Warum machte die Evolution plötzlich so ein riesen Sprung?

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19 Antworten

Aus dem Nichts kam der Homo erectus...

Nichts kommt aus dem Nichts. Alles hat eine Ursache, eine Basis, einen Ursprung.

Es gibt in der Evolution keine Sprünge. Evolution ist immer nur der kleine Unterschied von einer Generation zur nächsten.

Nur wenn ich eine Betrachtung vornehme, in der ich zwei Punkte auf dem Zeitstrahl vergleiche, kann ich gravierendere Unterschiede feststellen. Je größer der Abstand, desto größer der Unterschied.

Aber zwischen diesen Punkten gibt es immer die entsprechende Zahl an Generationen, zwischen denen die Unterschiede kaum erkennbar waren.

Es gibt ein Buch von Richard Dawkins, daß gerade dieses sehr anschaulich verdeutlicht.

Wer sich auf den dicken Schmöker einläßt, wird ein gutes Grundverstandnis der Evolution entwickeln.

http://www.amazon.de/Geschichten-vom-Ursprung-Lebens-Zeitreise/dp/3548373011/ref=sr_1_9?s=books&ie=UTF8&qid=1358881434&sr=1-9

Das ist eher nichts für Anfänger, aber sehr empfehlenswert.

Für Einsteiger in die Thematik wäre dieser Titel vom gleiche Autoren zu empfehlen:

"Gipfel des Unwahrscheinlichen: Wunder der Evolution "

realsausi2 18.09.2013, 00:09

Danke für den Stern ;))

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Der spektakuläre Prozess, der bei einigen wenigen Primaten vor etwa drei Millionen Jahren einsetzte, ist der Wissenschaft bis heute ein großes Rätsel. In einer vergleichsweise kurzen Zeit nämlich verdreifachte sich die Größe ihres Gehirns. Hatten die Australopithecinen ein Gehirnvolumen von 400 bis 550 Gramm, so wies Homo habilis vor rund 2 Millionen Jahren schon 500 bis 700 Gramm Gehirnmasse auf. Die vor 1,8 Millionen Jahren aufretenden Homo heidelbergensis und Homo erectus brachten es dann auf ein Gehirnvolumen von 800 bis 1000 Gramm. Und der moderne Mensch Homo sapiens, der vor etwa 400 000 Jahren hervortrat, besitzt ein Gehirn zwischen 1100 und 1800 Gramm. Wissenschaftler erklärten die starke Zunahme der Gehirnmasse früher gerne mit den neuen Anforderungen an die Vormenschen. Die Savanne des Rift Valley bot andere Lebensbedingungen als vormals der Regenwald, und die Australopithecinen und frühen Homo-Formen stellten sich darauf ein. So weit, so richtig. Aber ein so schnelles Gehirnwachstum als Folge von veränderten Umweltbedingungen ist keineswegs normal, sondern eine völlige Ausnahme. Dass sich Tierarten anpassen, ist nichts Ungewöhnliches. Sie verändern sich, werden größer oder kleiner, aber dass ihre Gehirne dabei regelrecht explodieren, das kommt nicht vor. Auch sind Affen in der Savanne heute keineswegs intelligenter als die Affen im Regenwald. Bei den frühen Menschenformen aber trat ein ganz außergewöhnlicher Vorgang ein: Ihre Gehirne wuchsen schneller als ihre Körper – ein Prozess, der sich, soweit bekannt, nur bei zwei Tierarten jemals entwickelte: bei Menschen und bei Delphinen. Den Mechanismus für die besondere Gehirnentwicklung des Menschen fanden in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts der Franzose Emile Devaux und der Niederländer