Warum werden Männer, wenn sie andere Kleidung tragen, sofort als Crossdresser oder schwul bezeichnet und Frauen nicht?

Seit wann ist Crossdresser ein Schimpfwort?

Nicht direkt ein Schimpfwort aber eine abwertung. Ich habe noch nie eine Frau im Anzug oder Männerkleidung als Crossdresserin gehört oder gelesen.

Wie kommst du zu der Annahme - wer wertet wo wann und wie ab ? Ist das nur ein Gefühl deinerseits oder gibt es konkrete Vorkommnisse ?

Weil ich es überall lese und selber erlebt habe. Nur weil ich gerne paar Frauensachen trage bin ich nicht gleich ein fetischist und crossdresser.

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

ich würde es zwar nicht als "beschimpft" bezeichnen, aber im Grunde genommen gebe ich Dir völlig Recht. Vielleicht liegt es daran, das Frauen ja keine zB Männerhosen tragen, sondern hat die Damen Mode Branche schnell erkannt, das Damen gerne Hosen tragen wollten, und entsprechde Damenhosen geschneidert und auf den Markt gebracht, was ja von der Damenwelt auch extrem gut angenommen wurde. Im Gegensatz dazu gibt es ja keine Herrenröcke (außer dem Kilt in Schottland), vielleicht liegt es auch daran, das es zu wenige Männer gibt, die einen Rock tragen würden, warum auch immer das so ist, ich finde es sehr schade, das heutzutage überhaupt noch Unterschiede zwischen Damen und Herren Kleidung gemacht wird. Meine Idealvorstellung wäre es, wenn jeder die Kleidung tragen könnte, die er mag und in der er sich wohlfühlt, egal ob Frau in einer Hose, oder Mann im Rock/Kleid.

Ich habe es vielleicht einbischen zu grob geschrieben. Aber genau das habe ich gemeint. Vielen dank. Ich will nur das es normal angesehen wird das jeder anziehen kann was er möchte und nicht in eine Schublade gesteckt wird.😕

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Hallo , ja genau meiner Meinung möchte auch sehr gerne Kleid anziehen und mich ohne Vorurteile in der Öffentlichkeit bewegen können.

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Von Experte Dirndlschneider bestätigt

Bei den Frauen wurde es als emanzipiert angesehen, als die in den 1920ern anfingen kurze Haare zu tragen und HOSEN!

Da sah aber kein Mann einen Grund, dann jetzt wieder Röcke zu tragen (das und lange Haare hatte es sehr viel früher schon gegeben und kam dann erst später wieder).

Es ist wohl einfach so, dass Frauenmode schon lange etwas vielfältiger war und auch dazu dienen sollte, weibliche Reize hervorzuheben. Ein Dirndl oder eine Rüschenbluse (transparent, aber mit Brusthaaren?) sähe bei einem Mann mit männlicher Figur einfach dämlich aus, ein Anzug bei einer Frau kann sogar elegant sein. Wobei ja die Schnitte da auch sehr anders sind. Hose ist nicht gleich Hose!

Aber wenn Mann meint, er müsse eindeutig Frauenkleider tragen, die zu seiner Figur gar nicht passen, dann ist er eben ein Crossdresser. Was ist dagegen einzuwenden?

EIgentlich ist es nicht schlimm, aber crossdresser werden als Männer gesehen die gerne Frau sein wollen. Ich trage z.b normale sachen wie stiefel,Mäntel,hosen oder Pullover aus der Dameabteilung und würde mich nicht gleich als Frau bezeichnen. Mir geht es einfach drum das die Doppelmoral der Gesselschaft schlecht ist. Früher war ekn Anzug bei Frauen auch kein thema warum ist es heute so? Weil er für ihren Körper geschneider wurde das es passt. Aber bei Männern wird garnicht gemacht, desswegen muss man in die Dameabteilung gehen wen einem die Männermode langweilig und veraltet vorkommt wie bei mir.

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@MrWomenclothes

Es gibt doch Männermäntel, Stiefel, Hosen und Pullover, und sogar Röcke....

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@Blindi56

Pullover und Hosen gibt es für Männer aber ab und zu schöne Mäntel. Aber stiefel muss man in die Andere abteilung gehen weil es keine gibt.

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Nun ja,man muss differenzieren was funktionieren würde und was nicht.Hoodiekleid , Strickkleid Pullunderkleid oder Hemdblusenkleid kann man entsprechend gestyled tragen.Rock auch. Im übrigen würde ich persönlich Crossdressing als ein "überkreuz anziehen "übersetzen. Wenn sich eine Dame in der Herrenabteilung bedient,ist die man auch nicht Crossdresser.

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Wenn man schon in jungen Jahren Eltern hatte, die nicht wirklich tolerant und aufgeschlossen waren, wird man später die gleichen Schubladen haben. Anstatt zu fragen und verstehen wollen, wird lieber ver- und geurteilt. Heute hat man zusätzlich noch das Problem mit irgendwelchen Hammel, die man Influencer nennt. Wir sind zwar in unserer Entfaltung ziemlich frei, aber viele im Kopf betoniert.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Selbstverständlich werden auch Frauen , wenn sie konservativ männlich geschnittene und für Männer gefertigte Kleidung tragen mit einem zweiten Blick bedacht ( ich hab da den Begriff " Kampflesbe " im Hinterkopf ) .

Solltest du dich aber auf Frauenkleidung mit "männlichen" Attributen beziehen , so ist das längst Usus und bedarf keiner besonderen Beachtung .

Bei Frauen habe ich noch nie etwas gehört odee gelesen wen sie mal aus der reiehe Tanzen. Dann wird immer gesagt es sei mutig und stark.

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Das ist bemerkenswert uninformiert.

Auch Frauen sehen sich Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt, wenn ihr Kleidungsstil von der "Norm" abweicht. Unterstellungen bezüglich der sexuellen Orientierung inklusive.

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