die vor langer Zeit entstanden sind, nachdem Menschen diesen Unfug erfunden haben. Ich könnte auch kein logisches Argument bringen, dass Harry Potter mit seinem Stab wirklich zaubern konnte. Es gibt einfach kein logisches Argument für den Glauben an die heiligen Schriften bzw. für den darin regieführenden Gott.

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@Mosus

Lieber Mosus...es ist keine Frage, dass z.B. im Christentum viele Dinge von den Menschen erfunden wurden, selbst das NT ist voll von Uebertreibungen und Ausschmueckungen, nur ist die Existenz einer Religion in einer gewissen Spiritualitaet der Menschen begruendet, beim Christentum fehlt fuer die Erfindung auch ein wenig das Motiv. Die waeren mit dem Judentum viel besser gefahren und die rund 300 Jahre der Verfolgung - verfolgt werden Christen auch heute - waren/sind bestimmt nicht angenehm...

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@Couchjumper

Also man sollte nicht Aepfel mit Birnen vergleichen, Religion gab es erst seit Anbeginn der Zivivlisation und die ist noch keine 10.000 Jahre her. Von all den alten Religionen hat in unserem Kulturkreis nur das Judentum ueberlebt, das Christentum ist deutlich juenger aber auch um einiges groesser und weltumspannender...

Das mit Russland und China zeigt nur, dass man die Religion auch nach 60 Jahren Unterdrueckung nicht ausrotten kann und ja, ich denke man wird auch noch in 10.000 Jahren Christen finden, wenn Du mir jetzt das Gegenteil beweisen kannst, bewegst Du Dich langsam in prophetische Bahnen...:-)

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@riara

Ich versuch mal Eure nächtlichen Scharmützel zusammenzufassen:

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Couchjumper und Niaweger sind grundsätzlich der Auffassung, der Mensch komme ohne Religion auf die Welt und ist per se zunächst nichtgläubig. Dieser Zustand ändert sich erst durch Indoktrination, zuvor ist er "passiver Atheist".

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riara ist der Überzeugung, dass der Mensch von Natur aus ein Verlangen nach Spiritualität hat und auch ohne Indoktrination Gottesvorstellungen entwickelt.

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Meine Meinung ist: das hängt davon ab, inwieweit der Mensch Zugang hat zu Bildung, die ohne übernatürliche Erklärungen auskommt. Ich denke, dies macht Gottesvorstellungen einfach überflüssig.

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@Charlyweisswas

Danke, also stimmst Du mir zu, denn sowohl bei meiner einsamen Insel als auch bei den Urmenschen hat es wohl kaum Bildung gegeben...Ganz nebenbei sagst Du damit auch ohne Bildung keinen Atheismus...:-)

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@riara

1) Hier möchtest Du mich missverstehen, denn nein: ich stimme Dir nicht zu.

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2) Auf der einsamen Insel würde der Gottesglaube nur bei Abwesenheit ebensolcher Bildung entstehen. Genauso ist er bei den Urmenschen entstanden.

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3) "Ohne Bildung kein Atheismus." Diese Schlussfolgerung kann ich mitgehen. Denn nur Bildung eröffnet uns Zugang zu einem Weltbild, das ohne übernatürliche Erklärungen auskommt.

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@riara

Also man sollte nicht Aepfel mit Birnen vergleichen, Religion gab es erst seit Anbeginn der Zivivlisation und die ist noch keine 10.000 Jahre her.

Woher willst du DAS wissen, riara? Woher? Woher meinst du zu wissen, dass archaische Gegenstände, die man kultischen Handlungen zuweist, nicht zu einer ausgewiesenen, über 1000 Jahre praktizierten RELIGION gehörten? Und wo ist die genaue Linie zwischen Kult und Religion? Und wie erkennst du, auf welcher Seite der Linie sich irgendwelche steinzeitlichen Handlungen befanden vor 50000 Jahren?

Und warum sollte Gott nach 100000 Jahren und mehr endlich mit der einzig wahren Wahrheit rausrücken? Und die wird dann nur von einem Drittel der Menschheit akzeptiert? Während er schon in relativ jüngerer Vergangenheit Leute tötete, weil die nichtmal wussten, wie sie seine religiösen Rituale durchführen mussten? Da war es ihm 100000 Jahre lang vorher egal?

Mann, Mann, Mann, Mann, Mann.

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@Couchjumper

Und dass das Christentum grösser ist als das Judentum, ist dem missionarischen Charakter des Christentums geschuldet, der im Judentum nicht zu finden ist. Den Islam hast du ja vorsichtshalber nicht erwähnt.

Alles in allem ist die Grösse aber auch kein Argument, auch nicht das heutige Fortbestehen einer Religion, das macht die Religion der alten Griechen oder Azteken nicht weniger wahr als das Christentum.