Louis Bolk. Unabhängig voneinander entdeckten sie, dass der Mensch nach seiner Geburt noch nicht ausgereift ist, wogegen Menschenaffen ziemlich fertig auf die Welt kommen. Der Mensch verharrt viel länger in seinem Stadium als Fötus und bleibt in dieser Zeit auch entsprechend lernfähig. Die Hirnforschung kann diese Vermutung heute bestätigen. Während das Gehirn bei allen anderen Säugetieren nach der Geburt langsamer wächst als der Körper, entwickelt es sich beim Menschen noch eine ganze Zeit fast im gleichen Tempo weiter wie im Mutterleib. Auf diese Weise wächst das menschliche Gehirn zu einer Größe heran, die diejenige anderer Menschenaffen erheblich übertrifft. Besonders das Kleinhirn und die Großhirnrinde profitieren von diesem fortgesetzten Wachstum. Und innerhalb der Großhirnrinde sind es vor allem die Regionen, die für die Orientierung im Raum, die Musikalität und die Konzentrationsfähigkeit wichtig sind. So weit der inzwischen bekannte Prozess des Gehirnwachstums. Doch warum er vor etwa drei Millionen Jahren auf diese Weise einsetzte, darüber lässt sich nur sehr vage spekulieren. So präzise wir wissen, was abläuft, so wenig verstehen wir den Grund. Denn eine so schwerwiegende Veränderung lässt sich nicht durch Anpassungen an die Umwelt erklären, selbst wenn man meint – was keineswegs unumstritten ist –, dass besonders große Umstellungen und Anpassungen an das Savannenleben notwendig waren. Dass der aufrechte Gang das Fluchtverhalten veränderte, ist sicher richtig. Dass die Familienverbände in der Savanne anders zusammenlebten als im Regenwald, mag auch sein. Dass man sich auf andere Nahrung spezialisierte, ist durchaus naheliegend. Aber eine so grundlegende Umstellung wie die Verdreifachung des Gehirnvolumens lässt sich dadurch mitnichten erklären. Für eine solche von außen erzwungene Veränderung ist das menschliche Gehirn viel zu komplex. »Der Mensch«, schreibt der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth, »hat keineswegs einen besonders großen Cortex bzw. präfrontalen Cortex, weil er diesen dringend benötigte. Vielmehr erhielt er ihn ›umsonst‹ geliefert.« Das menschliche Gehirn ist also nicht allein eine Reaktion auf Anforderungen der Umwelt. Wenn im ersten Kapitel die Rede davon war, dass unser Wirbeltiergehirn die Folge von Anpassungen im Evolutionsprozess ist, so muss man einräumen, dass die genauen Zusammenhänge noch immer sehr unklar sind. Die »Optimierung«, wenn man so will, geschah ohne einen bislang erkennbaren Grund. Dazu passt, dass unsere Vorfahren ersichtlich lange Zeit auch nur sehr wenig Gebrauch von den Hochleistungsmaschinen machten, die in ihren Köpfen heranreiften. Denn dass sich das Gehirn in der Entwicklung von Australopithecus zu Homo habilis und Homo erectus in ungeheurem Tempo vergrößerte, führte, soweit offensichtlich, zunächst kaum zu Kulturleistungen, wie etwa zu einem differenzierten Werkzeuggebrauch. Selbst nach weitgehendem Abschluss des Gehirnwachstums vor etwa einer Million Jahren brachten die Hominiden mit ihren Hochleistungsgehirnen über Hunderttausende von Jahren kaum mehr als einen notdürftigen Faustkeil hervor.

