Schau mal hier:

Die ISO-Norm 15197:2013 definiert seit dem 14. Mai 2013 die Messgenauigkeit von Blutzuckermessgeräten neu: Diese sieht insbesondere vor, dass bei Glukose-Konzentrationen unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) 95 Prozent der Messergebnisse um bis zu maximal ± 15 mg/dl (0,83 mmol/l) abweichen dürfen. In der früheren Regelung war diese Abweichung erst ab Werten unter 75 mg/dl definiert. Zudem war bei Glukose-Konzentrationen von über 75 mg/dl in der ISO-Norm 15197:2003 eine Abweichung von ± 20 Prozent bei 95 Prozent der Messwerte gegenüber den im Labor bestimmten Messwerten zulässig. Die neue Regelung sieht hier eine Abweichung von maximal ± 15 Prozent bei Glucosekonzentrationen von über 100 mg/dl vor.

Quelle: http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2014/140523b.html

Das bedeutet also, dass entweder dein altes Messgerät konsequent zu niedrige Werte angezeigt hat, oder dass dein neues Messgerät dauerhaft zu hohe Werte anzeigt. Ich an deiner Stelle würde mal eine EMail an die Herstellerfirma schreiben - normalerweise gehen die in einem solchen Fall her und schicken dir sofort kostenlos ein neues Gerät und fordern dich auf, das vermutlich defekte Gerät zur überprüfung einzuschicken. Vielleicht bittest du dann beim Einschicken noch darum, dass dir die abschließenden Prüfungsergebnisse mitgeteilt werden.

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Man BRAUCHT die Metformin-Tabletten nicht zwingend, wenn der Diabetes mit Insulin eingestellt wird. Wenn aber ein Typ-2-Diabetes vorliegt, kann das Metformin die Behandlung des Diabetes wesentlich vereinfachen, und vor allem kann es dazu führen, dass der Insulinverbrauch niedriger ist als ohne Metformin. Und da hohe Insulinspiegel im Blut den Appetit steigern und die Einlagerung von Fett im Körper fördern, und viel eingelagertes Fett wiederum den Insulinbedarf steigert, ist bei Typ-2-Diabetes die Behandlung mit einer Kombination aus Insulin und Metformin sehr oft sehr sinnvoll. Falls du Typ-1-Diabetiker bist, ist das Metformin allerdings vollkommen wirkungslos, und dann solltest du es auch nicht einnehmen. Dann solltest du allerdings auch den Arzt wechseln, der dir die Tabletten immer wieder verschreibt, ohne dass du sie brauchst...

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Natürlich ist ein niedrigerer HbA1c besser für die Schwangerschaft und das Ungeborene - aber eine unbedingte Voraussetzung ist das natürlich nicht. Ich zum Beispiel bin zum ersten Mal ungewollt schwanger geworden - und das zu einer Zeit, in der kaum eine Diabetikerin vernünftige Zuckerwerte aufzuweisen hat. Ich war gerade 16 Jahre alt, rückblickend betrachtet wahrscheinlich mit der Pubertät noch nicht wirklich fertig usw.. Dennoch war die Schwangerschaft so etwas wie eine Bilderbuchschwangerschaft. Die HbA1c-Werte haben sich extrem verbessert, nachdem die Schwangerschaft bekannt geworden war, und exakt am errechneten Termin kam eine absolut gesunde Tochter zur Welt. Und beim nächsten Kind wollte ich eigentlich zuerst geplant schwanger werden und hab versucht, alles für optimale Voraussetzungen zu tun - aber eine Schwangerschaft wollte sich einfach nicht einstellen. Erst, nachdem mein Mann und ich uns irgendwann damit abgefunden hatten, dass wir dann wohl eine Ein-Kind-Familie bleiben müssen und ich auch gar nicht mehr so sehr auf meine Zuckerwerte geachtet habe, da hat es dann plötzlich auch mit einem nicht wirklich optimalen Ausgangs-HbA1c geklappt und schon wieder war ich mehr oder weniger unverhofft schwanger. Und mittlerweile ist wird meine jüngere Tochter immerhin auch schon 30 Jahre alt...

Das alles bedeutet nicht, dass man eine Schwangerschaft auf die leichte Schulter nehmen sollte - aber wenn du zu verbissen darum kämpfst, dann ist das möglicherweise einfach kontraproduktiv. Wenn du wirklich ein Kind möchtest, dann solltest du vielleicht ein bisschen weniger darauf achten, was dein HbA1c macht, und ein bisschen mehr darauf achten, dass du mit deinem Leben zufrieden bist und nicht irgendwann einfach zu alt, um sich auf ein Leben als (werdende) Mutter noch wirklich einlassen zu können.

Ich drück dir die Daumen!

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Meine Frau hat Diabetes. Ich habe 2 Kinder.

Ich gehe mal davon aus, dass der zweite Satz lauten sollte "WIR haben 2 Kinder" - denn anderenfalls ergibt deine Frage keinen Sinn...

Aber nun zur Beantwortung: Leider ist es tatsächlich so, dass die Veranlagung für Typ-2-Diabetes vererbt wird - und damit ist das Risiko, dass deine Kinder im Laufe ihres Lebens an Typ-2-Diabetes erkranken, deutlich erhöht. Deine Kinder sollten sich ihr Leben lang möglichst gesund ernähren und sowohl Übergewicht als auch Stress vermeiden - dann sinkt die Wahrscheinlichkeit für Typ-2-Diabetes wieder.

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Prinzipiell KANN so ziemlich jeder in jedem Lebensalter und bei jeder möglichen Ernährungsweise Diabetes bekommen - es gibt keine Möglichkeit, das Risiko vollkommen auszuschalten. Aber ganz so einfach ist die richtige Antwort auf deine Frage dennoch nicht. Denn entgegen der landläufigen Meinung, dass es sich bei Diabetes um eine Erkrankung in unterschiedlichen Formen oder Schweregraden handelt, ist tatsächlich der Name Diabetes ein Oberbegriff für mehrere unterschiedliche Erkrankungen, die unterschiedliche Ursachen, aber Ähnliche Folgen haben. Auf die Entstehung eines sogenannten Typ-2-Diabetes (das ist die häufigste Diabetesform) kann man durch gesunde Lebensweise starken Einfluss nehmen: gesunde Ernährung mit möglichst nicht zu vielen Kohlenhydraten, möglichst kein Übergewicht entstehen lassen, regelmäßige Bewegung und Stressvermeidung vermindern das Risiko der Entstehung eines Typ-2-Diabetes deutlich. Bei Typ-1-Diabetes sieht das ganz anders aus - denn bei dieser Diabetesform handelt es sich nicht um eine Überlastung des Stoffwechsels, sondern um einen Fehler im Immunsystem des Menschen, der dazu führt, dass der Körper ganz bestimmte Zellen des eigenen Körpers für Krankheitserreger hält und diese Zellen unwiderruflich zerstört - und diese Zellen sind die sogenannte Inselzellen (oder auch Betazellen) der Bauchspeicheldrüse, die für die körpereigene Insulinproduktion zuständig sind. Um auf die Entstehung dieser Diabetesform Einfluss nehmen zu können, müsste man das Immunsystem weitestgehend herunterfahren - und das würde unweigerlich dazu führen, dass die wirklichen Krankheitserreger weitestgehend ungehemmt in den Körper eindringen und alle möglichen anderen Krankheiten verursachen können. Daher ist der Versuch, Typ-1-Diabetes durch Immunsuppressiva zu verhindern, nicht wirklich sinnvoll.

Mein Tipp für dich wäre folgender: versuche herauszufinden, ob du eine genetische Vorbelastung für Typ-2-Diabetes hast - das wäre der Fall, wenn in deiner Familie mehrere Personen bereits an Typ-2-Diabetes erkrankt sind bzw. vor ihrem Tod erkrankt waren. Ist das der Fall, dann solltest du deinen Zuckerkonsum möglichst ein bisschen reduzieren, um den Ausbruch der Erkrankung bei dir selbst möglichst zu vermeiden. Ist das aber nicht der Fall, dann solltest du dir einfach keine unnötigen Sorgen machen sondern ganz einfach froh und glücklich darüber sein, dass es dir so gut geht...

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Da sie ohne Insulin keine Möglichkeit mehr hat, direkt und effektiv auf einen zu hohen Blutzuckerwert zu reagieren, und bei den meisten Tabletten keine Unterzuckerungen zu erwarten sind, ist das regelmäßige Messen des Blutzuckers überflüssig. Die vierteljährliche Bestimmung des Langzeitblutzuckers reicht vollkommen aus, und daher werden die Teststreifen auch nicht mehr ohne besonderen Grund von der Krankenkasse übernommen. Wenn deine Bekannte allerdings ein Medikament einnimmt, das als Nebenwirkung Unterzuckerungen hervorrufen kann, oder wenn aus einem anderen Grund eine regelmäßige Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels erforderlich ist, dann zahlt die Krankenkasse diese Teststreifen auch weiterhin, und der Arzt MUSS die Teststreifen in diesem Fall auch auf einem Kassenrezept verordnen. Wenn deine Bekannte die Teststreifen "nur" benötigt, weil sie gerne Sicherheit über ihren Blutzuckerwert haben möchte, dann hat sie noch die Möglichkeit, sich im nächsten dm-Drogeriemarkt ein (qualitativ sehr gutes) Blutzuckermessgerät für 19,95 € zu kaufen, für das die dazugehörenden Teststreifen ebenfalls nur 19,95 € á 50 Stück kosten.

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Soweit ich weiß, wurde die Produktion dieser Aufkleber eingestellt, weil das Kundeninteresse zu gering war. In der neuen Accessoir-Broschüre für die Minimed VEO sind jedenfalls nur noch bunte Silikonhüllen zu finden, um die Pumpe ein bisschen optisch herzurichten...

http://www.medtronic-diabetes.de/accessoires/accessoires-broschuere.html?utm_source=accessories&utm_medium=email&utm_campaign=Medtronic%20Accessories1

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Du solltest die Pumpe auf jeden Fall unter der Skikleidung tragen - das Insulin sollte immer möglichst auf Körpertemperatur sein. Und wenn dann die Pumpe beim Rodeln oder Skifahren tatsächlich kaputt geht, dann ist vermutlich auch der Pumpenträger kaputt und die Pumpe ist dann das kleinere Problem...

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Metformin-Therapie der Horror!

Ich habe vor 5.Monaten die Diagnose PCO-Syndrom bekommen. Ich habe zusätzlich auch eine Insulinresestenz. Meine FA hat mir daraufhin Metformin verschrieben. Ich habe Metformin dann 1.Monat genommen und dann wegen starkem Durchfall abgesetzt. Danach war wieder alles okey. Ich hatte vor 4.Tagen dann einen Besuch bei einem Endokrinologen mit Schwerpunkt PCO-Syndrom. Er hat sich dann meine Blutwerte angeschaut und gesagt die sind deutlich zu hoch. Ich muss sofort wieder mit Metformin anfangen wenn ich in 10.Jahren nich Typ II Diabetes bekommen will. Ich habe ihm auch gesagt das ich schon eine Therapie abgebrochen habe aber er meine lieber Durchfall und die ganzen anderen Nebenwirkungen als Diabetes. Ich habe die Dosierung jetzt erstmal auf 500mg Abends. Ich wollte es solange probieren bis sich mein Körper daran gewöhnt. Das Problem ist jetzt ich habe nicht nur massiven Durchfall sondern auch höllische Bsuchkrämpfe. Ich habe gestern auch in der Apotheke gefragt ob es etwas Darmaufbauendes gibt oder was gegen den Durchfall. Der Apotheker hat mir dann ein Mittel gegeben. Ich habe es auch genommen aber nächsten Morgen war es noch schlimmer und ich konnte vor Schmerzen nicht zur Schule gehen. Ich bin erst 15. und meine Mutter kann das auch nicht mehr mitansehen. Ich war sonnst immer ein Kern gesundes Kind und habe nie in der Schule gefehlt aber dieses Medikament ist der Horror. Für mich ist das echt kein Leben mehr. Meine Freunde fragen sich auch schon was mit mir los ist.

Ich bin echt am verzweifeln(auch vor Schmerzen). So kann das doch nicht weitergehen. Ich nehme ja auch schon Schmerztabletten aber trotzdem hilft das nichts. Ich möchte aber auch kein Diabetes bekommen.:(

Bitte helft mir Danke für jede Antwort

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Ich habe gestern auch in der Apotheke gefragt ob es etwas Darmaufbauendes gibt oder was gegen den Durchfall. Der Apotheker hat mir dann ein Mittel gegeben. Ich habe es auch genommen aber nächsten Morgen war es noch schlimmer und ich konnte vor Schmerzen nicht zur Schule gehen.

Die Präparate für den Aufbau der Darmflora brauchen eine Weile, bis du da eine Wirkung feststellen kannst - mindestens zwei Wochen. Gib nicht zu früh auf - und wenn du nach zwei Wochen noch keine Besserung verspüren kannst, dann versuch mal die Tabletten von einem anderen Hersteller - und sobald du einen Hersteller gefunden hast, den du verträgst, achte darauf, dass auf dem Rezept immer genau dieser Hersteller aufgeschrieben wird und links daneben das "Aut-Idem"-Kreuzchen gesetzt ist.

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500 g Magerquark enthalten ca. 20 g Kohlenhydrate. Das sind 2 KE bzw. 1,7 BE. Wieviel Insulin ein Diabetiker für eine Kohlenhydrateinheit oder für eine Broteinheit braucht, ist sehr unterschiedlich - aber das sollte der jeweilige Diabetiker dann selbst wissen.

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Miss kurz vor der Prüfung deinen Blutzucker. Wenn der Wert leicht erhöht ist, dann spritze KEIN Korrekturinsulin. Ist der Wert sehr stark erhöht, dann spritze etwas weniger Korrekturinsulin, als du normalerweise spritzen würdest. Ist der Wert zu niedrig, dann korrigiere mit Traubenzucker und iss zusätzlich noch ein bis zwei Broteinheiten Obst oder etwas ähnliches. Ist der Wert im Normbereich, dann iss ein bis zwei Broteinheiten Obst oder so. Damit hast du ein Polster, um während der Prüfung nicht in eine Unterzuckerung zu geraten. Und falls die Nervosität deinen Blutzucker ansteigen lässt, kannst du dich trotzdem während der Prüfung voll auf deine Reaktionsfähigkeit verlassen - und den Wert NACH der Prüfung wieder ins Lot bringen.

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Die Symptome sprechen für Typ-1-Diabetes - aber übers Internet kannst du natürlich nur Vorschläge und Vermutungen erhalten und keine gesichetre Diagnose.

Aber der Verdacht auf Diabetes ist bei deinen Symptomen auf jeden Fall ein Grund, um SOFORT (nicht erst morgen!) zu einem Arzt zu gehen und dich auf Diabetes untersuchen zu lassen. Typ-1-Diabetes ist eine Erkrankung, mit der man zwar heutzutage sehr gut leben und auch sehr alt werden kann - aber ein UNBEHANDELTER Diabetes ist auch heute noch eine tödliche Erkrankung, mit der nicht zu spaßen ist!!! Deshalb ist es wichtig, dass du so schnell wie möglich behandelt wirst, falls es sich tatsächlich um Diabetes handelt! Also am besten sofort alles stehen und liegen lassen und ohne Termin zum Hausarzt (oder in die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses, falls dein Hausarzt bereits im Wochenende ist)!

