Warum sind viele Vegetarier so inkonsequent?

12 Antworten

Es gibt halt nicht nur schwarz oder weiß. Es ist schon ein Unterschied, ob ich Tiere esse, die ein mehr oder weniger "glückliches" Leben hatten oder eine Kreatur, welche in einem "Tiergefängnis" ihr kurzes Leben fristen musste. Ich bin kein Vegetarier, esse aber sehr wenig Fleisch, dafür jedoch lieber ein "gutes" Stück. Für mich spielen gesundheitliche wie auch ethische Gründe eine Rolle. Ich denke, dass man so auch einen kleinen Beitrag gegen Massentierhaltung leisten kann. Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten versuchen, die Welt ein bisschen zu verbessern. Aus diesem Grund esse ich z.B. auch keine Legebatterie-Eier.

Hallo katrice.

Leider ist dieses Thema immer oder zumindest sehr häufig ein Streitthema. Ich frage mich, wieso Vegetarier und Allesesser nicht einfach normal, ohne persönlich zu werden, diskutieren können. :-/

Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass nicht Vegetarier den ersten Stein werfen, sondern vielmehr durch provozierende oder herzlose Antworten der anderen Seite provoziert werden. Woran liegt das?

Wie auch immer: Ich kenne keinen Vegetarier, der auch Fisch ist. DAS ist PARADOX und diese Person kann man auch nicht als Vegetarier bezeichnen! Man sagt dann eher "Pseudovegetarier" dazu. ;-)

Fische scheinen in der Tat nicht soviel Mitleid auf sich zu ziehen, weil WIR Menschen nicht in der Lage sind, deren Laute im Infra- oder Ultraschallbereich wahrzunehmen. Und weil wir deren Körpersignale bzw. Mimik nicht deuten können bzw. sie uns zu schlicht erscheint. Der Kuschelfaktor fehlt halt.

Siehe auch: http://www.helles-koepfchen.de/frage-der-woche/koennen_fische_sprechen.html?Antwort=ja ;-)

Ich lebe seit 16 Jahren vegetarisch und bin glücklich damit.

Nun ja, Vegetarier zu sein ist doch total "in". Zu sagen, man mache es wegen "der armen Tiere" zeugt doch davon, dass man ein guter Mensch ist, oder? Ja, ich finde es affig, dass sie dennoch Fischstäbchen essen und ihr Ei zum Frühstück köpfen. Zugegeben sind Frühstückseier nicht befruchtet, ABER SIE KÖNNTEN ES SEIN (schmunzel). Ich finde Vegetarier toll. Die kann man so herrlich ärgern, wenn man ein blutiges Steak ist und der Saft tröpfelt einem übers Kinn ("hab ich da was?" lach). Nein, im Ernst: wenn man alles Gesellschaftsgruppen, die irgendwie gaga sind, von der Erde schaffen würde, hätten wir alle so unfassbar viel Platz, dass uns das schon wieder stören würde. Also ist es wohl besser, man behält diese Leute. Ich esse weiterhin jedes Tier dieser Erde und freu mich drüber.

Also ich finde dieses Mitlaufen weil´s inn ist ebenso blöd, aber ich - und auch mein Umfeld - finden mich nicht gaga!

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@Retzlaff

ich meinte, dass die mitläufer gaga sind. ob du gaga bist, kann ich nicht beurteilen. aber da du hierauf reagiert hast, stehen deine chancen normal zu sein, recht gut.

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Also:

Vegetarier sein weil es inn ist ist verrückt. Außerdem zählt Ei nicht zu Vegetarisch, sondern zu Vegan, und man kann auch einfach darauf achten, dass das Ei aus Bio- oder Freilandhaltung kommt.

Zum Vegetarier ärgern:

Das ist so was von blöd, dumm und bescheuert! Man selber will als Fleischesser doch auch nicht damit geärgert werden! Mich als Vegetarier regt es auf, wenn mir jemand sein Wurstbrot unter die Nase hält. 

Also jedem das seine.

Danke.

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Hallo Katrice, ich esse seit rund zwanzig Jahren keine Tiere (auch keinen Fisch), jedoch Eier und manchmal auch Butter und meine Schuhe sind aus Leder. Ich gehe mit meiner Lebensweise nicht hausieren und habe niemand anderem etwas darüber mitzuteilen und es stört mich keineswegs, wenn andere Fleisch usw. essen, bereite es auch für Gäste zu. Meine Lebensweise entspringt nur meinem eigenen Gefühl und ich halte sie nicht für besser oder schlechter, sondern eben als für mich selbst passend. Was mich ebenso stört wie Dich, sind Leute, die etwas zu einer Art Religion erhöhen, in diesem Anspruch aber selbst inkonsequent sind. Diese Leute haben wohl selbst ein Problem und nicht diejenigen, denen sie es vorwerfen. Liebe Grüße!

Vielen Dank für diese konstruktive Antwort. Es ist wahr: viele Vegetarier sind derart militant, dass sie dich erst fragen ob du Fleisch ist bevor sie dir die Hand geben :-) und genau um diese geht es hier. Wahrscheinlich essen diese alle Nachts heimlich ihr Steak.. Aber nichts dagegen einzuwenden wenn man Vegetarismus als Ernährungsart ansieht. Bis man mit dir essen geht weiß man bestimmt auch nicht, dass du Vegetarier bist ;-)

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Kann mich dem nur anschließen. Bin auch seit 20 Jahren Vegetarier in der oben beschriebenen Form. Und das nur aus Spass, weil ich mal versuchen wollte, ob man das durchhält. Damals war das noch eine Herausforderung. Ich koche auch für meine Familie Fleisch (ohne Abzuschmecken) und mir ist es völlig egal, was andere Essen. Man kann damit auch nicht die Welt retten oder ändern, sondern nur sich selbst. Aber ich rate jedem, der von der Normallinie abweicht, sich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Ich habe es eine zeitlang mit Makrobiotik versucht. Da lernt man wahnsinnig viel, aber gerät auch leicht aufs soziale Abstellgleis. Nach 2 Jahren bin ich dann wieder Normalvegetarier geworden (auf Süßspeisen zu verzichten ist wesentlich schwerer).

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Ich möchte hier mal wissenschaftlich vorgehen...

Fische spüren Schmerz anders als Säugetiere und leiden deshalb auch anders bzw garnicht, z.B. wenn sie geangelt werden.

Kleines Zitat dazu:

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fische begrenzte nozizeptive Fähigkeit besitzen?

 

Schmerz ist keine einfache sensorische Wahrnehmung von geschädigtem Gewebe. Verglichen mit dem Menschen oder anderen Säugetieren besitzen Fische eine begrenzte Fähigkeit zur Nozizeption speziell über die C-Fasern, die beim Menschen Voraussetzung für intensives Schmerzemfinden sind. Anthropomorphistisches Denken führt zu der Verzerrung, dass Fische ähnlich sensibel für Nozizeption und eben auch Schmerz sein sollten (Chandroo et al. 2004). Aber Fische zeigen eben nicht die Reaktionen auf Verwundungen, wie es ein Mensch tut. Sie reagieren wesentlich unsensibler auf Verwundungen als Säugetiere. Einem schnellen Fluchtverhalten, vermittelt durch die A-Delta-Rezeptoren, folgt zumeist das unmittelbare Zurückkehren zu normalen Verhaltensweisen. An dieser Stelle würde sich beim Menschen intensiver Schmerz anschließen, der Fisch „geht zum Alltagsgeschäft über“.

Entsprechend kann man Fisch mit einem besseren Gewissen essen als z.B. eine Kuh ;)

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