piraaaaaaat 23.01.2013, 20:11

Noch die Werkzeuge der Neandertaler, die vor gerade mal 40000 Jahren ausstarben, waren eher schlicht und wenig ausgefeilt. Und das, obgleich das Volumen ihrer Gehirne das des heutigen Menschen noch etwas übertraf! Es besteht wenig Zweifel daran, dass die Größe und Beschaffenheit des menschlichen Gehirns den Ausschlag gab bei der Entwicklung des modernen Menschen und seiner unvergleichbaren Kultur. Doch aus welchem Grund machte der Mensch von seiner durch das Gehirn ermöglichten technischen Innovationsfähigkeit erst so erschreckend spät Gebrauch? Die Antwort ist naheliegend: Offensichtlich hatte das Gehirn weitgehend andere Funktionen zu erfüllen als technischen Fortschritt. Auch heutige Menschenaffen, deren Gebrauch von Werkzeugen ebenso primitiv ist wie derjenige der Australopithecinen, sind ganz offensichtlich intelligenter, als sie für solch simples Hantieren mit Steinen und Ästen sein müssten. Den weit größeren Teil ihrer Intelligenz nutzen Menschenaffen für ihr kompliziertes Sozialleben, und auch für Menschen sind Artgenossen die größte Herausforderung im Alltag. (Vgl. Das Schwert des Drachentöters) Bei alledem nutzen wir gleichwohl nur einen Bruchteil unserer Kapazität, denn Intelligenz ist das, was man einsetzt, wenn man nicht weiß, was man tun soll. Selbst wenn Primatenforscher Albert Einstein mit dem Fernglas beobachtet hätten, so wie sie heute Affen beobachten, würden sie die meiste Zeit nichts Besonderes zu sehen bekommen haben. In seinem normalen Alltag mit Schlafen, Aufstehen, Anziehen, Essen usw. machte Einstein nur sehr wenig Gebrauch von seinem Genie, weil geniale Einfälle und Geistesblitze dafür schlichtweg nicht nötig sind. Das menschliche Gehirn ist beeindruckend. Aber es ist kein Schachcomputer, der ständig auf der höchsten Schwierigkeitsstufe eingestellt ist. Meist läuft er auf einem unteren Niveau, und damit reiht sich der Menschen ein in die Kette seiner Vorfahren. Prägende Instinkte und Verhaltensweisen wie Krieg und Aggression, Triebhaftigkeit, Familien- und Gemeinschaftssinn teilt er mit Affen und insbesondere Menschenaffen. Je mehr wir über das Leben der Tiere lernen, umso stärker erkennen wir uns selbst, das Echo aus den 250 Millionen Jahren der Säugetierentwicklung in unseren Gehirnwindungen. Nietzsches kluge Tiere sind also tatsächlich Tiere, und ihr beispielloses Erkenntnisvermögen ist und bleibt ein Rätsel. Einige Philosophen des romantischen Zeitalters zu Anfang des 19. Jahrhunderts hatten dem Lauf der Natur einen Sinn unterstellt, an dessen Ende der Mensch steht – jenes Wesen, das dafür geschaffen wurde, den Weltenlauf zu verstehen. Im Menschen, so lautete die stolze Überhöhung, werde die Natur sich ihrer selbst bewusst. In der Realität freilich spricht nichts dafür, dass der Mensch und sein Tun das Ziel der Evolution sind. Doch nicht erst ein solch angenommener Gang der Geschichte, schon der Begriff des »Ziels« ist bereits verdächtig. Ziele sind sehr menschliche Denkkategorien (haben Salamander Ziele?), sie sind an typisch menschliche Zeitvorstellungen gebunden, ebenso wie die Begriffe »Fortschritt« und »Sinn«. Doch die Natur ist eine physikalische, eine chemische und eine biologische Angelegenheit. Und der Begriff »Sinn« hat ganz andere Eigenschaften als etwa Protein. Die klügeren unter Nietzsches klugen Tieren, die dies verstanden haben, lenken deshalb ihren Forschergeist auch nicht mehr auf das große Ganze, die »objektive« Realität, sondern sie fragen sich: Was kann ich überhaupt wissen? Und wie funktionieren dieses Wissen und dieses Wissen-Können? Philosophen sprechen hier gerne von einer »kognitiven Wende« hin zu den Grundlagen unseres Selbst- und Weltverständnisses. Um dies zu verstehen, möchte ich Sie mitnehmen auf eine Reise zu den Grundlagen unseres Erkennens, die wir in wichtigen Teilen bereits mit Johansons Lucy teilen. Fliegen wir also mit Lucy in einen Kosmos, der aufregender ist als fast alles, was die Philosophen früherer Zeiten bereisen konnten. Entdecken wir unser Fühlen und Denken: Reisen wir ins Innere unseres Gehirns.

Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise von Richard David Precht

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realsausi2 24.01.2013, 23:03
@piraaaaaaat

Der spektakuläre Prozess, der bei einigen wenigen Primaten vor etwa drei Millionen Jahren einsetzte, ist der Wissenschaft bis heute ein großes Rätsel

Aus den Zahlen, die Du vorgibst, ergibt sich ein Hirnzuwachs von 0,0203125 Gramm pro Generation vom homo habilis (500 gr) bis zum homo sapiens (1800 gr.). Wobei ich die Generationenfolge mit 25 Jahren angenommen habe und den untersten Wert des Homo habilis und den höchsten des Homosapiens verwendet habe. Also eher recht konservativ.

0,0203125 Gramm pro Generation.

Ist das spektakulär?