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Nein - dein Arbeitgeber bekommt keinerlei Mitteilungen darüber. Allerdings kannst du dann, wenn du deinem Arbeitgeber den Ausweis verschweigst, die arbeitsrechtlichen Nachteilausgleiche, die dir durch den Behindertenstatus zustehen würden, deinem Arbeitgeber gegenüber nicht in Anspruch nehmen. Der einzigen Vorteile, die du dann noch durch den Ausweis hättest, wären bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen ermäßigte Eintrittspreise. Dir würde zwar auch ein sogenannter Behinderten-Pauschbetarg bei der Einkommensteuer zustehen, aber sobald du diesen zum ersten Mal bei deiner Steuererklärung in Anspruch genommen hast, erfährt dein Arbeitgeber von deiner Behinderung. Lohnt sich denn ein solcher Antrag, wenn du den Ausweis fast gar nicht nutzen kannst???

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Du solltest das ein wenig beobachten. Falls sich die Symptome verstärken (d. h., wenn du weiterhin sehr viel isst und dabei nicht nur dein Gewicht hältst, sondern sogar rapide abnimmst), oder falls weitere Symptome wie unstillbarer Durst und ständiger Harndrang dazukommen, solltest du zum Arzt gehen und dich auf Diabetes untersuchen lassen. Solange du dich aber auch mit dem größeren Appetit rundherum wohlfühlst, hast du vermutlich eher keinen Diabetes...

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Auch das körpereigene Insulin wirkt - die Insulinresistenz, die für Typ-2-Diabetiker verantwortlich ist, sorgt jedoch dafür, dass von allem vorhandenen Insulin nur noch ein gewisser Prozentsatz wirken kann. Zunächst reagiert die Bauchspeicheldrüse auf die erhöhten Zuckerwerte damit, dass sie entsprechend mehr Insulin produziert. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung wird aber irgendwann eine Grenze erreicht - so viel Insulin, wie tatsächlich benötigt wird, kann die Bauchspeicheldrüse irgendwann nicht mehr herstellen - und dann muss zusätzliches Insulin gespritzt werden, um die Zuckerwerte im Zielbereich halten zu können. Auch von dem gespritzen insulin wirkt nur ein kleiner Teil - aber aus der Summe aus gespritztem und körpereigenen Insulin ist der Anteil, der wirken kann, dann groß genug, um passable Blutzuckerspiegel zu erreichen.

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Die heutigen "Insulinspritzen" sehen mittlerweile gar nicht mehr nach einer Spritze aus. Das Insulin wird mit einem sogenannten "Pen" gespritzt - und für Leute wie deinen Bekannten, die Angst vor dem Einstich haben, gibt es Pens, die diesen Einstich automatisch machen - er muss dann nur ein Knöpfchen drücken. Die Nadel bleibt während des Spritzvorganges unsichtbar. Der Diapen 3.1 der Firma Haselmeier bietet beispielsweise diese Funktion, und vom Preis her ist der nicht wirklich viel teurer als andere Pens - der Preisunterschied wäre jedenfalls schon mit einer einzigen Therapiesitzung beim Psychologen aufgehoben. Falls sich die Krankenkasse dennoch weigert, einfach mal Kontakt mit der Firma aufnehmen - da geht oft eine ganze Menge.

Die Pumpentherapie, die Lorilaroux in ihrem Kommentar zur Antwort von ErsterSchnee erwähnt, ist eine wirklich SEHR teure Therapie, die für Typ-1-Diabetiker nur in Ausnahmefällen und für Typ-2-Diabetiker überhaupt nicht von den Krankenkassen übernommen wird. Außerdem müssen sich Pumpenpatienten mindestens jeden zweiten bis dritten Tag selbst eine neue Infusionsnadel legen - und wer vor einer Spritze schon Angst hat, der schafft das mit der Pumpe erst recht nicht.

Auch, wenn der Diapen meines Wissens nicht das einzige Produkt seiner Art ist - ein anderer Pen mit diesen Funktionen fällt mir gerade nicht ein, und daher abschließend noch ein Link mit Infos zum Diapen 3.1:

http://www.diapen.com/index.php?id=180

Wenn man bei obigem Link die Zahl 180 durch die Zahl 148 ersetzt, findet man eine animierte Bedienungsanleitung zu dem Gerät.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir mitteilen würdest, wie meine Vorschläge bei deinem Bekannten ankommen und ob mein Tipp euch zum Erfolg verhilft. Würdest du mir das hier - als Kommentar zu meiner Antwort - mitteilen? Danke.

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Ein Messwert 20 - 30 Minuten nach dem Essen ist kaum aussagekräftig - um da irgendwelche Grenzwerte zu setzen, müsste man zu viele unterschiedliche Bedingungen berücksichtigen. Die einzige Möglichkeit, 20 - 30 Minuten nach einer "Mahlzeit" einen halbwegs aussagekräftigen Wert zu erhalten wäre, wenn die "Mahlzeit" aus einer genau definierten Menge Glucose in Form einer Glucoselösung besteht - denn das ist die einzige Möglichkeit, bei der sich die Resorptionsgeschwindigkeit einigermaßen berechnen lässt. Hast du etwas zu dir genommen, was außer schnellwirksamen Kohlenhydraten noch andere Bestandteile enthält, weiß niemand genau, wie schnell dein Verdauungssystem die enthaltenen Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei aufnehmen kann und wie stark dein Blutzucker daher nach diesen 20 oder 30 minuten angestiegen sein dürfte. Auf deutsch gesagt: eine solche Messung ist für den Arsc...

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Weil die Stoffwechselstörung behandelt wird. Wird der Diabetes nicht behandelt, dann kann man zwar gewisse Schwankungen beobachten - aber die Werte werden dauerhaft erhöht bleiben, auch wenn einmal kurzfristig eine kleine Zuckersenkung zu beobachten ist.

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ich bin zufrieden mit einer anderen Pumpe

Ich habe seit 2006 eine MiniMed Paradigm VEO und bin damit sehr zufrieden. Von 1987 bis ca. 2006 hatte ich Insulinpumpen der Firma Disetronic und war auch damit sehr zufrieden. Den Omnipod kenne ich nicht und kann mich daher nicht dazu äußern, ob das Ding für meine Bedürfnisse geeignet wäre.

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Beim Typ-2-Diabetes gibt es sehr unterschiedliche Therapieformen - und von der jeweils angewandten Therapieform hängt es ab, welche Utensilien man dafür benötigt. Alle Diabetiker sollten eine gute Nährwerttabelle und eine gute Diätwaage besitzen (zumindest so lange, bis man die Nahrungsmittelmengen recht sicher abschätzen kann). Außerdem ist es sinnvoll, Teststreifen für eine Urinzuckerkontrolle und eine Urin-Aceton-Kontrolle vorrätig zu haben. Wenn der Diabetes ohne Medikamente behandelt wird, reichen diese Dinge eigentlich schon aus (auf gesundes Schuhwerk, das keine Druckstellen verursacht, Utensilien für eine sorgfältige, verletzungsfreie Fußpflege und einen Handspiegel zum kontrollieren der Füße von allen Seiten möchte ich hier nicht weiter eingehen - denn das sind Sachen, die jeder gesunde Mensch ebenso haben sollte). Wenn Tabletten eingenommen werden, ist ein Blutzuckermessgerät zwar nicht zwingend erforderlich, aber sehr sinnvoll. Noch wichtiger ist ein solches Messgerät dann, wenn der Diabetes mit Insulinspritzen oder einer Kombination von Tabletten und Insulinspritzen behandelt wird. Und selbstverständlich brauchen Diabetiker, die Insulin spritzen, entsprechende Geräte - heutzutage sind das normalerweise keine Einmalspritzen zum Selbst-Aufziehen mehr, sondern meistens Pens oder Fertigspritzen. Für viele Diabetiker, die Medikamente einnehmen müssen, ist auch ein Medikamentendosierer eine sinnvolle Sache - davon gibt es aber sehr unterschiedliche Modelle, und daher muss man erst einmal überprüfen, welche Form für diesen speziellen Menschen die sinnvollste ist.

Darf ich fragen, wofür du diese Informationen brauchst? Geht es vielleicht um ein Geschenk für einen Diabetiker?

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Kein Diabetiker schafft es immer und zuverlässig, dass die Zuckerwerte den optimalen Bereich nicht verlassen. Auch ein sehr gut eingestellter Diabetiker muss immer mal wieder den einen oder anderen erhöhten Blutzuckerwert akzeptieren. Unter diesen erhöhten Blutzuckerwerten leiden sowohl die Blut- als auch die Nervenbahnen des Körpers. Das kann dazu führen, dass auch das Zahnfleisch nicht optimal durchblutet wird. Das kann ebenfalls dazu führen, dass ein entzündeter Zahn nicht rechtzeitig bemerkt wird. Außerdem ist bei jedem erhöhten Blutzuckerwert auch der Zuckergehalt des Speichels erhöht - dadurch werden für die Dauer der erhöhten Blutzuckerwerte die Zähne mit einer zuckrigen Lösung umspült, genauso als ob ein Kleinkind ständig an einer Nuckelflasche saugt, die ein gezuckertes Getränk enthält. Wozu eine solche Nuckelflasche bei Kleinkindern und ihren Milchzähnen sorgt, ist allgemein bekannt. Aber die Wirkung auf die bleibenden Zähne eines Erwachsenen Diabetes ist genauso. Durch das Zusammenspiel dieser drei Faktoren haben Diabetiker ein deutlich höheres Risiko für Zahn- und Zahnfleischerkrankungen als Nicht-Diabetiker. Deshalb muss ein Diabetiker zum einen alles tun, um erhöhte Blutzuckerwerte zu vermeiden bzw. möglichst schnell wieder abzusenken, und zum anderen sollten Diabetiker ihre Zähne besonders intensiv pflegen. Aber alle diese Maßnahmen können zusammengenommen das Risiko für Karies und Parodontose lediglich verringern - aber niemals auf das Niveau eines Nicht Diabetikers absenken. Natürlich kann es sein, dass deine Bekannte ihre Zähne früher nicht ausreichend gepflegt hat - aber es kann ebenso sein, dass sie ihre Zähne sehr sorgfältig gepflegt hat und dennoch aufgrund des Diabetes ihre Zähne verloren hat.

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Die Antwort von Nikki54 ist leider nicht ganz richtig: ein Diabetiker kann NICHT selber entscheiden, ob er mit Tabletten oder mit Insulinspritzen behandelt werden möchte! Das hängt davon ab, was die Ursache der hohen Blutzuckerwerte ist.

Zu den beiden häufigsten Ursachen zählt eine Insulinresistenz in den Körperzellen. Diese Diabetesform ist der sogenannte Typ-2-Diabetes, der häufigste Diabetestyp. Bei diesem Typ können, je nach Schweregrad, verschiedenen Therapien zum Erfolg führen. Hier wird normalerweise als erstes die Ernährung umgestellt, so dass die Patienten auf die Kohlehydratarten, die sehr schnell ins Blut aufgenommen werden, weitestgehend verzichten, und meist auch durch eine Kalorienreduktion Körpergewicht abbauen (die meisten Typ-2-Diabetiker sind zu Beginn der Erkrankung übergewichtig - wenn das Übergewicht verschwindet, dann verschwinden oft auch die Krankheitssymptome). Wenn die Ernährungsumstellung und die Gewichtsabnahme nicht ausreichen, um gute Blutzuckerwerte zu erreichen, gibt es verschiedene Tabletten, mit denen Typ-2-Diabetes behandelt werden kann. Und erst dann, wenn alle diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, müssen ggf. auch Typ-2-Diabetiker Insulin spritzen.

Die zweithäufigste Diabetesform ist der sogenannte Typ-1-Diabetes. Die Ursache für diese Diabetesform ist, dass das Immunsystem des Körpers versehentlich die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse für Krankheitserreger hält und diese Zellen zerstört. Diese Inselzellen wachsen nicht nach, und dadurch fehlt einem Typ-1-Diabetiker dieses Hormon meist vollständig. Bei Typ-1-Diabetes bewirken die Diabetes-Tabletten leider gar nichts - daher muss ein Typ-1-Diabetes IMMER mit Insulin behandelt werden. Das Insulin kann auf keinen Fall in Tablettenform eingenommen werden, da Insulin ein Hormon aus Eiweißketten ist, die im Magen schlicht und einfach nur verdaut und damit wirkungslos würden - daher muss Insulin in jedem Fall mit Hilfe einer Spritze, eines Insulinpens oder einer Insulinpumpe ins Unterhautfettgewebe injiziert werden. Da die Hormone des Körpers, zu denen auch das Insulin zählt, sich gegenseitig beeinflussen und die Hormonausschüttung von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist, gibt es Typ-1-Diabetiker, die ohne große Probleme mit nur zwei oder drei Insulinpritzen am Tag behandelt werden können, und andere Typ-1-Diabetiker, die sehr viel öfter spritzen müssen, um möglichst gute Blutzuckerwerte zu kriegen. Wenn die Blutzuckerwerte mit diesen Spritzen immer noch zu stark schwanken, kann man eine Insulinpumpe einsetzen, mit der man die Insulinabgabe viel gezielter an den jeweiligen Insulinbedarf anpassen kann.

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Er meinte auch er würde sich besser mit diabetes auskennen.

Wenn dein Lehrer behauptet, sich besser mit Diabetes auszukennen als jemand, der seit 18 Jahren mit dieser Krankheit leben muss, dann soll er das nachweisen. Solange er diesen Nachweis schuldig bleibt, muss er darauf vertrauen, dass deine persönliche Erfahrung mit deinem Diabetes und die Ausbildung und Erfahrungen deines Diabetologen stärker sind als das, was dein Lehrer zu wissen glaubt! Wenn sich der Lehrer auf Dauer querstellt, dann solltest du deinen Diabetologen bitten, deinen Lehrer mal anzurufen und ihn über die Risiken des Sports im Zusammenhang mit deiner Diabeteserkrankung hinzuweisen.

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Meines Erachtens sieht die Rechtslage folgendermaßen aus:

Wenn dein Partner tatsächlich mehrmals am Tag den Blutzucker messen MUSS, dann MUSS ihm der Arzt die dafür erforderliche Anzahl an Teststreifen auf Kassenrezept verordnen, und dann MUSS die Krankenversicherung die Kosten für diese Teststreifen auch übernehmen. Und im Umkehrschluss: wenn dein Partner keinen Arzt findet, der bereit ist, diese Anzahl an Teststreifen auf Kassenrezept zu verordnen, dann dürfen sowohl die Krankenversicherung als auch die ARGE davon ausgehen, dass eine so große Menge an Teststreifen nicht wirklich erforderlich ist, und daher muss dann auch die ARGE sich in keinster Weise an den Kosten für diese Teststreifen beteiligen.

Somit ist die ARGE in keinem Fall zu irgendeiner Beteiligung verpflichtet - denn entweder übernimmt die Krankenversicherung, dann entstehen deinem Partner keine weiteren Kosten, oder aber die Kosten sind als "nicht angemessen" zu betrachten und damit auch wieder kein Fall für die ARGE.

Daher gilt als Fazit: Besprecht mit eurem Diabetologen, ob er die häufigen Messungen für erforderlich hält. Wenn ja, dann weist ihn darauf hin, dass er die entsprechende Menge zu Lasten der Krankenkasse zu verordnen hat. Sollte er der Meinung sein, dass die Teststreifen zwar in der hohen Anzahl erforderlich sind, er sie aber dennoch nicht verordnen will, dann lasst euch über die erforderliche Menge etwas schriftliches aushändigen, sucht euch einen anderen Diabetologen und geht ggf. gemeinsam mit dem neuen Diabetologen und einem Rechtsanwalt gegen den ersten Diabetologen vor, damit ihm die Kassenzulassung entzogen wird. Denn jeder Arzt ist dazu verpflichtet, seinen Patienten die erforderlichen Therapien zu verordnen. Und wenn ein Arzt eine Therapie für erforderlich hält und diese Therapie dem Patienten dennoch vorenthält, dann macht er sich strafbar.

