Warum nervt mich das Rumgeheule der heutigend Jugend so?

19 Antworten

Ich (16) kann dir aus erster Hand sagen, dass es natürlich Menschen gibt die sich als Trend so verhalten.

Nur leider ist wirklich jeder zweiter Mobbingopfer. Da gibt es so um die drei Gruppen: Mobber, Leute die aus Angst mitmachen und eben die die gekonnt werden. Klar ist es nicht Körperlich aber halt psychisch. Die finden irgendwann deine Schwachstelle und versuchen dich dann emotional zu zerstören.

Die von jungelcamp haben in meinen Augen eine Aufmerksamkeitsuscht und wenn nicht alles so läuft wie sie wollen wirken sie auf mich als ob sie so gefangen in einer falschen Realität sind, dass sie gar nicht bemerken, dass gar nichts Schlimmes passiert.

Seit fünf Jahren beschäftige ich mich intensivst mit Psychologie. Da komm ich gar nicht mehr drum rum das Verhalten einer Person zu deuten. Jetzt wo ich aus der Schule bin und zurückblicke hatten wir wirklich fast alle ein ernsthaftes psychisches Problem und viele tragen das weiter durchs Leben.

Ich beziehe mich hie nur auf Jugendliche, da ich von 20-30 nicht viel weiß. Noch ältere dürfte ich aber einige kennenlernen in einer Klinik für alle Altersgruppen. War auch sehr interessant zu sehen was in deren Leben abgelaufen ist, dass sie jetzt soweit sind in eine Klinik zu gehen

Ich finde dieses thema richtig traurig. Menschen sind einfach so egoistisch im umgang mit den gefühlen anderer und auf schwächen wird immer herumgetrampelt. Kein wunder das man daran kaputt geht. Das einzige was man dda machen kann ist eine mauer um sich zu bauen damit keiner vertrauen zu einem aufbauen kann und man noch einsamer wird aber wenigstens nicht mehr verletzt wird..

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@achisdocheh

In meiner Jugend hat man gesagt, "Was dich nicht umbringt macht dich stark."

Das steht für Durchhaltevermögen, Gemeinschaftssinn, Kraft.

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@Judith171

Ich passe nicht in die Gemeinschaft. Meine Kraft ist nicht unendlich.

Mein Durchhaltevermögen hat mich hierher gebracht. Ich habe Jahrelang so viel Leid durchgehalten und nun steht ich kurz vor ner Psychose. Super dieses durchhalten

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@achisdocheh

Nicht jeder ist so. Ich bin auch hier und meinen wenigen Freunde sind auch sehr loyal und warm im Herzen. Ich achte stark darauf wem ich was von mir zeige und wenn sie sich als vertrauenswürdig erweisen lasse ich sie Emotional an mich Ran.

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@Judith171

ja das gibt es heute noch aber der spruch ist bescheuert. was mich nicht umbringt kann mich trotzdem richtig lange belasten. irgendwie setzt das einen auch nur unter druck mehr zu leisten(was auch nicht unbedingt schlecht ist,kommt immer auf die person an)

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@achisdocheh

Und irgendwann bringt es einen um weil der Körper unter Stress zerbricht

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@achisdocheh

Es ist eine Metapher. Ich finde das garnicht bescheuert.

Ich sollte im Morgenmagazin eines Regionalsenders etwas erzählen über meine Firma.

Ich wusste aber, dass alle anderen Kollegen schon abgesagt hatten, weil sie meinten sie hätten im TV zuviel Lampenfieber.

Ich hatte natürlich auch Schiss, weil ich als Neuling in der Firma nicht ganz so sattelfest war, wie meine Kollegen.

Ich hab mich überwunden und das Interview gut überstanden. Nicht lange danach wurde ich Gruppenleiterin.

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@Carylee

Ich glaube da irrst Du Dich gewaltig. Früher hatten die Menschen nur einen Bruchteil der Vorteile im Arbeitsablauf und im Gemeinschaftleben.

Sie mussten es durchhalten und sie haben es, unter deutlich schlechteren Bedingungen, durchgehalten.

Niemand konnte sich auf Zerbrechlichkeit, Depressionen o.ä. zurückziehen.

Sonst wäre er wohl verhungert.

Wir haben heute glücklicherweise bessere Bedingungen.

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@Judith171

Meine Uroma lebte auf einem Bauernhof in einem kleinen Dorf. Die Arbeit war gerecht verteilt und jeder hat den anderen unterstützt. Noch heute wenn wir zusammen dorthin fahren halten alle zusammen und es ist eben jeder respektvoll, etwas was es heute kaum noch gibt. Und wenn sie Mal einen Winter rnur Kartoffeln hatten, die Nachbarn haben mit ihnen zusammen gekocht und schon war die Welt wieder anders. Ich hätte gerne in dieser Zeit gelebt. Ich bin klinisch bestätigt unfähig jemals eine 30 Stunden Woche zu arbeiten. Und das nicht weil ich behindert wäre, nein man sieht nur meine Depression als Behinderung an. Sorry aber ich wurde von allen Ämtern bis jetzt immer weiter verarscht, beleidigt und wie Dreck behandelt. Oh ja die Arbeitswelt ist so gut.

Damals haben dann nur so nebenbei erwähnt, die psychische schwächeren hatten damals meist ein sicheres Umfeld und wurden nicht von wildfremden Amtstypis in Schubladen gesteckt

Zitat meiner erwähnten Uroma " Ja mei wir mussten zu dritt auf am Fahrrad in die Schule fahren stundenlang, aber wir waren so Glücklich. Aber die Welt heut ist so schlimm. Wie die Leut miteinander umgehen. Alle so einsam. Bin I froh dass i net jung bin"

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@Judith171

Das ist keine Stress geschweige denn Angst oder Panik Situation. Entschuldige bitte, aber ich bin bei so Situationen mit nervös. Da sie tja wie wenn man sagt: oh ja ich habe mein Referat durchgehalten.