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Leben gibt es schon 2-3 Milliarden Jahre länger - Eukarioten und damit Vielzeller seit etwa 500 Millionen Jahren. Damals gab es tatsächlich einen Evolutionsschub (kambrische Explosion). Der Schritt vom Durchschnittsprimaten zum Menschen war eigentlich nur klein. Es reichten wenige genetische Veränderungen (z.B. Genverdopplungen bzgl. Gehirn). Es ist geradezu typisch für die Evolution, dass kleine Ursachen eine große Wirkung haben. So beruhte die Entwicklung von Vielzellern wahrscheinlich auf der "Erfindung" des Kollagen. Das Phänomen der kleinen Ursachen mit großer Wirkung kann man auch in der "Evolution" der Technik beobachten.

nun, wenn du verschiedene frühere Spezies ansiehst, erkennst du, daß sie sich an die äußeren Anforderungen anpassten. Viele der frühen Spezies waren durchaus nicht grad dämlich. Sie hatten eine praktische Intelligenz, die ihnen beim wichtigsten (Futtersuche, Aufzucht und Schutz der Nachkommen) half.

Der Homo erectus war relativ schutzlos und gleichzeitig verschiedenen schädlichen Einflüssen ausgesetzt. Dem mußte er gegenwirken um zu überleben. Die ständigen Herausforderungen forcierten eine Entwicklung.

Das kann man so nicht sagen. Von Anfang an haben sich intelligentere Lebensformen durchgesetzt. Die Dinos sind immer schlauer geworden und hätten vielleicht(!) schon viel früher unser Niveau erreichen können. Auch die heutigen Tiere sind schlauer als ihre Vorfahren.

Damit ein Gehirn überhaupt schlau sein kann, muss es über einen Körper verfügen, der erstens eine ganz spezielle konstante Temperatur hält und es zweitens ständig mit großen Mengen an Energie versorgt.

Die Entwicklung zum Menschen lief also nicht sprunghaft. Der Erectus hatte Vorfahren, die Australopitheciden gab es bereits seit 5 Millionen Jahre. Davor Affen, die dank der Anforderungen des Lebens in den Bäumen auch nicht dumm waren usw.

Stimmt das so, Eisn?

eisn89 22.01.2013, 20:13

Das stimmt nicht nur, das ist die perfekte Antwort!

Alles wichtige dabei, knapp gehalten, plausibel und strukturiert erklärt!

Doppeldaumen und ganz lieben Gruß! =)

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BlackDracula 22.01.2013, 20:58

nicht ganz. auch strohdumme organismen setzen sich erfolgreich durch z.b. sind ja fast alle parasiten aus vormals schlaueren spezies hervorgegangen.

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FelixLingelbach 22.01.2013, 21:06
@BlackDracula

Richtig. Auch das Faultier ist so ein Beispiel. Zugunsten des Energieverbrauchs verzichtet es auf übertrieben intellektuelle Fähigkeiten.

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napoloni 23.01.2013, 00:16
@FelixLingelbach

Und sitzt auf der Coch, glotzt Bauer sucht Frau und futtert Kartoffelchips :)

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FelixLingelbach 23.01.2013, 00:46
@napoloni

Schafft es nicht. Es ist zu blöd um die Heizung hoch zu drehen und erfriert dann, weil es zu faul ist, seine Körpertemperatur zu regulieren. Diese Perfektion erreichen die wenigsten RTL-Kucker.

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Was ist daran ein riesen Sprung? Die DNA von Menschen und Schimpansen unterscheidet sich nur in etwa 40 Mio. Mutationen, bzw. ~98%. Die DNA unseres letzten gemeinsamen Vorfahren war menschlicher DNA wahrscheinlich noch ähnlicher. Das heißt: Fast alles, was Menschen ausmacht, gab es schon früher.

BlackDracula 22.01.2013, 23:34

schreibfehler: die dna stimmt zu 98% überein, nicht andersrum.

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Der Mensch ist deshalb so klug, weil :
1. er nach etlichen Millionen Jahren den aufrechten Gang für sich entdeckte
2. er nun 2 Hände für Werkzeuge und Waffen hatte
3. er nun Jagen konnte und viel mehr Fleisch zu sich nahm
4. er so auch mehr Proteine, Botenstoffe etc. die unter anderem die geistige Entwicklung förderten
5. er nun mit der Zeit potentiell immer klüger wurde
6. er irgendwann das Vermögen erlange über Sprachlaute zu kommunizieren, wenn auch Primitiv
7. er dadurch Erfahrungen und Wichtiges an nächstere weitergeben konnte, und so nicht alles von Grund auf neu erlernt werden musste

Gruß Matze ;)

BlackDracula 22.01.2013, 20:56

der jagderfolg ist eine folge der intelligenz nicht andersrum.

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rabbit77 23.01.2013, 20:20
@BlackDracula

Durch die größeren Energiemengen die durch das Fleisch aufgenommen wurde, hat sich das Gehirn größer und auch intelligenter entwickelt.