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Wenn du vermutest, dass deine Pumpe nicht mehr zuverlässig funktionieren könnte, solltest du dich mit der Herstellerfirma in Verbindung setzen und denen das Problem schildern. Die werden dir dann vermutlich ein Ersatzgerät zuschicken und dich auffordern, deine Pumpe zur Überprüfung einzuschicken, sobald das Ersatzgerät bei dir angekommen ist und du die Programmierung darauf übertragen hast. Ansonsten kannst du deine Pumpe normalerweise so lange nutzen, wie die Herstellerfirma das Modell unterstützt und entsprechendes Zubehör liefert und Ersatzteile für Reparaturfälle vorliegen hat.

Vielleicht liegt das Problem mit deinen Unterzuckerungen aber auch ganz einfach darin, dass du deine Basalraten und eventuell die Höhe der Mahlzeitenboli anpassen musst - die dafür jeweils erforderliche Insulinmenge kann sich im Laufe der Zeit ändern - zum Beispiel aufgrund von Veränderungen des Körpergewichts, durch Veränderungen im Tagesrhythmus, Veränderungen in der Ernährungsweise oder hormonelle Veränderungen im Körper.

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Zwei bis drei Stunden nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit darf der Wert maximal 150 mg% betragen - dein Wert befindet sich also im Grenzbereich. Um auszuschließen, dass du an Diabetes leidest, solltest du bei deinem Hausarzt vorstellig werden und ihn bitten, die Untersuchung deines HbA1c zu veranlassen. Dafür wird meistens Blut aus der Vene abgenommen. Mit Hilfe dieses Blutwertes kann man die durchschnittliche Höhe des Blutzuckerspiegels der letzten Wochen bestimmen. Falls auch dieser Wert grenzwertig sein sollte, müssen weitere Untersuchungen folgen. Ist der wert okay, dann bist du ziemlich auf der sicheren Seite, keinen Diabetes zu haben. Ist der Wert deutlich erhöht, hast du mit großer Sicherheit Diabetes und musst behandelt werden. Du solltest diese Untersuchung möglichst bald durchführen lassen, denn falls du wirklich Diabetes hast, kann ein Aufschieben lebensgefährlich sein oder zu irreversiblen Schäden führen. Und falls die Untersuchung zeigt, dass du keinen Diabetes hast, dann musst du dir nicht unnötig lange Sorgen machen...

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Bei einem unbehandelten Diabetes kommt es nicht zu Unterzuckerungen - die Unterzuckerungen sind eine Nebenwirkung der Diabetes-BEHANDLUNG. Deine Symptome können durchaus vom Nikotinentzug kommen - sie können aber auch unzählige andere Ursachen haben. Auf Diabetes weist aber keins deiner Symptome hin.

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Nein - der Diabetes war bereits da, als ihm schlecht wurde. Der Zuckerspiegel ist zwar durch die süßen Sachen noch weiter angestiegen und war vorher sowieso schon zu hoch - aber die Erkrankung hätte sich auch durch anderes Verhalten nicht mehr aufhalten lassen.

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Das kann soooo viele unterschiedliche Gründe haben - es würde dir kaum nützen, diese Gründe alle hier aufzuführen. Der einfachste Grund wäre allerdings, dass dein Diabetes auch mit der ICT (=Intensivierte Conservative Therapie) in den Griff zu kriegen wäre, wenn du dich intensiv genug kümmern würdest. Wenn du also keine verstärkte Unterzuckerungsneigung hast, nicht an einem ausgeprägten Dawn-Phänomen leidest und auch nicht in wechselnden Schichten arbeitest, dann hat deine Ärztin kaum eine Chance, die teure Therapieform mit der Insulinpumpe vor der Krankenversicherung zu rechtfertigen. Damit wäre dann - so blöd wie das auch klingen mag - eine Schwangerschaft die einzige Möglichkeit, doch noch zu einer Insulinpumpe zu kommen. Die wird dann zwar im Allgemeinen nur vorübergehend, d. h. für die Vorbereitungszeit vor einer geplanten Schwangerschaft und die Dauer der Schwangerschaft bewilligt - aber wenn dein HbA1c dann deutlich besser wird, ist in einigen Fällen eine Weiterbehandlung nach der Schwangerschaft nicht ausgeschlossen.

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Man kann ÜBERALL Hausverbot bekommen - ganz gleich, ob es sich um eine Privatwohnung, um Geschäftsräume, um eine Apotheke, eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus handelt. Allerdings muss in einem akuten Notfall, der für den Arzt bzw. Apotheker erkennbar ist, das Hausverbot vorübergehend insoweit außer Kraft gesetzt werden, dass die erforderliche Hilfeleistung ermöglicht werden kann - denn ein ausgesprochenes Hausverbot steht hinter der Verpflichung, seinen Mitmenschen im Notfall zu helfen, zurück. Und allein die Tatsache, dass ein Diabetiker neues Insulin braucht, ist noch kein Notfall - es sei denn, dass der Diabetiker zum Einen schon wirklich auf dem Trockenen sitzt (d.h. er braucht aufgrund eines erhöhten Blutzuckers sofort eine Insulininjektion, für die seine Vorräte nicht mehr ausreichen), und dass es gleichzeitig im Umkreis von mehreren Kilometern keine weiteren Apotheken bzw. Krankenhäuser gäbe. Und eine solche Situation ist schon sehr unwahrscheinlich.

Fazit: Man sollte sich immer und überall so verhalten, dass man kein Hausverbot erhält - denn ein Hausverbot in meiner nächstgelegenen Apotheke kann dazu führen, dass ich in Zukunft für meine Medikamente höhere Fahrtkosten in Kauf nehmen muss.

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Diabetes ist definitiv eine tödliche Erkrankung, wenn er nicht behandelt wird - und richtig behandelt werden kann er erst, seit es Banting und Best in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erstmals gelungen ist, Insulin zu isolieren. Man wusste zwar vorher schon, dass die Sekrete der Bauchspeicheldrüse für die Entstehung von Diabetes große Bedeutung haben, da bei Versuchstieren, denen die Bauchspeicheldrüse entfernt wurde, augenblicklich Diabetes entstand. Versuche mit »ausgepressten« Bauchspeicheldrüsen blieben allerdings erfolglos, bis man entdeckte, dass das Sekret aus unterschiedlichen Säften besteht, und dass das Insulin aus den Inselzellen zerstört wird, wenn es mit den anderen Komponenten zusammenkommt. Einen Weg, das Insulin isoliert aus Rinder-Bauchspeicheldrüsen zu gewinnen, fanden die beiden amerikanischen Forscher Banting und Best, und damit konnten erstmals Diabetiker erfolgreich behandelt werden.

Vorher bestand die Behandlung in einer extremen Diät - die aber bei Typ-1-Diabetes nur die Zeit bis zum Tod und somit das Leiden verlängerte. Bei Typ-2-Diabetikern waren die Erfolge deutlich besser. Dennoch starben auch die meisten Typ-2-Diabetiker damals noch früher oder später an ihrer Erkrankung, da die Blutzuckerwerte natürlich allein mit Diät kaum im optimalen Bereich gehalten werden konnten. Und auch die Messung des Blutzuckers war zu dieser Zeit noch eine sehr aufwendige Sache für die man eine komplette Laboreinrichtung und eine entsprechende Ausbildung benötigte, und die niemand mehrfach täglich hätte durchführen oder bezahlen können. Auch ich habe mein allererstes Blutzuckermessgerät, mit dem man den Blutzuckerwert selbst bestimmen konnte, erst 1982 bekommen - und das Gerät hat damals 1.200 DM gekostet, man brauchte eine Wasser-Spülflasche und ein Waschbecken zum Abspülen der Teststreifen nach einer Einwirkzeit von zwei Minuten, dann musste man mit einem Zellstofftupfer die Testfläche vorsichtig trockentupfen, und nach einer weiteren Minute konnte das Gerät einem dann den Wert anzeigen. Heutzutage werden die Testgeräte von den Herstellerfirmen meist kostenlos abgegeben, und eine Messung ist meist innerhalb von 3 bis 5 Sekunden erledigt.

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Dass du durstig bist, liegt in deinem Fall mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit daran, dass du zu wenig trinkst. Vielleicht hat dein Körper das bisher ohne zu meckern mitgemacht, und jetzt wird ihm das aus irgendeinem Grund (möglicherweise sogar wirklich die Hormonschwemme durch die Pubertät) einfach zu viel, und er will seine Mindest-Trinkmenge auf diese Weise einfordern. Wenn du pro Tag nicht mehr als 3 Liter Flüssigkeit trinkst und dich damit nicht mehr besonders durstig fühlst, brauchst du dir zum Thema Diabetes mit Sicherheit keine Sorgen zu machen - wer einen Typ-1-Diabetes hat und kein Insulin spritzt, der kann so viel trinken wie er will und hat trotzdem immer Durst (auch wenn ihm von 5 Litern Wasser auf einmal trinken ganz übel ist und alles nur noch gluckert - der Durst geht nicht weg!). Erst, wenn dieser Diabetiker dann mithilfe von Insulin seine Blutzuckerwerte in den Griff kriegt, lässt auch nach dem Trinken der Durst irgendwann nach.

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Bei so regelmäßigen Kopfschmerzen ist deine Mutter nicht mit einem Schmerzmittel geholfen - auch dann nicht, wenn die Schmerzen nach der Einnahme weg sind. Wenn diese Schmerzen immer wieder auftreten, dann muss sie die Ursache dieser Schmerzen herausfinden und anschließend nicht gegen den Schmerz, sondern gegen die Ursache des Schmerzes angehen. Für die Kopfschmerzen können sehr viele unterschiedliche Dinge verantwortlich sein. Es kann an zu hohem, aber auch an zu niedrigem Blutdruck liegen, es kann an Muskelverspannungen im Nackenbereich liegen, es kann auch sein, dass Unterzuckerungen Kopfschmerzen zur Folge haben, auch wenn die eigentliche Unterzuckerung bereits überstanden ist, es kann auch an zu viel Stress oder zu wenig Schlaf liegen, sogar irgend ein Inhaltsstoff aus den verwendeten Putz- oder Körperpflegemitteln kann Schuld sein, die Ernährung oder Ausdünstungen eines neuen Möbelstücks oder einer Tapete können Kopfschmerzen verursachen. Wenn jemand da sehr empfindlich ist, kann auch ein neuer Anstrich in der Nachbarwohnung die Ursache sein. Deine Mutter sollte darüber nachdenken, welche Ursache gerade bei ihr zutreffen könnte, und dann versuchen, diese Ursache möglichst zu beseitigen.

Schmerzmittel sind nur was für den Notfall - keinesfalls als Dauermedikation (und das auch dann, wenn man kein Diabetiker ist)!

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Ein »herkömmliches« Verzögerungsinsulin gibt es nicht - die Insuline der verschiedenen Hersteller haben ziemlich unterschiedliche Wirkprofile. Aber es ist durchaus nicht ganz auszuschließen, dass (bei 13 Einheiten Protaphan, bei dir persönlich und bei gerade dieser Injektionsstelle) die Wirkung nur 8 Stunden beträgt - schau mal hier:

http://www.diabetes-news.de/content/wirkprofile-der-insuline

Laut den Angaben unter diesem Link soll die Wirkung zwischen 8 und 12 Stunden lang anhalten - das ist aber nur ein Durchschnittswert. Die Zeitangaben zu Wirkeintritt, Wirkmaximum und Wirkdauer von Insulinen können nur als Anhalt gelten:

Eine höhere Dosis verzögert den Wirkeintritt und verlängert die Wirkung (weniger bei schnellen Analog-Insulinen). Aber 13 Einheiten sind meiner Meinung nach eine eher niedrige Dosis, die eher für eine kürzere Wirkdauer spricht.

Die Aufnahme Insulin des gespritzten Insulins aus dem Unterhaut-Fett-Gewebe in das Blut kann von Person zu Person, aber auch bei der selben Person von Tag zu Tag schwanken und ist auch noch sehr abhängig von der gewählten Injektionsstelle und dem Zustand dieser aktuellen Injektionsstelle.

Vielleicht solltest du auf ein länger wirkendes Insulin, zum Beispiel Lantus oder so, umstellen? Was macht denn dein Blutzuckerspiegel, wenn du nach der Arbeit keinen Sport machst - bleibt er konstant?

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Das ist sehr stark abhängig davon, ob und wieviel Insulin (vom Basalinsulin oder vom letzten Bolus) zur Zeit des Trainings noch wirkt. Wenn du vor dem Training lange keinen Insulinbolus mehr gegeben hast, weil du beispielsweise länger nichts gegessen hattest, oder auch einen eventuell nur leicht über dem Zielwert liegenden Messwert, den du ohne den bevorstehenden Sport korrigiert hättest, nicht korrigiert hast, um eine Unterzuckerung beim Sport zu vermeiden, dann hat dein Körper möglicherweise während des Sports gar kein Insulin zur Verfügung. Wenn der Körper eine gewisse Mindestmenge Insulin (die individuell sehr unterschiedlich hoch sein kann) während des Sports zur Verfügung hat, erhöht sich durch den Sport die Insulinwirkung und der Zucker sinkt. Hat aber der Körper diese Insulinmenge nicht, kann auch die Insulinwirkung während des Sports nicht steigen, und dann passiert das Gegenteil: die Muskelzellen werden beim Sport stark beansprucht und benötigen für diese Arbeit natürlich Glucose. Wenn allerdings nur Glucose, aber kein Insulin vorhanden ist, dann kommt die Glucose nicht in die Körperzellen, und die Zellen »melden« einen Notstand: »ich kann nicht richtig arbeiten, mir fehlt Glucose«. Der Körper eines Typ-1-Diabetikers kann daraufhin nicht mit der Ausschüttung einer (kleinen!) Insulindosis reagieren - alles, was er tun kann, ist mehr Glucose zur Verfügung zu stellen, indem die Leber die Glucosereserven mobilisiert. Die bereitgestellte Glucose gelangt ins Blut, kann aber ohne Insulin trotzdem nicht in die Zellen, und der Blutzuckerspiegel steigt. Daher muss man als Typ-1-Diabetiker vor dem Sport darauf achten, wie lange die letzte Insulininjektion her ist bzw. ob das gespritzte Basalinsulin zur Zeit des Sports noch wirkt oder nicht. Wenn vor dem Sport der Blutzuckerwert schon sehr hoch ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass der Körper fast kein Insulin zur Verfügung hat. Normalerweise ist vor dem Sport ein Ausgangswert zwischen 130 und 140 mg% optimal - es sei denn, er ist wegen Insulinmangel ohnehin auch ohne eine sonst empfehlenswerte Sport-BE bereits am steigen - dann wird der Anstieg durch den Sport nicht etwa verhindert, sondern beschleunigt. Deshalb soll ein mit Insulin behandelter Diabetiker auch nur bei leicht erhöhten Werten durch körperliche Aktivität das Sinken des Zuckerspiegels mit Sport fördern - sind die Werte stark ****erhöht, geht der Schuss fast immer nach hinten los...