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@Couchjumper

Als naechstes kommt jetzt Daenikken...:-)...Da kommt mir der Couchjumper doch mit der Behauptung es gaebe Religionen die aelter sind als 10.000 Jahre...:-)...Glaubst Du das jetzt oder weist Du es? Duerfte schwer sein ohne Schrift, einem Staatsgefuege und noch ein paar anderen Dingen. Kein Mensch nennt die Kulte der Neandertaler Religion, aber Dir jetzt auch die Definition zu erklaeren, dass mache ich jetzt nicht. Die Ausbreitung des Christentums beruht nicht nur auf der Existenz eines Marketings sondern an der Botschaft die damit verkuendet wird...aber was solls wenn Du Dich nicht so intensiv mit der Materie beschaeftigt hast, dann fische nicht so weit im Dunkeln...:-)

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@riara

Da kommt mir der Couchjumper doch mit der Behauptung es gaebe Religionen die aelter sind als 10.000 Jahre

Das ist eben genau der Lesefehler der Gläubigen: Ich habe nicht behauptet, es hätte Religionen damals gegeben, ich habe behauptet, dass deine Behauptung haltlos ist, es hätte keine gegeben.

Bemerkst du den Unterschied?

Bemerkst du die Ähnlichkeit zur Gottesfrage?

Dass du mir den Begriff Religion nicht definieren möchtest, ist natürlich ausweichend, aber da hätte ich an deiner Stelle auch keinen Bock drauf, auf die Schnelle was mit Schrift, Staatsgefüge und anderen Schnellschüssen zu erfinden. Als Akademiker an der Patriot Bible University damals hat man dir die Definition bestimmt nicht beigebracht. Dass du mir hier auch auf einige andere Fragen keine Antwort gibst, bleibt übrigens von mir nicht unbemerkt.

Aber dein schönster Satz ist dieser hier:

Die Ausbreitung des Christentums beruht nicht nur auf der Existenz eines Marketings sondern an der Botschaft die damit verkuendet wird

Bemerkst du auch hier was?

Man fischt übrigens im Trüben, nicht im Dunkeln. Und das macht man auch nicht weit oder nah, sondern das macht man einfach. Genau wie der Däniken.

Mann, Mann, Mann, Mann, Mann.

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@Couchjumper

Ich habe an der Bibel Universitaet studiert...:-)...Immerhin habe ich studiert und zwar zweimal, ich darf mich Dipl. Ing. und Bachelor nennen, ersterer ist Informatik zweiter BWL, ich kann da keine theologische Tendenz erkennen und die TU in Berlin ist sicher keine schlechte Uni...:-)

Zu dem Rest. Eine Religion entsteht aus einem Kult und sicher sind auch die Grundlagen der abrahamitischen Lehre, in der Vorzeit zu suchen. Nur muss ich dann irgendwann anfangen die Methoden und Regeln dieser Religion zu definieren, ueber die wichtigen Dinge zu philosophieren, sie theologisch erfassen, letztlich komme ich nicht um das niederschreiben herum, sonst kann ich das ja schlecht exportieren (Thora, Bibel, Koran), auch der Bau von Tempeln und die Ausbildung von Priestern gehoert dazu...

Ich fische nicht im trueben...Das Versprechen des ewigen Lebens und die Aufnahme aller war nun einmal ein Plus des Christentums. Warum haben sich so viele dafuer entschieden, obwohl es damals noch eine Christenverfolgung gab? Dein Hass auf Religion sei Dir gegoennt, nur sollte man sich zumindestens mit den historischen Tatsachen abfinden, ich sauge mir das ja nicht aus den Fingern, das kann man alles nachlesen und lesen bildet...:-)

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@riara

Yo, so kommst du rüber (denke übrigens nicht, dass ich glaube, was mir irgendwer hier über sich erzählt. Meine Meinung über die Leute bilde ich mir schon selbst. Aber Voreingenommenheit haben wir ja schon durchgekaut).

Oh, ich habe keine Hass auf Religionen, ich mag nur nicht, wenn jemand, der die einzig richtige Wahrheit gefunden hat, sich seine eigene kleine Welt so zurechtbiegt, bis sie in seine Teigform passt. Die Erklärung, wann Religion eine Religion ist, kann man übrigens langziehen wie ein Kaugummi. Ohne das Wissen, wie man vor 50000 Jahren seine Kulte/Religionen/was auch immer praktizierte – und über dieses Wissen verfügen wir nicht -, biegt man sich seine Behauptung wiederum in seine Teigform zurecht. Aber das lernt man ja im Grundkurs "Einzig richtige Wahrheit".

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@Charlyweisswas

@Charlyweisswas:
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»Meine Meinung ist: das hängt davon ab, inwieweit der Mensch Zugang hat zu Bildung, die ohne übernatürliche Erklärungen auskommt. Ich denke, dies macht Gottesvorstellungen einfach überflüssig.«
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In dem Augenblick, in dem menschliches Leben entsteht (ganz gleich, ob damit der Zeugungszeitpunkt, die Geburt, oder irgendein Zeitpunkt dazwischen gemeint ist), hat der Zugang zu Bildung noch keinen Einfluss auf die Religiosität eines Menschen. Der Zugang zu Bildung kann erst dann einen Einfluss nehmen, wenn er auch wahrgenommen und in Anspruch genommen werden kann. Im Augenblick seiner Entstehung glaubt KEIN Mensch an irgendeinen Gott - weder an den Christlichen Gott, noch an Allah, noch an einen Wishnu oder Shiva, noch an Thor, an Manitu, oder das fliegende Spaghettimonster. Ein Götterglaube entstand ursprünglich aus Unwissenheit, und heutzutage entsteht er durch Indoktrination.