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Abahatchi 24.01.2013, 11:57
@rabbit77

Kühe haben ein wesentlich größeres Gehirn als Menschen, fressen aber nur Gras.

An der Aufnahme von Eiweiß in Form von Fleisch kann es wohl nicht liegen. Die größten Dino Saurier waren Pflanzenfresser aber deren Fleisch waren Tonnen von Eiweiß. Wenn ein großes Gehirn so wichtig gewesen wäre, dann hätten die von den Tonnen Eiweiß auch 5 Kg für Intelligenz übrig gehabt.

Den aufrechten Gang hatten schon viele Tiere vor dem Menschen. Intelligenz hatten selbst solche knochenlosen Gesellen wie Kraken schon lange vor den Dino Sauriern. Selbst Ratten, Biber und Waschbären konnten mit Ihren Händen lange vor dem Menschen "Hand anlegen". Auch die Kraken mit Ihren 8 muskulösen Armen beweisen oft mehr "Fingerfertigkeit" als zwei Drittel aller Menschen.

Sepien und viel andere Tiere brauchen noch nicht einmal Sprache, um miteinander zu kommunizieren. Mann sieht ihnen mit einem Blick an, was sie sagen wollen. Auch Wale und Elefanten haben eine reges Austauschbedürfnis. Selbst so primitive Tiere wie Bienen, können ihren Artgenossen so exakt mitteilen, wo Blumen, welche Art, welche Menge, welche Richtung, welche Entfernung zu finden sind. Nagetiere können sogar ihren Artgenossen mitteilen, wo sie lang laufen müssen, um durch ein Labyrinth zu kommen.

Der Mensch ist auch nicht das einzige Lebewesen, das eine Vielzahl an Lebenserfahrungen von Erwachsenen an die Kinder weiter gibt.

Wie gut der Mensch mit seiner Intelligenz bedient ist, sehen wir ja gerade. Er ist (als einziges Lebewesen überhaupt) inzwischen dabei, seine Lebensgrundlage Planet Erde zu zerstören. Wer sagt denn eigentlich, daß der Mensch wirklich etwas hoch entwickeltes ist und nicht gerade wegs die größte Fehlentwicklung seit den letzen 250 millionen Jahre darstellt und schon kurz vor seinem Aussterben steht?

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BlackDracula 24.01.2013, 12:14
@rabbit77

nein, nur durch andere nahrung ändert sich nicht der körper. du verwechselst wieder ursache mit wirkung. durch die entwicklung eines größeren gehirns waren erfolgreicher bei der jagd und konnten deshalb mehr eiweiß zu uns nehmen und uns so ein noch größeres gehirn leisten.

selbst wenn wir heute aber wieder nur pflanzen essen würden, würde sich unser gehirn nicht zurückentwickeln.

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Abahatchi 24.01.2013, 12:45
@BlackDracula

Das sogenannte Gleichgewicht ist immer leicht schwankend. Mal gibt es zu viele Raupen, die sich zu stark vermehren und damit die Wirtspflanze übermäßig schädigen. Dadurch schaden sich diese Schmetterlinge selbst und durch den selbst verursachten Mangel an Wirtspflanzen, gibt es auch weniger "fette" Raupen. Die Population von Schmetterlingen wird kleiner. Dadurch können sich die Wirtspflanzen wieder stärker vermehren. Ab einem bestimmten Überfluß von Wirtspflanzen steigt auch wieder die Zahl der Schmetterling. Diese Schwankungen kann man sehr gut zischen Fried- und Raubfischen in geschlossenen Seen beobachten. Schön auch, wenn sich das Gras gegen zu übermäßigen Befraß wehrt und die Lemming dann verhungern. Die Überpopulation steht selbst dann immer in einem Gleichgewicht von Schwankungen.

Nur wäre ein dritter Weltkrieg, (kriegen wir noch hin) das Ende der Menschheit. Vermutlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, wie wir uns erfolgreich selbst ausrotten. Dafür ist vermutlich die Intelligenz da...

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BlackDracula 24.01.2013, 22:03
@Abahatchi

auch bei anderen spezies gibt es beispiele wo sich das gleichgewicht nicht rechtzeitig wieder einpendelt gerade bei den ganzen neophyten.