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Das Risiko, dass du selbst auch irgendwann an Typ-1-Diabetes erkrankst, liegt nicht höher als das Risiko anderer Menschen, in deren Familie es seit Generationen keine Diabetiker gibt: Der Einfluss der Vererbung ist bei Typ-1-Diabetes nur sehr gering. Bei Menschen ohne Typ-1-Diabetes in der Verwandtschaft liegt das Risiko bei ca. 0,02 %. Bei Kindern einer an Typ-1-Diabetes erkrankten Mutter erhöht sich das Risiko auf ca. 3 - 5 %, bei einem Typ-1-diabetischen Vater auf 5 - 7 %, und wenn beide Eltern an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, liegt das Risiko für das gemeinsame Kind zwischen 21 und 30 %. Der Einfluss der Vererbung ist bei Typ-2-Diabetikern deutlich höher als bei Typ 1: Bei Kindern eines Elternteils mit Typ-2-Diabetes beträgt die Wahrscheinlichkeit eines späteren Typ-2-Diabetes des Kindes bis zu 50 %.

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Einen »Wechsel« von Typ 1 auf Typ 2 oder umgekehrt gibt es nicht - aber der jeweils andere Typ kann dazukommen.

Jemand, der an Typ-1-Diabetes erkrankt ist, hat keine eigene Insulinproduktion mehr, da der Körper die eigenen insulinproduzierenden Zellen für immer zerstört hat. Diese Zellen werden nicht wieder aufgebaut. Das schützt ihn aber nicht davor, eine Insulinresistenz zu entwickeln, die für Typ-2-Diabetes verantwortlich ist. Genauso wenig ist ein Typ-2-Diabetiker mit Insulinresistenz davor geschützt, dass sein Körper die Inselzellen zerstört, und dass er so zusätzlich zur Insulinrestistenz auch noch einen Typ-1-Diabetes entwickelt. Es gibt tatsächlich Menschen, die sowohl an Typ-1- als auch an Typ-2-Diabetes leiden. Bei Diabetikern, die dauerhaft einen sehr hohen Insulinbedarf haben, kann man davon ausgehen, dass sie an diesen beiden Diabetestypen erkrankt sind.

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Wenn du abnimmst, scheidet dein Körper Aceton mit dem Urin aus - und das kann man riechen. Das Aceton kann dafür sorgen, dass die Geschmacksnerven den Urin als süß empfinden, obwohl er gar nicht wirklich süß ist. Du kannst dir in der Apotheke rezeptfrei sowohl Urin-Zucker-Teststreifen als auch Aceton-Teststreifen kaufen und zu Hause selber testen, falls du nicht gleich zum Arzt willst. Mit den Acetonteststreifen kannst du auf jeden Fall deine Abnehmerfolge kontrollieren, auch wenn du vielleicht mal keine Waage zur Verfügung hast - ist Aceton im Urin positiv, dann baust du definitiv Fett ab. Sollte aber der ZUCKER-Teststreifen positiv sein, dann musst du auf jeden Fall zum Arzt gehen, um die Ursache abzuklären.

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Du solltest keine Minute länger mit deinem Arztbesuch warten! Du hast mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Typ-1-Diabetes und brauchst SOFORT Insulin! Wahrscheinlich ist dein Körper bereits dabei, eine sogenannte diabetische Ketoazidose zu entwickeln, und das ist lebensgefährlich, wenn es nicht behandelt wird. Dabei vergiftet der Körper sich sozusagen selbst, da der zu hohe Blutzuckerspiegel und die Stoffwechsel-Abfallprodukte nicht mehr richtig abgebaut werden können. Außerdem verliert dein Körper nicht nur lebenswichtige Flüssigkeit, sondern gleichzeitig damit auch lebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente - mehr, als du durch trinken (auch von Mineralstoff-Brausetabletten) dem Körper zurückgeben könntest. Mach dich sofort auf den Weg, oder wenn du dich sehr unwohl fühlst, lass den Notarzt kommen!

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Ich bin vor vielen Jahren einmal dort in Behandlung gewesen und war damals sehr zufrieden. Das ist allerdings schon so lange her, dass sich dort mit großer Sicherheit sehr vieles geändert hat - ob positiv, negativ oder einfach nur anders. Der Arzt, der mich damals dort behandelt hat, war Dr. Bernhard Teupe - einer der führenden Diabetologen Deutschlands. Er hat dann im Juli 1993 den Posten des Oberarztes der Diabetesklinik aufgegeben und das »Diabetesdorf Althausen« gegründet. In diesem Diabetesdorf kümmert er sich meines Wissens zumindest hauptsächlich um Patienten, die mit einer Insulinpumpe behandelt werden oder diese Therapie anstreben. Aber ich vermute, dass die Klinikführung der Diabetesklinik nicht gleich ALLES mit dem Fortgang von Dr. Teupe geändert hat, und dass du nach wie vor in der Diabetesklinik in sehr kompetenten Händen bist. Falls dich allerdings die Pumpentherapie interessiert, schau einfach mal nach unter www.diabetesdorfalthausen.de ...

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Wenn deine Hände wirklich aufgrund einer Diabetes-Erkrankung blau wären, dann hättest du den Diabetes schon ziemlich lange. Deine blauen Hände weisen darauf hin, dass mit der Durchblutung etwas nicht in Ordnung ist - und Durchblutungsstörungen gehören nicht zu den Symptomen bei Ausbruch eines Diabetes, sondern zu den möglichen Spätfolgen nach langjähriger Erkrankung.

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Gerade die Dr.-Pape-Insulin-Trennkost ist auch bei Typ-2-Diabetikern sehr effektiv und dauerhaft. Allerdings ist das bei einem insulinpflichtigen Typ-2er nicht ganz so einfach - hier muss die Insulindosis, die abends gespritzt wird, ziemlich stark reduziert oder vielleicht sogar ganz weggelassen werden. Wenn ihr ein Blutzucker-Messgerät habt und bereit seid, zumindest in den ersten ein bis zwei Wochen auch nachts den Zucker zu messen, dann könnt ihr mit den Regeln von Dr. Pape euer Normalgewicht auf gesunde und dauerhafte Art erreichen und halten - denn diese Art der Ernährung kann man auch nach Erreichen des Ziels beibehalten, weil sie zum einen ausgewogen ist und auf der anderen Seite nicht durch Kalorienreduktion zum Ziel führt. Der Körper erhält ausreichend Kalorien, um gesund und fit zu bleiben und nicht abzumagern - er wird nur durch die Zusammensetzung der verschiedenen Mahlzeiten daran gehindert, überschüssige Kalorien in Fett umzuwandeln und als Fettpolster zu speichern - und solange noch zu viele Fettpolster vorhanden sind, werden diese bis zum Erreichen des Normalgewichts abgebaut. Aber bezüglich der Insulinanpassung auf jeden Fall gut aufpassen und einen guten Diabetologen zu Rate ziehen!

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Die derzeit einzige Möglichkeit, Typ-1-Diabetes zu heilen, ist für einen »normalen« Typ-1-Diabetiker nur eine theoretische Möglichkeit. Man kann den Diabetes tatsächlich heilen, wenn man eine Organtransplantation macht und eine fremde Bauchspeicheldrüse einsetzt. So eine Bauchspeicheldrüsentransplantation ist aber mit erheblichen Risiken verbunden, und auch nach erfolgreicher Transplantation müssen lebenslang Immunsuppressiva eingenommen werden, damit der Körper das fremde Organ nicht abstößt. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass das transplantierte Organ nur kurze Zeit im fremden Körper funktioniert, und Spenderorgane sind rar. Deshalb wird eine solche Operation in der Praxis normalerweise nur dann durchgeführt, wenn zum Beispiel aufgrund von Nierenschäden ohnehin eine Organverpflanzung erforderlich ist und daher die gefährlichen Tabletten sowieso ein Leben lang eingenommen werden müssen usw. usw. usw.
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Daher kann man sagen, Diabetes ist derzeit NICHT heilbar...

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Alles, was Energie liefert (=was Kalorien hat), kann im Körper zu Fett umgewandelt werden, wenn diese Energie nicht sofort verbraucht wird. Dabei ist es kalorientechnisch ganz egal, ob sie aus Fett, aus Eiweiß oder Kohlenhydraten oder auch aus Alkohol stammen. Wenn du deine Kalorien zählst, musst du also die Kalorien aus diesen Bonbons genauso mit dazurechnen wie alle anderen Kalorien auch...
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Liebe Grüße, Nia.

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Ich lebe schon seit 1987 mit meiner Insulinpumpe - wenn man damit nicht schlafen könnte, wäre ich mittlerweile wahrscheinlich an Schlafmangel gestorben...
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Aber jeder Mensch schläft anders und jeder Insulinpumpenträger muss seine eigene Strategie entwickeln. Ich persönlich benutze Katheter, die 110 cm lang sind - damit kann ich die Pumpe einfach irgendwo mit unter meine Bettdecke legen und prima schlafen. Mein Freund hat schon beobachtet, dass ich sie ohne aufzuwachen beim Umdrehen nachts greife und so mitnehme. Man gewöhnt sich sehr an so ein Gerät. Anfangs habe ich verschiedene Varianten ausprobiert - die mit dem langen Katheter ist für mich persönlich die beste. Und bei den Kathetern gibt es eine recht große Auswahl - nicht nur was die Länge angeht. Du solltest bei Beginn deiner Pumpenbehandlung von deinem Großhändler eine Probepackung aller Katheter anfordern und alle durchprobieren, bis du deinen Favoriten gefunden hast. Die Katheter unterscheiden sich zum Teil ziemlich stark in Bezug auf Länge, Material, verwendetes Klebematerial, Art der Anwendung und Tragekomfort. Ein paar unterschiedliche Varianten liegen normalerweise der Erstausstattung schon bei - aber es gibt noch viel mehr. Und ich bin sicher, eine dieser Varianten wird dich nicht stören.

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Weder Typ-I- noch Typ-II-Diabetes sind heilbar - man kann lediglich bei leichteren Fällen Symptomfreiheit erreichen, und viele Leute denken dann, der Diabetes sei geheilt. Das ist ein Irrtum.
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Symptomfreiheit bei Typ-II-Diabetes kann dadurch erreicht werden, dass man sich ausgewogen ernährt, regelmäßig bewegt und einen möglichst gleichmäßigen Tagesablauf einhält. Bei normalgewichtigen Typ-II-Diabetikern ist es besonders wichtig, auch Stress möglichst zu vermeiden - denn die Stress-Hormone schwächen die ohnehin nur sehr geringe Insulinwirksamkeit zusätzlich. Bei diesen normalgewichtigen Typ-II-Diabetikern ist es nur sehr selten möglich, ohne dei Krankheit Medikamente in den Griff zu bekommen. Bei den meisten übergewichtigen Typ-II-Diabetikern verschwinden die Symptome, sobald das Normalgewicht erreicht ist und solange die ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung eingehalten wird. Sobald der Diabetiker sich aber als geheilt betrachtet und in seinen alten Lebenswandel zurückfällt, kommen die Symptome zurück.

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Man ist nicht schlapp und müde, weil man Diabetes hat. Ein gut eingestellter Diabetiker ist genauso fit wie ein Nicht-Diabetiker. Diabetiker sind dann schlapp und müde, wenn sie schlechte Blutzuckerwerte haben. Das kommt daher, weil die Körperzellen Glucose brauchen, um aktiv zu sein. Wenn nun ein Diabetiker zu hohe Blutzuckerwerte hat, dann wäre zwar reichlich Glucose vorhanden - aber das benötigte Insulin fehlt bzw. ist nicht in ausreichender Menge vorhanden, und die Zellen »hungern«. Wenn aber zuviel Insulin im Blut ist, dann sinkt der Blutzuckerwert auf zu niedrige Werte, und dann »hungern« die Zellen ebenfalls, da die Glucose fehlt. Solange im Blut ausreichend Glucose und ausreichend Insulin vorhanden sind, können sich die Körperzellen »satt machen« und ihre Funktion erfüllen, und der Blutzucker bleibt im optimalen Bereich. Solange die Zellen »hungern«, ist man schlapp und müde, sobald die Zellen versorgt werden, ist alles bestens.

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Ich hoffe, dass du mittlerweile bei deinem Problem schon ein gutes Stück weitergekommen bist - aber auch dann, wenn die akute Blutzuckerentgleisung mittlerweile behoben ist, möchte ich dir für die Zukunft noch ein paar Tipps geben:
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Bei einem Blutzuckerwert von 457 mg% liegt die Vermutung ziemlich nahe, dass du dich in einer Ketoazidose befindest. Hast du schon deinen Urin auf Aceton getestet? Das solltest du bei einem so hohen Wert immer machen. Wenn der Acetontest positiv ist, dann bist du in einer Ketoazidose, und das bedeutet unter anderem, dass das Insulin nicht mehr seine volle Wirkung entfalten kann. Dann ist es auch ganz normal, dass die von dir gespritzten 6 Einheiten Insulin fast keine Wirkung zeigen. Wenn du ohne ärztliche Hilfe alleine aus der Ketoazidose kommen willst, dann solltest du das »ABC der Blutzuckerkorrektur« von Dr. Bernhard Teupe anwenden - denn mit deinen viel zu geringen Insulingaben wird sich das ganze sonst über mehrere Tage erstrecken und dann möglicherweise dennoch mit einem Krankenhausaufenthalt enden. Wenn du so große Angst hast vor Unterzuckerungen, dann solltest du einen guten Freund/Freundin oder eine(n)Verwandten darum bitten, über Nacht bei dir zu bleiben und dir bei deinem Problem zu helfen. Er oder sie wird eine schlimme Unterzuckerung, die du vielleicht nicht früh genug bemerkst, nach einer Einweisung durch dich bekämpfen können.
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Eine Kurzzusammenfassung von Teupes Korrektur-ABC findest du hier:
http://www.chrostek.de/curriculum/schema-a-b-c.html

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Was zu lesen oder ein Hörbuch, ein schickes Duschgel oder Parfüm/Deospray, eine gute Hautcreme oder Bodylotion, Schminksachen (wenn sie so etwas mag), ein süßes Kuscheltier, eine hübsche Deko-Figur für den Nachttisch, ein Blumenstrauß, eine Flasche Cola Light (Fanta Light, Sprite Light...), ein Karten- oder Würfelspiel, ..., ..., ...
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Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten, und einige davon sind überhaupt nicht teuer und zeigen deiner Freundin dennoch, dass sie dir wichtig ist, dass du an sie denkst, und dass du dir Gedanken darüber gemacht hast, was sie am meisten freuen könnte. Aber du kennst deine Freundin besser als wir alle hier, und daher wirst du mit ein wenig Überlegung sicher auch das passende Geschenk für deine Freundin finden!

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Bei Typ-1-Diabetes gibt es KEINE Möglichkeit, auf das Insulin zu verzichten. Der Muskelaufbau durch Krafttraining kann den Insulinbedarf sehr stark senken, aber niemals ersetzen. Und die Senkung des Insulinbedarfs bedeutet nicht etwa, dass du weniger häufig Insulin spritzen müsstest, sondern einfach nur, dass du kleinere Mengen Insulin spritzen musst. Dein Fitnesstrainer hat dich hier einfach angelogen.