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@niaweger, schliesse mich dem kommentar von mosus an! Ganz prima deine ausführungen, diese habe mir ,nach dem ganzen permanent wiederkekautem, mysthischen, occulten,unglaubwürdigen, gesülze, richtig gutgetan!!! DAnke!!!!

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Weil auf der anderen Seite Religionen und vor allen Dingen Kirchen stehen, die nicht bereit sind, sich auch nur im geringsten Sinne weiter zu entwickeln, Fortschritt ablehnen und sich teilweise sogar im Gegenteil sich zum Fundamentalismus zurückentwickeln. Ich kann durchaus nachvollziehen das man dann auch den Glauben ablegt. Leider!

Diese Aussage ist nicht ganz korrekt. Jeder Mensch wird als Atheist geboren. Die Frage sollte also lauten Wiese Menschen gläubig werden...

Die Frage ist doch eher, warum Menschen gläubig werden. Denn meiner Meinung nach sind Menschen von Natur aus Atheisten, sie werden nur meistens von ihren Erziehungsberechtigten zu Gläubigen erzogen. Aber gut, deine Frage lautet ja, warum Menschen zu Atheisten werden, dass heißt, du gehst davon aus, dass die Menschen zuvor gläubig waren. Ich denke, den Menschen kommt einfach die Erkenntnis, dass es keinen Gott gibt, oder dass sie sich keiner Religion angeschlossen fühlen. Damit meine ich nicht, dass ihnen die bestehenden Religionen missfallen und sie sich eine eigene ausdenken, damit meine ich, dass sie einfach der Meinung sind, dass es keine Gottähnlichen oder höher gestellten Wesen gibt.

Wer hat denn den Urmensch von Religion ueberzeugt? Wohl ein Alien mit abrahamitischem Hintergrund...:-))

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@riara

Naja...wohl einfach ein fantasievoller und überzeugungsfähiger Mensch ;)

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@IntoTheWest1

Und wer hat den ueberzeugt? Deine Argumentation hinkt, merkste selber, oder?

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@riara

Damals brauchten Menschen einfach gestrickte Erklärungen für das Unerklärliche in ihrem Weltbild. Daher wurden Religionen erfunden.

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Warum heute immer noch an diesen Jahrtausende alten Mythen festgehalten wird ist mir allerdings schleierhaft.

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@Charlyweisswas

Weil sie in jeder Generation neu definiert werden, das urzeitliche Gottesbild war ja sicher auch anders wie daa heutige, allerdings auch nur weil es heute Bibel, Koran und diverse anderer Dinge gibt die das bestimmen, der Glaube ist etwas recht natuerliches, Religion ist ein tradiertes Gut, uebrigens ist der Atheismus auch tradiert...:-)

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@riara

och, der hat sich erstmal einen kleinen spaß draus gemacht, eine kleine geschichte zu erfinden (wer hat denn als kind nicht gerne seinen freunden erzählt, dass es kontakt zu einer geheimen zauberwelt hat, oder dass seine puppe lebendig ist, wenn es mit ihr alleine ist, etc.) und sich dann eben ein bisschen zu sehr hineingesteigert, andere menschen damit angesteckt und ich meine, ist ja auch schön, zu wissen, dass man immer beschützt wird, dass gott alles in der hand hat, da fällt einem schon mal die last der verantwortung vom herzen.

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@IntoTheWest1

Schoenes Beispiel...ich traeumte frueher auch immer von Winnie the Poh (oder Puh???), warum tue ich das heute nicht mehr?

Ehrlich, um sich mit dem Thema grundsaetzlich auseinander zu setzen, muss man sich schon ein wenig mehr mit Ursachen und Wirkung beschaeftigen. Dies ist keine Glaubensfrage, sondern ein gesellschaftliches Phaenomen, ein wenig sollte man da schon die Hintergruende und einige Dinge ueber Anthropologie wissen...:-)

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@riara

uns was spricht dagegen, dass sich das ein kind ausgedacht hat? und die erwachsenen haben dann eben noch alles schön verziert und fertig war der kartoffelbrei.

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@IntoTheWest1

Das Beispiel mit Winnie oder von mir aus auch Harvey (Kennt den noch jemand) ist aber nicht nachhaltig, wenn das mit Gott und Jesus so eine Kindergeschichte waere wuerde man da ziemlich schnell rauswachsen...:-)

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Die Atheisten glauben nicht an eine Schöpfung, können dir aber auch nicht sagen woher alles kommt, das Leben, die Erde, das Universum Vielleicht mit einer Brotkruste aus dem Urwald gelockt??

Das war der Gott der Lücke.

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