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Abahatchi 24.01.2013, 22:55
@BlackDracula

Die meißten Einwanderer hat der Mensch auf dem Kerbholz. Natürlich gibt es auch Einwanderer die durch Landzungen oder wie bei Indien das mit Asien kollidierte, einwandern können. Auch da bildet sich nach dem Vernichten und Verdrängen einiger Arten wieder ein Gleichgewicht. Nur wir dabei nicht die gesamte Natur bzw. unser gesamter Planet restlos zerstört. Termiten oder Biber zertören ja gewisser Maßen auch die Umwelt, nur auf eine Art und Weise, die schon wieder einen Einklang darstellt.

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realsausi2 24.01.2013, 23:09
@Abahatchi

Heute bei Harald Lesch gehört:

Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine "Du siehst aber schlecht aus!". Darauf erwidert der andere "Ja, ich habe homo sapiens"

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Abahatchi 24.01.2013, 23:23
@realsausi2

ja, genau, so meinte ich mein Kommentar eigentlich.

Danke realsausi2

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Früher wahr die Erde extremer (Wärme, Kälte, Stürme, Vulkane u.s.w) Dort konnte sich nur sehr schwer Intelligentes leben entwickeln.

Die Lebewesen in der zeit mussten sich ständig anpassen und dadurch hatte man halt keine zeit Intelligentes Wesen zu bilden.

Komische Antwort aber besser kann ich es nicht beschreiben.

FelixLingelbach 22.01.2013, 20:04

Leider daneben. Das Klima war zwischenzeitlich immer wieder konstant.

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Weil im Laufe der Zeit mehrfach große Aussterbewellen über alles prähistorische Leben hereinbrachen... was sich entwickelt hätte, war dem Untergang geweiht, als 90% aller damals existierenden Spezies ausstarben.

Sonst würden heute vielleicht Saurier die Krone der Schöpfung darstellen, mal so als Beispiel.

Das scheint nur so. In der Evolution entwickelt sich immer das Einfachere zum Komplexeren. Je Komplexer etwas schon ist, umso komplexer ist auch seine nächste "Form" im Vergleich zu ihm selbst. Das ist nun einmal so, weil bei einem komplexen Lebewesen schon viele Eigenschaften vorhanden sind, sodass sich auch viele Eigenschaften auf einmal verändern.

Das hat den einfachen Grund, dass Evolution nicht immer graduell in winzigen Schritten verläuft, sondern durchaus schubweise vor sich gehen kann. Ein Paradebeispiel ist neben dem Menschen die kambrische Explosion. Es kommt darauf an, wie schnell und in welchem Maße sich die Umwelt verändert. Dazu kommt noch die genetische Variablität mit ihren ungeahnten Möglichkeiten.

Erstmals in Richtung Mensch gings übrigens vor ca. 7 Millionen Jahren.

  1. die entwicklung des menschen war schrittweise und keinesfalls urplötzlich.

  2. ist die entstehung von intelligenz nicht so besonders, ameisenstaaten gab es schon lange vorher und auch die raptoren waren nicht so doof.

  3. kann sich die evolution stark beschleunigen, wenn sich die umwelt stark verändert also neue viele selektionsfaktoren entstehen. beim menschen war das vllt die klimaänderung in ostafrika, die die steppen vergrößerte und so den lebensraum des menschen verkleinerte.

Leben gibt es bereits seit etwa 4 Milliarden (also viertausend Millionen) Jahren. Die Entwicklung humanoider Spezies im Verlaufe von nur wenigen (3-6) Millionen Jahren aus tierischen Vorfahren verlief tatsächlich sehr rasch: In nur 3 Millionen Jahren hat sich das Gehirnvolumen etwa verdreifacht, die Veränderungen der Gehirnstruktur gar nicht berücksichtigt. Das ist eine sehr rasche Phase der Evolution!

Die Geschwindigkeit dieser evolutiven Veränderung deutet darauf hin, daß die schrittweise Entwicklung der Intelligenz einen gewaltigen Überlebensvorteil für diese Spezies bot. Man kann sich vorstellen, daß diese Übergangsformen in Horden zusammenlebten. Entstand in einer Horde eine Variante mit erhöhter Intelligenz, dann war diese Horde den anderen überlegen. Die Selektion in vielen voneinander getrennten Horden stellt eine zusätzliche Möglichkeit der Beschleunigung des Evolutionsvorganges dar.