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Eigentlich ist das Durstgefühl nicht viel anders als ganz »normaler« starker Durst - der Unterschied zu diesem normalen Durst liegt woanders: wenn ein gesunder Mensch aus irgendeinem Grund mal starken Durst hat, dann lässt dieses Durstgefühl nach, sobald er ausreichend trinkt. Das Durstgefühl bei entgleisten Blutzuckerwerten lässt nicht nach - egal, wie viel Flüssigkeit man in sich hineinkippt. Man trinkt, bis einem von dem vielen Geglucker im Bauch der Magen schmerzt und einem kotzübel wird, aber man hat immer noch genauso starken Durst, als ob man gar nichts getrunken hätte. Bei mir ist das jedenfalls bei Ausbruch der Krankheit so gewesen, und wenn mir heute der Zucker noch mal völlig aus dem Ruder läuft, dann ist das wieder genau so. Erst, wenn ich gegen den hohen Zuckerwert mit entsprechenden Insulinmengen ankämpfe und der Zuckerspiegel wieder sinkt, lässt bei entsprechender Flüssigkeitszufuhr auch der Durst allmählich wieder nach.

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Was zu lesen oder ein Hörbuch, ein schickes Duschgel oder Parfüm/Deospray, eine gute Hautcreme oder Bodylotion, Schminksachen (wenn sie so etwas mag), ein süßes Kuscheltier, eine hübsche Deko-Figur für den Nachttisch, ein Blumenstrauß, eine Flasche Cola Light (Fanta Light, Sprite Light...), ein Karten- oder Würfelspiel, ..., ..., ...
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Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten, und einige davon sind überhaupt nicht teuer und zeigen deiner Freundin dennoch, dass sie dir wichtig ist, dass du an sie denkst, und dass du dir Gedanken darüber gemacht hast, was sie am meisten freuen könnte. Aber du kennst deine Freundin besser als wir alle hier, und daher wirst du mit ein wenig Überlegung sicher auch das passende Geschenk für deine Freundin finden!

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Klar kann man Typ-2-Diabetiker auch sofort mit Insulin behandeln - in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, kurz nach der Entdeckung des Insulins und der Zusammenhänge zwischen Insulin und Diabetes war das Spritzen von Insulin auch für Typ-2-Diabetiker die einzig mögliche Therapie. Die oralen Antidiabetika wurden erst viel später entdeckt, und so lange gab es gar keine Alternative. Weil aber 1. mit dem Spritzen von Insulin die Gefahr einer Überdosierung und damit von schweren Unterzuckerungen auftritt, 2. das Insulin zu Gewichtszunahme führt, was eine der Hauptursachen für die Entstehung von Typ-2-Diabetes ist und 3. viele Patienten Angst haben vor den Spritzen, werden die Typ-2-Diabetiker möglichst lange ohne Insulin behandelt.

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Da es sehr viele unterschiedliche Insuline gibt, hängt das auch von ziemlich vielen unterschiedlichen Faktoren ab:
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Als erstes ist der Diabetes-TYP sehr wichtig: falls es sich um eine Typ-EINS-Diabetikerin handelt, ist grundsätzlich von Anfang an eine Behandlung mit Insulin zwingend erforderlich (wenn es auch während der sogenannten »Honeymoon-Phase« dazu kommen kann, dass vorübergehend nur sehr weinig oder sogar gar kein Insulin benötigt wird). Bei diesem Typ wird auch auf jeden Fall ein schnell wirksames Insulin benötigt, möglicherweise sogar ein besonders schnelles sogenanntes »Analoginsulin«, meist in Kombination mit einem lang wirkenden Verzögerungsinsulin. Von welchem Hersteller das Insulin sein sollte entscheidet der Arzt meist aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen: hat er viele Patienten, die mit dem Insulin von Hersteller A behandelt werden und gut damit zurecht kommen, wird er diesen Hersteller bei einem neuen Patienten bevorzugen.
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Bei Typ-ZWEI-Diabetikern wird meist so lange wie möglich auf Insulinbehandlung verzichtet, da eine häufige Ursache für Typ-ZWEI-Diabetes das Übergewicht ist, und Insulin eine Geweichtszunahme begünstigt und das Abnehmen erschwert. Wenn die Typ-ZWEI-Diabetiker Übergewicht abgebaut haben ist auch oft überhaupt keine Insulingabe mehr erforderlich - oft kommen diese Diabetiker dann damit aus, dass sie sich ausgewogen und gesund ernähren und ausreichend bewegen. Wenn es dann irgendwann trotzdem erforderlich ist, dass ein Typ-Zwei-Diabetiker Insulin spritzen muss, dann reicht meistens ein Verzögerungsinsulin in Kombination mit Diabetes-Tabletten aus. Und mit dem Hersteller des Insulins verhält es sich genau so wie bei den Typ-Eins-Diabetikern auch.
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Dies alles gilt für die erste Einstellung des Diabetes auf Insulin - alles weitere ist ausprobieren - natürlich kein wüstes Ausprobieren, sondern aufgrund von entsprechenden Erfahrungen. Vorsichtig wird die Dosierung angepasst, bis die Blutzuckerwerte zufriedenstellend ausfallen. Falls es allergische Reaktionen oder andere Komplikationen gibt, werden neben der Dosisanpassung auch anders zusammengesetzte Insuline anderer Hersteller ausprobiert - und das alles so lange, bis Arzt und Patient mit den Ergebnissen zufrieden sind. Jedenfalls sollte das Ganze so ablaufen - falls nicht, dann sollte der Patient über einen Arztwechsel nachdenken...

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15 BE sind für dich absolut okay - wenn du viel Sport treibst oder anderweitig körperlich anstrengende Arbeit verrichtest, dann sind 15 BE eher ein wenig knapp bemessen. Weniger als 15 BE solltest du definitiv nur in Ausnahmefällen mal essen - auf keinen Fall regelmäßig!

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Ich bin ebenfalls Diabetikerin und habe trotzdem zwei gesunde Kinder geboren. Zu Beginn der Schwangerschaften war mein Diabetes damals überhaupt nicht gut eingestellt - erst nachdem ich von der Schwangerschaft wusste, habe ich mich intensiver mit meinem Diabetes beschäftigt und gute Werte erreicht. Heutzutage würde ich nicht mehr so sorglos in eine Schwangerschaft gehen - aber es kann trotzdem alles gutgehen!

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Ich vermute, du meinst einen Wert von 269 mg/»dl« - dieser Wert ist definitiv zu hoch! Würde es sich wirklich um mg/ml handeln, dann bedeutete das 26900 mg/dl und wäre damit unmöglich zu erreichen. Bei gesunden Menschen sollte der Nüchtern-Blutzucker maximal 100 mg/dl betragen, innerhalb von 2 Stunden nach einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit darf er bis maximal 140 mg/dl ansteigen. Falls du aber deine Hände vor dem Messen nicht gründlich genug gewaschen hast, dann kann es sich bei dem Wert von 269 mg/dl Durchaus auch um einen simplen Messfehler handeln. Du solltest auf jeden Fall den Blutzucker sicherheitshalber erneut messen, vorher die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen, gründlich mit klarem Wasser nachspülen und mit einem sauberen Handtuch abtrocknen. Wenn dabei immer noch ein so hoher Wert herauskommt, sofort einen Arzt aufsuchen!

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WENN du dich mit einem BZ-Wert von 3,8 mmol/L unterzuckert fühlst (du hast eventuell einen Schweißausbruch, du zitterst, du kannst dich nicht mehr konzentrieren oder fühlst dich ganz schwach oder verwirrt - oder auch mehrere Symptome gleichzeitig), dann IST es eine Unterzuckerung. WENN du dich aber bei diesem Wert ganz wohl fühlst, dann ist der Wert auch nicht wirklich besorgniserregend. Der Wert von 3,8 mmol/L befindet sich in einem Grenzbereich - das heißt, dass es sich um eine echte Unterzuckerung handeln KANN, aber nicht MUSS. Auf keinen Fall kann es schaden, wenn du in so einer Situation etwas Süßes zu dir nimmst.

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Was ist so schlimm an Zucker?

Wenn ich meinen Tee süße kriegen manche Leute am Tisch einen Würgreiz: 3 Teelöffe nehme ich, also etwa 15 Gramm. Man sagt mir, ein hoher Zuckerkonsum sei ungesund (explizit) und ich deklassiere mich bereits durch den zweiten Löffel in meiner Menschlichkeit (implizit). Aber was genau ist so schlimm an Zucker?

  1. Argument: Zucker macht dick wegen des hohen Brennwertes der Kohlenhydrate. Ich fragte das Internet und es antwortete, dass Zucker etwa doppelt so viele Kalorien habe wie Weizenbrot, dessen Brennwert ebenso hauptsächlich auf Kohlenhydrate zurückzuführen sei (Zucker: 400 kcal; Brot: 200 kcal). Meine würgreizerregenden drei Löffel Zucker entsprechen also etwa einer halben Scheibe trocken Brot, (auf die meistens zusätzlich noch Butter geschmiert und Käse gelegt wird). Käsebrot gilt trotzdem "ein gutes Brot" (Helge Schneider), Zucker hingegen als der Dickmacher schlechthin.
  2. Argument: Zucker sei schlecht für die Zähne. Ok, akzeptiert. Dafür gibt's ja Zahnbürsten.
  3. Argument: Zucker führe zu Diabetis. Dazu das Internet (manifestiert in Form eines Professor Joost): „Eine unsere aktuellen Studien könnte […] darauf hindeuten, dass das Diabetesrisiko durch ausgeprägten Zuckerkonsum auch bei Normalgewichtigen ganz leicht erhöht ist." (eigene Hervorhebungen, Quelle: http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/zucker/diabetes-oder-herzinfarkt_aid_2537.html)

Klar, Zucker liefert keine Vitamine aber ein Tee ohne Zucker tut das genau so wenig. Wenn ich mich ansonsten gesund ernähre, viel Obst und Gemüse esse - was spricht dann eigentlich noch gegen 3 Löffel Zucker im Tee? Oder übersehe ich eine versteckte Gemeinheit des Zuckers?

Vielen Dank und süße Grüße: JaPinguinJa

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Wenn du diesen stark gezuckerten Tee in extrem großen Mengen trinkst, dann ergibt sich Folgendes:
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Du nimmst durch den relativ hohen Zuckeranteil verhältnismäßig viele Kalorien zu dir, die aber in keinster Weise sättigend wirken - im Gegenteil: stark gesüßte Lebensmittel sorgen dafür, dass du nach einer Weile sogar noch mehr Appetit hast als mit ungesüßten oder wenigstens schwächer gesüßten Lebensmitteln. Daher sorgt der stark gesüßte Tee möglicherweise dafür, dass du später anstatt einer Scheibe Brot vielleicht zwei isst oder so. Daher sorgen nicht alleine die Kalorien des zum Süßen verwendeten Zuckers, sondern zusätzlich noch ein vermehrter Appetit möglicherweise zu starker Gewichtszunahme. Wenn du aber dein Gewicht unter Kontrolle hast und deine Zähne entsprechend deinem Zuckerkonsum reinigst, ist gegen stark gesüßten Tee meines Erachtens nichts einzuwenden.

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Wer kennt sich mit Insulinpumpen aus? Habe ein großes Problem

Hallo liebe Community.

Ich, bzw, meine Mutter, hat ein Problem mit ihrer Insulinpumpe. Zum Verständnis hier erstmal ein paar Daten..

Meine Mutter ist 39 Jahre alt, und hat seit 11 Jahren Typ 1 Diabetes (entstand in der Schwangerschaft mit meiner Schwester.) Sie hat dann jahrelang mit Pen und Insulin versucht, normale Werte zu erzielen. Das war leider kaum möglich, sie hatte immer wieder extrem hohe Werte und mehrere Male einen Langzeitwert über 10 oder sogar über 11.

Im Juli 2010 bekam sie dann eine Insulinpumpe. In der Pumpe ist Novorapid, ist Langzeitwert liegt inzwischen bei ca. 8,9. http://de.wikipedia.org/wiki/Insulinpumpe

Erstmals hatten wir alle das Gefühl, dass der Diabetes recht gut im Griff ist. Jetzt ist es aber seit bestimmt fast einem Jahr so, dass sie regelmäßig stark unterzuckert. Fast täglich rauscht sie nach dem Frühstück und dem Spritzen auf Werte bis zu 30mg/dl ab. Sie ist „Profi“, deshalb kann ich Fehler beim berechnen der Einheiten oder sowas eigentlich echt ausschließen (ich arbeite selber in der Krankenpflege). Sie wechselt die Kanüle regelmäßig und gewissenhaft.

Auf Dauer ist dieser immer wiederkehrende Zustand nicht mehr auszuhalten. Öfter landet sie im Krankenhaus, kann kein Auto fahren, und die ständige Hypoglykämie ist ja auch für den Körper purer Stress. (Hinzu kommt noch dass sie einige andere schwere Erkrankungen hat, sollte das von Interesse sein, sag ich gerne welche).

Hier kann ihr irgendwie kein Arzt helfen. Es kennen sich anscheinend sowieso nicht so viele Leute / Ärzte mit der Insulinpumpe aus…

Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder kann sich das Problem erklären? Wir sind echt verzweifelt…

Deshalb hoffe ich, dass jemand ne gute Idee habt… ich weiß dass ihr keine Ärzte seid, aber vielleicht hat ja jemand eine ähnliche Situation.

Bei Fragen stehe ich natürlich zur Verfügung! Danke für jede vernünftige Antwort!!

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Wenn die Unterzuckerungen, wie du es beschreibst, fast regelmäßig zu bestimmten Tageszeiten kommen, dann gibt es da grundsätzlich zwei mögliche Ursachen:
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Möglicherweise ist die Basalrate für diesen Zeitraum zu hoch dosiert. Wenn ihr einen sogenannten Basalratentest macht, könnt ihr das herausfinden. Bei einem Basalratentest wird die entsprechende Mahlzeit (hier das Frühstück) einfach mal ausgelassen, und in dieser Zeit der Blutzucker in möglichst kurzen Abständen (z. B. stündlich) gemessen. Wenn es bei diesem Test wieder zu den Unterzuckerungen kommt, dann ist aller Wahrscheinlichkeit die Basalrate die Ursache dafür. Falls die Werte beim Auslassen des Frühstücks konstant bleiben und die Unterzuckerungen nur dann auftreten, wenn gefrühstückt wird, liegt es daran, dass der Mahlzeitenbolus für das Frühstück zu hoch gewählt ist. Vielleicht braucht dann deine Mutter (zum Beispiel aufgrund von Änderungen im Hormonhaushalt oder aufgrund von veränderter körperlicher Aktivität oder aufgrund von Gewichtsabnahme) nur noch eine Insulineinheit pro BE anstatt bisher 1,5. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich eine Kombination von beiden Ursachen: wenn der Zuckerspiegel beim Basalratentest zwar deutlich absinkt, aber es nicht zu Unterzuckerungen kommt, dann müssen vermutlich sowohl die Einheiten pro Broteinheit als auch die Einheiten der Basalrate für den entsprechenden Zeitraum nach unten korrigiert werden.
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Ein solcher Basalratentest kann und sollte immer mal wieder wiederholt werden, sobald die Werte auffällig werden. Welche Pumpe hat denn deine Mutter? Falls es sich bei dem Gerät um ein veraltetes Modell handelt, bei dem man die Basalrate nicht für verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich einstellen kann, sollte sie möglicherweise auf eine modernere Pumpe wechseln.

