Warum können wir nicht unter Wasser atmen?

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9 Antworten

Kein einziges Säugetier verfügt über eine »Technik«, Wasser zu atmen, auch nicht Meeressäuger, bei denen man sich doch vorstellen könnte, dass die davon profitieren könnten.

Nun, einerseits würden Säugetiere dem Wasser auch nicht genügend Sauerstoff entnehmen können, um ihren im Vergleich zu Fischen gleicher Größe sehr viel größeren Energiebedarf zu decken. Für Vögel gilt natürlich dasselbe.

Andererseits ist Evolution ein Würfelspiel mit gezinkten Würfeln und kein Heimwerkerladen, in dem eine Spezies das für ihre Bedürfnisse passende Werkzeug bestellen kann. Dies mag erklären, wieso selbst im Meer lebende Reptilien Luft atmen. Allerdings können sie viel länger unter Wasser bleiben, und es gibt auch Reptilien, die arschatmen können, wenn sie inaktiv sind.

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Die Evolution hat unsere Vorfahren aus dem Wasser herausgeführt und mit Lungen ausgestattet. Damit können wir außerhalb des Wassers atmen. Fische atmen im Wasser mit Kiemen.

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Der Sauerstoff ist gebunden.

Warum sollten wir im Wasser atmen, wenn wir da nicht leben? Dadurch wäre die Lunge ineffizienter an Land > Selektionsdruck

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Wieso können wir das nicht "atmen"

Der Sauerstoff im Wasser ist anders gebunden als der Sauerstoff in der Luft. Unsere Lungen sind ausschließlich darauf ausgerichtet den Sauerstoff aus der Luft zu filtern, nicht jedoch den aus dem Wasser.

Dafür wären Kiemen notwendig, die den Sauerstoff aus dem Wasser filtern können.

und wieso hat uns die Ebolution keine Technik geschenkt damit wir unter Wasser atmen können?

Die Evolution "schenkt" nicht. Sie basiert auf einem einfachen Prinzip:

"Maximale Leistung bei minimalem Aufwand"

Für ein Lebewesen, welches an Land lebt, sind Kiemen nicht notwendig. Diese Organe müssten mit Energie versorgt werden, Energie die dann anderots im Körper fehlt und durch zusätzliche Nahrung zugeführt werden müsste.

Sprich sie währen nicht Energieeffizient bei Lebewesen die nicht auf das Leben im Wasser angewiesen sind.

Menschen mit Kiemen würden schneller sterben als Menschen ohne, weil ihre Körper zu viel Energie verbrauchen und die Vorteile zu gering sind.

Wir hätten damit also das genaue Gegenteil:

"Minimale Leistung bei maximalem Aufwand".

Solche Mutationen verschwinden rasch wieder.

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Weil Menschen Landsäugetiere sind. ;-)

Die Dichte von Wasser ist zu hoch und außerdem bewirkt es einen osmotischen Druck, der letztlich die Kapillare in Deinen Lungen platzen lässt, wenn eine größere Menge Wasser einströmt. Geringe Mengen Wasser werden einfach ins Blut resorbiert. Ab welcher Menge es gefährlich wird, weiß ich nicht.

Außerdem würdest Du vermutlich an Land austrocknen, wenn Du Kiemen hättest. Über Kiemen würde soweit ich weiß ziemlich viel Flüssigkeit abgegeben.

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Das Problem ist die geringe Sauerstoffkonzentration im Wasser. Das ist nichts für Warmblüter wie uns, die eine hohe Stoffwechselrate haben, viel Kalorien und damit Sauerstoff verbrennen.

Deshalb haben Säugetiere auch niemals Kiemen entwickelt. Zudem würde ein Säugetierkörper über die stark durchbluteten Kiemen wahnsinnig schnell auskühlen. Ein Fisch ist kaum wärmer als sein Umgebungswasser (mit wenigen Ausnahmen: Hai, Thunfisch)

Natürlich hat der Mensch versucht, diese Hürde mit Technologie zu überwindern:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkeitsatmung

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Alle Landtiere, damit auch der Mensch, stammen ja von Wasserlebewesen ab. Das bedeutet, dass unsere Vor-Vorfahren es mal konnten.

Ich schätze mal, dass das Herumschleppen von Kiemen an Land einfach mehr Nachteile (zusätzliches Gewicht, dass das Weglaufen vor wilden Tieren bzw. das Jagen erschwert, u.ä.) als Vorteile (wenn man sich doch mal ins Wasser verirrt, kann man atmen) gebracht hat. Damit haben sie sich durch die Evolution zurückgebildet.

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Kommentar von NoHumanBeing
16.07.2016, 14:03

Gibt es tatsächlich Tiere, die beides haben? Kiemen und eine Lunge? Ich wäre eher davon ausgegangen, dass sich das eine zum anderen entwickelt und es somit immer nur eines dieser Organe (möglicherweise einen "Hybriden", weil der Übergang ja kontinuierlich erfolgen muss) gibt.

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Tatsächlich hattest du als Embryo im 1. Monat oder so noch einen Kiemendarm, mit dem du unter Wasser haettest atmen können. Die Säugetiere haben sich allerdings im Verlaufe der Evolution an den Landgang angepasst und somit alles, was dafür notwendig war, unter Wasser zu leben, zurückentwickelt, weil es unnötig Energie verbraucht.

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Die Lungen können Sauerstoff nur in gasförmigem Zustand aufnehmen. In Wasser gelöster Sauerstoff kann von den Lungen nicht aufgenommen werden.

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