Warum sagt man: Selig sind die geistig armen?

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Richtige übersetzung aus dem aramäischen heisst: Glückselig im Geiste sind die Armen.

Das Wort "sind" wurde an falscher Stelle gesetzt und zwar in allen Sprachen der Welt. Also modern gesprochen: Die materiell armen Menschen (mit wenig Geld etc.) sind im Geiste glücklich. Die Armen hatten es vor 2000 Jahren sehr schwer, und lernten dadurch das Geistige zu schätzen. Zum Beispiel Freundschaft, selbstlose Hilfe, Fürsorge etc.

Wissarion Christus

Ich würde es interpretieren, dass die Menschen die sich im Geiste nicht mit materiellen Dingen, wie Besitz, Geld, Stellung usw. identifizieren, also im Geiste arm sind, selig sind. Grundsätzlich sind diese Dinge nicht an sich "schlecht", so lange damit keine Idenfikation und somit ein einhergehen in das Selbstbild erfolgt.

Siehe auch die Sprüche 'Werdet Vorrübergehende" aus dem Thomasevangelium oder "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“. D.h. die Anhaftung an materielle Dinge "erschwert" das Eintreten in das "Reich Gottes".

Es heißt nicht "geistig" Armen sonder "geistlich" Armen. Bekanntlich hat Jesus in seinem gesamten Wirken gegen die herrschende Kirche agitiert. Er meint also mit geistlich Armen Menschen, die nicht religiös sind, in dem Sinne, dass sie der herrschen Priesterkaste Glauben schenken. Für Jesus kann und soll es keine Kirche geben, da jeder Mensch direkt mit Gott kommunizieren kann, an Gott glauben kann.

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