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Zum Einen handelt es sich bei Typ-1-Diabetes tatsächlich um eine bisher unheilbare Krankheit. Des weiteren ist es ohne Übertreibung so, dass ein unbehandelter Typ-1-Diabetes innerhalb weniger Monate mit einem qualvollen Tod endet. Diese beiden Tatsachen reichen mit Sicherheit schon dafür aus, um die Krankheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Viele Menschen kennen die Begriffe »Diabetes« oder »Zuckerkrankheit« aber auch noch aus früheren Zeiten, in denen die Behandlungsmöglichkeiten längst nicht so gut waren wie heutzutage, und wo sehr sehr viele Diabetiker trotz Behandlung an Folgeerkrankungen litten, die manchmal auch tödlich endeten. Unter der Voraussetzung, dass du mit deiner Krankheit gut umgehen kannst, kannst du heutzutage durchaus genauso alt werden wie jeder andere auch - aber das gilt auch wirklich NUR unter diesen Voraussetzungen. Wenn du bei der Behandlung zu sehr schluderst und die Krankheit auf die leichte Schulter nimmst, kannst du auch heutzutage als Spätfolge der Erkrankung zum Beispiel erblinden, Gliedmaßen verlieren oder an Nierenversagen sterben. Vielleicht erklärt das dir, warum die meisten Menschen Diabetes in die Gruppe der »schlimmen« Krankheiten einstufen, obwohl man heutzutage recht gut mit dieser Erkrankung leben kann...

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Wenn eine Behinderung durch den Diabetes festgestellt ist, erhält er bei der Einkommensteuererklärung einen Freibetrag. Dieser Freibetrag wird dann in Zukunft auch schon bei den Steuervorauszahlungen berücksichtigt, wenn der Freibetrag erst einmal beantragt wurde. Die zumutbare Eigenbelastung für die Zuzahlungen bei der Krankenkasse halbiert sich, wenn eine Bescheinigung über eine chronische Erkrankung zusammen mit der Kopie des Behindertenausweises bei der Krankenkasse eingereicht wird. Für diese Bescheinigung gibt es Formulare, die allerdings bei jeder Krankenkasse unterschiedlich aussieht - also vor dem Arztbesuch bei der zustandigen Krankenkasse das entsprechende Formular anfordern! Bei vielen kulurellen Veranstaltungen bekommt man eine Eintrittsermäßigung (oft auch z. B. bei einem Museumsbesuch oder beim Eintritt für einen Freizeitpark). Verschiedene Vereine ermäßigen auch den Beitrag für Inhaber eines Behindertenausweises (beim ADAC beispielsweise zahlt man nur den halben Jahresbeitrag). Allerdings hat der Ausweis nicht nur Vorteile. Falls dein Mann die Selbständigkeit irgendwann einmal aufgeben sollte und dann wieder als Arbeitnehmer eingestellt werden möchte, dann muss er zwar nicht von sich aus die Behinderung erwähnen - er darf abeer bei der Frage nach einem Behindertenausweis auch nicht lügen. Viele Arbeitgeber schreckt das ab. Wenn der Arbeitgeber über den Behindertenausweis informiert ist, hat der Arbeitnehmer nämlich zum Beispiel einen besonderen Kündigungsschutz und Anspruch auf eine Woche mehr Jahresurlaub als ein Nicht-Behinderter Kollege.

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Um auf die 54,00 € zu kommen, hat der Ladenbesitzer den ursprünglichen Preis mit 0,75 (oder mit drei vierteln oder mit 75% - das ist alles im Grunde das selbe) multipliziert. Das Zwischenergebnis wurde erneut mit 0,75 (oder mit drei vierteln...) multipliziert. Um eine Multiplikation wieder rückgängig zu machen, braucht es eine Division. Daher teilst du die 54,00 € zwei mal hintereinander durch 0,75 (oder drei viertel...) und erhältst den ursprünglichen Preis von 96,00 €.

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Hast du Typ-1- oder Typ-2-Diabetes? Musst du Insulin spritzen? Wenn du Typ-2-Diabetiker bist und Insulin spritzt, dann könntest du deinen behandelnden Arzt mal darauf ansprechen, an Stelle von Insulin ein neueres Medikament names »Victoza« zu spritzen. Victoza ist ein Medikament, das einmal täglich gespritzt werden muss, und das beim Abnehmen unterstützt. Insulin dagegen fördert Gewichtszunahme. Leider ist Victoza aber nur bei Typ-2-Diabetes wirksam - bei Typ-1-Diabetes, der in jedem Fall unbedingt mit Insulin behandelt werden muss, kann Victoza nicht helfen. Da hilft nur kalorienreduzierte Kost, viel Bewegung und jede Menge Disziplin...
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Den Begriff Victoza kannst du auch googeln - unter Anderem findest du dort auch die folgende Seite:
http://www.adipositas-portal.de/thread.php?threadid=24768 <= die hier ist sehr interessant
Auch bei gutefrage ist Victoza ein Thema - hier hab ich mir bisher noch nicht näher angesehen - daher weiß ich nicht genau, ob diese Seite hilfreich sein kann. (Der Link für die gutefrage-Seite erscheint ebenfalls beim Googeln nach »Victoza«)
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Also mein Tipp: Am besten erst mal Infos einholen und danch mit deinem Arzt besprechen, ob das für dich sinnvoll sein kann. Viel Glück!

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Du wirst eine Menge über Diabetes, deinen Körper, deine Ernährung und den gesamten Stoffwechsel und Energiehaushalt lernen müssen, und du wirst in Zukunft nicht mehr so gedankenlos einfach alles essen können wie bisher. Aber je mehr du über diese Dinge weißt, desto freier von irgendwelchen Zwängen kannst du leben und genauso alt werden wie jeder andere gesunde Mensch auch. Du wirst im täglichen Leben ein bisschen mehr rechnen müssen, weil du wissen musst, wieviel Insulin dein Körper für die Verwertung der von dir gegessenen Lebensmittel braucht, und du wirst deinen Blutzucker mehrmals täglich messen müssen und dir mehrmals täglich eine Insulinspritze setzen müssen. Zumindest in der Anfangszeit wirst du auch sehr viele Dinge, die du bisher gedankenlos einfach machen konntest, in ein Tagebuch aufschreiben müssen. Und möglicherweise müssen verschiedene Vorhaben ein bisschen mehr geplant werden als bisher. Aber irgendwann ist es soweit, dass nicht mehr der Diabetes dein Leben im Griff hat, sondern dass du deinen Diabetes im Griff hast. Also nimm deine Krankheit zwar unbedingt ernst (ohne Behandlung würdest du qualvoll sterben) - aber lass dich nicht von ihr unterkriegen!

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Welche Nüchtern-Blutzuckerwerte du persönlich anstreben solltest, findest du in keiner Tabelle oder so. Das ist von vielen Faktoren abhängig und sollte mit deinem Arzt abgesprochen werden. Ich kenne einige Fälle, die sich auf Werte im sogenannten »Normbereich« (der grundsätzlich eigentlich anzustreben ist) bezogen haben, und durch eine zu schnelle Absenkung in diesen Bereich unwiderruflich erblindet sind. Je nach dem, wie hoch deine durchschnittlichen Blutzuckerwerte vor der Einstellung auf Insulin gewesen sind, musst du vielleicht erst einmal höhere Werte akzeptieren und das Level allmählich in Richtung der normnahen Werte absenken. Auch dann, wenn bei dir eine erhöhte Gefahr von (unbemerkten) Unterzuckerungen gegeben ist, solltest du deine Werte nicht unbedingt zwangsläufig in allzu niedrige Bereiche absenken. Besprich mit dem Arzt, der dich und deine bisherige Behandlung kennt, welche Werte du anstreben sollst und in welchen Schritten du die Insulindosis anpassen kannst, um diese Werte zu erreichen - ansonsten spielst du auf gefährliche Art mit deiner Gesundheit!

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Da die Nahrungsmittelproduzenten schon seit einiger Zeit nicht mehr mit solchen Angaben werben dürfen, vermute ich, dass es eine solche Seite nicht gibt. Allerdings könnte eine solche Seite nur dann irgendwie hilfreich sein, wenn du eine Diabetiker-Schulung gemacht hast und weißt, worauf du überhaupt bei deiner Ernährung zu achten hast. Hast du aber eine solche Schulung gemacht, dann solltest du dich mit den Lebensmitteln gut genug auskennen, dass du eine solche Seite auch gar nicht mehr benötigst. Deshalb gehe ich davon aus, dass es eine solche Seite weder aktuell gibt, noch jemals gegeben hat oder irgendwann geben wird. Bemühe dich besser darum, an einer Diabetiker-Schulung teilzunehmen, oder nimm eine für Diabetiker ausgerichtete Ernährungsberatung deiner Krankenkasse wahr.
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Egal, was du zu dir nimmst - ob es Fertigprodukte sind oder ob du aus natürlichen Zutaten wie Kartoffeln, frischem Gemüse, Fleisch und Getreideprodukten deine Mahlzeiten selbst zubereitest: Du solltest darüber informiert sein, was in dem Lebensmittel zu welchem Anteil enthalten ist (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe usw.), und wie diese Komponenten durch ihr Zusammenwirken und ihre Verarbeitung auf deinen Stoffwechsel wirken. Wenn du das alles weißt, dann gibt es kaum noch Lebensmittel, die du wirklich vollständig vermeiden solltest, und du kannst in jedem Supermarkt nach Herzenslust alles das einkaufen, worauf du Lust hast...
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Und die BE sind sogenannte BrotEinheiten, die besagen, wie viele zu berechnende Kohlenhydrate ein Lebensmittel enthält.

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Hast du die Aufgabe gründlich durchgelesen? Steht da irgendwo etwas davon, dass eine bestimmte Anzahl von Abzügen in der Filmentwicklung enthalten sind? Ansonsten passen die Zahlen so nicht zusammen, denn da kämen negative Preise heraus. Vielleicht handelt es sich nur um eine Teilaufgabe a) oder b) oder so, und du musst noch Angaben berücksichtigen, die weiter oben oder unten in der Aufgabe stehen?
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Wenn die Aufgabe allerdings oben vollständig ist, dann könntest du Geld verdienen, indem du die Filme in einem anderen Geschäft möglichst preisgünstig entwickeln lässt und in diesem Laden Unmengen von Abzügen machen lässt - für jeden Abzug muss dir der Ladenbesitzer Bargeld geben!

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Ja - das kannst du. Alles, was du dann noch zahlen musst, ist ein Betrag von 23,88 € für das ganze Jahr. Melde dich bei deiner Krankenkasse und fordere dort ein Formular an, auf dem dir dein Hausarzt bescheinigt, dass du chronisch krank bist, und ein weiteres Formular für die Beantragung der zuzahlungsbefreiung. Mit dem ersten Formular gehst du zu deinem Hausarzt und lässt es ausfüllen. Mache eine Kopie von deiner letzten Gehaltsabrechnung. Fülle das zweite Formular aus (falls du die 23,88 € in diesem Jahr noch nicht erreicht hast, solltest du dort ankreuzen, dass du die fehlenden Beträge direkt an die Krankenkasse zahlst - ggf. gleich eine Einzugsermächtigung dafür erteilen) und schicke alles zusammen an deine Krankenkasse. Falls du in diesem Jahr schon eine Zuzahlung geleistet hast (Praxisgebühr zählt auch dazu), dann lege die entsprechenden Original-Quittungen dazu. Die Krankenkasse fordert dann die Zahlung von maximal 23,88 € und schickt dir einen Befreiungsausweis, mit dem du von der Zahlung der Praxisgebühr, Rezeptgebühr und der Zuzahlung bei stationärer Krankenhausbehandlung für den Rest des Jahres nichts mehr zu tun hast. Für das Jahr 2013 kannst du bei den meisten Krankenkassen einen solchen Antrag ab ca. Oktober 2012 schon stellen, falls du dann noch nicht oberhalb der Verdienstgrenze bist. Dann erhältst du den Ausweis schon vor dem Jahreswechsel und brauchst vom ersten Tag des Folgejahres keine Zuzahlungen zu leisten (abgesehen von dem einen Prozent - die sind jedes Jahr fällig). Wenn du noch Quittungen über solche Zuzahlungen aus dem Jahr 2011 hast, kannst du auch nachträglich versuchen, für 2011 eine Rückerstattung der Beträge, die deine Eigenbelastung übersteigen, zu beantragen.
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Bei einigen Krankenkassen kannst du die Formulare auch online beantragen und teilweise auch am Bildschirm ausfüllen und drucken - ob das bei der R+V bkk geht, weiß ich leider nicht.

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Man bekommt sehr wohl einen Insulinpen auf Rezept - in den meisten Arztpraxen kann man sich auch einfach einen aushändigen lassen. Da ich einen ganz bestimmten Pen haben wollte, hab ich mir meinen letzten Pen einfach beim Hausarzt aufschreiben lassen. Früher war ich öfters bei Diabetes-Messen - da haben alle möglichen Hersteller von Diabetes-Artikeln ihre Messestände. Manchmal bin ich von solchen Messen mit vier oder fünf Pens verschiedener Hersteller nach Hause gegangen - die hab ich einfach so geschenkt bekommen. Zu Hause konnte ich dann ausprobieren, welcher Pen mir am besten gefällt, und anschließend hab ich mir die dazu passenden Ampullen vom Hausarzt aufschreiben lassen. Ob das heutzutage auch noch so einfach geht, weiß ich leider nicht. Mittlerweile sind die meisten Insulinampullen genormt und passen auch in die Pens eines anderen Herstellers - daher können sich die Firmen nicht mehr darauf verlassen, dass ein Diabetiker, der den Pen eines Herstellers benutzt, auch das Insulin des selben Herstellers verwendet. Früher passte in den Pen der Firma Novo Nordisk auch nur das Insulin dieser Firma - alle anderen Ampullen hatten eine andere Form oder Größe. Da haben die die Pens verschenkt, weil sie das Geld anschließend mit dem zu verwendenden Insulin verdienen konnten. Mit den Messgeräten funktioniert das oft auch so - denn bei den Messgeräten ist man immer noch auf eine bestimmte Teststreifenmarke angewiesen, ohne die das Gerät nicht funktioniert.

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Wahrscheinlich handelt es sich bei deiner Erkrankung um einen Typ-1-Diabetes in der sogenannten »Honeymoon-Phase«. Grundsätzlich ist Typ-1-Diabetes von Beginn an insulinpflichtig - ausgenommen von dieser kurzen Phase kurz nach der Entdeckung der Erkrankung. Du wirst daher vermutlich in einigen Wochen beginnen müssen, Insulin zu spritzen. Aber vor dem Spritzen solltest du keine Angst haben - mit Hilfe des Insulins kannst du deinen ganzen Tagesablauf und deine Mahlzeiten und alles sehr viel freier gestalten als das ohne Insulinspritzen möglich wäre. Ein Hoch auf Banting und Best, die das Insulin isolieren konnten und damit für den Menschen nutzbar machten!

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Kann es sein, dass du für deine Einnahmen und Ausgaben, die du in der Steuererklärung eingetragen hast, noch keine Belege ans Finanzamt geschickt hast? Über ElStEr kommt nämlich allein das ausgefüllte Formular beim Finanzamt an, und wenn du zum Beispiel Versicherungsbeiträge oder Krankheitskosten oder auch die Kosten einer Monatsfahrkarte zu deinem Arbeitsplatz geltend machen willst, dann musst du nach dem Absenden der ElStEr-Daten auch noch diese Belege (per Post oder auch persönlich) beim Finanzamt abgeben. Normalerweise dürfte in dem folgenden Satz des Briefes auch drinstehen, welche Unterlagen die genau meinen - wenn nicht, dann solltest du dein Finanzamt anrufen (die Durchwahl deines Sachbearbeiters steht normalerweise im Briefkopf rechts). Vielleicht ist dieses Schreiben auch einfach versehentlich an dich geschickt worden, weil der Computer das ausgedruckt hat und niemand hat es vor dem Versenden kontrolliert...