• Funktionelle Spezialisierung: Spezialisierung von Gehirnarealen (z.B. beim Klettern)

• Neuentwicklung: Zur Anpassung an Lebensraum (räumliches Sehen,Farbwahrnehmung)

• Neotonie: infantile Erwachsene haben Möglichkeit größeres Gehirn zu entwickeln

→ Infantilisierung der Kopfform

• Präadaptation (Gehirngröße)

Ich würde eher sagen: die Frage kam aus dem Nichts

Ich zweifele die Evolutionstheorie sowieso an, weshalb ich sage, dass es gar nicht so gewesen ist ^^ Wieso das so ist? Ich glaube, das kann man nicht sagen, aber man geht ja nach Funden aus und Fossilien vom Homo erectus sind nun mal maximal 2 Mio. Jahre alt :D

realsausi2 22.01.2013, 19:57

Und die Erde ist eine Scheibe. Schon klar.

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JeremiasBohn 22.01.2013, 19:59
@realsausi2

Klar, und Leute, die unbegründet eine Meinung anzweifeln, schmeiß ich am Ende der Welt runter...

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rabbit77 22.01.2013, 20:04
@JeremiasBohn

Die Evolutionstheorie wurde auf jeden Fall besser begründet wie "Ich glaube, das kann man nicht sagen"

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realsausi2 22.01.2013, 20:12
@JeremiasBohn

Es gibt zur Evolutionstheorie keine Meinung. Es gibt solche, die sie ignorieren und solche, die das nicht tun.

Die Evolution ist ebenso bewiesen wie die Gravitation. Darüber, wie diese Dinge im Detail funktionieren, gibt es Theorien.

Ich zweifele die Evolutionstheorie sowieso an,

also dann sping:

Klar, und Leute, die unbegründet eine Meinung anzweifeln, schmeiß ich am Ende der Welt runter...

Du kannst die Evolution nicht anzweifeln. Das wäre ebenso, als wolltest Du eben die Kugelgestalt der Erde anzweifeln, das heliozentrische Sonnensystem anzweifeln. Es gibt keinen Argumentationsstrang, der nur den Hauch einer Chance hat, hier zielführend zu sein.

Du kannst Evolution natürlich ignorieren und Dich in unwissenschaftlichen und fadenscheinigen Phantasiekonstrukten verstricken. Das kannst Du allemal und von mir aus gerne tun.

Aber mit Realtiät hat das dann nichts mehr zu tun.

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JeremiasBohn 22.01.2013, 20:27
@realsausi2

Ich hab übrigens nicht gemeint, dass ich ein religiöser Fanatiker bin oder so was in der Art, falls du dir jetzt dieses Bild von mir machen solltest ;) Für mich ergibt es einfach keinen Sinn, wieso sollte denn einem Fisch plötzlich Beine wachsen, selbst auf einen Zeitraum von Generationen? Bevor wir hier aber in Diskussionen ausarten, die eigentlich nicht zum Ziel haben, die Frage zu beantworten, sondern um die eigene Meinung durchzusetzen, beende ich das hier mal :)

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magni64 22.01.2013, 22:32
@JeremiasBohn

Warum den Fischen Beine wuchsen? Keine Ahnung im Augenblick, aber daß es passiert ist, ist bewiesen. Natürlich nicht von heute auf morgen, sondern über einen längeren Zeitraum, aber es ist Tatsache.

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DarkSepia 22.01.2013, 23:17
@JeremiasBohn

Ich zweifele die Evolutionstheorie sowieso an (...) Klar, und Leute, die unbegründet eine Meinung anzweifeln, schmeiß ich am Ende der Welt runter...

War das selbstironisch gemeint?

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DarkSepia 22.01.2013, 23:20
@JeremiasBohn

Für mich ergibt es einfach keinen Sinn, wieso sollte denn einem Fisch plötzlich Beine wachsen, selbst auf einen Zeitraum von Generationen?

Das ergibt für Evolutionsbiologen auch keinen Sinn, denn es würde dem Gesetz des Gradualismus widersprechen. Evolution verläuft nicht so ab, wie bei Pokemon.

Bevor wir hier aber in Diskussionen ausarten, die eigentlich nicht zum Ziel haben, die Frage zu beantworten, sondern um die eigene Meinung durchzusetzen, beende ich das hier mal

Wenn du dir die Freiheit nimmst, Evolution falsch darzustellen musst du es dir auch gefallen lassen, korrigiert zu werden.

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realsausi2 23.01.2013, 03:21
@JeremiasBohn

Für mich ergibt es einfach keinen Sinn, wieso sollte denn einem Fisch plötzlich Beine wachsen, selbst auf einen Zeitraum von Generationen?