Da gibt es nichts zum Durchhalten. Für mich zumindest nicht. Es geht hier um tiefe Ängste und schlimme Stresssituationen und nicht um Dinge wie ein Bewerbungsgespräch xD.

Weißt was mich an der Schule gestresst hat? Dass ich mich selbst unterdrücken musst. Ich habe mit 6 Jahren gelernt dass ich große Probleme bekomme wenn ich ich selbst bin und habe es ab da an Unterdrückt.

Sowas stresst einen. Jahrelanger Selbsthass, nicht wissen welchen Job man machen soll weil man schon weinen muss wenn man daran denkt. Ständige Erpressung um exestentielle Dinge, nicht akzeptiert oder respektiert werden, jeden Tag gesagt bekommen man soll sich umbringen, sich durchgehende rechtfertigen zu müssen, sich verstecken zu müssen und vieles mehr, dass stresst jemanden

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@Carylee

Die Situation auf österreichischen Bauernhöfen war überwiegend katastrophal. Mägde und Knechte haben oft nur für Kost und Logis gearbeitet. Sie hatten nie frei und keinerlei Privatleben.

Da gibts es sehr viel Literatur darüber.

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@Judith171

Ja Österreich. Meine Familie ist deutsch. Vor allem hatte meine Familie nie Knechte. Der Hof und die umliegenden Höfe wurden immer von einer Familie geführt.

Darum geht es hier aber nicht. Es geht darum wie es heute ist und nicht wie es Mal war

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Das sagt jede Generation zur darauffolgenden, was wiederum lustig ist. Man selbst ist dann zu alt dafür, um sich dort einfinden zu können und bleibt bei seinen gewohnten Sachen. Ich finde man sollte eher versuchen die Gründe zu finden und lernen zu verstehen, statt nur zu sagen "Die nächste Generation ist soo schrecklich", da es für einen selbst befremdlich ist

Das Copy&Paste Argument schlecht hin

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@SuckMikeHawk

Es ist ziemlich leicht alles von sich zu weisen und nicht an sich selbst zu arbeiten. Scheinst ein gutes Vorbild zu sein

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TL;DR: Die Antwort ist Nein.

Halte wir mal ein paar Punkte fest:

  1. Theatralisch traurige Musik gab´s schon immer. Jugendliche haben nur die Eigenart, sich eher brachiale, wenig feinsinnige Interpreten zu suchen. Ist aber auch nix Neues. Dir scheint nicht ganz klar zu sein, was für Scheisse deine Eltern schon gehört haben, weil man heute aus jedem Zeitalter nur noch die wenigen Klassiker kennt.
  2. Wir sind soziale Tiere. Daß man verstanden werden möchte, liegt in der Natur. Neu ist dabei nur, daß man sich nicht mehr so sehr für seine Selbstzweifel und nicht-sichtbaren Mängel schämen muß.
  3. Jede Zeit hat ihren Zeitgeist, das unterscheidet die Epochen ja voneinander. Das bedeutet nicht, daß sich die Menschen grundlegend voneinander unterscheiden, sondern die Art, wie sie ihre Umwelt wahrnehmen. Mein alter Vater kann Dir alles über Vergaser erzähen, aber versteht nicht, wie Netflix funktioniert. Sein Enkel wird es ihm früher oder später erklären können. Das Alte ist nicht inhärent besser - es ist nur vertrauter.
  4. Genauso ist jede Zeit auch für die Probleme ihrer Zeit auf die Straße gegangen. Das ist auch kein künstliches "betroffen" sein, sondern eigentlich die Pflicht jeden freien Staatsbürgers. Wer das nicht macht, gibt implizit seine Zustimmung für Machtmißbrauch und Korruption der Herrschenden.
  5. Ich bin in einer gar nicht so lang zurückliegenden Zeit großgeworden, die noch keinen besonderen Wert darauf legte, daß jeder seine Platz am Tisch haben sollte. In der Stärke=Macht ist. Was ist passiert? Es gab perverses Clicquengehabe, und alle "Nerds" wurden zwar nicht mißhandelt, aber doch völlig ausgeschlossen. Und das Konzept findest Du wünschenswert ?
  6. Du heulst rum über das Rumgeheule der Jugend. Willst Du dich tatsächlich abheben, mußt Du einen Gegenentwurf aufzeigen. Leider zeigst Du nur substanzloses Gewetter auf und zeigst dich damit als Teil des Problems, das Du anprangerst.

https://bildungswissenschaftler.de/5000-jahre-kritik-an-jugendlichen-eine-sichere-konstante-in-der-gesellschaft-und-arbeitswelt/

Omg dieser Kommentar. Wirklich gut gesagt. Trotzdem wäre interessant zu wissen ob es heute wirklich mehr psychisch Kranke Kinder gibt. Zumindest meine Uroma mein immer sie hätte damals niemanden mit Verhaltensauffälligkeiten gesehen und jetzt häuft sich das

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@Carylee

Es gibt nicht zwingend viel mehr, soweit ich weiß, sondern es wird heutzutage eher sensibelisiert, weshalb sich mehr Leute trauen zu sagen, was mit ihnen ist. Man kann nicht immer den Leuten ansehen, ob sie psychische Probleme haben bzw eher fast nie, behaupte ich mal

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