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Die einzige Möglichkeit, Typ-1-Diabetes zu heilen, ist tatsächlich die Implantation eines Spenderorgans. Diese Operation wird wegen der sehr hohen Risiken allerdings nur dann in Betracht gezogen, wenn ohnehin ein anderes Spenderorgan benötigt wird. Beispielsweise wenn ein Diabetiker eine Spenderniere benötigt: das kommt relativ häufig vor, weil die Niere sehr stark unter hohen und stark schwankenden Zuckerwerten leidet. Solange die anderen Organe des Körpers einwandfrei funktionieren, wäre eine Bauchspeicheldrüsentransplantation totaler Unfug - denn um vom Körper nicht abgestoßen zu werden sind sehr starke Medikamente erforderlich, die das Immunsystem des Körpers unterdrücken. Diese Medikamente sorgen allerdings zusätzlich auch noch dafür, dass der Körper viel anfälliger für alle Arten von Infektionskrankheiten ist und dann möglicherweise an einer Erkältung stirbt, die er unter normalen Umständen ganz einfach weggesteckt hätte. Auch die anderen Nebenwirkungen dieser Medikamente sind nicht zu unterschätzen. Und, weil Typ-1-Diabetes eine Autoimmunkrankheit ist, bei der das Immunsystem des Körpers sogar die EIGENEN Inselzellen bereits für Eindringlinge gehalten und zerstört hat, müssen diese Immunsuppressiva bei Typ-1-Diabetikern besonders hoch dosiert werden. Aus all diesen Gründen wird im Allgemeinen diese Möglichkeit der Heilung von Typ-1-Diabetes überhaupt nicht erwähnt. Solange dein Freund mit der verhältnismäßig einfachen und ungefährlichen Insulintherapie halbwegs klar kommt und keine weiteren Organschäden vorliegen, ist an eine Heilung durch Transplantation nicht zu denken. Und wenn dein Freund sehr diszipliniert ist und mit der Insulintherapie seinen Zuckerspiegel im optimalen Bereich hält, dann kann er genauso alt werden wie jeder Nicht-Diabetiker auch. Und auch kurzfristige »Ausreißer« bei den Blutwerten haben noch keinen wirklich messbaren Einfluss auf die Lebenserwartung - erst dann, wenn er mehr oder weniger regelmäßig schlechte Werte hat, dann muss er damit rechnen, etwas früher sterben zu müssen. Ein Hoch auf die Forscher Frederick Grant Banting und Charles Best, die das Insulin im Jahr 1921 zum ersten Mal so isolieren konnten, dass es für die Behandling des Diabetes zur Verfügung stehen konnte.

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Ein einzelner Blutzuckerwert alleine hat nicht allzuviel Aussagekraft - einen Diabetes ausschließen kannst du höchstens dann, wenn du einige Male gemessen hast und sowohl die Werte vor als auch nach einer Mahlzeit relativ konstant und im normalen Bereich sind. Aber auch, wenn es kein Diabetes sein sollte, ist es bei deinen Symptomen sehr wichtig, dass du das bei deinem Hausarzt einmal gründlich untersuchen lässt - so viel Durst ist einfach nicht normal!

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Das liegt an den Antikörpern im Blut. Diese Antikörper zerstören Teile des Blutes: Anti-A-Antikörper zerstören das Blut der Blutgruppe A, Anti-B-Antikörper zerstören das Blut von der Blutgruppe B. Wichtig ist bei der Blutspende vor Allem, welche Antikörper im Blut des Empfängers vorhanden sind (weil das Empfängerblut auch bei relativ starkem Blutverlust immer noch den höheren Anteil an der gesamten Blutmenge hat als das Spenderblut). Wer Blutgruppe AB hat, der hat in seinem Blut weder Anti-A- noch Anti-B-Antikörper, weil er sonst sein eigenes Blut komplett zerstören würde - das würde er nicht überleben. Daher kann ein Mensch mit Blutgruppe AB kein gespendetes Blut durch Antikörper angreifen - gleich, welche Blutgruppe das gespendete Blut hat. Deshalb ist ein Mensch mit Blutgruppe AB ein Universalempfänger.
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Wer Blutgruppe A hat, der hat Anti-B-Antikörper, aber keine Anti-A-Antikörper. Daher wird gespendetes Blut der Blutgruppen B oder AB von den Antikörpern angegriffen, Blut der Gruppe A oder 0 dagegen nicht. Bei Blutgruppe B verhält sich das genau umgekehrt (gespendetes Blut der Blutgruppen A oder AB wird von den Antikörpern angegriffen, Blut der Gruppe B oder 0 nicht).
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Menschen mit der Blutgruppe 0 haben sowohl Anti-A- als auch Anti-B-Antikörper und zerstören deshalb gespendetes Blut aller Blutgruppen - außer der Blutgruppe 0. Gegen die Blutgruppe 0 wirkt allerdings keiner der Antikörper - daher bezeichnet man Menschen mit der Blutgruppe 0 als Universalspender.
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Zu beachten ist darüber hinaus natürlich auch noch der Rhesus-Faktor - aber danach hast du zum Einen nicht gefragt, und zum Anderen hat sich auch cari711 schon dahingehend ausgelassen...

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Geh zum Arzt und lass dich untersuchen - dazu brauchst du nicht das Einverständnis deiner Eltern. Allerdings muss der Arzt, falls er tatsächlich Diabetes bei dir feststellt, deine Eltern darüber informieren (je nach dem, wie alt du bist, ist er dazu verpflichtet). Aber du solltest nicht mehr länger damit warten: Typ-1-Diabetes ist eine TÖDLICHE Erkrankung, wenn er nicht behandelt wird!!! Geh SOFORT zum Arzt!!!

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Zum Einen ist bei Käse und Butter der Kohlenhydratanteil im Verhältnis zum Kohlenhydratanteil in Trinkmilch viel niedriger, und zum Anderen ist bei Butter und Käse die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass du davon gleich ein halbes Pfund auf ein Mal zu dir nimmst. Aber ein viertel Liter Milch ist schnell mal in dich rein geschüttet, oder? Daher musst du Milch abdecken, Butter und Käse aber nicht.
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Bei den meisten Grillsoßen sind erstaunlich viele Kohlenhydrate drin - und meistens sind diese Kohlenhydrate auch noch von der ziemlich schnellen Art (meist Haushalts- oder Traubenzucker). Deshalb solltest du darauf achten, wie hoch der Zuckergehalt dieser Soßen ist, und sobald du eine Menge davon zu dir nimmst, die einem Esslöffel oder mehr entspricht, musst du das mit Insulin abdecken.
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Du solltest sicher am besten bald an einer Diabetes-Schulung teilnehmen - da kannst du solche Dinge lernen.

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Diabetes wird in zwei Hauptgruppen eingeteilt - man nennt sie Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Hierbei handelt es sich allerdings eigentlich mehr um zwei ziemlich unterschiedliche Krankheiten als nur um zwei Arten der selben Erkrankung.
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Ein Typ-EINS-Diabetes entwickelt sich meistens in ziemlich jungen Lebensjahren und ist vom ursprünglichen Körpergewicht absolut unabhängig. Sowohl schlanke als auch übergewichtige Menschen erkranken gleich häufig daran, und typischerweise gehört zu den ersten Anzeichen dieser Erkrankung sowohl übermäßiger Durst, allgemeines Schwächegefühl als auch eine rasche GewichtsABNAHME.
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Der Typ-ZWEI-Diabetes entsteht überwiegend erst im erwachsenen Lebensalter, und dann meistens bei übergewichtigen Menschen. In vielen Fällen verschwinden bei dieser Art der Erkrankung die Anzeichen wieder, sobald das Gewicht reduziert wird und auf eine gesunde Lebensweise umgestellt worden ist. Sobald mit Insulin behandelt wird, kann eine GewichtsZUNAHME bei beiden Diabetes-Typen auftreten. Diese Gewichtszunahme erfolgt allerdings nicht aufgrund der Erkrankung, sondern aufgrund der Behandlung mit Insulin.
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Der Grund für die Gewichtszunahme in diesen Fällen ist, dass das Hormon Insulin nicht allein dafür zuständig ist, dass der im Blut zirkulierende Zucker in die Zellen aufgenommen und dort verarbeitet werden kann, sondern zudem auch dafür, dass der Zucker in Fett umgewandelt und in den Fettzellen des Körpers eingelagert werden kann. Darüber hinaus verursacht Insulin Hungergefühle - je höher der Insulinspiegel im Blut ist, desto stärker ist auch das Hungergefühl. Wer diesem vermehrten Hungergefühl dann nachgibt, der nimmt natürlich dadurch meist mehr Kalorien auf als der Körper verbrennt - und da ja ausreichend Insulin zur Verfügung steht, werden diese Zusatzkalorien in Form von Fett im Körper eingelagert.

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In der Apotheke kann man sozusagen eine »Momentaufnahme« deines Blutzuckers machen - und es gibt Werte, die eindeutig auf eine diabetische Erkrankung hinweisen. Falls du aber einen begründeten Verdacht hast, sollte dich ein »normaler« Wert bei dieser Momentaufnahme nicht unbedingt glauben lassen, dass du keinen Diabetes haben kannst. Der Wert kann durchaus wenige Stunden später ganz dramatisch anders aussehen. Einen richtigen Diabetes-Test macht der Hausarzt - sofern es denn einen begründeten Verdacht gibt. Nach diesem Test weißt du dann allerdings mit Sicherheit, ob du Diabetiker bist oder nicht.

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Diabetes ist eine Krankheit, mit der man heute recht gut leben kann. Wenn man gut über alles informiert ist und seinen eigenen Stoffwechsel sehr gut kennt, dann kann man trotz Diabetes so ziemlich alles tun und essen, was auch gesunde Menschen tun und essen. Aber NICHTS von alledem kann man gedankenlos tun - ganz gleich, ob man etwas zu essen auswählt, ob man einen Spaziergang machen möchte oder den ganzen Tag im Bett verbringen, oder ob man etwas alkoholisches trinken möchte: Alle diese Dinge haben einen Einfluss auf den Diabetes, und wenn man nicht weiß, wie der eigene Körper auf diese Dinge reagiert, kann man schnell in gefährliche (sogar lebensbedrohliche) Situationen kommen. Ein ausgedehnter Spaziergang kann zum Beispiel im Extremfall (je nach Art, Umfang und zeitlichem Abstand zur letzten Mahlzeit und Ausgangs-Blutzuckerwert) eine Unterzuckerung hervorrufen - auf die muss man vorbereitet sein und beispielsweise Traubenzucker-Täfelchen oder auch eine Banane oder einen Apfel für diesen Fall bei sich haben. Alkohol bringt den Zuckerspiegel extrem durcheinander - deshalb ist ein richtiger Alkoholrausch für einen Diabetiker immer besonders gefährlich, vor allem dann, wenn der Diabetiker nach der Party niemanden bei sich hat, der die Anzeichen einer Unterzuckerung erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Ein gesunder Mensch kann auch einfach mal ganz spontan ohne drüber nachzudenken der Lust auf ein Stück Torte oder Schokolade nachgeben, ohne dass das gleich gefährlich wird - ein Diabetiker muss erst genau wissen, wie hoch der Blutzuckerspiegel vorher ist, ob man davon ausgehen kann, dass der Blutzuckerwert ohne die Süßigkeiten stabil wäre, wie die Nährstoffzusammensetzung der Torte oder der Schokolade ist, und wieviel Insulin er voraussichtlich benötigt, um den Blutzuckerspiegel weiter konstant zu halten. Erst dann kann der Diabetiker guten Gewissens zugreifen - oder gegebenenfalls auch mal sagen müssen »gerade jetzt kann ich mir die Süßigkeiten nicht erlauben«.
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Versteh mich nicht falsch: im Leben eines Diabetikers dreht sich nicht etwa alles um die Erkrankung - aber man darf die Erkrankung niemals ganz ignorieren, und täglich kommen unzählige Kleinigkeiten zusammen, die einen Diabetiker an die Erkrankung erinnern und zu vernünftigen Entscheidungen herausfordern. Wer eine intensive Freundschaft oder eine Partnerschaft mit einem Diabetiker eingehen möchte, der muss über diese Tatsachen Bescheid wissen. Wenn deine Freundin beispielsweise während eines Chats eine Unterzuckerung bei sich bemerkt, dann kann es sein, dass sie den Chat erst einmal unterbrechen muss, bis sie den Zuckerspiegel wieder in Ordnung gebracht hat. Wenn du dann überhaupt nicht weißt, warum das so ist, dann verstehst du die Unterbrechung möglicherweise falsch und denkst, das Mädel nimmt dich nicht wichtig genug. Wenn du informiert bist, dann weißt du, dass das Gegenteil der Fall ist: deine Freundin möchte sich auf den Chat mit dir konzentrieren können, und sie will verstehen können, was du ihr mitteilst - während einer Unterzuckerung wird das nicht funktionieren.
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Wenn du also ernsthaft Interesse an diesem Mädel hast, dann sprich mit ihr auch über die Krankheit - ihr Diabetes ist ihr ständiger Begleiter, und ohne diesen Begleiter wirst du sie niemals kennenlernen...

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Um die Frage einer Verpflichtung zu klären, müsste man die zugrundeliegenden Verträge (Arbeitsvertrag und ggf. Tarifvertrag) überprüfen. Grundsätzlich ist kein Arbeitgeber zur Zahlung von irgendwelchen Zuschlägen verpflichtet - es sei denn, er gehört einem Arbeitgeberverband an, der so eine Verpflichtung in seinen Tarifverträgen stehen hat, oder er hat eine entsprechende Verpflichtungserklärung in den jeweiligen Einzel-Arbeitsvertrag aufgenommen. Bei den sogenannten »gesetzlichen« Lohn-Zuschlägen handelt es sich lediglich um die Höchstbeträge, die steuerfrei ausbezahlt werden können - nicht um Beträge, die einem Arbeitnehmer gesetzlich zustehen.
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Du musst dich also im Zweifel in deinen Arbeitsvertrag und den Tarifvertrag einlesen, um deine Frage zu klären...

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Wenn du die 150,00 € auf ein Sparkassenkonto überweist, wird dich das nur Geld kosten - die Sparkassen gehören leider zu den teuersten Kreditinstituten. Bleib lieber bei deiner Hausbank und eröffne dort ein Tagesgeldkonto zu diesem Zweck. Tagesgeldkonten sind gebührenfrei und bringen Zinsen (wenn auch leider keine allzu hohen Zinssätze zu erwarten sind). Trotzdem kannst du im Notfall jederzeit über das gesparte Geld verfügen. Mach am besten einen Termin bei deiner Hausbank aus und lass dich dort beraten.

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Nach längerer Diabetesdauer kommt es oft zu Erektionsstörungen bei Diabetikern - besonders dann, wenn der Diabetes über viele Jahre schlecht eingestellt war. Zwischen Penisgröße und Diabetes gibt es aber keinerlei Zusammenhang.

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Den Langzeitinsulinen (auch »Verzögerungsinsuline«) ist ein Zusatzstoff beigemischt, der dafür sorgt, dass die Wirkung nicht sofort einsetzt und dafür länger anhält.  Es wird meistens abends gespritzt, um den Blutzuckerspiegel über die Nacht konstant zu halten. Es soll den mahlzeitenunabhängigen Grundbedarf abdecken. Je nach dem, wie das individuelle Insulinbedarfs-Profil des Diabetikers aussieht, werden Verzögerungsinsuline mit unterschiedlicher Wirkdauer verwendet (meines Wissens zwischen 8 und maximal 48 Stunden - ohne Gewähr).