Weil Beine an Land einfach besser funktionieren als Flossen. So funktioniert eben Evolution.

Wer an Land besser vorankommt, bekommt das bessere Futter, die bessere Höhle und die besseren Frauen.

Schau Dir mal möglichst ein Video von Schlammspringern an. Da siehst Du eine Zwischenstufe von Flossen zu Beinen. Und es wird direkt vorstellbar, daß ein Individuum, dessen Flossenbeine etwas besser für die Fortbewegung an Land geeignet sind, einen Vorteil hat. Und sich somit häufiger vermehrt, als andere, die den Vorteil nicht haben. Und in der nächsten Generation ist wieder einer, dessen Extremitäten noch etwas besser für die Fortbewegung an Land geeignet sind. Usw. usf. Und nach einigen zehn- oder hunderttausend Generationen sind aus Flossen dann Beine geworden. Zumal damals eben an Land noch alle ökologischen Nieschen unbesetzt waren. Da war der Landgang ein enormer Vorteil.

Es ist mir ein Rätsel, was daran so schwer zu verstehen sein soll.

Ich empfehle Dir dringend, Dich über das, was die Evolutionstheorie aussagt, kompetent zu informieren. Ansonsten wirst Du darin stecken bleiben, daß Du aus einem Mißverständnis heraus Dinge ablehnst, díe völlig unbestreitbar sind.

Hierzu kann ich wärmstens folgendes Buch empfehlen:

http://www.amazon.de/Gipfel-Unwahrscheinlichen-Evolution-Richard-Dawkins/dp/3499624524/ref=sr_1_13?ie=UTF8&qid=1358907396&sr=8-13

Hier wird verständlich erklärt, wie gerade komplexe evolutionäre Veränderungen abgelaufen sind. Wenn man mal die tatsächlichen Fakten präsentiert bekommt, werden selbst erstmal schwer nachvollziehbare Entwicklungen wie der Vogelflug, das Auge oder auch der Landgang verständlich.

Wenn Dir Wahrheit wirklich wichtig ist, brauchst Du Wissen, um sie zu erkennen.

Deine bisherigen Einlassungen machen deutlich, daß es Dir dabei in Bezug auf Evolution mangelt. Das ist keine Schande.

Sich aber in Stand der Unwissenheit zu halten schon.

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Abahatchi 24.01.2013, 12:03
@BlackDracula

Und die Erde ist eine Scheibe. Schon klar.

Nein, wie kommst Du denn darauf? Die Erde eine Scheibe? Ich dachte immer, sie wäre eine kreisrunde flache Ebene, umgeben von einem Ozean, der am Rand an das Firmament grenzt.

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Abahatchi 24.01.2013, 12:08
@Abahatchi

Ich zweifele die Evolutionstheorie sowieso an, weshalb ich sage, dass es gar nicht so gewesen ist

Schön, nur wie wäre es, selbst etwas zur Aufklärung bei zu tragen? Warum haben dann, abgesehen von "Schwarzafrikanern" alle Menschen Erbgut vom Neandertaler? Vermutlich ist Eva mal fremd gegangen... Bestimmt hatten die Schreiber der Bibel statt dem verführenden Neandertaler eine Schlange beschrieben. Mit Schweinekram wollten die ja nichts zu tun haben.

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Abahatchi 24.01.2013, 12:33
@DarkSepia

Evolution verläuft nicht so ab, wie bei Pokemon.

Aber auf meinen Karten ist doch eindeutig zu sehen, daß es genau so...

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realsausi2 24.01.2013, 23:12
@Abahatchi

Und die Scheibe fliegt auf einer Schildkröte durch´s All... Ich schwör...

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Abahatchi 24.01.2013, 23:32
@realsausi2

...aber auf einer dreibeinigen, damit sie nicht kippelt wenn man sie irgendwo hinstellt und ein Bein ist kürzer als das andere.

Nein, das war jetzt gelogen. Sie muß aber paddeln können, damit sie sich durch den Äther bewegen kann.

Den Beweis für meine Aussage liefere ich natürlich, im Gegensatz zu Christen, Muslimen und Juden gleich mal mit.

http://www.seoman-mondkalb.org/jpg/b/hogf/disk2.jpg

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Es gibt nur eine menschliche Definition von Intelligenz - keine Vergleiche also.

Das kam auch nicht von heute auf morgen!

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