Kurzzeitinsulin wird benutzt, um den Kohlenhydratgehalt von Mahlzeiten abzudecken, und um einen erhöhten Blutzuckerwert möglichst schnell zu senken. Kurzzeitinsulin gibt es als sogenanntes »Alt-Insulin« (=»Normal-Insulin«) mit einer eher mittelschnellen Wirkung, oder auch als sogenanntes »Analog-Insulin« mit dem derzeit schnellsten Wirkungseintritt und der kürzesten Wirkdauer. Diese Analog-Insuline sind allerdings teurer als die Normalinsuline und werden daher nur in besonderen Fällen von der Krankenkasse bezahlt - und bei Senioren ist das die absolute Ausnahme.

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Das sagen nur DIE Eltern ihren Kindern, die es entweder nicht besser wissen, oder die einfach den Zuckerkonsum ihrer Kinder einschränken wollen. Einen Einfluss auf die Wirkung hat der Zucker nämlich nicht - ausgenommen bei Abnehm-Tees, die die Kinder besser überhaupt nicht trinken sollten...

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Der Zucker aus dem Wein wird zunächst den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen - um wie viel er ansteigt hängt davon ab, ob der Wein eher ein lieblicher oder ein trockener ist. Nach dem Anstieg ist jedoch die Leber mit dem Abbau des Alkohols für eine Weile so sehr beschäftigt, dass sie andere Funktionen so lange vernachlässigt. Eine besonders in der Nacht wichtige Funktionen der Leber ist es, den Körper bis zum nächsten Morgen mit Glucose zu versorgen. Da man während des Schlafes normalerweise keine Nahrung zu sich nimmt, der Körper aber dennoch (z. B. durch Herzschlag und Atmung) Zucker verbraucht, gibt die Leber während der Nacht normalerweise immer ein wenig von dem in ihr gespeicherten Zucker ins Blut ab, damit der Zuckerspiegel möglichst konstant bleibt. Der Alkoholabbau hindert die Leber daran, und daher kann man nachts nach Alkoholgenuss in eine schwere Unterzuckerung geraten, die vielleicht wegen des tieferen Schlafs nach Alkohol erst sehr spät oder auch überhaupt nicht bemerkt wird. Daher müssen Diabetiker mit Alkohol ganz besonders vorsichtig sein und sollten vor dem Schlafengehen lieber einen etwas höheren Wert akzeptieren als eine schwere Unterzuckerung zu riskieren. Wenn der Zuckerspiegel am nächsten Morgen immer noch erhöht ist, kann man dann immer noch Gegenmaßnahmen ergreifen...

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Bei den Anzeichen, die du schilderst, ist ein Arzttermin auf keinen Fall verkehrt. Die Symptome passen zu Diabetes Typ 1 - aber auch eine ganze Reihe anderer Ursachen sind möglich. Der Arzt kann einige Untersuchungen machen und die wirkliche Ursache feststellen. Falls es sich wirklich um Diabetes handelt, solltest du auf keinen Fall zu lange mit dem Arztbesuch warten: ein unbehandelter Typ-1-Diabetes ist normalerweise tödlich!

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Meiner Meinung nach hat deine Frage recht wenig mit dem Begriff »Ehealltag« zu tun - vielmehr gibt es einfach Menschen mit sehr unterschiedlichen Charakteren. Unter anderem gibt es halt auch solche Charaktere, wie du sie in deiner Frage beschreibst - und es gibt demgegenüber eine Sorte Menschen, die mit diesem Charakter bzw. mit seinen Verhaltensweisen auf unterschiedliche Art und mit unterschiedlichen Strategien zurechtkommen, und die andere Sorte Menschen, die mit diesen Verhaltensweisen gar nicht zurechtkommen bzw. keine geeignete Strategie dafür finden. Der Partner, der unter diesem verhalten leidet, sollte zunächst nach Strategien suchen, um damit umzugehen - wenn die Suche über längere Zeit erfolglos bleibt, dann sollte man irgendwann darüber nachdenken, ob auf dieser Basis die Beziehung überhaupt noch eine Chance hat...

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Glucagon regt die Leber an, ihre gespeicherten Zuckerreserven an den Blutkreislauf abzugeben. So kann bei einer Unterzuckerung der Blutzucker wieder ein kleines bisschen steigen, falls der Diabetiker nicht mehr in der Lage ist, Kohlenhydrate über Nahrung oder Getränke aufzunehmen. Da das Glucagon im Gegensatz zu einer Glucoselösung nur subkutan (=»unter die Haut«) gespritzt werden muss, kann das auch von Menschen ohne jede medizinische Vorbildung gefahrlos ausgeführt werden.

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Die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse haben unterschiedliche Namen. Unter Anderem nennt man diese Zellen »Inselzellen«, »Langerhans'sche Inseln«, »Beta-Zellen« oder auch »B-Zellen«. Warum die Bezeichnung dieser Zellen nicht einheitlich ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

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Mit so wenig Infos, wie in deiner Frage stehen, kann ich dazu nur sagen: weil das Verhältnis von Insulin und Kohlenhydrataufnahme nicht richtig aufeinander abgestimmt ist.
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Um dir wirklich weiterhelfen zu können, müsste man sehr viel mehr wissen. Einen Einfluss auf dieses Problem können unter anderem die folgenden Faktoren haben:
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Bist du Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker?
Bist du eher übergewichtig oder eher schlank?
Um welche Uhrzeit nimmst du diese Kohlenhydrate zu dir?
Bist du sicher, dass du beim Berechnen der Insulindosis den für diese Uhrzeit richtigen Faktor angewendet hast?
Handelt es sich bei der kohlenhydratreichen Mahlzeit um eine Mahlzeit, in der fast nur kohlenhydrate enthalten sind, oder nimmst du diese Kohlenhydrate zusammen mit fett- und eiweißhaltigen Nahrungsmitteln ein?
Besteht diese Mahlzeit aus einem großen Teil schneller Kohlenhydrate wie Haushaltszucker oder Traubenzucker, oder sind das eher ein wenig langsamere Kohlenhydrate wie Brot, Reis, Kartoffeln?
Bei welchem Ausgangs-Blutzuckerwert nimmst du diese Kohlenhydrate zu dir - ist der Wert vor der Mahlzeit vielleicht schon nicht optimal?
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Ich glaube, die wichtigsten Faktoren habe ich aufgezählt - aber ich übernehme keine Gewähr für Vollständigkeit. Beobachte deine Blutzuckerentwicklung nach einer solchen Abendmahlzeit erst einmal unter Einbeziehung der oben genannten Gesichtspunkte - vielleicht werden die Zusammenhänge dir danach schon ganz von Alleine klar. Wenn nicht, dann solltest du mit den so gewonnenen Daten einmal zu deinem Diabetologen gehen - vielleicht kann der dir sagen, was genau da falsch läuft und wie du das zukünftig vermeiden kannst...

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Es gab Zeiten, da wurde ein Otto-Normal-Diabetiker mit einer festen Insulinmischung aus lang- und kurzwirkendem Insulin eingestellt. Auf diese Weise kam man mit nur zwei Insulinspritzen am Tag aus. Dafür musste man aber unter dieser Therapie zu bestimmten Zeiten bestimmte Mengen an Kohlenhydraten zu sich nehmen. Wurde ein derart eingestellter Diabetiker eingesperrt, bevor er die erforderliche Menge essen konnte, so bekam er eine Unterzuckerung, an der er möglicherweise auch sterben konnte. Allerdings ist der Tod durch eine solche Unterzuckerung nicht wirklich wahrscheinlich - denn der Körper hat dem Insulin in einer solchen Stresssituation noch einiges entgegenzusetzen: zum einen setzt der Körper schnellstmöglich alle in der Leber gespeicherten Zuckerreserven frei, sobald der Zuckerspiegel unter einen bestimmten Grenzbereich abfällt. Aber durch den Stress werden Unmengen von Stresshormonen im Körper freigesetzt. Diese Stresshormone schwächen unter anderem auch die Wirkung des Insulins ziemlich stark ab - dadurch wird es vermutlich in einer solchen Verbrechens-Situation überhaupt nicht zu einem dramatischen Abfall der Zuckerwerte kommen.
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Heutzutage werden aber keine Menschen mehr auf diese Insulinmischungen eingestellt - aber das Märchen mit dem möglichen Mord ohne Spuren hält sich hartnäckig...

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So viel wie möglich trinken - am besten Wasser oder Tee. Wenn dein Körper viel Flüssigkeit zur Verfügung hat, dann ist der Schleim in den Bronchien nicht so zäh und kann leichter abgehustet werden. Und zwei- bis dreimal täglich ein Dampfbad mit Salzwasser - das wirkt besser als der teuerste Hustensaft. Dafür löst du in einer Schüssel ein bis zwei Teelöffel Salz in kochendem Wasser auf, beugst dich über die Schüssel (am besten mit einem großen Handtuch über Kopf und Schüssel, damit es darunter wie in einer Sauna wird), und atmest einige Minuten lang den Wasserdampf tief ein (und natürlich auch wieder aus). das löst den Husten, und danach sind die Atemwege normalerweise erst mal wieder ziemlich frei.

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Ein Blutzuckerwert von 71 mg% ist, isoliert betrachtet, eigentlich ein Superwert - allerdings für einen Wert ca. 2 Stunden nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit (sogenannte »postprandiale« Werte) ein ziemlich niedriger Wert. Auch bei gesunden Menschen schwankt der Blutzuckerwert in einem gewissen bereich (dem sogenannten »Normbereich«) und erreicht nach kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten auch schon mal 140 mg%. Allerdings ist ein niedriger Wert nach einer Mahlzeit noch kein Beweis dafür, dass kein Diabetes vorliegt - möglicherweise hat deine Partnerin einfach den Kohlenhydratgehalt der Mahlzeit falsch eingeschätzt, und es waren nicht so viele Kohlenhydrate enthalten, wie sie angenommen hat. Ich selbst habe seit mehr als 30 Jahren Diabetes (Typ 1), und auch bei mir kommen gelegentlich ähnliche postprandiale Werte vor. Und durch die enorme Hormon- und Stoffwechselumstellung, die eine Schwangerschaft mit sich bringt, sind auch immer wieder unerwartete Werte und Schwankungen im Blutzuckerspiegel an der Tagesordnung - deshalb müssen schwangere Diabetikerinnen ihren Blutzuckerspiegel besonders engmaschig überprüfen, damit man größere Schwankungen vermeiden kann. Zu große Schwankungen oder extrem hohe oder niedrige Werte können die Entwicklung des Kindes schwerwiegend beeinträchtigen!
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Aber die von dir beschriebenen Werte sind auf keinen Fall ein Grund zur Sorge - wenn der Blutzucker während der gesamten Schwangerschaft in diesem Bereich bleibt, dann steht der Zukunft des Kindes nichts im Wege!

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Für diesen Monat kannst du nur auf viel Verständnis von deinem Vermieter hoffen und ihm anbieten, den Betrag (eventuell in angemessenen Raten) nachzuzahlen. Damit das zukünftig nicht noch einmal passiert, kannst du bei der ARGE veranlassen, dass demnächst der auf die Miete entfallende Betrag direkt auf das Konto deines Vermieters überwiesen wird - dann kannst du an dieses Geld gar nicht mehr dran und kommst nicht mehr in eine solche Situation.

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Mach dir keine Sorgen!!! Im Zweifel hast du ganz genau richtig gehandelt!!!
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Wenn ein Diabetiker sich aufgrund seines Diabetes unwohl fühlt und man keine Möglichkeit hat, den Zuckerspiegel zu messen, ist die Zufuhr von Zucker das allerbeste Mittel. Wenn es tatsächlich eine Unterzuckerung war, dann hast du mit dieser Maßnahme deine Mutter vor einer schweren (und richtig gefährlichen) Unterzuckerung bewahrt. Sie hätte ansonsten das Bewusstsein verlieren können und in einen eventuell lebensgefährlichen Zustand kommen können. Falls sie sich nicht wohl gefühlt hat, weil der Zucker nicht zu niedrig, sondern stattdessen zu hoch gewesen ist, hast du den Zuckerspiegel deiner Mutter zwar durch die Cola ein noch ein wenig mehr erhöht - aber wenn der Zuckerspiegel bereits so hoch ist, dass man sich nicht mehr wohl fühlt, dann ist im Allgemeinen die durch ein Glas Cola zu erwartende Blutzuckersteigerung von 60 mg% nicht wiklich dramatisch. Eine Unterzuckerung führt unter Umständen sehr schnell zu Bewusstseinsverlust - ein Bewusstseinsverlust durch zu hohe Zuckerspiegel tritt normalerweise erst dann auf, wenn der Zuckerspiegel über mehrere Tage extrem hoch ist. Daher im Zweifel immer was süßes geben - niemals auf Verdacht hin zusätzliche Tabletten oder zusätzliches Insulin geben!
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Ein Blutzuckermessgerät und die dazugehörenden Teststreifen kann man ohne Rezept in jeder Apotheke kaufen - von Zeit zu Zeit gibt es so was sogar auch bei Aldi oder Netto und ähnlichen Geschäften - allerdings passt zu jedem Messgerät immer nur EINE ganz spezielle Sorte von Teststreifen - und da kann es bei den Geräten aus dem Discounter mit dem Nachschub schon mal recht schwierig werden. Wenn ihr ein Gerät aus der Apotheke nehmt, bekommt ihr auch die Teststreifen in jeder Apotheke. Man bekommt aber auch ein solches Gerät auf Rezept - und bei Tablettentherapie soweit ich weiß auch mindestens 50 Teststreifen pro Quartal. Bei einer Insulintherapie mit mehrmals täglichen Insulingaben bekommt man sogar bis zu 450 Teststreifen pro Quartal, weil man dann täglich 4 - 5mal messen muss. Ihr solltet also mal beim Arzt anrufen, ob er euch für ein Gerät ein Rezept ausstellt. Auf jeden Fall sollte deine Mutter schnellstmöglich eine Diabetes-Schulung machen - da lernt sie, wie die Anzeichen von zu hohen und zu niedrigen Werten sind, wie genau die Werte sein sollten, und was sie tun muss, wenn der Wert zu hoch oder zu niedrig ist, und vieles mehr. Mit Diabetes kann man heutzutage recht gut leben - wenn man die Krankheit kennt und gelernt hat, damit umzugehen.
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Was du kurzfristig zum Zuckersenken tun kannst, hängt davon ab, wie der Diabetes behandelt wird. Wenn ein schnellwirkendes Insulin zur Verfügung steht, ist die schnelle Blutzuckersenkung verhältnismäßig einfach. Wenn nicht, dann wird es schwieriger. Aber in einer Diabetikerschulung wird so etwas erklärt - und so lange, bis deine Mutter das alles in einer solchen Schulung gelernt hat, solltet ihr keinerlei Experimente machen. Wenn deine Mutter das Gefühl hat, der Zucker könnte zu niedrig sein, auf jeden Fall ein wenig Zucker zu sich nehmen. Ich selber habe für diese Fälle immer ein paar von diesen Mini-Portionen Gummibärchen (oder diese Gummi-Colafläschchen u. Ä.) bei mir: so ein kleines Beutelchen reicht für eine Unterzuckerung meistens aus, erhöht aber im Zweifel einen eventuell schon zu hohen Blutzucker nicht so stark, dass das gefährlich werden könnte.
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Für jemanden, der sich noch nicht wirklich mit Diabetes auskennt, hast du absolut vorbildlich gehandelt! Hut ab!!!

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